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Online und offline Markenerlebnisse zu schaffen, das macht Fredmansky seit nun mehr als 20 Jahren. Und Fredmansky ist stetig gewachsen. Mittlerweile arbeitet das umtriebige Team an vier Standorten in Österreich. Wie sie es schaffen, miteinander zu kommunizieren, was dabei die Herausforderung ist, wieso es so wichtig ist, Fragen zu stellen und was es mit der Work-Beer-Balance auf sich hat, verraten sie bei der 15. Ausgabe der Creative Coffee Break. Außerdem plaudern sie über ihre hauseigene Veranstaltungsreihe FRTG, mit der sie neue Wege des Netzwerkens gehen und sich mit anderen in der Branche austauschen.

Creative Coffee Break #15 mit Fredmansky zum Nachlesen

CREATIVE REGION: Was macht Fredmansky?

Fredmansky: Was ich so gehört habe, viele spannende Sachen. Der interessante Part ist, dass wir sowohl analoge und auch digitale Projekte machen. [lachen]

Ich glaube es ist einfach wichtig, dass wir nicht alles machen, sondern das, wo unsere Stärke liegt, wo wir auch mit Begeisterung dabei sind. Und das spüren auch die Kunden.

CREATIVE REGION: Wie sieht die Zusammenarbeit mit euren KundInnen aus?

Fredmansky: Das ist sehr unterschiedlich, je nach Kunde und Projekt. Wir haben natürlich gewisse Phasen, Methoden und Herangehensweisen, die wir uns zurechtgelegt haben. Aber je nach Kunde ist das ganz unterschiedlich. Ob das jetzt ein klassisches Brandingprojekt ist oder ein digitales Produkt ist, es braucht einfach unterschiedliche Methoden oder Herangehensweisen.

Und die Haltung, die über den Prozess hinaus geht, dass man Fragen stellt, auch einmal ein Ja zu einem Nein zu sagen, dass man zum Schluss den Kunden besser kennt, als er sich wahrscheinlich selbst, das ist das, was die Zusammenarbeit ausmacht.

Wir sind sicherlich unbequem, gerade am Anfang, weil dadurch die besten Antworten entstehen und die fundiertesten Überlegungen.

CREATIVE REGION: Habt ihr an euren vier Standorten Linz, Neufelden, Gleisdorf und Salzburg jeweils Schwerpunkte?

Fredmansky: Schwerpunkte? Ja, jeder hat seinen Schwerpunkt, auch aus der Historie heraus. In Salzburg, ich kann jetzt nur für mich sprechen, werden hauptsächlich digitale Projekte bearbeitet, die Zusammenarbeit läuft „remote“ natürlich, man sieht sich aber trotzdem oft. Das funktioniert mal besser, mal schlechter, da muss man auch ganz ehrlich sein. Aber uns ist die Kundennähe sehr wichtig. Das war auch der Grund für den Entschluss Salzburg aufzumachen, weil es sehr viele Kunden dort schätzen, wenn man in der Nähe ist.

Grundsätzlich ist es so, dass jeder Standort einen Kundenstamm hat und die gewissen Projekte betreut. Das ist oft sehr autark. Und dann gibt es immer wieder Projekte, bei denen sich standortübergreifend Projektteams bilden, weil es gerade passt. Mal so, mal so.

Da holt sich jeder das, was er gerade braucht. Ich mache z. B. Animationen, deshalb arbeite ich sehr oft standortübergreifend, vor allem mit Gleisdorf. Es ist sehr geschickt, wenn man sich das pro Projekt ansieht und sich jene Leute sucht, die etwas einbringen können.

CREATIVE REGION: Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen euren vier Standorten?

Fredmansky: Mal besser, mal schlechter. Viele sind keine Fans von „remote“ oder „nur remote“. Das hat natürlich Nachteile, weil man die soziale Komponente irgendwann verliert oder vergisst. Da ist es wichtig, dass man sich ab und zu trifft. Gewisse Standorte arbeiten bei uns sehr autark. Salzburg ist der kleine Satellit von Linz, der ab und zu wieder zurück schwirrt, und so versucht man sich zu synchronisieren. Beim „Remote“ kennt man die üblichen Tools, die üblichen Herangehensweisen. Es gibt mittwochs ein großes Standup, bei dem alle zusammenkommen und sich alle dazuschalten. Da wird in großer Runde darüber gesprochen, was es Neues gibt und was sich tut.

I am the newbee here, I joined just two months ago. It is really important to say, when someone joins, the DNA of Fredmansky gets you, before it’s kind of spread towards the other locations. And that is why it is really, really good.

CREATIVE REGION: Wie rekrutiert und behaltet ihr Mitarbeiter, abseits von Incentives wie Bier, Bananen und Bildung?

Fredmansky: Viele werden tatsächlich über unseren Instagram-Account aufmerksam und melden sich darüber dann auch. „Head of Behalten“ ist dann die Manu, die mehr dazu sagen kann.

„Head of Behalten…“ Das Arbeitsklima ist gut und die Kollegen sind supernett. Das muss auch passen und ist eine Grundvoraussetzung, dass man gern in die Arbeit geht. Wir machen auch in der Freizeit viel gemeinsam. Die eine Hälfte ist die Fahrradfraktion, MTB, und die andere Hälfte ist in der Roller-Gang. Es sind einfach viele Freizeitaktivitäten, die wir Fredmanskys gemeinsam machen.

Das Thema Leidenschaft, das kann zwar schon keiner mehr hören, aber im Grunde sind wir alle da, weil wir geile Sachen gemeinsam machen wollen. Das ist, glaube ich, Hauptgrund, warum jeder da ist und da bleibt.

CREATIVE REGION: Wie wichtig ist Social Media für euch und was ist die wichtigste Plattform?

Fredmansky: Aktiv befüllen wir Facebook und Instagram. Instagram ist der Hauptkanal, um Fredmansky kennenzulernen. Da geht es noch nicht zwingend um die Arbeit, sondern um das Drumherum und das Gefühl vermittelt…

… also, diese Work-Beer-Balance.

Ja, aber wir sollten weniger Bier-Content posten. Oder?

Also roten Faden gibt es keinen, außer das Bier vielleicht. Eigentlich ist das das erklärende Element.

Und das Bild der Woche, das ist ein Fixpunkt jeden Monat.

Sonst… Content-Strategie, haben wir noch keine.

Freestyle.

CREATIVE REGION: Mit eurer Veranstaltungsreihe FRTG macht ihr viele glücklich. Welche strategischen Hintergründe stecken hinter diesem Format?

Fredmansky: Grundsätzlich sind Wissensaustausch und ein bisschen Party eine gute Kombination. Wir haben uns gedacht: „Warum nur wir? Wir könnten doch auch ein paar externe Leute dazunehmen.“ Und das war die Grundidee.

Es soll einfach mal lockerer sein und trotzdem informativ. Es soll kein strenges Vortragsformat sein, sondern wir machen auch z. B. einen Graffiti-Workshop. Hinter mir sieht man z. B: ein Ergebnis, das dabei herauskommt. Da entstehen neue Ideen, wenn man sich aus dem Alltag ein wenig herausreißen lässt.

Es geht darum, dass man der Community auch etwas zurückgibt und den Austausch fördert. Ich verstehe die Ellbogenmentalität gewisser Agenturen nicht, weil es doch o.k. ist, wenn man in eine andere Agentur marschiert und sich einen coolen Vortrag anhört. Man nimmt das ja in die eigene Firma mit, lernt daraus oder tauscht sich aus. Das belebt erstens unsere Branche und fördert Ideen. Das ist der Hintergrund. Eine richtige Strategie gibt es nicht. Das gibt es einmal im Quartal und das eben sehr frei und sehr breit gefächert. Die Themen sind einmal digital, dann wieder einmal irgendwas. [lachen]

I think it’s about creating memories. If you look behind us, this was created in one night. And I think this is really beautiful to share such kinds of experiences. People remember that – in and out.

Und die Leute von Extern können die Firma mal ungezwungen kennenlernen. 

CREATIVE REGION: Ihr habt einen eigenen Fanshop mit gebrandetem Merch. Wie wir eure Unternehmenskultur sonst noch sichtbar und spürbar gemacht?

Fredmansky: Unternehmenskultur ist in erster Linie stark vom Unternehmer abhängig. Das sind bei uns aktuell vier. Aber aus der Historie heraus, weiß man wie Fredmansky drauf ist. Das merkt man auch. Ich spreche da jetzt die Unternehmer an. Die leben das natürlich vor. Und so wie die es vorleben, so entwickelt sich das auch weiter und trägt sich durch die Standorte. Es ist nicht nur dieser Merch oder Instagram oder wie auch immer, es wird einfach intern vorgelebt.

CREATIVE REGION: Wie gewinnt ihr neue KundInnen und wie wichtig sind langfristige Zusammenarbeiten in eurem KundInnenportfolio?

Fredmansky: Wenn wir fragen, warum wir den Auftrag bekommen haben, hören wir immer, weil wir Fragen stellen. Das ist für uns eine Selbstverständlichkeit, das würde ich von jedem erwarten. Aber das ist aber anscheinend das, was uns von anderen abhebt. Wir stellen Fragen, bis wir alles verstanden haben. Und das gefällt unseren Kunden, bzw. den Kunden, die zu uns kommen. Es ist nicht immer bequem für jeden Kunden, aber dann ist dieser Fit da, wer dann Kunde von Fredmansky ist und wie das zusammenpasst. Das spielt auch in die lange Zusammenarbeit hinein.

Langfristige Zusammenarbeit ist für uns speziell spannend, weil am Anfang eines Projekts der Aufwand groß ist, bis man den Kunden versteht, das Projekt und das Business des Kunden versteht. Es wäre total blöd und schade, wenn man das nach einigen Monaten abflauen lässt, dieses erste Investment, bei dem wir so viele Fragen stellen, davon sollte man länger etwas haben. Da ist es super, wenn sich eine langfristige Zusammenarbeit ergibt.

Am Ende ist natürlich die Idee. Wenn man wo vorbeigeht, sieht man nicht wie viel Arbeit dahintersteckt, z. B. bei einem Plakat. Du bist nur von der Idee begeistert und fragst: „Wer hat das gemacht?“ Im nächsten Schritt entdecken Sie, wie wir arbeiten und was diese Kundenbeziehung dann ausmacht.

CREATIVE REGION: Was kann man von euch in nächster Zeit Neues sehen?

Fredmansky: Viel. Vieles auch von uns. Wir arbeiten auch wieder an einer eigenen Kampagne. Da kommt schon noch etwas.

CREATIVE REGION: Mit wem sollten wir unbedingt demnächst eine Creative Coffee Break machen?

Fredmansky: Bei Jo Schmithaler, vielleicht. Das Studio ist in Urfahr, er macht viele Videosachen. Er hat auch einmal bei uns gearbeitet und hat sich mittlerweile selbstständig gemacht. Er macht coole Sachen.

Und für jeden, den Musik interessiert oder der Noten sucht oder selbst Musikinstrumente lernen möchte, ist Oktav.com spannend.

Genug?

Über die Creative Coffee Breaks

In regelmäßigen Abständen macht sich das Team der CREATIVE REGION Linz & Upper Austria auf, um junge Start-ups und in der Kreativwirtschaft Tätige aus Linz und Oberösterreich bei einer Tasse Kaffee vor die Kamera zu bitten. Alle bisherigen Videos findest du auf YouTube: CREATIVE COFFEE BREAKS

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