Hafen Linz_by a_kep
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Tags: Architektur | international | Stadtentwicklung | Stadtplanung | TOL | TOL02 | Urban Design | Urbanism | Workshop |

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Preview // Identity City Lab // Wer und Was?

Das Identity City Lab rückt immer näher und wir freuen uns schon sehr auf die spannenden Vorträge, Diskussionen und Workshops, die vom  von 5. bis 8. Juni in der Tabakfabrik und im Linzer Hafenviertel stattfinden werden.

Dass die Linzer Hafenbecken – Teil der kulturellen Identität der Stadt – zugeschüttet werden, ist Anlassfall der Veranstaltung. Welche Alternativen und Optionen für die Gestaltung und Nutzung dieses Stadtgebietes lassen sich denken? Die viertägige Auseinandersetzung möchte möglichst viele Interessierte miteinbeziehen. Die lokale Bevölkerung hat die Gelegenheit, auf Augenhöhe mit internationalen ExpertInnenzu sprechen.

Hier ein Vorgeschmack auf die Speaker und Programminhalte:

 

// Tag 1: Mittwoch, 5. Juni

/ CHRIS MÜLLER

Künstlerischer Leiter Tabakfabrik Linz, Linz

Das Modell „4020 Linz – Tabakfabrik 2040.“

Vor gut 18 Monaten wurden neue Wege in der Entwicklung der Tabakfabrik Linz eingeschlagen. Noch nie wurde ein Linzer Stadtentwicklungsprojekt dieser Größe mit den Leitlinien Partizipation, Transparenz, Offenheit und Tragfähigkeit vorangetrieben. Chris Müller gibt Einblick in das Konzept: 4020 Linz – Tabakfabrik 2040.

About: Chris Müller ist Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden der Tabakfabrik Linz. Geboren am 29. März 1973. Gelernter Tischler, Treppenbauer und Gastronom. Stage Manager diverser Rock ‘n’ Roll Bands in Berlin. Studium der Bildhauerei / Transmedialer Raum an der Kunstuniversität Linz. Gründungsmitglied und Intendant des Theater Hausruck. Gründer und Kreativdirektor der Künstler Plattform SOLIDART. Ehemaliger Leiter der Gesellschaft für Kulturpolitik in OÖ. Seit 2012 Künstlerischer Leiter der Tabakfabrik Linz.

www.tabakfabrik-linz.at

 

/ KLAUS OVERMEYER

Landschaftsarchitekt, Urban Catalyst Studio, Berlin

Kreative Quartiere – Fluch oder Segen der Stadtentwicklung?
Ein Streitgespräch Peter Arlt und Klaus Overmeyer

Kreative Quartiere sind die neuen Gartenstädte der Stadtplaner und Immobilienentwickler. Kein Plan, kein Rendering auf dem neue Entwicklungsgebiete nicht als Kreativquartier vermarktet werden. Urban Farming, Co-Working, Creative Hotspots sind die Floskeln, unter denen sich die Entwickler „gemischte, urbane Quartiere“ vorstellen. Handelt es sich dabei nur um eine bessere Verkaufsstrategie oder verbirgt sich dahinter ein neues Modell des Stadtmachens?

About: Klaus Overmeyer, geboren 1968 in Rhede Westfalen, ist internationaler Vordenker im Feld der nutzergetragenen Raum- und Stadtentwicklung. Als gelernter Gärtner und Landschaftsarchitekt gründete er Urban Catalyst Studio aus dem gleichnamigen EU-Forschungsprojekt über Potenziale temporärer Nutzungen. Seit 2010 hat er die Professur für Landschaftsarchitektur an der Bergischen Universität Wuppertal inne.

www.urbancatalyst-studio.de

 

/ CLEMENS BAUDER

Rotterdam Stipendiat der CREATIVE REGION Linz & Upper Austria, Linz

Harbours of Desire: Linz – Rotterdam – Linz

Fragestellungen rund um Transformationsprozesse im Rotterdamer Hafengebiet wurden während eines sechswöchigen Aufenthalts mit verschiedenen lokalen AkteurInnen und ExpertInnen diskutiert und im Vortrag in Beziehung zu Linz gesetzt.

About: Clemens Bauder (1986) arbeitet interdisziplinär in Architektur, Urbanismus, Design und Kunst. Er ist in verschiedenen Kollektiven (qujOchÖ, ika, kiosque) und projektbezogenen Kollaborationen tätig.

www.clemensbauder.net

 

/ KRISTIAN KOREMAN
ZUS Architects, Rotterdam

Making City

Krisenstimmung im niederländischen Baubetrieb. Allmählich ergreifen einige Architekten aber die Initiative und lassen sich neue Methoden einfallen, um Bauprojekte realisieren zu können. ZUS Architects [Zones Urbaines Sensibles] aus Rotterdam, wollen mittels Crowdfunding zwischen dem Rotterdamer Hauptbahnhof und dem Hofbogen eine Fußgängerbrücke bauen. Der Bau der 350 Meter langen Holzbrücke beginnt auf halber Strecke, so dass das Konstrukt von der Mitte aus in Richtung Start- und Endpunkt wächst. Die Finanzierung will man durch den Verkauf einzelner Bretter sichern.

About: ZUS [Zones Urbaines Sensibles] wurde 2001 in Rotterdam von Elma van Boxel (1975) und Kristian Koreman (1978) gegründet. Im Jahr 2007 erhielten sie den renommierten Rotterdam Maaskant Förderpreis für junge Architekten und veröffentlichten ihr erstes Buch “Re-Public: towards a new spatial politics”. Trotz ihres jungen Alters hatten sie bereits die Ehre, als Kuratoren für die 5. Internationale Architektur Biennale Rotterdam und dem ersten BMW Guggenheim Lab Team in New York ausgewählt zu fungieren. Im Jahr 2012 wurde ZUS als “Architect of the Year” in der Kategorie Small Offices ausgewählt.

www.zus.cc

 

// Tag 2: Donnerstag, 6. Juni


/ ROBERT TEMEL

Architektur- und Stadtforscher, Wien

About: Robert Temel ist Architektur- und Stadtforscher in Wien sowie Sprecher der Plattform Baukultur. Forschungsinteresse:  Nutzung und Produktion von Architektur und Stadt mit Schwerpunkt auf Wohnbau und Stadtplanung. Jüngste Publikation: Baugemeinschaften in der Wiener Seestadt Aspern, Studie für die Wiener Wohnbauforschung, 2012.

www.temel.at

 

/ GUNTER AMESBERGER

Direktor Stadtentwicklung, Linz

“Ich sehe die Geschäftsgruppe Stadtentwicklung als einen Gewährleister urbaner Lebensqualität. Mein Ziel ist es, die Gestaltung unseres Lebensumfeldes (Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Bildung, Einkaufen, Mobilität) gemeinsam mit Politik, Verwaltungsspitze, MitarbeiterInnen, Investoren, Planern und BürgerInnen in eine nachhaltige, zukunftsbeständige Entwicklung zu lenken. Dabei wird es auf klare Zielvereinbarungen, effektive und effiziente Arbeitsweise sowie intensive Kommunikation ankommen.”

About: Gunter Amesberger (1958) studierte Geodäsie an der Technischen Universität Wien und Solararchitektur an der Donau-Universität in Krems. Amesberger war als Projektleiter der Baudirektion u.a. für das Stadterweiterungsprojekt solarCity Pichling und das Verkehrssystem-Management zuständig. Seit 2005 ist er Direktor der Stadtentwicklung Linz.

 

/ CHRISTOPH WIESMAYR

Architekt, Mitbegründer Schwemmland, Linz

Schwemmland ist eine global ausgerichtete und regional aktive Initiative mit dem Ziel urbane Freiflächen, Restflächen, „rurbane Nischen“ im Linzer Osten vor dem globalen Ausverkauf und dem damit einher gehenden kommerzielle Druck auf die Freifläche für die Stadtbevölkerung als Möglichkeitsräume und identitätsstiftende Lebensräume zu bewahren, zu vermitteln bzw. zu eröffnen.

About: Christoph Wiesmayr (1977) hat sein Architekturstudium 2010 an der TU Graz mit Auszeichnung abgeschlossen. Neben der Mitarbeit in einschlägigen und international renommierten Architekturbüros war er als Studienassistent für Forschung am Institut für Architektur und Landschaft in Graz beschäftigt. Seit 2003 ist er als Kurator und Organisator für unterschiedliche Kulturveranstaltungen tätig. Seine gemeinsam mit Bernhard Gilli verfasste Diplomarbeit widmete Wiesmayr seiner Heimat, dem Linzer Osten und gründeten daraus die Initiative Schwemmland. Seit Mai 2013 vernetzt Wiesmayr u.a. Gemeinschaftsgartenprojekte für das Klimabündnis OÖ.

http://schwemmland.net/

 

/ ROLAND GRUBER

Architekt, nonconform architektur vor ort, Wien

Die vor ort ideenwerkstatt®

nonconform architektur vor ort hat eine Methode der partizipativen Planung entwickelt, bei der die PlanerInnen vor Ort gemeinsam mit allen Beteiligten für mehrere Tage arbeiten und realisierbare Zukunftsszenarien entwickeln.

About: 

About: Roland Gruber (1972) studierte Architektur an der Kunstuniversität Linz und an der ETH Zürich, Diplom 1998 bei Prof. Roland Gnaiger in Linz. Darauf folgte das Mastersstudium für Kultur & Management an der Salzburg Management Business School / ICCM. Neben journalistischer Tätigkeit für diverse Fachmagazine (u.a. Architektur Aktuell, Architektur & Bau Forum) auch regelmäßige Vortragstätigkeiten, Lehraufträge sowie Gastkritiken an Universitäten. Seit 1999 Mitbegründer und managing partner von nonconform architektur vor ort. 2002 Mitbegründer und Vorstandsmitglied der IG Architektur www.ig-architektur.at.

www.nonconform.at

 

/ ROLAND KREBS

Urban Planner & Urbanist, Wien

Koopertatives Planen am Hauptbahnhof Wien
Mit dem Kooperativen ExpertInnenverfahren am Hauptbahnhof Wien versucht die Stadt Wien gemeinsam mit der ÖBB neue Wege einer dialogorientierten Stadtplanung einzuschlagen. Ein Experiment.

About: Roland Krebs ist Stadtplaner und Urbanist. Ziviltechniker für Raumplanung und Raumordnung. Seit 2010 ist er für die ÖBB als Projektleiter für die städtebauliche Entwicklung des Hauptbahnhof Wien zuständig und hat einen Lehrauftrag am Institut für Städtebau und Landschaftsarchitektur an der TU Wien zu Themen der kreativen Stadtentwicklung.

www.urbanissues.net


/ PHILIPPE CABANE

Städteplaner, Atelier Urbane Strategien und Entwicklung, Basel

Städtebau zwischen Statik und Aktion –  Hafentwicklungen Basel Kleinhüningen und Caen Présqu’île

Hafengebiete gehören weltweit zu den wichtigsten Entwicklungspotenzialen wachsender Städte.  Umfang und Komplexität dieser Umstrukturierungsprozesse mit Zeiträumen von 30 und mehr Jahren stellen ganz andere Herausforderungen, als dies für typische Masterplanungen weit kleinerer Planungsgebiete der Fall ist.

Anhand der Projektbeispiele Caen und Basel (beide in Zusammenarbeit mit MVRDV, Rotterdam) wird ein Ansatz zu einem dynamischen Verständnisses von Städtebau vorgestellt,  der sich vom Trend idealisierender Stadtbilder emanzipiert und den Städtebau einem dynamischen Verständnis von Wandel als vielfältiges Wirken von ebenso vielfältigen Akteuren versteht.

About: Philippe Cabane (1960) studierte Soziologie, Philosophie und Humangeographie sowie Städtebau und Raumplanung. Er arbeitet heute als selbständiger Berater für Urbane Strategien, Nutzungsentwicklung und Kommunikation sowie als externer Dozent an verschiedenen Fachhochschulen in der Schweiz, mit Schwerpunkt Kultur- und Sozialraumentwicklung. Cabane ist Mitinitiant, Projektentwickler und Mediator im Prozess nt/Areal Basel – Zwischennutzung von Freiräumen als selbstorganisierter Stadtentwicklungsprozess. Seit 2003 Atelier für Urbane Strategien und Entwicklung in Basel.


/ MARTINA BAUM

Stadtplanerin, STUDIO . URBANE STRATEGIEN, Karlsruhe

It´s all about places, people and having a vision!

Potenziale einer kontextbasierten strategischen Stadtplanung.Um resiliente und zukunftsfähige Orte mit eigener Identität zu schaffen braucht es eine kontextbasierte Planung, Menschen die Stadt mit produzieren wollen und kooperative Prozesse, die dies ermöglichen. Der Vortrag erläutert diese Aussage und zeigt Beispiele.

About: Martina Baum ist Architektin und Stadtplanerin. Sie ist Gründerin des Büros STUDIO . URBANE STRATEGIEN in Karlsruhe und lehrte u.a. an der ETH Zürich und dem KIT Karlsruhe. Ihr Fokus in Praxis, Lehre und Forschung ist strategische Stadtentwicklung und Transformationsprozesse. Ihre aktuelles Buch „City as Loft – Adaptive Reuse as a Resource for Sustainable Urban Development“ ist 2012 im gta Verlag Zürich erschienen.

www.urbane-strategien.com

 

/ PETER ARLT

Stadtsoziologe, Linz

Wie Quartiere entwickeln ?

Ein momentanes Resümee aus sieben Jahren Arbeit im Franckviertel, Linz

  • Vermeide künstlerisch-autonome Interventionen. Versuche aufzugreifen was da ist und arbeite damit.
  • Suche die passenden Leute – man findet sie nur durchs gemeinsame Tun am Ort des Geschehens.
  • Gib der Zeit ihren Raum.

About: Peter Arlt raktiziert angewandte Soziologie im öffentlichen Raum – meist in Eigenauftrag: Aktion, Diskurs, Forschung und Entwicklung. In den letzten Jahren vermehrt langfristige Stadtentwicklungsprojekte, genauer: Quartiersentwicklung, wo es vor allem um die Freilegung der Kräfte vor Ort geht. Letzte Publikation: „Was Stadtplaner von Zwischennutzer lernen können“, in: Oswalt, Overmeyer, Misselwitz: Urban Catalyst, Berlin 2013

www.peterarlt.at

 

/ JOSE LUIS VALLEJO
(Architekt, Gründungspartner ecosistema urbano, Madrid)

/ JORGE TOLEDO GARCÍA
(Architekt, Entwicklung development of digital social tools Ecosistema Urbano, Madrid)

Urban Social Designthe design of environments, spaces and dynamics

„Unter Urban Social Design verstehen wir die Gestaltung von Umgebung, Raum und Dynamiken um einerseits die  Selbstorganisation der Bürger zu forcieren und andererseits die sozialen Interaktionen innerhalb einer Gemeinschaften und ihrer Beziehung mit der Umwelt zu verbessern.“

About: ecosistema urbano ist eine in Madrid ansässiges Studio von Architekten und Stadtplanern die in den Bereichen Stadtplanung, Architektur, Maschinenbau und Soziologie tätig sind. Seit 2000 hat ecosistema urbano mehr als 30 nationale und internationalen Designwettbewerbe gewonnen. Ihre Beiträge, Ausstellungen und Forschungsarbeiten sind international angesehen, vielschichtig publiziert und werden in internationalen Galerien, Museen sowie Instutionen ausgestellt.

www.ecosistemaurbano.com

 

// Tag 2-4: Workshop // 6. – 8. Juni

 

directed by Ecosistema Urbano
Tutorial: Christoph Wiesmayr

NEUE RESSOURCEN FÜR DIE STADT
„Eine Versöhnung mit dem Fluss“

Welche Bedeutung hat in Zukunft der Hafen für die Stadt und deren Bewohner? Die soeben verlandeten Hafenflächen markieren eine einmalige historische Situation für einen Wandel in Linz. Die Stadt ist im Osten an seinen äußersten Rand gewachsen. Der Druck auf die Freifläche manifestiert sich mit den soeben verlandeten Hafenflächen. International betrachtet, entdecken ehemalige Industriestädte ihre Uferzone „Waterfront“ neu. Diese sensiblen Zonen sind Ausgangspunkt für eine besondere städtebauliche Fragestellung der bisher segregierten Stadtstruktur. Sind hier Mehrfachnutzungen möglich? Sind Freizeit, Arbeit, Wohnen, Industrie, Natur und Erholung attraktiv kombinierbar? Was ist wenn in Linz kein Stahl mehr produziert wird? Sind neue Formen der Arbeit genau im Spannungsfeld zwischen Stadt und Fluss schon jetzt erkennbar, denkbar?

Mit den WorkshopteilnehmerInnen werden zukünftige Szenarios im Kontext sensibler örtlicher Phänomene aufgespürt und weiterentwickelt. Diese legen den Keim für einen Nährboden der Zukunft und nachfolgender Generationen. Einem urbanen Hot-Spot der Be- und Entschleunigung, des Neben- und Miteinaders, der offenen Begegnung zwischen Mensch, Natur und Kultur.

 

Programmablauf & Anmeldung hier

 

 


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