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Texta: Albumfinanzierung mit Hilfe der Fans

TEXTA steht seit 1993 für anspruchsvolle Rap-Musik aus Linz. Für die Album-Produktion und den Release von Nichts dagegen, aber“ wendet sich die Crew nun via Crowdfunding an die Fans. Mit Erfolg: denn bereits jetzt ist das Ziel von EUR 7.500 auf wemakeit erreicht. Weil aber auch dieses Album wieder “independent” produziert wird, ist natürlich jeder Euro wichtig und gut. Warum sich Texta für diese Form der Albumfinanzierung entschieden haben und welche Erfahrungen sie bisher mit Crowdfunding gemacht haben, hat DJ DAN unserem Crowdfunding-Experten Wolfgang Gumpelmaier im Interview erzählt.

Wolfgang: Lieber Dan, ihr macht seit über 20 Jahre Platten. Was hat sich im Gegensatz zu damals verändert?

DJ Dan: An sich hat sich die Herangehensweise an das Song produzieren für uns nicht wesentlich verändert. Es gibt eine Idee, die allen gefällt und einen Beat der passt – oder umgekehrt. Dann wird aufgenommen. Wobei wir auch gerne ein Gesamtkonzept über ein Album drüberstülpen, so war es auch bei „Nichts dagegen, aber“ – unser neuestes Album, dass am 08.04.16 rauskommt.

Wolfgang: Hinsichtlich der Finanzierung hat man heute aber mehr Möglichkeiten. Warum habt ihr euch für Crowdfunding entschieden?

DJ Dan: Zuallererst ist natürlich das Prinzip einer direkten Beteiligung von Fans und Freunden wohl das Coolste, das es gibt. Es passt aber auch sehr gut zum stark veränderten Musikbusiness. Auch durch online-Plattformen wie Bandcamp.com kann man ja direkt die eigene Musik an die Hörerin, den Hörer bringen. Man ist dadurch nicht abhängig von „Zwischenmenschen oder -firmen“ und viel selbstbestimmter. Wie es halt sein soll, wenn man Musik macht!

Wolfgang: Wie habt ihr euch auf die Crowdfunding-Kampagne vorbereitet?

DJ Dan: Wichtig waren für mich die persönlichen Treffen mit Simone von wemakeit und auch dir, u.a. beim Crowdfunding-Day der CREATIVE REGION in der Tabakfabrik im Vorfeld. Außerdem habe ich mir viele andere Kampagnen angeschaut und auch ein Buch zum Thema gekauft ;-) Wir haben auch die Gelegenheit genutzt und eine neue Website gelaunched. Das hat vielleicht nicht unmittelbar mit der Kampagne zu tun, aber es war dennoch eine gute Gelegenheit und vor allem haben wir bei dieser Gelegenheit unseren Newsletter aktiviert. Wir hatten über die Jahre Adressen gesammelt, aber diese nie verwendet – nun haben wir alles in einen Pool geworfen – auch Bandcamp-E-Mail-Adressen etc. und haben kurz vor Beginn und vor allem auch während der Kampagne direkt Personen auf diesem Weg ansprechen können.

Wolfgang: Wie ist es euch bisher beim Crowdfunding ergangen?

DJ Dan: Ich denke, es hätte nicht besser laufen können. Für mich war das Spannendste der Start, weil wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen konnten, ob wir das Ziel erreichen. Als wir gemerkt haben, dass nach ein paar Tagen bereits gute Resonanz da war, legte sich auch die Anfangsnervosität. Dann war das absolute Highlight die ganzen positiven Reaktionen – vor allem direkt von Freunden, aber auch Personen, die wir vorher nicht kannten. Beim Fortgehen, über Mails usw. Und auch das Medienecho – es gibt selbstverfasste Berichte, aber auch Interviews. Man merkt, das Thema ist heiß! Auch hier gab es durchwegs positives Feedback – nur ein “schlecht recherchierter” Artikel, wo es offensichtlich nur um eine reißerische Schlagzeile ging, war dabei.

Wolfgang: Welche Tipps gebt ihr anderen CrowdfunderInnen?

DJ Dan: Sehr wichtig ist es, einen Zeitplan aufzustellen – dann merkt man auch, wenn man sich ehrlich ist, wie viele Leute benötigt werden, die im entsprechenden Umfang an der Kampagne mitarbeiten. Außerdem lassen sich nur so alle Termine zeitgerecht einplanen und man hat zumindest weniger Stress ;-) Wichtig ist es für einen guten Erfolg sicherlich auch, das persönliche Umfeld mit einzubinden. Jeder hat ein Netzwerk, das informiert werden muss. Das Timing ist natürlich auch wichtig – auch wir haben den Start ein paar Mal verschoben, bis wir wirklich ein gutes Gefühl hatten. Ich würde auf jeden Fall vor dem Start Ankündigung per E-Mail und in den Sozialen Medien vorschlagen – das erhöht die Aufmerksamkeit und Spannung und hilft sicher für einen guten Start.

Wolfgang: Vielen Dank für das Gespräch und noch viel Erfolg für die letzten Tage!

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