Was eine gute von einer großartigen Marke unterscheidet, ist Thema der Creative Coffee Break #30. Die kreative Kaffeepause widmet sich den drei Markenprofis von Gletscher – Agentur für Kommunikation aus Linz. Markus Költringer, Michael Hübler und Lukas Nebenführ erzählen vom Brandingprozess bei Honeder Naturbackstube und wie es überhaupt zur Zusammenarbeit gekommen ist. Außerdem verraten sie, was Brot, Bier und Hühnerfutter mit Corona zu tun hat.
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Brot mit Wurzeln. Dafür steht die Honeder Naturbackstube. Seit mittlerweile vier Jahren betreut die Agentur Gletscher das Familienunternehmen aus dem Mühlviertel. Neben dem Branding der rund 20 Filialen und dem Fuhrpark tritt die Marke insbesondere durch „Die Krustn” in Erscheinung.
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Wohin wir auch gehen, Marken sind allgegenwärtig. Sie projizieren ihre Werte auf uns und wir unsere auf sie. Aber wozu braucht die Menschheit eigentlich Brands?
Im Rahmen des „Edison Der Preis 2022“ haben sich die Markus Költringer und Michael Hübler von Gletscher die Teilnehmer*innen des Marken-Workshops zur Brust genommen und mit ihnen an ihren Marken getüftelt. Warum es wichtig ist, authentische Markenstories zu erzählen und wann der richtige Zeitpunkt ist, um sich mit seiner Marke zu beschäftigen, haben sie uns nach dem Workshop im Interview verraten.
Gründer*innen und Start-ups müssen sich überlegen, wie sie ihre Marke präsentieren wollen.
Markus Költringer
Markus Költringer, Gletscher
Creative Region: Warum ist es überhaupt wichtig, sich über die eigene Marke Gedanken zu machen, wenn doch das Produkt oder die Dienstleistung für sich selbst spricht?
Markus Költringer: Wir finden es wichtig, Branding von Beginn an mitzudenken. Gründer*innen und Start-ups müssen sich überlegen, wie sie ihre Marke präsentieren wollen. Denn nur über Produktdetails nachzudenken, ist zu wenig. Produkt und Marke sollten eng ineinandergreifen, dann können sie starke Marktpositionen aufbauen und werden erfolgreicher.
Michael Hübler: Genau, und wir gehen noch einen Schritt weiter. Marke, Produkt und die Menschen, die dahinterstehen, bilden eine Einheit. Wir vergleichen Marken immer mit einem Menschen. Eine Marke funktioniert ähnlich wie ein Mensch, weil sie auch mit Menschen kommuniziert. Sie muss sympathisch sein und die Werte vertreten, die sich die Kund*innen erwarten.
Marke, Produkt und die Menschen, die dahinterstehen, bilden eine Einheit.
Michael Hübler
Michael Hübler, Gletscher
Was heißt das für die Markenentwicklung?
Markus: Heute werden Marken zunehmend danach beurteilt, welche Geschichten sie erzählen und welche Werte sie dadurch zum Ausdruck bringen. Die Kund*innen sehen heute viel genauer hin. Wenn die Geschichten, die eine Marke erzählt, nicht glaubwürdig sind, sehen die Kund*innen das kritisch. Sie möchten sich mit den Marken identifizieren. Deshalb ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Geschichten, die Marken erzählen, glaubwürdig und authentisch sind.
Michael: Je ehrlicher die Story einer Marke ist und je mehr sie zu den handelnden Menschen hinter der Marke passt, desto authentischer wird eine Marke wahrgenommen. Wenn die Werte der Marke mit den persönlichen Werten der Unternehmer*innen übereinstimmen, gelingt es leichter, die Marke zu leben. Versprechen, die eine Marke gibt, muss sie auch einhalten können.
Wann ist der richtige Zeitpunkt, sich über die eigene Marke Gedanken zu machen?
Markus: Sehr früh! Den Kern seiner Marke zu kennen, vereinfacht es, unternehmerische Entscheidungen zu treffen. Im Workshop waren vor allem Start-ups, die noch am Beginn ihrer Unternehmensreise stehen. Sie kennen die Details ihrer Produkte oder Dienstleistungen genau. Sie wissen, was ihre Ideen können. Wenn sie auch an den Branding-Überbau frühzeitig denken, schaffen sie ein tragfähiges Fundament für die Zukunft. Das ist nicht nur die Basis für wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch für künftiges Wachstum. Die Marke muss z. B. auch Produkterweiterungen und Wachstum mittragen können. Klebt sie zu sehr am eigentlichen Produkt, kann es in Zukunft schwierig werden, z. B. neue Produkte in die Markenlandschaft zu integrieren. Die Story passt womöglich dann nicht mehr zum Produkt und die Wahrnehmung der Marke wird schwammig.
Erzählt uns davon, wie ihr im Workshop mit den Teilnehmer*innen an ihren Marken und Geschichten gearbeitet habt.
Michael: Unser Zugang war es, den Teilnehmer*innen eine neue Perspektive auf ihr Business zu ermöglichen. Bei der Markenentwicklung ist es unbedingt notwendig, sich nicht nur aufs Produkt oder die Idee zu fokussieren und sich nicht in Feature-Details zu verlieren. Im Sinne der Markenkommunikation ist das nicht das Erste, das man Außenstehenden erzählt. Ein Beispiel: Lernt man jemanden kennen, schreit man der Person ja auch nicht lauthals seinen eigenen Namen ins Gesicht und überfällt ihn mit Details aus dem eigenen Leben, sondern stellt sich vor, baut Sympathie auf und erzählt dann seine Geschichte.
Markus: Beim Workshop haben wir mit den Teilnehmer*innen gemeinsam einen Schritt zurück gemacht. Wir haben darüber gesprochen, wozu es Marken überhaupt braucht und wie sie funktionieren. Und wir haben über Visionen und die Missionen ihrer Ideen gesprochen. Eine Marke zu entwickeln, geht nicht innerhalb von wenigen Stunden, aber wir haben versucht, die Teilnehmer*innen dahingehend zu sensibilisieren, sich über das „Warum“, also dem höheren Sinn ihres Business Gedanken zu machen – ein erster Anstoß sozusagen.
Mit welchen Tools habt ihr gearbeitet?
Markus: Simon Sineks Golden Circle hilft dabei, sich über Why, How and What klar zu werden. Also warum es die Marke überhaupt gibt und was sie zu einer „besseren“ Welt beitragen kann. Das Why ist sozusagen der Purpose des Business. In einem Google Brand Sprint haben sich die Teilnehmer*innen in spielerischen Übungen diesen Fragestellungen aus dem Bauch heraus genähert und wir haben die Antworten in der Gruppe exemplarisch diskutiert. Die Übungen können dann auch im Team in den Unternehmen wiederholt und vertieft werden.
Welche Tipps habt ihr für neue Unternehmer*innen, wenn sie die ersten Schritte der Markenentwicklung gehen?
Michael: Wie gesagt, die Beschäftigung mit sich selbst und mit dem Warum ist eine Grundvoraussetzung für starke Marken. Man sollte sich fragen, welche Ziele man verfolgt und welche Vision dahintersteht. Das braucht Zeit und man muss gedanklich in die Tiefe gehen.
Michael: Überlegt man sich den Markenüberbau von Beginn an gut, spießt sich die Marke nie mit einer künftigen Entwicklung. Das kann z. B. auch bei strategischen Entscheidungen helfen, wenn man sich die Frage stellt, passt diese oder jene Entwicklung zu meiner Marke. Je besser die Marke von Beginn an aufgestellt ist, desto einfacher fallen dann unternehmerische Entscheidungen und desto klarer die Kommunikation mit den Stakeholdern. Ist eine gute Basis geschaffen, schränkt man sich in der Vielfalt der künftigen Möglichkeiten nicht ein.
Am 2. Oktober tauchen wir mit Dörte Spengler-Ahrens konkreter und tiefer in ihre Arbeit ein: Anhand ausgewählter Cases gibt sie Einblicke in Kampagnen, Markenprozesse und die Entscheidungen, die hinter erfolgreichen Arbeiten stehen.
Am 1. Oktober ordnest du mit Sascha Pallenberg Trends für deinen eigenen Kontext ein. Gemeinsam leitet ihr erste Handlungsoptionen und Ansätze für deine eigene Roadmap ab, mit viel Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch auf Augenhöhe.
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …
Freistädter Bier hat etwas, das sich nicht einfach neu erfinden lässt: 250 Jahre Geschichte, eine starke Verankerung im Mühlviertel und eine Community, die eng mit der Marke verbunden ist. Als Freistädter Bier und die Agentur Gruppe am Park ihre Zusammenarbeit starteten, ging es deshalb nicht um einen radikalen Neustart. Es ging um die Frage: Wie lässt sich eine starke Marke weiterentwickeln, ohne das zu verlieren, was sie besonders macht? Die Antwort darauf wurde „Wir sind so frei“. Ein Claim, der Unabhängigkeit, Regionalität und die Herstellungsprinzipien der Brauerei zu einer klaren Haltung verbindet und Freistädter damit bewusst von einem österreichischen Biermarkt abgrenzt, der stark von großen Konzernmarken geprägt ist. Frei von Gentechnik, frei von Zusätzen und ohne multinationalen Konzern im Rücken: Der Claim bringt auf den Punkt, was bereits Teil der Marke war, und schafft gleichzeitig Raum für ihre Weiterentwicklung. Mit reduzierten Plakaten, pointierten Botschaften und einem Auftritt mit Ecken und Kanten wird diese Haltung konsequent in Kommunikation übersetzt. Vor allem aber rückt „Wir sind so frei“ jene Menschen stärker ins Zentrum, die Freistädter Bier seit jeher prägen. Wir haben mit Paul Steininger von Freistädter Bier und Bernhard Buchegger von Gruppe am Park über behutsame Markenarbeit, gegenseitiges Vertrauen, mutige Entscheidungen und die Frage gesprochen, warum eine starke Community für eine regionale Brauerei weit mehr ist als ein Marketinginstrument. Weiterentwickeln statt neu erfinden Die Ausgangslage bedeutete für die Gruppe am Park: genau hinzusehen. Was funktioniert bereits? Was darf keinesfalls verloren gehen? Und …
Individuelle Beratung für deine Business-Herausforderungen Neue Impulse und frische Perspektiven Du stehst vor einer strategischen Entscheidung, suchst nach neuen Wachstumschancen oder brauchst einen ehrlichen Blick von außen? In einer 1:1-Session analysieren wir mit dir gemeinsam deine aktuelle Situation, reflektieren Herausforderungen und skizzieren konkrete Lösungswege. So funktioniert es: Falls dein Anliegen eine tiefere Fachexpertise benötigt, vernetzen wir dich mit passenden Expert*innen. Für wen ist das Format geeignet? Dieses Angebot richtet sich an Einzelunternehmer*innen und kleinere Unternehmen, die sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfinden: Typische Themen, bei denen wir unterstützen: Unsere Expertise Als Organisation sind wir seit 2011 in der Kreativwirtschaft tätig, zudem bringen unsere Team-Mitglieder mehrjährige Berufserfahrung aus anderen Bereichen mit. Wir haben bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt und viele Unternehmen vom Start weg begleitet. Unser tiefgehendes Know-how und Kenntnisse der Herausforderungen der Kreativwirtschaft ermöglichen es uns, praxisnahe und umsetzbare Empfehlungen zu geben. Mit diesem kompakten Format bieten wir dir eine effektive Beratung, die dich und dein Business direkt weiterbringt. Vereinbare einen Termin! Schreib eine E-Mail an kathrin@creativeregion.org mit deiner Telefonnummer.Wir rufen dich zurück und vereinbaren einen Termin. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir! Members only – HIER findest du alle weiteren Vorteile der Membership. Bei Fragen wende dich bitte an kathrin@creativeregion.org
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Sieben Jahre. So lange dauert es durchschnittlich, bis bei Betroffenen Endometriose diagnostiziert wird. Sieben Jahre voller Unsicherheit, Schmerzen und oft frustrierender Arztbesuche. Das Linzer Start-up Diamens möchte diesen Weg verkürzen. Die Gründerinnen entwickeln einen Test, der Endometriose anhand von Menstruationsblut diagnostizieren kann – einfach, niederschwellig und von zu Hause aus anwendbar. Doch hinter der Innovation steckt mehr als medizinische Forschung: Es geht auch um Design, Kommunikation und die Frage, wie man Frauen dort abholt, wo sie Antworten suchen. Wir haben mit Mitgründerin Angelika Lackner über die Entstehung von Diamens, die Bedeutung nutzer*innenzentrierter Entwicklung und den gesellschaftlichen Impact des Projekts gesprochen. „Wir haben festgestellt: Für Menstruationsblut gab es praktisch keine Standards.“ Wie ist die Idee zu Diamens entstanden? Diamens steht für „Diagnose aus Menstruationsblut“. Der Ursprung der Idee lag in der wissenschaftlichen Forschung: Im Rahmen einer bioinformatischen Biomarker-Identifikationspipeline konnten potenzielle Biomarker für Endometriose identifiziert werden. Daraus entstand die Frage, wie diese möglichst patientinnenfreundlich genutzt werden könnten. Das Gründerinnenteam beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Menstruationsblut als diagnostischem Probenmaterial – und stellte fest, dass es hierfür praktisch keine etablierten Verfahren gab. „Für Hautproben, Haarproben oder verschiedenste Gewebearten gibt es standardisierte Laborprotokolle. Für Menstruationsblut gab es praktisch nichts.“ Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Diagnostiklösung, die dort ansetzt, wo die Erkrankung ihren Ursprung hat: beim Menstruationszyklus selbst. Aus der Kombination dieser beiden Erkenntnisse entstand die Idee, Menstruationsblut als bislang kaum genutztes diagnostisches Probenmaterial zu erschließen. Aufgrund seiner engen biologischen Verbindung zum …
Ob Verein, Gemeinde, Kulturprojekt oder Unternehmen: Alle stehen vor derselben Herausforderung. Aufmerksamkeit zu bekommen ist das eine. Menschen langfristig zu begeistern, das andere.Wie entsteht echte Beteiligung? Was motiviert Menschen, sich freiwillig einzubringen? Welche Rolle spielen Sinn, Gemeinschaft und Kommunikation? Und wie werden aus Interessierten Menschen, die Verantwortung übernehmen, mitgestalten oder eine Idee weitertragen?Gemeinsam werfen wir einen Blick auf erfolgreiche Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen und diskutieren, welche Prinzipien überall funktionieren – vom Ehrenamt über Bürger*innenbeteiligung bis hin zum Community Building rund um Unternehmen. Diese Veranstaltung ist spannend für: Unsere Inputgeber*innen Katharina Häckel-Schinkinger Katharina Häckel-Schinkinger, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und ForschungKatharina ist Kommunikationsexpertin. Sie arbeitet dort, wo Worte Gewicht haben: in Krisen, in gesellschaftlichen Debatten und an den Bruchstellen des Zusammenlebens. Aktuell unterstützt sie Österreichs renommierteste Klimaanwältin Michaela Krömer und ihren Verein CLAW, Climate Law, in strategischer Kommunikation und Fundraising. Zuvor gründete sie das Social Business Habibi & Hawara mit, war 2020 Pressereferentin im Kabinett von Gesundheitsminister Rudi Anschober inmitten der größten Gesundheitskrise der Zweiten Republik und leitete mehr als vier Jahre Kommunikation und Fundraising der Caritas Österreich. Zuletzt verantwortete sie von September 2025 bis März 2026 die Krisenkommunikation von SOS-Kinderdorf. Zur Diskussion zu Gast: Michaela Reisenberger Michaela Reisenbergers Wirkungsräume sind seit jeher vielschichtig, überlappend und sich gegenseitig befruchtend. Ihre Ausbildungen in den Bereichen Kulturmanagement, Fotografie, Theater, Philosophie, und Publizistik bilden den Boden für ein wesentlich breiteres Feld, in dem sie beruflich tätig ist. 13 Jahre …
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?
Wie gelingt es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen gerne Verantwortung übernehmen, sich als Teil des Teams fühlen und gemeinsam etwas voranbringen wollen? Gerade durch flexible Arbeitsmodelle, unterschiedliche Erwartungen und neue Ansprüche an Führung verändert sich das Miteinander in Unternehmen. Führungskräfte stehen vor der Frage, wie sie Orientierung geben und gemeinsame Ziele stärken können, ohne dabei auf Druck oder starre Vorgaben zu setzen. In diesem Member Circle sprechen wir darüber, was es für echtes Commitment braucht. Was fördert Zusammenhalt und Eigeninitiative? Wie entsteht echte Motivation? Und was können Führungskräfte konkret dazu beitragen, dass Mitarbeiter*innen nicht nur dabei sind, sondern sich aktiv einbringen und mitgestalten wollen? In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze für die eigene Praxis. Der kleine Kreis von ca. 10 Teilnehmer*innen ermöglicht einen direkten, fokussierten Austausch und das Lernen aus den Erfahrungen anderer. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Ablauf Die Erkenntnisse des Member Circles werden dir zusammengefasst in einem Sheet geschickt. Anmeldung Die Veranstaltung ist kostenlos für Members, aufgrund der wenigen Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Eindrücke vom Member Circle „Besser kommunizieren mit Kund*innen“, am 21. April 2026
Was als entspannter Treffpunkt für unsere Members gestartet ist, hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt im Creative Region Kalender entwickelt. Und genau deshalb machen wir’s wieder: einen Abend lang zusammenkommen, bekannte Gesichter wiedersehen, neue kennenlernen, Ideen austauschen – und schauen, was daraus entsteht. Denn ein gutes Netzwerk lebt nicht von Visitenkarten und steifem Smalltalk, sondern von Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen. Mittlerweile sind rund 140 Unternehmen Creative Region Members und damit part of the WE. Beim not another get together bringen wir dieses Netzwerk zusammen – unkompliziert, persönlich und im gewohnten Creative Region Vibe. Was dich erwartet: Keine Vorträge. Kein Pflichtprogramm. Kein awkward Networking. Einfach ein Abend zum Reden, Kennenlernen, Wiedersehen, Austauschen und Zusammensein. Hard Facts Die Teilnahme ist für Creative Region Members kostenlos. Bitte sichere dir trotzdem HIER dein Gratis-Ticket, damit wir wissen, mit wie vielen Menschen wir rechnen dürfen. Du bist noch kein Member?Dann ist das vielleicht die perfekte Gelegenheit, einmal reinzuschnuppern, die Community kennenzulernen und herauszufinden, ob du part of the WE werden möchtest. Melde dich dafür einfach bei Kathrin unter kathrin@creativeregion.org. Wo: Cafeteria Frédéric, Hauptplatz 6, 4020 Linz Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
Doch wie gestaltet man eigentlich eine neue Banknotenserie für ganz Europa? Das Salzburger Branding- und Designstudio PunktFormStrich ist einer von zehn Finalisten im Wettbewerb der Europäischen Zentralbank für die Gestaltung der neuen Euro-Banknoten. Damit ist PunktFormStrich als einziges österreichisches Designstudio im internationalen Finale vertreten. Gemeinsam mit Hans-Christian Kogler, Gründer und Creative Director von PunktFormStrich, schauen wir hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Designprozesses: vom Briefing der Europäischen Zentralbank über die Entwicklung einer vollständigen Banknotenserie bis zum eingereichten Finalentwurf. Für das vorgegebene Thema „Rivers and Birds“ entwickelte PunktFormStrich ein visuelles Informationssystem rund um verschiedene europäische Vogelarten. Visualisierte Vogelrufe, charakteristische Merkmale und Fluggeschwindigkeiten werden dabei zu Gestaltungselementen. Denn bei einer Banknote ist Design weit mehr als Dekoration: Jedes Detail muss funktionieren, Information vermitteln und gleichzeitig Vertrauen schaffen. Im Talk sprechen wir darüber, wie Gestaltung für ein Medium funktioniert, das potenziell Millionen Menschen über Jahrzehnte begleitet. Wie viel gestalterische Eigenständigkeit verträgt eine Währung? Wie lassen sich Ästhetik, Information, Sicherheit und Barrierefreiheit miteinander verbinden? Und welche Verantwortung entsteht, wenn Design plötzlich gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung bekommt? Wir sprechen darüber, Ein Talk über Gestaltung, Verantwortung und die vielleicht außergewöhnlichste Designaufgabe überhaupt: das Geld, das wir täglich in der Hand halten. Über PunktFormStrich PunktFormStrich ist ein Branding- und Designstudio aus Salzburg. Das Studio entwickelt Markenidentitäten und visuelle Systeme, die Strategie in Gestaltung übersetzen und Orientierung schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Wiedererkennbarkeit und Ästhetik, sondern die Frage, wie Design langfristig Wirkung entfalten und kulturelle Relevanz entwickeln kann.
AI-generated images are everywhere, but do they actually change how architecture is designed? In most practices, AI is still used as a post-production tool. This workshop proposes a different approach: AI as an active design partner, embedded from early research and concept development to geometry, communication, and final presentation. Rather than focusing on image-making alone, the workshop explores how AI reshapes decision-making, iteration, and design thinking. Your Upgrade We move from “AI as renderer” to “AI as design intelligence.” Participants will learn how to integrate AI across: The goal is not better images, but optimized design processes. What We’ll Work On Part 1 — AI in the Creative & Concept Phase (Midjourney) Part 2 — AI in Architectural Communication (Claude) Part 3 — From Geometry to Production (ComfyUI) Part 4 — Reflection & Critical Discussion Who This Is For This workshop is primarily designed for architects, spatial designers, exhibition designers, and interior designers – professionals who work with space, atmosphere and built environments. The tools and workflows are equally relevant for creative professionals and art directors who want to build visual worlds and AI-supported presentation material. What You’ll Take Home What to Bring Please be aware that this workshop will be held in English so conversational skills are necessary. Date & Schedule 12 November 2026 Tickets & Prices Tickets for companies with up to 19 employees (including sole proprietors): €375 excl. VAT (€450 incl. VAT) – each valid for one …
480 Kubikmeter Holz wurden für das Baumwerk in Freistadt verbaut. Entstanden sind 28 Mietwohnungen, die klimabewusste Bauweise, hohe Wohnqualität und ortsübliche Mietpreise miteinander verbinden. Ein Projekt der Landwirtschaftskammer Oberösterreich mit Tp3 Architekten und regionalen Unternehmen.
Was passiert, wenn Wissenschaft die Labor- und Konferenzwelt verlässt und auf Künstler*innen, Festivalpublikum und völlig neue Perspektiven trifft? Seit 2020 bringt der LIT Sonder-Call der Johannes Kepler Universität Linz genau diese Welten zusammen. Forschende und Studierende entwickeln gemeinsam mit Künstler*innen Projekte für das Ars Electronica Festival. Mit einem Anspruch, der über klassische Wissenschaftskommunikation hinausgeht. Denn hier geht es nicht darum, Forschung nachträglich hübsch zu verpacken. Es geht darum, etwas entstehen zu lassen, das keine der beteiligten Disziplinen alleine hätte entwickeln können. Wir haben mit Gregor Pechmann und Denise Atteneder, dem Team hinter dem LIT Sonder-Call darüber gesprochen, warum Wissenschaft den Elfenbeinturm verlassen muss, was Kunst dabei verändern kann und warum ein Festival mit einer unverrückbaren Deadline manchmal genau der richtige Ort für Experimente ist. Wissenschaft raus aus dem Labor Als der JKU Campus 2020 erstmals zu einem Hauptschauplatz des Ars Electronica Festivals wurde, sollte die Universität nicht nur Raum zur Verfügung stellen, sondern sich auch inhaltlich einbringen. Der LIT Sonder-Call entstand vor dem Hintergrund der sogenannten „Third Mission“ von Universitäten: Neben Forschung und Lehre gehört auch der Transfer von Wissen in die Gesellschaft zu ihren Aufgaben. Der Call sollte dafür eine neue Plattform schaffen. „Wissenschaft soll nicht einfach nur zum Selbstzweck da sein. Es geht sehr viel um die dritte Mission einer Universität. Die erste ist forschen, die zweite ist lehren, und die dritte: eben diesen Wissenstransfer an die Öffentlichkeit zu ermöglichen.“, so Gregor Pechmann. Dafür werden Wissenschaftler*innen und Studierende …
Als Peter Bangelmeier 2020 nach Linz zurückkehrte, hatte er eigentlich nur einen Auftrag: das Familienunternehmen Eiler schließen. „Der Grund meiner Rückkehr war eigentlich die Aufgabe, dass ich den Eiler schließe. Das war die einzige Aufgabe, die ich damals hatte, zurückzukommen und schlussendlich alle Mietverträge zu kündigen, alle Arbeitsverträge zu kündigen.“ Wenige Jahre später wurde der eiler als bestes Schuhhandelsunternehmen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dazwischen liegen mutige Entscheidungen, kreative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Tradition und Veränderung kein Widerspruch sein müssen. Darüber sprachen Peter Bangelmeier von der eiler und Wolfgang Ortner von Ortner etc. bei einem Talk im Nordico Stadtmuseum Linz im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Gespräch mit Michaela Scharrer (Creative Region). Als Schließung geplant, als Neustart umgesetzt Für Bangelmeier war die Rückkehr nach Linz zunächst kein Herzensprojekt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch statt die Türen endgültig zu schließen, begann er, Möglichkeiten auszuloten. Pop-up-Stores wurden eröffnet, neue Konzepte getestet und bewusst Signale gesetzt, dass etwas in Bewegung ist. Aus dem bisherigen Unternehmen wurde schließlich eine Neugründung. Aus „dem Eiler von früher“ sollte eine Marke entstehen, die ihre Geschichte bewahrt und gleichzeitig in der Gegenwart angekommen ist. Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein? Eine Frage beschäftigte den Geschäftsführer dabei besonders: „Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein?“ Die Inspiration kam aus Gesprächen mit Kund*innen. Immer wieder hörte er Sätze wie: „Ich trage Eiler Schuhe.“ Obwohl die Schuhe von unterschiedlichsten Herstellern stammten, verbanden die Kund*innen ihr Einkaufserlebnis so stark mit dem …