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 Ein Trend geht um

featuring MOOI super powers

In den letzten Jahren war Jesmonite hautpsächlich als Abgussmaterial in archäologischen Ausgrabungsstätten im Einsatz. Doch das Revival des Terrazzo-Looks macht Jesmonite aktuell zum Liebling der Designszene, denn es kann unzählige Oberflächenoptiken wie z.B. Stein, Holz, Leder und Stoff perfekt imitieren. Zusätzlich überzeugt der Harzwerkstoff nicht nur optisch, sondern auch durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich.

Dementsprechend stieß das Workshopangebot mit Olivia Aspinall und Claire Baily, zwei Jesmonite-Vorreiterinnen aus London, auf reges Interesse in der Design-Community. In einem 2-tägigen Workshop hatten am 20. Und 21. April 15 Design-Aficionados die Möglichkeit, eine eigene Silikongussform und anschließend eine individuell gestaltete Schüssel aus Jesmonite herzustellen.

Lernen von den Profis

Olivia und Claire begeisterten nicht nur mit ihrem fundierten Fachwissen, sondern auch durch ihre akribische Vorbereitung, was auch den regen Austausch der bunt gemischten Truppe aus Designerinnen, FotografInnen, Art Directors, MusikerInnen und Bautechnikern förderte. Einmalig war auch das Location-Ambiente in Beate Seckauers Porzellanmanufaktur Neuzeughammer. So wurden im Laufe des Workshops nicht nur einige Umsetzungsideen geschmiedet, sondern auch viele Kontakte ausgetauscht.

Von der Gussform zum Designobjekt

Claire begann am ersten Workshoptag damit, die TeilnehmerInnen in die Kunst der Formenerstellung einzuweihen; mit Hilfe eines Gipsrohlings, dessen Form auch die Gestalt der finalen Schüssel vorgab, wurde mit Silikon die Gussform erstellt. Dessen Elastizität ermöglicht praktischerweise eine mehrfache Verwendung. Während das Silikon aushärtete, ging es an die Herstellung der Farbchips. Anhand von Farbkarten werden die persönlichen drei Lieblingsfarbtöne gemischt und aufeinander abgestimmt. Die Masse wird mit einem Spatel auf eine Kunststofffolie aufgetragen, getrocknet und daraufhin in kleine Stückchen gebrochen.

Am zweiten Workshoptag kam schließlich die Silikonform zum Einsatz: Die Farbstückchen wurden mit der weißen Grundmasse verrührt und anschließend in die Formen gegossen. Und schließlich DER Moment, wenn man die eigene Jesmonite-Schüssel aus der rosa Silikonform herausschält und endlich in der Hand hält: Nur eine kleine Schüssel, und doch ganz großes Kino.

Das abschließende – akribische! – Abschleifen der Schüssel bringt dann Farben und Augen zum Leuchten.

Alle Infos zu den Materialien und Mischungsverhältnissen findet ihr im PDF!

Special thanks go to MOOI – and to Olivia Aspinall & Claire Baily for the wonderbowl workshop. We definitely had a blast.

Teilnehmerin Stella Baumgartner fasst zusammen: „Ein interessantes Thema workshoptauglich umgesetzt,  internationales Flair in regionaler Idylle, spannende Mixtur von Menschen mit einem gemeinsamen Ziel: was Neues probieren und die Neugierde stillen.“

 

Einige Basisinfos zu Jesmonite

Jesmonite ist ein wasserbasiertes Kompositmaterial aus Acrylharz und Gips und eignet sich zum Gießen, Spritzen und Laminieren von Oberflächen. Durch Formguss können dreidimensionale Werkstücke erstellt werden. Bevor es von der Designwelt entdeckt wurde war Jesmonite hauptsächlich im wissenschaftlichen Bereich im Einsatz. Jesmonite bringt enorme Materialvorteile mit sich: Es ist fest, dabei flexibel und langlebig, und im Vergleich zu Beton und Stein verhältnismäßig leicht. Außerdem ist Jesmonite lösungsmittelfrei und emittiert keine giftigen Dämpfe.

 

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