5 Tipps für dein Portfolio

Von Hanna Burgstaller, 18. November 2024

Ein starkes Portfolio ist entscheidend für kreative Berufseinsteiger*innen, die sich in der Branche behaupten möchten. Beim Portfolio-Talk am 17. Oktober mit Kira Saskia Schinko und Bernhard Buchegger wurden wertvolle Impulse gegeben, um dein Portfolio gezielt weiterzuentwickeln. Hier sind fünf Tipps, die dir helfen werden, dein Portfolio auf den Punkt zu bringen und eine professionelle Visitenkarte zu gestalten:

Ein gut gestaltetes Portfolio ist ein kraftvolles Werkzeug, um dich in der kreativen Branche zu positionieren.

1. Klare Credits setzen

Transparenz ist das A und O. Wenn du an größeren Projekten mitgearbeitet hast, hebe deine spezifische Rolle hervor. Ob in der Konzeption, Strategie oder Umsetzung – zeige klar, wer für was verantwortlich war. Diese Offenheit schafft Vertrauen bei potenziellen Arbeitgeber*innen bzw. Auftraggeber*innen und vermittelt Professionalität.

Konkrete Umsetzungsempfehlungen:

  • Erstelle für jedes Projekt eine klare Auflistung aller Beteiligten und ihrer Rollen
  • Nutze präzise Formulierungen wie „Verantwortlich für das UI-Design“ oder „Lead-Entwickler *in für Frontend-Implementierung“
  • Hebe besonders deine Führungsrollen oder innovative Beiträge hervor
  • Dokumentiere auch kleinere, aber wichtige Beiträge zu größeren Projekten

2. Weniger ist mehr

Ein gutes Portfolio stellt Qualität vor Quantität. Wähle gezielt die Arbeiten aus, die dich und deine Fähigkeiten am besten repräsentieren. Ein übersichtliches, gut kuratiertes Portfolio wirkt stimmiger und professioneller als eine lange Projektsammlung. Überlege immer, ob jedes Projekt wirklich zu deinem Profil passt und einen Mehrwert darstellt.

Strategien für eine effektive Kuratierung:

  • Kategorisiere deine Projekte nach Kompetenzbereichen oder Industriezweigen
  • Aktualisiere regelmäßig: Entferne ältere Projekte, die nicht mehr deinem aktuellen Qualitätsstandard entsprechen
  • Präsentiere maximal 8-10 Hauptprojekte, diese dafür in der Tiefe

3. Einsatz von KI und digitalen Tools zeigen

Arbeitest du mit modernen Tools wie Künstlicher Intelligenz? Lass es potenzielle Arbeitgeber*innen bzw. Kund*innen wissen! Die Integration solcher Technologien demonstriert deine Innovationsfähigkeit und Effizienz. Besonders in einer digitalen Branche kann der Einsatz solcher Tools einen Vorteil verschaffen und zeigen, dass du auf dem neuesten Stand bist.

Best Practices für die Integration von Tech-Tools:

  • Dokumentiere den strategischen Einsatz von KI-Tools in deinem Workflow
  • Präsentiere konkrete Beispiele, wie innovative Tools deine Arbeit verbessern
  • Stelle dar, wie du neue Technologien nutzt, um kreative Probleme zu lösen

4. Mehr als nur schöne Bilder – der Prozess zählt

Um den sogenannten „Pinterest-Effekt“ zu vermeiden, solltest du den kreativen Prozess hinter deinen Arbeiten sichtbar machen. Ein ansprechendes Portfolio zeigt nicht nur das Endprodukt, sondern auch die Schritte, die dahin geführt haben. Zeig, wie du Probleme gelöst und kreative Lösungen gefunden hast – dieser Einblick in deine Arbeitsweise hebt dich ab und macht dein Portfolio wirklich spannend.

Elemente eines gut dokumentierten Prozesses:

  • Erste Konzeptskizzen und Inspiration Boards
  • Verschiedene Iterationsstufen und deren Begründung
  • Dokumentation von Hindernissen und deren Überwindung
  • Feedback-Schleifen und daraus resultierende Anpassungen

5. Deine Persönlichkeit als Marke etablieren

Neben deinen Arbeiten sollte dein Portfolio auch deine Persönlichkeit transportieren. Die richtige Auswahl an Projekten kann deine individuellen Stärken, Interessen und Werte betonen. So entsteht ein authentisches Bild, das dich von anderen abhebt und potenziellen Arbeitgeber*innen bzw. Auftraggeber*innen zeigt, was dich einzigartig macht.

Strategien zur persönlichen Markenbildung:

  • Entwickle eine konsistente visuelle Sprache für dein Portfolio
  • Zeige deine Spezialisierung und Leidenschaft für bestimmte Bereiche
  • Erzähle die Geschichte hinter deiner kreativen Entwicklung
  • Präsentiere auch Nebenprojekte oder persönliche Arbeiten, die deine Vielseitigkeit zeigen


Ein professionelles Portfolio ist dein wichtigstes Marketinginstrument in der Kreativbranche. Es sollte nicht nur deine technischen Fähigkeiten demonstrieren, sondern auch deine Persönlichkeit und deinen individuellen Ansatz zur kreativen Arbeit vermitteln. Die wertvollen Insights von Kira Saskia Schinko und Bernhard Buchegger beim Portfolio-Talk haben gezeigt, dass der Schlüssel zum Erfolg in der authentischen und professionellen Präsentation der eigenen Arbeit liegt.

Ein besonderer Dank gilt unseren Experten für ihre aufschlussreichen Einblicke. Wir freuen uns bereits auf kommende Veranstaltungen, die weitere spannende Perspektiven für die persönliche und berufliche Entwicklung in der Kreativbranche eröffnen werden.



Geschrieben von Hanna Burgstaller

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