Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Ein Lehrgang der Innovation Agent Academy für innovationsbegeisterte Menschen sämtlicher Branchen: 6 Module | 12 Tage | 10+ Facilitator*innen | 15 Teilnehmer*innen. Join the mission!
Textilien und Technologie, Vernetzung und Kooperation
2,6 Tonnen Altkleider und 1,3 Tonnen Mobiliar, Hausrat und Geräte - diese Mengen wickelt die Volkshilfe OÖ jährlich ab. Die Innovation Agent Academy unterstützt sie dabei, innovative Modelle für Kreislaufwirtshaft zu erarbeiten.
Im Rahmen der Innovation Agent Academy arbeiten unsere Lehrgangs-Teilnehmer*innen immer auch an konkreten Praxisprojekten, um theoretischen Input direkt umsetzen und wertvolle Lernerfahrungen sammeln zu können. Die Innovation Agent Academy ist eine Kooperation von Pro Active GmbH und Creative Region Linz & Upper Austria. Im letzten Durchgang des Lehrganges „Human Centered Innovation I Design Thinking“ hatten wir die Gelegenheit zu einer Kooperation mit der Volkshilfe OÖ. Pro Active hat Geschäftsführerin Jasmine Chansri und die stellvertretende Landesvorsitzende Maria Dietrich in einem Interview gefragt, wie sie die Kooperation erlebt haben und ob die Volkhilfe von den Ergebnissen profitieren konnte.
Pro Active: Wie ist die Kooperation mit der IAA zustande gekommen?
Maria Dietrich: Im Netzwerk der Tabakfabrik kommt man immer wieder mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch und überlegt sofort, ob man etwas gemeinsam machen könnte. Katharina Ehrenmüller und Patrick Rammerstorfer haben mir das Konzept vorgestellt und ich war sofort bereit, es zu versuchen. Als Volkshilfe sind wir immer dankbar und offen, wenn Menschen aus anderen Blickwinkeln und mit anderen Kompetenzen auf uns und unsere Projekte draufschauen.
Außerdem ist unser Budget für Innovation in einer NGO natürlich begrenzt. Umso mehr profitieren wir, wenn jemand etwas ausprobieren möchte. Jasmin war auch sofort bereit, sich auf die Kooperation mit der IAA einzulassen.
Jasmine Chansri (im Vordergrund) und Maria Dietrich (rechts dahinter) wurden von den präsentierten Ergebnissen durchwegs positiv überrascht. (Foto: Jürgen Gründwald)
Das klingt so, als hätte es keine Vorbehalte gegeben?
Jasmine Chansri: Nein gar nicht! Wir freuen uns über Interesse. Und die Kooperation passt zu unserem Innovations-Digitalisierungsschub, den wir als Volkshilfe durchmachen. Uns hat es gefreut, dass Expert*innen auf uns zukommen und bereit sind, mit einem frischen Blick auf die Volkshilfe draufzuschauen.
„Dieser anpackende Spirit – angereichert mit viel Experten*innenwissen – hat uns bereichert.“
Jasmine Chansri
Wie hat die Zusammenarbeit ausgesehen? Was ist besonders aufgefallen?
Jasmine Chansri: Zunächst hat mich die genaue und professionelle Analyse der Lehrgangs-Teilnehmer*innen in unseren Shops und der Sortierung sehr beeindruckt. Außerdem fand ich den offenen und kreativen Zugang wirklich inspirierend. Dieser anpackende Spirit – angereichert mit viel Experten*innenwissen – hat uns bereichert.
Maria Dietrich: Ich fand es toll, dass die Teilnehmer*innen, die mit uns im Alltag ja bisher vielleicht eher wenig zu tun hatten, unseren Input wie ein Schwamm aufgesaugt haben. Alle waren total begeistert und sofort engagiert bei der Sache. Dieses Mindset hat mich beeindruckt. Außerdem finde ich, dass die Teilnehmer*innen unsere Vision und Mission sehr gut erfasst haben und in sehr vielfältige konkrete Ideen und Impulse übersetzen konnten.
Wie hilfreich waren die Ergebnisse für euch? Wie sieht euer Fazit aus?
Jasmine Chansri: Also ich fand es erstaunlich, wie die Teilnehmer*innen uns in nur sechs Modulen gescreent und durchanalysiert haben. Wir werden sicher einiges aus den Präsentationen umsetzen und ich freue mich schon darauf! Auch einige unserer eigenen Erkenntnisse wurden noch einmal neu bestätigt. Das ist hilfreich für uns, wenn jemand mit einer Außenperspektive zu einem ähnlichen Ergebnis kommt. Und mich hat die Kooperation darin bestärkt, die Volkshilfe in meiner Rolle als Geschäftsführerin weiter zu öffnen für andere Bereiche. Dieses Projekt zeigt, dass sich das sehr lohnt!
Maria Dietrich: Für uns waren die Teilnehmer*innen ein wenig wie ein Sounding Board, das unserem starken Innovations- und Digitalisierungsfokus noch mehr Schubkraft verliehen hat.
Für eine genaue Analyse der Prozesse besuchten einige Teilnehmer*innen auch die Sortierung der Volkshilfe – und kamen mit spannenden Insights zurück. (Foto: Jürgen Grünwald)
Hat es irgendwas gegeben, was überrascht hat? Womit ihr nicht gerechnet habt?
Jasmine Chansri: Vielleicht die große Begeisterung. Ich glaube, wir sind oft etwas zu bescheiden und trauen uns selbst nicht zu sagen: „Hey, wir machen als Volkshilfe eine gute, wichtige Arbeit!“. Die Präsentationen haben mir gezeigt, dass wir ruhig mutiger sein und uns auch einmal selbst loben dürfen.
„Ich sehe das als eine Win-Win-Situation für beide Seiten.“
Jasmine Chansri
Würdet ihr anderen Organisationen eine Kooperation mit der IAA empfehlen? Und wenn ja, warum?
Jasmine Chansri: Ich war sehr beeindruckt von dem Konzept und dem Curriculum des Lehrganges. Ich sehe das als eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Für uns gab es keinen einzigen negativen Effekt. Wir empfehlen die IAA auch oft und gerne weiter. Wir lernen auch gerade, noch mehr nach außen zu gehen und zu sagen: „Hallo, wir sind die Volkshilfe – und wir haben auch tolle Partnerinnen und Partner!“
Aus einer etwas allgemeineren Perspektive: Wie wichtig ist Innovation für die Volkshilfe und welche Strategien und Werkzeuge kommen da zum Einsatz?
Jasmine Chansri: Innovation hat einen wesentlichen Stellenwert für uns und ist auch organisatorisch abgebildet – durch eine eigene Innovations- und Digitalisierungsstelle. Uns ist es auch gelungen, einen Call der JKU Linz und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft mit dem Schwerpunktthema „Mensch und Technik“ zu gewinnen. Wir glauben, dass wir mit der Expertise von 75 Jahren Konzepte entwickeln können, die diese Schnittstellen zwischen Mensch und Technik abbilden, und dadurch nicht nur Produkte, sondern auch Prozesse entstehen, die der gesamten Gesellschaft zugutekommen.
Mit dem Forschungsprojekt einerseits und den Ergebnissen der IAA andererseits können wir nun untersuchen, welche Prozesse, die bisher analog funktioniert haben, digitalisiert werden können. Dazu benötigen wir auch interne Personalentwicklung, um Barrieren abzubauen und Brücken zu schlagen zwischen analog und digital.
Maria Dietrich: In der Volkshilfe gibt es ja sehr diverse Arbeitsverhältnisse und -bereiche. Angefangen von mobiler Pflege bis hin zu den Shop-Mitarbeiter*innen, die manchmal nur wenige Monate bei uns sind. Hier gilt es, Schnittstellen zu schaffen – und dabei eben auch gesamtgesellschaftliche Phänomene aufzugreifen, wie z.B. die Tatsache, dass die Digitalisierung Gaps aufreißen kann. Wir möchten sie hingegen nutzen, um Brücken zu bauen. Etwa für Menschen mit Beeinträchtigung, die sich durch neue Kommunikationsmittel besser mitteilen können.
„Uns ist es immer wichtig, dass wir eine starke Stimme sind für diejenigen, die nicht gehört werden.“
Maria Dietrich
Warum ist es aus eurer Sicht gerade für den Sozialbereich wichtig, sich mit der Zukunft zu beschäftigen?
Maria Dietrich: Uns ist es immer wichtig, dass wir eine starke Stimme sind für diejenigen, die nicht gehört werden. Digitalisierung bringt natürlich auch Phänomene mit sich, mit denen manche Menschen nicht mitkönnen oder die bestimmte Gruppen ausschließen. Das haben wir im Blick.
Jasmine Chansri: Ein gutes Beispiel dafür sind digitale Bewerbungsprozesse. Wir sehen, dass Menschen, die wir betreuen, manchmal Schwierigkeiten haben, ein Bewerbungsfoto hochzuladen oder immer das richtige Icon zu klicken. Dann fallen sie schnell aus dem Prozess.
Rollenspiele, Videos, klassische Präsentationen – die Ergebnisse wurden in ganz unterschiedlicher Form aufbereitet. (Foto: Jürgen Grünwald)
Der Blick in die Zukunft ist ja oft ein eher dystopischer. Wie schaut ihr in die Zukunft? Gibt es eine positive Vision?
Jasmine Chansri: Ich habe ein positives Bild von der Zukunft. Ich glaube, es braucht uns mehr als je zuvor. Die Vision wäre, dass es unser Gesellschaft irgendwann so gut geht, dass man uns nicht mehr braucht. Bis dahin versuchen wir weiter Möglichkeiten zu schaffen für Menschen, die nicht voll partizipieren können. Wir wollen eine starke Stimme für sie sein und aktiv Hilfe leisten.
Maria Dietrich: Natürlich stehen wir als Gesellschaft gerade vor vielen Herausforderungen – national und international. Aber ich bin insofern positiv gestimmt, als die Volkshilfe gut aufgestellt ist. Wenn irgendwo angepackt werden muss, um Not zu lindern, dann schaffen wir das, weil wir eine gut eingespielte, flexible Organisation sind und das entsprechende Mindset haben. Alle packen bei uns mit an. Wir haben eine riesige Bibliothek an Erfahrung und können damit auch Neues schaffen. Deswegen denke ich mir auch oft: Ihr Politiker*innen und Unternehme*innen da draußen: Fragt uns ruhig mehr – wir haben ein paar gute Antworten!
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …
Acht Räume, 1.200 Jahre Prager und tschechischer Geschichte, rund 250 Schritte: Mitten im ehemaligen Kaufhaus Máj entstand mit „Back in Time Prague“ eine multimediale Zeitreise, die historische Vermittlung, räumliche Inszenierung und Entertainment miteinander verbindet.
Was als entspannter Treffpunkt für unsere Members gestartet ist, hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt im Creative Region Kalender entwickelt. Und genau deshalb machen wir’s wieder: einen Abend lang zusammenkommen, bekannte Gesichter wiedersehen, neue kennenlernen, Ideen austauschen – und schauen, was daraus entsteht. Denn ein gutes Netzwerk lebt nicht von Visitenkarten und steifem Smalltalk, sondern von Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen. Mittlerweile sind rund 140 Unternehmen Creative Region Members und damit part of the WE. Beim not another get together bringen wir dieses Netzwerk zusammen – unkompliziert, persönlich und im gewohnten Creative Region Vibe. Was dich erwartet: Keine Vorträge. Kein Pflichtprogramm. Kein awkward Networking. Einfach ein Abend zum Reden, Kennenlernen, Wiedersehen, Austauschen und Zusammensein. Hard Facts Die Teilnahme ist für Creative Region Members kostenlos. Bitte sichere dir trotzdem HIER dein Gratis-Ticket, damit wir wissen, mit wie vielen Menschen wir rechnen dürfen. Du bist noch kein Member?Dann ist das vielleicht die perfekte Gelegenheit, einmal reinzuschnuppern, die Community kennenzulernen und herauszufinden, ob du part of the WE werden möchtest. Melde dich dafür einfach bei Kathrin unter kathrin@creativeregion.org. Wo: Cafeteria Frédéric, Hauptplatz 6, 4020 Linz Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
Wie gelingt es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen gerne Verantwortung übernehmen, sich als Teil des Teams fühlen und gemeinsam etwas voranbringen wollen? Gerade durch flexible Arbeitsmodelle, unterschiedliche Erwartungen und neue Ansprüche an Führung verändert sich das Miteinander in Unternehmen. Führungskräfte stehen vor der Frage, wie sie Orientierung geben und gemeinsame Ziele stärken können, ohne dabei auf Druck oder starre Vorgaben zu setzen. In diesem Member Circle sprechen wir darüber, was es für echtes Commitment braucht. Was fördert Zusammenhalt und Eigeninitiative? Wie entsteht echte Motivation? Und was können Führungskräfte konkret dazu beitragen, dass Mitarbeiter*innen nicht nur dabei sind, sondern sich aktiv einbringen und mitgestalten wollen? In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze für die eigene Praxis. Der kleine Kreis von ca. 10 Teilnehmer*innen ermöglicht einen direkten, fokussierten Austausch und das Lernen aus den Erfahrungen anderer. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Ablauf Die Erkenntnisse des Member Circles werden dir zusammengefasst in einem Sheet geschickt. Anmeldung Die Veranstaltung ist kostenlos für Members, aufgrund der wenigen Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Eindrücke vom Member Circle „Besser kommunizieren mit Kund*innen“, am 21. April 2026
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man als Kreative*r einen eigenen Stil? Wie wird man sichtbar, ohne sich permanent auf Social Media zu verlieren? Und wie findet man den Mut, Fragen zu stellen, Grenzen zu setzen und den eigenen Wert klar zu kommunizieren? Diese Fragen standen im Zentrum des dritten Young Creative Club. Zu Gast war Illustratorin Carina Lindmeier, die im neuen Office von Fredmansky offen über ihren Weg in die Selbstständigkeit, über Stilfindung, Sichtbarkeit, Kund*innenarbeit und den Umgang mit AI sprach. Schnell wurde klar: Einen eigenen Stil findet man nicht über Nacht. Und schon gar nicht dadurch, dass man wartet, bis alles perfekt ist. Für Carina war der Weg dorthin ein Prozess aus Ausprobieren, Scheitern, Weiterentwickeln und immer wieder Neujustieren. „Man glaubt immer, man muss alles fertig haben – Website, Logo, Auftritt – und dann geht man raus in die Welt und alle buchen dich. So funktioniert es in der Regel nicht.“– Carina Lindmeier Gerade am Anfang, sagt Carina, sei es wichtig, Dinge auszuprobieren und den eigenen Auftritt wachsen zu lassen. Der eigene Stil entsteht nicht im stillen Kämmerchen, sondern durch Praxis: durch Projekte, Begegnungen, Umwege und manchmal auch durch Zufälle. Was heute klar und wiedererkennbar wirkt, war oft ein langer Weg. Carina erzählte, dass sie früher fast ausschließlich in Schwarz-Weiß gearbeitet hat und Farbe lange gemieden hat. Heute ist Farbe ein zentraler Teil ihrer Arbeit. Auch ihre Nische im Bereich Food- und Lifestyle-Illustration habe sich nicht strategisch von Anfang an ergeben, sondern Schritt für Schritt entwickelt. …
Je stärker unsere Feeds von KI-generierten Inhalten überschwemmt werden, desto größer wird der Wunsch nach menschlicher Einordnung, Haltung und Perspektive. Studien zeigen: KI-Content wird öfter negativ bewertet und bleibt schlechter in Erinnerung. Deshalb setzen sogar Marken wie Apple, Porsche, Polaroid und Generali mittlerweile auf „made by humans” als echtes Differenzierungsmerkmal. Genau hier setzen wir im Workshop an. Gemeinsam finden wir heraus, was „people first” Content ausmacht, also Content, in dem Menschen im Vordergrund stehen und ihre Geschichten erzählen. Und wie Inhalte entstehen, die wirklich im Gedächtnis bleiben. „Algorithmen schaffen Reichweite. Menschen schaffen Verbindung.“ – Anna Turner, 1000 Things Media House Darum geht’s im Workshop Wann wirkt Content eigentlich menschlich? Warum berühren uns manche Inhalte, während andere schon nach wenigen Sekunden in Vergessenheit geraten? Und welche Inhalte sind heute überhaupt noch relevant? Im Workshop gehen wir genau diesen Fragen nach. Wir finden heraus, welche Rolle persönliche Erfahrungen, Perspektive und kulturelle Identität für relevanten Content spielen und wie echte Nähe aufgebaut werden kann. Dabei feilen wir direkt an deiner Content-Strategie. In Mini-Audits analysieren wir bestehende Inhalte und übersetzen unsere Learnings in „people first” Formate und Content-Ideen. Du lernst außerdem, wie du KI sinnvoll einsetzen kannst, ohne dass deine Inhalte an Persönlichkeit verlieren. Das erwartet dich im Workshop Das nimmst du konkret mit Dieser Workshop ist für Hard Facts Tickets & Preise Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375 € exkl. MwSt. (450 € inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person …
Als Peter Bangelmeier 2020 nach Linz zurückkehrte, hatte er eigentlich nur einen Auftrag: das Familienunternehmen Eiler schließen. „Der Grund meiner Rückkehr war eigentlich die Aufgabe, dass ich den Eiler schließe. Das war die einzige Aufgabe, die ich damals hatte, zurückzukommen und schlussendlich alle Mietverträge zu kündigen, alle Arbeitsverträge zu kündigen.“ Wenige Jahre später wurde der eiler als bestes Schuhhandelsunternehmen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dazwischen liegen mutige Entscheidungen, kreative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Tradition und Veränderung kein Widerspruch sein müssen. Darüber sprachen Peter Bangelmeier von der eiler und Wolfgang Ortner von Ortner etc. bei einem Talk im Nordico Stadtmuseum Linz im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Gespräch mit Michaela Scharrer (Creative Region). Als Schließung geplant, als Neustart umgesetzt Für Bangelmeier war die Rückkehr nach Linz zunächst kein Herzensprojekt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch statt die Türen endgültig zu schließen, begann er, Möglichkeiten auszuloten. Pop-up-Stores wurden eröffnet, neue Konzepte getestet und bewusst Signale gesetzt, dass etwas in Bewegung ist. Aus dem bisherigen Unternehmen wurde schließlich eine Neugründung. Aus „dem Eiler von früher“ sollte eine Marke entstehen, die ihre Geschichte bewahrt und gleichzeitig in der Gegenwart angekommen ist. Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein? Eine Frage beschäftigte den Geschäftsführer dabei besonders: „Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein?“ Die Inspiration kam aus Gesprächen mit Kund*innen. Immer wieder hörte er Sätze wie: „Ich trage Eiler Schuhe.“ Obwohl die Schuhe von unterschiedlichsten Herstellern stammten, verbanden die Kund*innen ihr Einkaufserlebnis so stark mit dem …
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Sieben Jahre. So lange dauert es durchschnittlich, bis bei Betroffenen Endometriose diagnostiziert wird. Sieben Jahre voller Unsicherheit, Schmerzen und oft frustrierender Arztbesuche. Das Linzer Start-up Diamens möchte diesen Weg verkürzen. Die Gründerinnen entwickeln einen Test, der Endometriose anhand von Menstruationsblut diagnostizieren kann – einfach, niederschwellig und von zu Hause aus anwendbar. Doch hinter der Innovation steckt mehr als medizinische Forschung: Es geht auch um Design, Kommunikation und die Frage, wie man Frauen dort abholt, wo sie Antworten suchen. Wir haben mit Mitgründerin Angelika Lackner über die Entstehung von Diamens, die Bedeutung nutzer*innenzentrierter Entwicklung und den gesellschaftlichen Impact des Projekts gesprochen. „Wir haben festgestellt: Für Menstruationsblut gab es praktisch keine Standards.“ Wie ist die Idee zu Diamens entstanden? Diamens steht für „Diagnose aus Menstruationsblut“. Der Ursprung der Idee lag in der wissenschaftlichen Forschung: Im Rahmen einer bioinformatischen Biomarker-Identifikationspipeline konnten potenzielle Biomarker für Endometriose identifiziert werden. Daraus entstand die Frage, wie diese möglichst patientinnenfreundlich genutzt werden könnten. Das Gründerinnenteam beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Menstruationsblut als diagnostischem Probenmaterial – und stellte fest, dass es hierfür praktisch keine etablierten Verfahren gab. „Für Hautproben, Haarproben oder verschiedenste Gewebearten gibt es standardisierte Laborprotokolle. Für Menstruationsblut gab es praktisch nichts.“ Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Diagnostiklösung, die dort ansetzt, wo die Erkrankung ihren Ursprung hat: beim Menstruationszyklus selbst. Aus der Kombination dieser beiden Erkenntnisse entstand die Idee, Menstruationsblut als bislang kaum genutztes diagnostisches Probenmaterial zu erschließen. Aufgrund seiner engen biologischen Verbindung zum …
Freistädter Bier hat etwas, das sich nicht einfach neu erfinden lässt: 250 Jahre Geschichte, eine starke Verankerung im Mühlviertel und eine Community, die eng mit der Marke verbunden ist. Als Freistädter Bier und die Agentur Gruppe am Park ihre Zusammenarbeit starteten, ging es deshalb nicht um einen radikalen Neustart. Es ging um die Frage: Wie lässt sich eine starke Marke weiterentwickeln, ohne das zu verlieren, was sie besonders macht? Die Antwort darauf wurde „Wir sind so frei“. Ein Claim, der Unabhängigkeit, Regionalität und die Herstellungsprinzipien der Brauerei zu einer klaren Haltung verbindet und Freistädter damit bewusst von einem österreichischen Biermarkt abgrenzt, der stark von großen Konzernmarken geprägt ist. Frei von Gentechnik, frei von Zusätzen und ohne multinationalen Konzern im Rücken: Der Claim bringt auf den Punkt, was bereits Teil der Marke war, und schafft gleichzeitig Raum für ihre Weiterentwicklung. Mit reduzierten Plakaten, pointierten Botschaften und einem Auftritt mit Ecken und Kanten wird diese Haltung konsequent in Kommunikation übersetzt. Vor allem aber rückt „Wir sind so frei“ jene Menschen stärker ins Zentrum, die Freistädter Bier seit jeher prägen. Wir haben mit Paul Steininger von Freistädter Bier und Bernhard Buchegger von Gruppe am Park über behutsame Markenarbeit, gegenseitiges Vertrauen, mutige Entscheidungen und die Frage gesprochen, warum eine starke Community für eine regionale Brauerei weit mehr ist als ein Marketinginstrument. Weiterentwickeln statt neu erfinden Die Ausgangslage bedeutete für die Gruppe am Park: genau hinzusehen. Was funktioniert bereits? Was darf keinesfalls verloren gehen? Und …
Hansestadt Hamburg: Hafen, Franzbrötchen, Reeperbahn – und die wohl langlebigste Kreativkraft Europas. Hamburg steht wie kaum eine andere Stadt für kreative Exzellenz – und das seit Jahrzehnten. Sie vereint Vorreiter*innen, Vordenker*innen, Visionär*innen, alteingesessene aber innovative Agenturen und die neuen Stars der Szene. Hier entstehen Arbeiten, die international ausgezeichnet werden und Ideen, die die ganze Branche prägen. Gemeinsam mit einer kuratierten Gruppe von maximal 15 Creatives verbringst du drei intensive Tage mitten in diesem Umfeld: Du triffst führende Persönlichkeiten der Branche, blickst hinter die Kulissen herausragender Unternehmen, bekommst wertvollen Input und nimmst neue Ideen und Perspektiven mit in deinen Arbeitsalltag. Warum eine Learning Journey zu Creative Excellence? Seit einiger Zeit beschäftigen uns die Fragen: Warum gelingt es manchen Unternehmen über Jahrzehnte hinweg, außergewöhnliche kreative Arbeit hervorzubringen? Was unterscheidet sie von anderen? Die Antworten führen weit über Kreativität hinaus: Es geht um Unternehmenskultur, Führung, Qualitätsansprüche, den Blick für das, was wirklich relevant wird. Genau deshalb fahren wir nach Hamburg: um Unternehmen zu besuchen, die seit Jahren kreative Exzellenz leben und gemeinsam zu diskutieren, was wir daraus für unsere eigene Arbeit mitnehmen können. Was dich erwartet: Intensiver Austausch auf Augenhöhe: Im kleinen Rahmen und in speziellen Formaten bieten wir dir die Möglichkeit, dich mit einigen der kreativsten Persönlichkeiten der Branche auszutauschen und voneinander zu lernen. In einem offenen, aber geschützten Setting. Das Format Vor, während und nach der Learning Journey wechseln sich unterschiedliche Formate ab, die dir das bestmögliche Setting für praxisnahes Lernen, …
Am 1. Oktober ordnest du mit Sascha Pallenberg Trends für deinen eigenen Kontext ein. Gemeinsam leitet ihr erste Handlungsoptionen und Ansätze für deine eigene Roadmap ab, mit viel Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch auf Augenhöhe.
Individuelle Beratung für deine Business-Herausforderungen Neue Impulse und frische Perspektiven Du stehst vor einer strategischen Entscheidung, suchst nach neuen Wachstumschancen oder brauchst einen ehrlichen Blick von außen? In einer 1:1-Session analysieren wir mit dir gemeinsam deine aktuelle Situation, reflektieren Herausforderungen und skizzieren konkrete Lösungswege. So funktioniert es: Falls dein Anliegen eine tiefere Fachexpertise benötigt, vernetzen wir dich mit passenden Expert*innen. Für wen ist das Format geeignet? Dieses Angebot richtet sich an Einzelunternehmer*innen und kleinere Unternehmen, die sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfinden: Typische Themen, bei denen wir unterstützen: Unsere Expertise Als Organisation sind wir seit 2011 in der Kreativwirtschaft tätig, zudem bringen unsere Team-Mitglieder mehrjährige Berufserfahrung aus anderen Bereichen mit. Wir haben bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt und viele Unternehmen vom Start weg begleitet. Unser tiefgehendes Know-how und Kenntnisse der Herausforderungen der Kreativwirtschaft ermöglichen es uns, praxisnahe und umsetzbare Empfehlungen zu geben. Mit diesem kompakten Format bieten wir dir eine effektive Beratung, die dich und dein Business direkt weiterbringt. Vereinbare einen Termin! Schreib eine E-Mail an kathrin@creativeregion.org mit deiner Telefonnummer.Wir rufen dich zurück und vereinbaren einen Termin. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir! Members only – HIER findest du alle weiteren Vorteile der Membership. Bei Fragen wende dich bitte an kathrin@creativeregion.org
Am 2. Oktober tauchen wir mit Dörte Spengler-Ahrens konkreter und tiefer in ihre Arbeit ein: Anhand ausgewählter Cases gibt sie Einblicke in Kampagnen, Markenprozesse und die Entscheidungen, die hinter erfolgreichen Arbeiten stehen.
Doch wie gestaltet man eigentlich eine neue Banknotenserie für ganz Europa? Das Salzburger Branding- und Designstudio PunktFormStrich ist einer von zehn Finalisten im Wettbewerb der Europäischen Zentralbank für die Gestaltung der neuen Euro-Banknoten. Damit ist PunktFormStrich als einziges österreichisches Designstudio im internationalen Finale vertreten. Gemeinsam mit Hans-Christian Kogler, Gründer und Creative Director von PunktFormStrich, schauen wir hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Designprozesses: vom Briefing der Europäischen Zentralbank über die Entwicklung einer vollständigen Banknotenserie bis zum eingereichten Finalentwurf. Für das vorgegebene Thema „Rivers and Birds“ entwickelte PunktFormStrich ein visuelles Informationssystem rund um verschiedene europäische Vogelarten. Visualisierte Vogelrufe, charakteristische Merkmale und Fluggeschwindigkeiten werden dabei zu Gestaltungselementen. Denn bei einer Banknote ist Design weit mehr als Dekoration: Jedes Detail muss funktionieren, Information vermitteln und gleichzeitig Vertrauen schaffen. Im Talk sprechen wir darüber, wie Gestaltung für ein Medium funktioniert, das potenziell Millionen Menschen über Jahrzehnte begleitet. Wie viel gestalterische Eigenständigkeit verträgt eine Währung? Wie lassen sich Ästhetik, Information, Sicherheit und Barrierefreiheit miteinander verbinden? Und welche Verantwortung entsteht, wenn Design plötzlich gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung bekommt? Wir sprechen darüber, Ein Talk über Gestaltung, Verantwortung und die vielleicht außergewöhnlichste Designaufgabe überhaupt: das Geld, das wir täglich in der Hand halten. Über PunktFormStrich PunktFormStrich ist ein Branding- und Designstudio aus Salzburg. Das Studio entwickelt Markenidentitäten und visuelle Systeme, die Strategie in Gestaltung übersetzen und Orientierung schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Wiedererkennbarkeit und Ästhetik, sondern die Frage, wie Design langfristig Wirkung entfalten und kulturelle Relevanz entwickeln kann.