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Kreativarbeit prägt,
wie wir arbeiten, denken und konsumieren. Sie beeinflusst unseren Alltag ständig. Oft unbemerkt. Sie steckt in dem Gebäude, das Wohnen zugleich leistbar und nachhaltig macht. In dem Produkt, das du sofort verstehst. In der Markenidentität, mit der sich eine ganze Region identifiziert.
Grenzübergreifender Austausch
Diese Wirkung von Kreativwirtschaft und Kultur in der Grenzregion sichtbar zu machen, ist ein zentrales Anliegen des im Interreg AT-CZ Programm geförderten Projekts KreATivita&InovaCZe. Zudem stärkt das Projekt den Austausch und die Zusammenarbeit über die Grenze hinweg. Getragen wird es von vier Partner*innen: der JU Budweis als Leadpartnerin, dem JKU LIT Open Innovation Center, der Creative Region Linz & Upper Austria und Umění ve městě (Art in the City).
Regionale Vielfalt wird zur Stärke
Drei Jahre lang haben die vier Organisationen aus Oberösterreich und Südböhmen daran gearbeitet, zentrale Herausforderungen für die Kreativwirtschaft anzugehen und zwei Kreativszenen miteinander zu vernetzen, die sich gerade in ihren Unterschieden ergänzen. Oberösterreich bringt gewachsene Strukturen sowie Verbindungen zu Forschung und Technologie ein. Südböhmen steht für lokale Identität und ein breiteres Verständnis von Kreativität, das auch Kultur bzw. Kulturerbe, Handwerk, Tourismus und Gemeinschaft mitdenkt.
Creativity Matters
Die Ausstellung „Creativity Matters” ist ein zentrales Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Sie macht greifbar, was Kreativwirtschaft in Wirtschaft, Gesellschaft und Region bewirken kann.
“Creativity Matters“ macht sichtbar, was Kreativwirtschaft in Wirtschaft, Gesellschaft und Region bewirken kann.

Über die Ausstellung “Creativity Matters”
Was bleibt, wenn ein Projekt vorbei, ein Produkt verkauft, eine Kampagne abgeschlossen ist?
Diese Ausstellung im Rahmen des Interreg AT-CZ Projekts “KreATivita&InovaCZe” zeigt Projekte aus der Kreativwirtschaft in Oberösterreich und Südböhmen, deren Wirkung über ihr eigenes Feld hinausgehen: Kreativität öffnet ländliche Regionen für neue Akteur*innen, bringt innovative Produktionsmethoden hervor oder macht Forschung erfahrbar. Kommunikation übersetzt regionale Haltung in Markenidentität. Architektur macht Wohnen leistbar und klimafreundlich. Design macht medizinische Diagnostik gendergerechter.
Kurzum: Die Projekte bringen kreative Methoden wie Co-Creation oder Prototyping in die Industrie, stärken regionale Identität und verbinden Generationen, Disziplinen und Länder.
Impact bedeutet hier mehr als Reichweite oder Umsatz. Es geht um die Veränderung, die bleibt — bei Menschen, an Orten, in Branchen. Gemeinsam zeigen die Projekte, wie die Kreativwirtschaft als Querschnittsbranche Innovation in Wirtschaft, Gesellschaft und Region anstößt.

Projekte aus Österreich
Zukunft beginnt mit Zugang

Projekt: Diamens – Diagnose Menstruationsblut
Unternehmen: Diamens FlexCo
Projektbeschreibung: Diamens entwickelt einen innovativen Endometriose-Test auf Basis von Menstruationsblut und macht damit Frauengesundheit leichter zugänglich. Im Fokus stehen eine verständliche Kommunikation und eine einfache Anwendung für Betroffene. Durch klare Sprache, reduzierte Gestaltung und intuitive Nutzerinnenführung wird ein komplexes medizinisches Thema emotional, nahbar und verständlich vermittelt.
Jahr: 2027 (aktuell Prototyp)
Ort: Linz, Österreich
Impact:
- Verständliche Wissenschaft: Klare Sprache und reduzierte Kommunikation machen medizinische Inhalte greifbar statt abschreckend.
- Forschung zugänglich machen: Diamens übersetzt komplexe medizinische Forschung in verständliche und alltagstaugliche Diagnostik.
- Niederschwelliger Zugang: Die Probennahme kann selbstständig erfolgen, die Analyse im Zentrallabor mittels PCR.
- Frauenzentrierte Innovation: Die Bedürfnisse und Erfahrungen von Betroffenen stehen im Mittelpunkt von Entwicklung, Design und Kommunikation.
- Tage statt Jahre: Diagnose innerhalb von wenigen Tagen, anstatt mehreren Jahren.
Link: https://diamens.org/
“Wir sind so frei.” – Braukultur mit Haltung

Projekt: Gruppe am Park & Braucommune Freistadt
Unternehmen: Braucommune Freistadt
Agentur: Gruppe am Park
Partner*innen: POPP Vision, Vienna Paint
Projektbeschreibung: Freistädter Bier steht für unabhängige Braukultur, regionale Zutaten und klare Haltung. Gemeinsam mit der Gruppe am Park entstand eine Kampagne, die diese Werte modern und emotional übersetzt. Im Zentrum steht der Claim „Wir sind so frei.“ – eine Botschaft, die Marke, Region und Mentalität verbindet. Mit mutiger Kommunikation und digitalem Storytelling wurde die Eigenständigkeit der Braucommune sichtbar gemacht und die Markenbindung nachhaltig gestärkt.
Jahr: 2025
Ort: Freistadt, Österreich
Impact:
- +176,7 % Steigerung der Instagram-Reichweite durch die Kampagne und den neuen Social-Media-Auftritt.
- +91,1 % mehr Reichweite auf allen Meta-Kanälen.
- +20,3 % mehr Interaktionen auf allen Meta-Kanälen.
- Regional verwurzelt: Die Kommunikation übersetzt Mühlviertler Werte und Mentalität authentisch in eine moderne Markenwelt.
- Digital Storytelling: Social-Media-Content transportiert Haltung, Humor und regionale Sprache in den digitalen Raum.
Link: https://www.gruppe-am-park.at/project/braucommune-freistadt/
Wissenschaft erfahrbar machen

Projekt: LIT Sonder-Call Ars Electronica Festival
Unternehmen: LIT (Linz Institute of Technology) der JKU
Projektbeschreibung: Der LIT Sonder-Call bringt Forscher*innen, Studierende und Künstler*innen zusammen, um gesellschaftlich relevante Themen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Kunst und Technologie neu erfahrbar zu machen. Gemeinsam entstehen interaktive Installationen und kreative Formate für das Ars Electronica Festival, die komplexe Inhalte verständlich, zugänglich und diskussionsfähig machen.
Jahr: seit 2020
Ort: Linz, Österreich
Impact:
- 45+ Projekte: Seit 2020 wurden über den LIT Sonder-Call mehr als 45 interdisziplinäre Projekte realisiert.
- 500.000+ Besucher*innen: Die Projekte machten hunderttausende Festivalgäste auf gesellschaftsrelevante Forschung aufmerksam.
- Seit 2020: Der Sonder-Call etabliert langfristig neue Formen des Wissenstransfers zwischen Forschung und Gesellschaft.
- Internationale Sichtbarkeit: Mehrere Projekte wurden zu Konferenzen, Kunstfestivals und zur Expo 2025 in Osaka eingeladen.
- Bedeutung kreativer Wissenschaftsvermittlung: Die steigende Anzahl an Einreichungen zeigt die wachsende Bedeutung kreativer Wissenschaftsvermittlung.
- Regional vernetzt: Der Call verbindet Wissenschaft mit lokalen Künstler*innen, Institutionen und Dienstleister*innen in Oberösterreich.
Link: https://www.jku.at/lift-c/wirken/lit-ars-electronica-call/
Wohnen im Baumwerk

Projekt: Wohnen im Baumwerk
Unternehmen: LK OÖ Dienstleistungs GmbH
Studio: Tp3 Architekten HENTER I RABENGRUBER
Partner*innen: Obermayr Holzkonstruktionen GesmbH, Triax Ziviltechniker GmbH, BZB Projektmanagement GmbH, Mark Sengstbratl
Projektbeschreibung: Das Baumwerk in Freistadt ist ein mehrgeschossiger Mietwohnbau in vollständiger Holzriegelbauweise, von der Tragstruktur über den Innenraum bis zur Fassade. Die Landwirtschaftskammer OÖ und Tp3 Architekten zeigen: leistbarer Wohnraum und klimafreundliche, kreislauforientierte Bauweise schließen sich nicht aus. 28 Wohneinheiten auf einer innerstädtischen Baulücke in Freistadt, fertiggestellt 2023/24 und bereits vor Baubeginn vollständig vermietet.
Jahr: 2023/24
Ort: Freistadt, Österreich
Impact:
- 480 m³ Holz wurden verbaut und damit 480 Tonnen CO₂ langfristig in der Atmosphäre gebunden.
- 52% Treibhausgaseinsparung im Vergleich zu mineralischer Bauweise, bei ortsüblichen Mietpreisen.
- 12 Minuten. So schnell wächst die verbaute Holzmenge in Österreichs Wäldern nach.
- 100 km. So nah kam das Holz her, nämlich aus dem Hausruckviertel und Salzkammergut. Vorgabe war 300 km.
- Tag 1. Ab dem ersten Tag wurde der PV-Strom direkt den Mieter*innen gutgeschrieben. Kein Warten auf Amortisierung.
- Sofort vergeben. Alle Wohnungen waren bereits mit der ersten Verteilung der Broschüre weg.
- Nominiert. Das Baumwerk ist für den Österreichischen Staatspreis Holzbau 2026 nominiert und bereits mit dem OÖ Holzbaupreis 2025 ausgezeichnet.
Wo Geschichte zum multisensorischen Erlebnis wird

Projekt: Back in Time Prague
Unternehmen: Kraftwerk Living Technologies GmbH, AMADEUS Real Estate a.s.
Agentur/Institution: Responsive Spaces GmbH (Lead Creativite Agency),
Partner*innen:
heimwerk.audio (Sound Design)
Lukáš Palek (Exhibition Manager)
Marek Tajb (Kurator)
das narrativ OG (Videoproduktion)
Projektbeschreibung: Back in Time Prague führt Besucher*innen durch 8 thematisch gestaltete Räume auf eine interaktive Zeitreise durch die Geschichte Prags. Dabei verschmelzen historische Bildung und Entertainment zu einem barrierefreien Blockbuster-Erlebnis. Zugleich denkt das Projekt Retail radikal neu: Als Schlüsselmieterin und Frequenzbringerin belebt die Ausstellung leerstehende Handelsflächen und schafft ein wetterunabhängiges Zusatzangebot, das hilft, den Prager “Übertourismus” zu entzerren. Möglich macht das eine nahtlose Verschmelzung aus Spatial Experience Design von Responsive Spaces, der Technik von Kraftwerk Living Technologies GmbH sowie historischen Inhalten von Marek Tajbl, das narrativ und heimwerk.audio.
Jahr: 2025
Ort: Prag, Tschechien
Impact:
- 8 Räume. Eine dramaturgisch präzise Zeitreise durch Prags Geschichte: von mittelalterlichen Gassen bis in die Gegenwart.
- Top-Bewertungen. Auf Google & TripAdvisor loben Besucher*innen den nahtlosen Erlebnisfluss. Die Technik dahinter bleibt unsichtbar.
- Leerstand. Das Projekt verwandelt brachliegende Handelsflächen in einen Kultur- und Frequenzbringer mitten in der Stadt.
- Wetterunabhängig. Ein touristisches Zusatzangebot, das den Besucher*innenstrom aktiv entzerrt, abseits überlaufener Prager Hotspots.
- Neu definiert. Was ein Museum sein kann: weg vom stillen Exponat, hin zu multisensorischem, gemeinsamem Erleben von Geschichte.
- Rollout-Potenzial. Das Konzept ist übertragbar: andere Städte schauen bereits hin, wie Leerstand und Kreativwirtschaft zusammenwirken können.
Projekte aus Tschechien
Kultur als Ökosystem: Wie eine Region ihre Zukunft neu denkt

Projekt: České Budějovice – European Capital of Culture 2028
Organisation: Europäische Kulturhauptstadt 2028 (eingetragener Verein)
Partner*innen: in Zusammenarbeit mit städtischen, regionalen und nationalen Institutionen, unabhängigen Kulturorganisationen, Universitäten und Schulen, NGOs, der Kreativwirtschaft sowie einem breiten Netzwerk tschechischer und internationaler Partner*innen und Künstler*innen.
Projektbeschreibung:České Budějovice – Europäische Kulturhauptstadt 2028 nutzt Kultur, Kreativität und internationale Zusammenarbeit, um Gemeinschaftsleben, regionale Identität und Zukunftsfähigkeit Südböhmens zu stärken. Statt eines einjährigen Festivals entsteht ein langfristiges Entwicklungsinstrument für Kreativität, Bildung, öffentlichen Raum, Nachhaltigkeit und internationalen Austausch. Zentrale Leitidee ist „(Perma)Culture“: Kultur als nachhaltiges Ökosystem, das Menschen, Orte und künftige Generationen nährt.
Jahr: 2028, 2029 (Projektabschluss)
Ort: České Budějovice
Impact:
- 1.500 Kulturveranstaltungen allein im Titeljahr, verteilt über Stadt, Stadtteile und die gesamte Region.
- 1,3 Mio. So viele zusätzliche Besucher*innen soll das ECoC-Programm bis 2028 in die Region Südböhmen bringen.
- 25% Menschen, die bisher keine Kulturangebote nutzen, sollen zu regelmäßigen Besucher*innen werden.
- 1 von 4 jungen Menschen unter 25 sollen aktiv an Kulturprojekten mitwirken. Nicht als Publikum, sondern als Mitgestalter*innen.
- 50% der Kulturinstitutionen der Region sollen bis 2028 mit gemeinsamer strategischer Ausrichtung arbeiten und dabei Kompetenzen weiterentwickeln.
- Jede*r Zweite. So viele Tschech*innen sollen České Budějovice mit dem Europäischen Kulturhauptstadt-Titel verbinden.
Kultur dort stärken, wo sie übersehen wird

Projekt: lAiKa – Expanding Cultural Opportunities through Local Potential
Organisation: Kreativní institut, z. ú.
Partner*innen: Gemeinden, Schulen und lokale Kulturakteur*innen in der Region Südböhmen
Projektbeschreibung: lAiKa ist eine langfristige Kulturentwicklungsplattform für Kleinstädte und ländliche Gemeinden in Südböhmen. Sie verbindet Kulturakteur*innen, Gemeinden und Schulen durch partizipative Kultur, gemeinsame Infrastruktur und lokales Storytelling. Ausgangspunkt war die Beobachtung: Kulturenergie ist in kleinen Städten oft da, bleibt aber fragmentiert und unsichtbar. Seit 2026 bringt lAiKa Akteur*innen zusammen, die bisher getrennt arbeiteten, und schafft Raum für gemeinsame Planung, geteilte Ressourcen und neues Vertrauen.
Ein Projekt im Rahmen von České Budějovice – Europäische Kulturhauptstadt 2028
Jahr: 2026 (laufend)
Ort: Südböhmen, Tschechische Republik
Impact: Kulturenergie ist in kleinen Städten oft da, aber fragmentiert und unsichtbar. Der entscheidende Indikator ist nicht die Zahl der Teilnehmenden oder Treffen, sondern dass Akteur*innen, die bisher getrennt arbeiteten, nun Ressourcen teilen, miteinander kommunizieren und gemeinsam planen.
Ein Projekt im Rahmen von České Budějovice – Europäische Kulturhauptstadt 2028
Link: KreatIns.cz
Kunst dort, wo das Leben stattfindet

Projekt: Art in the City – Site Specific Lab
Unternehmen: Art in the City
Partner*innen: Universität Südböhmen (Naturwissenschaftliche Fakultät), Gemeinden und Kulturinstitutionen der Region Südböhmen
Verschiedene internationale Künstler*innen (Auswahl): Diana Winklerová (CZE), Milan Cais (CZE), Franz Tišek (AUT), Michal Škapa (CZE), Fred Martin (FRA), Rame 13 (ITA), Sophie Nicklas (GER). Kuratorische Leitung: Michal Trpák und Alena Doležalová
Projektbeschreibung: Art in the City – Site-Specific Lab verwandelt öffentliche Räume in der Region Südböhmen in frei zugängliche Galerien. Internationale Künstler*innen entwickeln in engem Dialog mit lokalen Communities ortsspezifische Werke, rund um die Uhr zugänglich und kostenlos. Aus dem 18 Jahre alten Festival „Art in the City“ entstand der Schritt von der flüchtigen Begegnung zur dauerhaften kulturellen Investition: Kunst wird fest in eine Region eingeschrieben, die abseits der etablierten Kunstzentren liegt. Seit 2015 erreicht das Projekt so systematisch Menschen, die sonst selten ein Museum betreten.
Jahr: laufend (jährlicher Zyklus); kontinuierlich umgesetzt seit 2015
Ort: České Budějovice und Region Südböhmen, Tschechische Republi
Impact: Startschuss für alles, was danach kam. Was als Experiment bei Arts in the City begann, wurde zum Fundament einer Firma: Scoolpt. Und aus Scoolpt wurde Prvok, das erste 3D-gedruckte Haus der Tschechischen Republik.
Link: https://www.scoolpt.com
Wenn Beton eine Seele bekommt

Projekt: Scoolpt Experimental Studio
Unternehmen: Scoolpt s.r.o. / Michal Trpák
Partner*innen: Tschechische Technische Universität Prag
Beteiligte Künstler*innen: Michal Trpák (Bildhauer, Gründer & Visionär), Petr Tuček (Architekt, ČKA 3922), David Síla (Bildender Künstler & Keramikdesigner), Jana Moravcová (Projektleitung), Jiří Vele (Architekt & 3D-Druck-Ingenieur), Lenka Trpáková (Landschaftsarchitektin)
Projektbeschreibung: Scoolpt ist ein bildhauerisch-architektonisches Atelier, das mit robotergestütztem 3D-Betondruck (3DCP) öffentliche Skulpturen, Stadtmöbel und Architektur schafft. Aus der Frustration eines Bildhauers mit den Grenzen klassischer Materialien entstand 2019 der erste 3D-Druckversuch mit einem Roboter von ABB. Kurz darauf gründete das Team Scoolpt s.r.o. und baute mit „Prvok“ das erste 3D-gedruckte Haus Tschechiens: schwimmend im Prager Hafen, mit einer Belastbarkeit von über 50 Tonnen. Heute realisiert Scoolpt Bänke, Pflanzgefäße, Fassaden und ganze Bauten europaweit, komplett inhouse.
Jahr: gegründet im September 2019 (laufend)
Ort: České Budějovice, Tschechische Republik
Impact: Über 50 Tonnen Druckbelastung hält Prvok stand und zeigt eine Ästhetik, die es in dieser Form noch nicht gab. Ein schwimmendes Betonhaus im Holešovice-Hafen, das lebendig wirkt und demonstriert, welches Potenzial im 3D-Druck für die Architektur der Zukunft steckt.
Ateliers öffnen Grenzen

Projekt: Treffpunkt Atelier
Organisationen: Südböhmische Galerie (CZ) & Die Kunstsammlung des Landes Oberösterreich (AT)
Beteiligte Künstler*innen: Gabriele Berger, Petr Brožka, Kateřina Dobroslava Drahošová, Petra Herotová, Ladislav Hodný, Andreas Sagmeister, Anita Selinger, Petr Schel, Renata Štolbová, Bibiana Weber, Ursula Wimmesberger, Gerhard Wöss
Projektbeschreibung: Treffpunkt Atelier verbindet Künstler*innen aus Südböhmen und Oberösterreich durch gegenseitige Atelierbesuche, persönlichen Dialog und neue Werke, die aus diesen Begegnungen entstehen. Anlass war der 30. Jahrestag des Falls des Eisernen Vorhangs. Statt einer klassischen Ausstellung stand der Prozess im Zentrum: echte Begegnungen abseits institutioneller Formate. 6 Künstler*innen aus Südböhmen trafen auf 6 Künstler*innen aus Oberösterreich. Das Ergebnis: neue Werke und zwei Ausstellungen in České Budějovice und Linz. Die Künstler*innen sind bis heute in Kontakt und arbeiten weiter zusammen.
Jahr: 2024
Ort: České Budějovice, Tschechische Republik & Linz, Österreich
Impact:
- 30 Jahre. Der Fall des Eisernen Vorhangs war der Anlass. Die persönlichen Begegnungen waren das Ziel.
- 6 + 6. Zwölf Künstler*innen, zwei Regionen, eine gemeinsame Grenze und bisher kaum persönlicher Kontakt.
- 2 Ausstellungen. In České Budějovice und Linz: neue Werke, die direkt aus den Begegnungen entstanden sind.
- Atelier. Der Ort, den Künstler*innen selten zeigen. Treffpunkt Atelier hat genau das zum Programm gemacht.
- Noch in Kontakt. Die beteiligten Künstler*innen sind nach Projektende weiterhin aktiv vernetzt und arbeiten zusammen.
Links: dieKUNSTsammlung – Treffpunkt Atelier und Místo setkání – ateliér | www.kraj-jihocesky.cz
Česká verze
Kreativní práce formuje to,
jak pracujeme, přemýšlíme a spotřebováváme. Neustále ovlivňuje náš každodenní život. Často nepozorovaně. Je přítomna v budově, která činí bydlení cenově dostupným a zároveň udržitelným. V produktu, který intuitivně používáš. Ve výsledcích výzkumu, které můžeš pochopit a zažít. V identitě značky, s níž se ztotožňuje celý region.
Přeshraniční výměna
Zviditelnit tento vliv kreativního průmyslu a kultury v pohraničním regionu je ústředním cílem projektu KreATivita&InovaCZe, podpořeného programem Interreg AT-CZ. Projekt zároveň posiluje výměnu a spolupráci napříč hranicemi. Nositeli projektu jsou čtyři partneři: Jihočeská univerzita v Českých Budějovicích jako vedoucí partner, JKU LIT Open Innovation Center, Creative Region Linz & Upper Austria a Umění ve městě (Art in the City).
Regionální rozmanitost jako silná stránka
Během tří let tyto čtyři organizace z Horního Rakouska a jižních Čech pracovaly na řešení klíčových výzev kreativní ekonomiky a na propojení dvou kreativních scén, které se vzájemně doplňují právě díky svým odlišnostem. Horní Rakousko přináší rozvinuté struktury a silné vazby na výzkum a technologie. Jižní Čechy reprezentují silnou místní identitu a širší pojetí kreativity, které zahrnuje i kulturu, kulturní dědictví, řemesla, cestovní ruch a komunitní život.
Creativity Matters
Výstava „Creativity Matters“ je jedním ze stěžejních výstupů této spolupráce. Ukazuje konkrétně a srozumitelně, jak kreativní odvětví ovlivňují ekonomiku, společnost i region.

O výstavě „Creativity Matters“
Co zůstává, když projekt skončí, produkt je prodán a kampaň uzavřena?
Tato výstava, realizovaná v rámci projektu Interreg AT-CZ „KreATivita&InovaCZe“, představuje projekty z oblasti kreativních odvětví v Horním Rakousku a jižních Čechách, jejichž dopad přesahuje jejich vlastní obor: Kreativita otevírá venkovské regiony novým aktérům, přináší inovativní výrobní postupy a umožňuje lépe porozumět vědě. Komunikace převádí regionální hodnoty do identity značek. Architektura umožňuje dostupné a klimaticky šetrné bydlení. Design přispívá k genderově citlivé lékařské diagnostice.
Stručně řečeno: projekty přenášejí do průmyslu kreativní metody, jako je společná tvorba nebo prototypování, posilují regionální identitu a propojují generace, obory i země.
Dopad zde znamená více než jen dosah nebo obrat. Jde o změnu, která přetrvává – u lidí, v místech, i v jednotlivých odvětvích. Společně tyto projekty ukazují, jak kreativní průmysl jako průřezové odvětví podněcuje inovace v ekonomice, společnosti i regionech.

Projekty z Rakouska
Diamens – nové pojetí diagnostiky endometriózy

Zapojená společnost: Diamens
Popis projektu: Diamens vyvíjí inovativní test na endometriózu založený na analýze menstruační krve
Dopad projektu: Od let čekání k jasnému výsledku během několika dní: díky srozumitelné komunikaci a designu se lékařská diagnostika stává dostupnější a lépe využitelnou v každodenním životě.
Odkaz: https://diamens.org/
Gruppe am Park & Braucommune Freistadt: Jsme tak svobodní.

Zapojené společnosti: Gruppe am Park, Braucommune Freistadt, POPP Vision, Vienna Paint
Popis projektu: Společnost Freistädter Bier ve spolupráci s Gruppe am Park vytvořila kampaň založenou na sloganu „Jsme tak svobodní.“ a převedla regionální hodnoty a nezávislou pivovarnickou kulturu do moderního digitálního storytellingu.
Dopad projektu: +91,1 % dosahu napříč všemi kanály Meta (+176,7 % na Instagramu) – díky tomu, že regionální identita, mentalita regionu Mühlviertel a nezávislá pivní kultura byly přetaveny do značky, která lidi emočně oslovuje.
Odkaz: https://www.gruppe-am-park.at/project/braucommune-freistadt/
LIT Speciální výzva Ars Electronica Festival

Zapojená společnost: LIT (Linz Institute of Technology) při JKU
Popis projektu: Speciální výzva LIT propojuje výzkumníky, studenty a umělce s cílem nově zprostředkovat společensky relevantní témata na pomezí vědy, umění a technologií. Společně vznikají interaktivní instalace a kreativní formáty pro každoroční festival Ars Electronica v Linci.
Dopad projektu: více než 45 projektů, více než 500 000 návštěvníků – díky kreativní popularizaci vědy, která přenáší výzkum z laboratoří přímo do společnosti.
Odkaz: https://www.jku.at/lift-c/wirken/lit-ars-electronica-call/
Bydlení v Baumwerku

Zapojené společnosti: LK OÖ Dienstleistungs GmbH, Tp3 Architekten HENTER I RABENGRUBER, Obermayr Holzkonstruktionen GesmbH, Triax Ziviltechniker GmbH, BZB Projektmanagement GmbH, Mark Sengstbratl
Popis projektu: 28 nájemních bytů, kompletně postavených v konstrukčním systému dřevostavby – od nosné konstrukce až po fasádu. Projekt Baumwerk ve Freistadtu ukazuje, že dostupné bydlení a cirkulární stavebnictví se nevylučují.
Dopad projektu: 480 m³ dřeva. O 52 % méně emisí skleníkových plynů. Všechny byty obsazené ještě před dokončením. A teď se starostové z celého Horního Rakouska ptají: Jak jste to dokázali?
Back in Time Prague

Zapojené společnosti / agentury / instituce: Responsive Spaces GmbH (hlavní kreativní agentura), Kraftwerk Living Technologies GmbH, AMADEUS Real Estate a.s.
Jména zapojených designérů / umělců: Responsive Spaces GmbH (experience design a dramaturgie), heimwerk.audio (sound design), Lukáš Palek (manažer výstavy), Marek Tajb (kurátor), das narrativ OG (videoprodukce)
Popis projektu: 8 tematicky navržených místností, multisenzorická cesta časem historií Prahy. Realizováno v roce 2025 v přeměněném obchodním prostoru v centru města.
Dopad: Nákupní centrum, které vypráví historii. 8 místností, neviditelná technologie, čisté emoce a hodnocení na Google a TripAdvisoru, kterým se dá stěží uvěřit. Takhle vypadá budoucnost muzea.
Projekty z Česka
České Budějovice – Evropské hlavní město kultury 2028

Zapojené společnosti: České Budějovice – Evropské hlavní město kultury 2028, o.c.o.p., ve spolupráci s městskými, regionálními a národními institucemi, nezávislými kulturními organizacemi, univerzitami a školami, nevládními organizacemi, kreativním průmyslem a širokou sítí českých i mezinárodních partnerů. Projekt je finančně podporován Evropskou unií, Ministerstvem kultury České republiky, statutárním městem České Budějovice
a Jihočeským krajem.
Zapojení umělci: Projekt je vyvíjen společnými silami interdisciplinárního týmu kurátorů, kulturních manažerů, umělců, architektů, pedagogů, designérů, místních kulturních organizací a mezinárodních partnerů. Program zahrnuje české a mezinárodní umělce z oblasti divadelního umění, výtvarného umění, hudby, komunitních projektů, kreativní výchovy a intervencí ve veřejném prostoru.
Popis projektu: České Budějovice se v roce 2028 stanou Evropským hlavním městem kultury. Pod mottem „(Perma)Culture“ spojuje program více než 100 projektů a 1 500 akcí jako dlouhodobý rozvojový program pro celý region Jižních Čech.
Dopad projektu: Nejde o jeden festivalový rok, ale o celé desetiletí změn. České Budějovice využívají kulturu jako nástroj. Pro městské části, které dosud zůstávaly stranou. Pro generace, které se chtějí podílet na utváření budoucnosti. A pro region, který se přetváří.
lAiKa – Rozšiřování kulturních příležitostí prostřednictvím místního potenciálu

Zapojená společnost: Kreativní institut, z. ú.
Zapojení umělci: Interdisciplinární tým Kreativního institutu ve spolupráci s místními kulturními aktéry, pedagogy, tvůrci a komunitními partnery v regionu jižních Čech.
Popis projektu: lAiKa je dlouhodobá platforma pro rozvoj kultury v malých městech a venkovských obcích v jižních Čechách. Od roku 2026 propojuje kulturní aktéry, obce a školy prostřednictvím participativní kultury, sdílené infrastruktury a lokálního storytellingu.
Dopad projektu: Kulturní energie v malých městech často existuje, ale je roztříštěná
a neviditelná. Klíčovým ukazatelem není počet účastníků ani setkání, ale fakt, že aktéři, kteří dříve pracovali odděleně, nyní sdílejí zdroje, komunikují spolu a společně plánují.
Odkaz: KreatIns.cz
Umění ve městě – Site Specific Lab

Zapojená společnost: Scoolpt s.r.o.
Hlavní autor & zakladatel: Michal Trpák (sochař, vizionář)
Tým: Petr Tuček (architekt, ČKA 3922), David Síla (výtvarný umělec a designér keramiky), Jana Moravcová (projektová manažerka), Jiří Vele (architekt a inženýr pro 3D tisk), Lenka Trpáková (krajinářská architektka)
Popis projektu: Umění ve městě – Site Specific Lab byl experimentální projekt v rámci festivalu Umění ve městě 2019 v Českých Budějovicích: první veřejný pokus s robotickým 3D tiskem betonu ve veřejném prostoru a startovní impuls pro vše, co následovalo.
Dopad projektu: Zapůjčený robot ABB, květináč ve tvaru člověka, městský mobiliář. Skromné, ale důkaz, že to jde. Z tohoto experimentu vznikl Scoolpt. A ze Scoolptu vznikl Prvok.
Odkaz: https://www.scoolpt.com
Prvok – 3D tištěný dům

Zapojené osoby / společnosti: Scoolpt s.r.o. / Michal Trpák
Popis projektu: Scoolpt je sochařsko-architektonický ateliér z Českých Budějovic, který využívá robotický 3D tisk betonu pro tvorbu soch, městského mobiliáře a architektury. V roce 2020 realizoval projekt Prvok: první 3D tištěný dům v České republice.
Dopad projektu: Prvok odolá zatížení přes 50 tun a představuje estetiku, jaká tu dosud nebyla. Plovoucí betonový dům v holešovickém přístavu, který působí živě. To, co začalo jako experiment, se stalo základem firmy. Právě tato směs úžasu, zvědavosti a překvapení je tím, co pohání Scoolpt vpřed.
Odkaz: 3D house printing – printed concrete houses | scoolpt
Treffpunkt Atelier / Místo setkání – Ateliér

Zapojené společnosti: Jihočeský kraj / Jihočeská galerie (CZ) & Spolková země Horní Rakousko / Umělecká sbírka spolkové země Horní Rakousko (AT)
Zapojení umělci a umělkyně: Gabriele Berger, Petr Brožka, Kateřina Dobroslava Drahošová, Petra Herotová, Ladislav Hodný, Andreas Sagmeister, Anita Selinger, Petr Schel, Renata Štolbová, Bibiana Weber, Ursula Wimmesberger, Gerhard Wöss
Popis projektu: Projekt „Treffpunkt Atelier“ propojuje umělce z jižních Čech a Horního Rakouska prostřednictvím návštěv ateliérů, osobního dialogu a nových uměleckých děl. 6 + 6 účastníků, dvě výstavy v Českých Budějovicích a Linci vznikly v roce 2024, 30 let po pádu železné opony.
Dopad projektu: Žádná konference, žádný formální program, ale: ty mi ukážeš svůj ateliér, já ti ukážu ten svůj. Výsledkem jsou nejen nová díla, ale především důvěra. A ta vydrží déle než jakákoli výstava.
Odkaz: dieKUNSTsammlung – Treffpunkt Atelier & Místo setkání – ateliér | www.kraj-jihocesky.cz