Wohin wir auch gehen, Marken sind allgegenwärtig. Sie projizieren ihre Werte auf uns und wir unsere auf sie. Aber wozu braucht die Menschheit eigentlich Brands?
Heiß gehts her bei der 32. Ausgabe unserer Creative Coffee Break. Nicht nur, weil wir an einem der heißesten Tage des Linzer Sommers bei der GRUPPE AM PARK vorbeigeschaut haben, sondern auch, weil die Kommunikationsprofis für ihre Projekte und die Stadt Linz Feuer und Flamme sind.
Mit unseren Fragen darüber, was sie unter guter Kommunikation verstehen, wie sich Markt und Branche in den letzten Jahren verändert und wo sie sich hin entwickelt haben, haben wir Bernhard Buchegger und Michael Denoth zusätzlich ein wenig ins Schwitzen gebracht. Sie erzählen von ihren schon frühen internationalen Erfolgen und davon, dass Kommunikation eigentlich ganz einfach ist, solange man nicht nur an der Oberfläche kratzt.
Creative Coffee Break #32 mit der Gruppe am Park zum Nachlesen
Claudia Kappl für die Creative Region:
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Creative Coffee Breaks. Mein Name ist Claudia Kappl und zusammen treffen wir heute Bernhard und Michael, die Gründer der GRUPPE AM PARK. Die GRUPPE AM PARK ist eine Linzer Werbeagentur. Wie sie ihren Arbeitsalltag gestalten und was eine gute Kommunikationskampagne ausmacht, erzählen uns die beiden jetzt bei einer Tasse Kaffee.
Creative Region: Was macht die GRUPPE AM PARK?
Bernhard Buchegger: Die GRUPPE AM PARK versteht sich als Kreativagentur und unser Ziel ist es, Kommunikation ganzheitlich zu denken.
Creative Region: Wie habt ihr als „Gruppe“ zusammengefunden?
Michael Denoth: Die Gruppe gibt es ja noch nicht so lange, aber uns zwei gibt es schon länger. Wir haben uns aus dem Studium an der Kunstuniversität Linz heraus selbstständig gemacht, mit dem Anspruch, Kommunikation oder Gestaltung besser zu machen als alle anderen. Das ist uns eigentlich immer gut gelungen. Wir waren zuerst ein kleines Team; in den Anfängen stark überhäuft mit Werbepreisen, wie z. B. ausgezeichnet als „Newcomeragentur des Landes bzw. Österreichs“. Wir haben von Cannes bis Wien Werbepreise gewonnen. Später dann im Laufe unserer Tätigkeit – eigentlich zehn Jahre später – ist dann das Kulturhauptstadtjahr nach Linz gekommen. Das war dann 2007. Daraus hat sich eine Bietergemeinschaft entwickelt, nämlich mit „Haslinger, Keck“, die stark verwurzelt waren mit der Stadt Linz.
Bernhard Buchegger: Das Besondere vielleicht war schon, dass wir gesehen haben, dass sich im Kulturhauptstadtprojekt die Teams sehr gut ergänzt haben und wir eine der ersten Agenturen waren, die wirklich begonnen haben, interdisziplinär zu denken. Wir haben dann gesehen, dass Unit-Denken – Online, klassische Werbung und PR – keinen Sinn mehr macht und haben begonnen, ein interdisziplinäres Team hier in Linz zu finden. Das hat einiges an Kulturwandel unseres Denkens im Team bedeutet und aber auch auf Kundenseite. Das war eigentlich ein spannender Prozess und seitdem hat sich das auch gut weiterentwickelt.
Creative Region:Wie gestaltet sich euer täglicher Arbeitsablauf?
Bernhard Buchegger: Also grundsätzlich – und das ist ja auch das Schöne an unserer Tätigkeit und das gilt wahrscheinlich generell für die Branche – gleicht kein Tag dem anderen. Es gibt wirklich jeden Tag eine neue Herausforderung, die es zu bewerkstelligen gibt. Vieles ist auch für uns immer noch neu und Neuland. Ich sage, wenn man neugierig ist, ist man da auch richtig. Das ist es, was einen hier auch antreibt. Wir haben schon gewisse regelmäßige Rituale, wie z. B. ein wöchentliches Meeting. Ich glaube, das ist schon notwendig. Wir haben auch gesehen, dass der persönliche Austausch notwendig ist. Als wir eine Zeit lang im Homeoffice waren, haben wir gesehen, dass alle im Team es schätzen, miteinander gemeinsam an Dingen zu arbeiten und gemeinsam zu denken. Also dieser persönliche Austausch und der Spaß, miteinander an Kreativität und Kommunikation zu arbeiten, ist eigentlich das, was unseren Arbeitsalltag gestaltet.
Creative Region: Welche Themen stehen bei euch im Fokus?
Bernhard Buchegger: Das Thema „Marke“ begleitet uns wirklich von Anbeginn und das ist auch eine ganz spannende Geschichte und hat vor allem in den letzten Jahren wieder ganz stark an Bedeutung gewonnen. Einfach, wie schafft man Identitäten? Oder wie schafft man etwas von einem Unternehmen, das seine Haltung und die Persönlichkeit eines Unternehmens zum Ausdruck bringt. Das passiert eigentlich unter dieser Überschrift der „Marke“. Hier würde ich ganz klar unseren Schwerpunkt sehen. Egal, ob das im klassischen Bereich ist oder im Digitalbereich, letztlich geht es darum, Erlebnisse zu schaffen, dieser sogenannten Experience. Das ist sehr vielschichtig und das Spannende ist, was es da alles zu entdecken gibt.
Michael Denoth: Und wir wollen natürlich auch immer, – das ist für uns irgendwie zentral wichtig –, dass wir das Produkt des Unternehmens verstehen und das Unternehmen verstehen. Also, wir wollen da nicht an der Oberfläche kratzen, sondern wir wollen tief – eigentlich klingt das grauslich – in die Eingeweide hinein, damit wir alles verstehen und darauf etwas setzen, das dann Relevanz hat für die Betrachterin oder den Betrachter. Das ist uns wichtig, also dieses tiefgreifende Erfassen des Ganzen.
Creative Region: Was zeichnet eine gute Kommunikationskampagne aus?
Bernhard Buchegger: Ich würde sagen, wenn es einem gelingt, Erlebnisse zu schaffen und die Menschen in irgendeiner Form zu begeistern. Das muss nicht unbedingt immer besonders tiefgründig und tiefsinnig sein – natürlich gibt es da momentan den Trend dazu –, aber wenn wir es schaffen, Mensch zu bewegen, dann wird Kommunikation etwas, mit dem man sich auch gerne umgibt oder etwas, was spannend ist. Da spielt das Thema Relevanz eine große Rolle und dann wirkt es nicht mehr belästigend. Das glaube ich, zeichnet gute Kommunikation aus. Das ist zumindest das, was für uns ganz klar das Bestreben ist und das versuchen wir durch unsere tägliche Arbeit zu schaffen. Wir verstehen Marken wie emotionale Orientierungssysteme. Das heißt, die Marken, mit denen ich mich umgebe, sind immer ein Ausdruck meiner Persönlichkeit. Wir haben die schöne, verantwortungsvolle Aufgabe, irgendwie diese Persönlichkeit zu gestalten. Das ist eigentlich schön.
Creative Region: Wie hat sich der Markt in den letzten Jahren verändert?
Michael Denoth: Eigentlich nicht viel, die Gestaltung und Kreativität haben wir damals sehr gut unter Beweis gestellt. Aber schon das Kommunikationsdenken, das man nicht sagt, man macht eine Außenplakatkampagne in ganz Österreich und dann noch einen schönen Spot und dann ist das erledigt – Hakerl – und noch ein bisschen PR dazu und dann müsste das schon funktionieren; so wie viele Kampagnen gedacht werden. Damals hatte das Internet noch nicht sonderlich viel Relevanz, Social Media war gerade im Aufpoppen, aber das hat es als Mittel noch nicht greifbar gegeben.
Bernhard Buchegger: Ich finde, was sich schon massiv verändert hat, ist das Verständnis draußen bei Unternehmen oder Marken, Kommunikation wirklich sehr integriert und breit zu denken. Damals war diese Zeit, als klassisch in Disziplinen gedacht wurde. Daher haben wir gesagt, wir sind disziplinlos. Da gab es eine Lead-Agentur und dann geben wir ein bisschen Online und ein bisschen PR dazu und wir haben eigentlich damals begonnen, diese Dinge sehr stark miteinander zu vernetzen. Da war die Bereitschaft am Markt noch gar nicht so da. Und das hat sich schon verändert. Jetzt ist es mittlerweile fast Standard oder Voraussetzung, dass man nicht mehr sagt, es gibt einen Kreativlead und dann sucht man Medien dazu, sondern wir brauchen eine ganz starke Idee, die viel Potenzial hat und dann lässt sich das auf der ganzen Klaviatur der verschiedenen Kanäle toll inszenieren.
Creative Region: Was benötigt man, um heutzutage in der Kommunikationsbranche erfolgreich zu sein?
Bernhard Buchegger: Den Überblick bewahren. Das ist auch das Bedürfnis. Nicht hysterisch dem ersten Trend hinterherzulaufen. Man muss schon auch sagen, viele Dinge werden in neuer Verpackung wieder neu gehypt. Aber wenn man sehr genau hinschaut, im Kern ist es trotzdem simpel. Du brauchst eine starke Idee, du brauchst eine gute Geschichte und die musst du spannend inszenieren. Die Inszenierungsmöglichkeiten sind anders geworden. Die Möglichkeiten, Menschen über die Kanäle zu erreichen, sind anders geworden, aber die Grundmechanik und Herangehensweise hat sich nicht so wesentlich verändert. Ich glaube, es ist wesentlich, dass man da nicht hysterisch wird. Ich meine, es war in den letzten Jahren schön zu beobachten, als es hieß: „Wow, nur mehr digital, man braucht gar kein klassisch.“, dann kam das Match „klassisch vs. digital“, – wer ist wichtiger –, dann hieß es, alles muss eine Ästhetik bekommen. Das sind alles nicht wirklich neue Geschichten, es ist nur die Frage, wie man es dosiert und wie kann man sie aufeinander abstimmt, damit die Dinge ineinander spielen und dann kann das wiederum für tolle Erlebnisse sorgen. Darum gehts.
Creative Region: Was schätzt ihr als Kommunikationsagentur an der Stadt Linz?
Michael Denoth: Du bist ein Linzer, ein richtiges Stahlstadtkind. Eigentlich kannst nur du die Frage beantworten.
Bernhard Buchegger: Ich brenne für Linz. Nein, es gibt sicher keine Stadt in Österreich, die eine derartige Dynamik in den letzten Jahren hinter sich hat wie die Stadt Linz und weiterhin bestrebt ist, diese Dynamik fortzusetzen. Auf der anderen Seite ist es mittlerweile relativ egal, wo man sitzt. Der Wirkungsradius ist ja ein doch viel weiterer. Das war auch immer unser Anspruch. Wir wollen uns auch nicht als Regionalagentur verstehen, sondern freuen uns, wenn die Projekte über die Grenzen hinaus gehen und wenn man vielleicht einen gewissen internationalen Anspruch in die Region hereinbringen kann. Das war immer schon so am Linzer Markt, dass es immer wieder ein paar Ausreißer gibt, die diese Internationalität in die Region bringen und das ist spannend. Und zum Leben finde ich es sehr entspannt und angenehm und nicht so heiß wie in Wien.
Michael Denoth: Der große Vorteil von Linz ist, gegenüber den anderen österreichischen Städten, dass Linz nicht durch den Tourismus geprägt und verkitscht ist. Die Wurzel kommt woanders her. Das ist vielleicht noch ein Punkt abseits vom vielen Grün.
Creative Region: Noch nie war Kommunikation so einfach und zugleich so komplex wie heute. Wie schätzt ihr die zukünftige Entwicklung dieser Branche ein?
Bernhard Buchegger: So kompliziert ist Kommunikation nicht. Man muss einfach nur schauen, wie man die zwei Bereiche „Customer Experience“ und „Brand Experience“ miteinander verwebt. Das ist die Richtung, in die sich die Entwicklung hinbewegen wird oder jetzt schon am Weg dorthin ist, aber natürlich optimiert werden kann. Schön zu beobachten ist schon, dass trotz allem viele totgesagte klassische Kanäle nicht von der Bildfläche verschwinden. Ich würde mir wünschen, wenn das ewige Match zwischen, wenn man so will, „Old Media“ und „New Media“ aufhören würde. Man sieht ja sehr schön, selbst im Fernsehen, wo große Online-Brands wieder in klassische Medien reingehen. Man sieht, wo jeder Kanal seinen Schwerpunkt hat und wo schaffe ich es, eine Bedeutung zu schaffen, um Menschen von etwas zu begeistern. Ich würde es nicht als komplex sehen, ich sehe es als sehr abwechslungsreich, vor allem in der Tätigkeit Kommunikation zu entwickeln. Es gibt eigentlich keine Stangenware. Das war früher, glaube ich, vielleicht noch etwas mehr der Fall, weil die Klaviatur überschaubarer war. Die ist jetzt größer geworden.
Creative Region: Welche Projekte können wir von der GRUPPE AM PARK in naher Zukunft erwarten?
Michael Denoth: Sehr, sehr viele und ein größeres Projekt in Linz. Aber mehr kann man dazu nicht sagen.
Bernhard Buchegger: Ja.
Creative Region: Bei wem sollten wir unbedingt auf eine Creative Coffee Break vorbeischauen?
Michael Denoth: Vielleicht wäre eure nächste Station Doris Pesendorfer, eine Oberösterreicherin, war in New York, arbeitet in Wien und auch in Oberösterreich und hat, wie es momentan gerade hip ist, ein Branding-Büro, macht aber klassische, sehr gute Gestaltung und auch teilweise Markenarbeit.
Alles wird anders, nur keiner weiß wie… … und doch haben wir Hebel in der Hand, die es uns erlauben, die Richtung mitzubestimmen. Denn es geht darum, als Unternehmen, Mitarbeiter*in oder Marke relevant zu bleiben. Um auch in Zukunft einen Platz am Tisch zu haben. Was bedeutet das für die Creative Industries? Wie werden wir morgen gestalten, produzieren, interagieren? Wie schaffen wir Botschaften, die wirklich berühren? Die bleiben, statt zu verblassen?Diese und viele weitere Fragen diskutierten wir bei Future m[eats] Creativity?: Handverlesene Impulse trafen auf Fine Dining, internationale Vordenker*innen auf 120 neugierige und zukunftshungrige Gäste. Zwei Begriffe zogen sich durch den Abend wie ein roter Faden: Relevanz und Experience. „Nie war es so leicht, Menschen zu erreichen und nie so schwer, sie zu berühren“, meinte Speakerin Barbara Kastlunger. Die fünf Impulsvorträge machten deutlich, dass wir in Zeiten rasanter technologischer Sprünge auch Haltung, Relevanz und Menschlichkeit wieder stärker als differenzierende Erfolgsfaktoren im Blick haben sollten. “Technologie entwickelt sich exponentiell – wir Menschen aber nur linear. Genau dazwischen entsteht der Raum für Innovation.” Foresight- und Innovationsberater Norbert Hillinger eröffnete den Abend mit einem klaren Blick auf eine Welt, in der technologische Entwicklung exponentiell wächst, während der Mensch linear bleibt. Genau in diesem Spannungsfeld – dem Reality Gap – sieht er das Feld, in dem Neues entstehen kann: • “Third Places“ als unterschätzte Märkte, an denen wir uns neben Zuhause und Arbeit aufhalten, sind echte Experience-Touchpoints, die Unternehmen nutzen können: Wie lassen sich etwa …
In diesem eineinhalbtägigen Workshop lernst du, wie du repetitive, mühsame Aufgaben mittels KI smart automatisierst und dich & dein Business damit entlastest und wertvolle Zeit freilegst. Mit vollem Fokus auf sofortige Anwendbarkeit und viel Raum für Praxisübungen. Damit dir wieder mehr Zeit für die wirklich relevanten Dinge bleibt: mehr Zeit für Strategisches, mehr Zeit zum Überlegen.
Bei diesem Format treffen sich die Creative Region Members regelmäßig, um aktuelle Themen gemeinsam zu vertiefen. Austausch & Insights – von anderen lernen In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven. Dieses Format stärkt den Zusammenhalt und sucht nach konkreten Lösungsansätzen für die Herausforderungen. Der kleine Kreis (ca. 10 Teilnehmer*innen) ermöglicht direkten, zielfokussierten Austausch und ein Lernen aus den Erfahrungen anderer. Kreative Projekte leben von guter Zusammenarbeit. Und diese entsteht dort, wo Kommunikation gelingt – über das gesamte Projekt hinweg: vom ersten Gespräch über das Briefing, durch Feedbackphasen und Entscheidungen bis zum Abschluss. Wir beschäftigen uns mit Kund*innenkommunikation als gestaltbaren Handlungsraum. Ziel ist es, Projekte klar, professionell und auf Augenhöhe zu begleiten – auch dann, wenn es mal komplex, unklar oder herausfordernd wird. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn: Hard Facts Wo: Tabakfabrik Linz Wann: 21. April 2026, 16:00 Uhr Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Die Teilnahme ist kostenlos für Members der Creative Region. Du bist noch kein Member? Dann schnuppere gern mal rein und melde dich bei kathrin@creativeregion.org HIER findest du alle Infos zur Membership! Eindrücke vom Member Circle: Zeitfresser minimieren mit KI im Dezember 2025 bei AMAGO
Ein regelmässiger Praxis-Austausch für Marketing Profis. Durch moderierte Gespräche und die Erfahrung anderer entstehen neue Perspektiven und neue Erkenntnisse.
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Wie es wirklich gelingt, neue, pulsierende Stadtteile zu gestalten – und was es dazu braucht. Wie entstehen gelungene Quartiere, die leistbaren Wohnraum, zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte und hohe Aufenthaltsqualität verbinden? Und wie greift die gemeinsame Beteiligung von Wirtschaft, Stadt und Kreativen dabei ineinander? In dieser Veranstaltung beleuchten wir, welche Strategien, Werkzeuge und Kooperationen notwendig sind, um neue Areale wirklich zum Pulsieren zu bringen. Im Rahmen von 4×4 im 44er Haus blicken wir gemeinsam auf das Thema – für Bewohner*innen, Architekt*innen und alle, die wissen wollen, wie belebte Stadtteile funktionieren können. 4×4 im 44 Haus schafft Raum für Begegnung und Erfahrungsaustausch Das regelmäßige Format steht für eine Kombination aus kompakten Impulsvorträgen, intensiven Diskussionen und einzigartigen Netzwerkmöglichkeiten – ein Muss für EPUs, Kreative und Unternehmen, die zukunftsorientiert denken und handeln. In Kooperation mit der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding. Inputvorträge von Expert*innen aus der Praxis sorgen für Einblicke in neueste Entwicklungen und verschiedene Herangehensweisen an relevante Themen, im Anschluss folgt ein Diskussionsformat angelehnt an die Fishbowl-Methode: der/die Vortragende und ein/e weitere Expert*in diskutieren über das Thema des Abends. Ein „freier Stuhl“ ermöglicht es den Teilnehmer*innen, jederzeit in die Diskussion einzusteigen. Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Unsere Inputgeber*innen Christian Waldner, Principal/ Founding Partner AllesWirdGut Architecture Vienna, Munich → Mehr Infos zu Christian folgen. Anita Huber-Katzengruber, Unternehmerin · Netzwerkerin · Raumaktiviererin Zur anschließenden Talkrunde ist Anita Huber-Katzengruber von Slowfashion zu Gast. Anita ist u.a. Intitiatorin vom Urban Guide linzlabyrinth. Anita: „Ich bin Unternehmerin aus …
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Best Practice Talks mit Expert*innen über Linkedin, TikTok, Instagram, Podcasts und Influencer*innen. Und was davon in 2026 noch funktioniert und Reichweite, Relevanz und Wirkung bringt.
Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Beim 4x4 im 44er Haus in Leonding drehte sich alles um die Frage, wie sich Unternehmen und Menschen „future fit“ machen können und welche Kompetenzen es dafür braucht.
Du möchtest neue Kund*innen ansprechen, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufbauen oder Bestandskund*innen reaktivieren? Du hast ein berufliches Netzwerk und möchtest es ausbauen und stärker nutzen? Dann ist dieses Training für dich! Wir begleiten dich in drei Sessions und entwickeln gemeinsam deine individuelle Strategie.
Ein Workshop für alle, die Produktivität neu definieren wollen. Methoden & Hacks für mehr Fokus in deinem Arbeitsleben – mit Future Work Expertin Jeanny Gucher.
Führung war selten so herausfordernd und gleichzeitig so chancenreich wie heute. Alte Hierarchien bröckeln, neue Erwartungen treffen auf gewachsene Strukturen, und mittendrin stehen Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, ohne Kontrolle auszuüben. Susanna Winkelhofer, Chefredakteurin von DIE MACHER, erlebt diesen Wandel täglich selbst und im Austausch mit Unternehmen und Entscheider*innen. Im Gespräch teilt sie ihre Perspektive auf modernes Leadership, die Bedürfnisse der jungen Generation und darauf, wie Mut, Empathie und Offenheit zu echten Erfolgsfaktoren werden. 1. Wie hat sich Leadership deiner Meinung nach verändert? Welche Qualitäten und Skills braucht es heute, um ein Team sicher durch Dynamik und Wandel zu führen? „Leadership ist endlich erwachsen geworden – im besten Sinne. Früher ging’s um Kontrolle, heute geht’s um Vertrauen. Früher um Hierarchie, heute um Augenhöhe. Ich führe viel lieber mit Herz als mit Hierarchie. Und das Schönste: Wir dürfen endlich als ganze Menschen führen, nicht als Manager-Roboter, die keine Schwäche und keine Gefühle zeigen (dürfen). Was es heute wirklich braucht? Erstens: Die Bereitschaft und auch Neugierde, Veränderung zu begrüßen, anstatt sie zu verdrängen oder Angst vor ihr zu haben. Zweitens: Echte Empathie – und damit meine ich nicht das Gespräch einmal im Quartal, sondern wirklich zu spüren, wo jemand gerade steht. Drittens: Den Mut, auch mal verletzlich zu sein. Ja, natürlich ist es wichtig, dass ich vorangehe, dass meine Begeisterung für die Vision riesig ist und ich alles dafür tue, dass wir sie gemeinsam erreichen – aber wenn ich meinem Team zeige, dass …
Wahre Produktivität entsteht dort, wo Menschen das Wesentliche priorisieren, nicht dort, wo wir einfach nur beschleunigen.“ Mit dieser klaren Ansage stellte Future-Work-Expertin Jeanny Gucher bei “Future m[eats] Creativity?” die momentane Grundannahme unserer Arbeitswelt auf den Prüfstand. Denn während künstliche Intelligenz neue Effizienzrekorde verspricht, stellt sich die eigentliche Frage: Tun wir wirklich das Richtige – oder einfach nur mehr vom Falschen?
Führung steht unter Veränderungsdruck, besonders dort, wo Kreativität, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Alltag prägen. Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, wenn Teams heterogener werden, Innovationszyklen kürzer und Erwartungen an Arbeit sinn- und wertegetriebener sind. Gefragt sind heute Führungspersönlichkeiten, die Orientierung geben, ohne einzuengen, die Klarheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben, und die kreative Prozesse ermöglichen, statt sie zu steuern. Stefan Promper beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leadership im kreativen Umfeld – als Trainer, Berater und Lehrgangsleiter. Im Gespräch teilt er seine Perspektive darauf, wie sich Führung verändert hat, warum Selbstführung für Kreativschaffende essenziell ist und welche Rolle Führungskräfte als Kontextgeber*innen in vielfältigen Teams einnehmen sollten. 1. Wie hat sich Leadership im kreativen Umfeld deiner Erfahrung nach verändert – und welche Qualitäten sind heute besonders wichtig, um Teams wirkungsvoll zu führen? „Innovationszyklen sind kürzer, Teams multidisziplinärer. Führung bedeutet zunehmend Hindernisse aus dem Weg räumen, Entscheidungswege zu verkürzen und Prozesse flexibel halten. Schnelle Lernzyklen schlagen Perfektionismus und bei einer gesteigerten Interdisziplinarität werden in Teams das Übersetzen, Verbinden und Moderieren von Spannungen zu zentralen Führungsqualitäten. Daneben geht es in einer Welt voller Reize und Möglichkeiten auch verstärkt um Klarheit und Priorisierung – gute Führung sagt nicht nur Ja, sondern auch bewusst Nein. Zudem wird Arbeitskultur mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, denn die Erwartungen haben sich verändert: Sinn, Selbstwirksamkeit und gesunde Arbeitsweisen sind heute zentrale Attraktivitätsmerkmale und Leadership muss diese aktiv mitgestalten.“ 2. Beim Lehrgang „Leadership for Creatives“ legst du viel Wert …
Digitale Sichtbarkeit war lange klar definiert: Wer bei Google gefunden werden wollte, optimierte für Suchmaschinen, Keywords und Rankings. Doch mit dem rasanten Aufstieg von KI-basierten Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini verschiebt sich dieses Verständnis grundlegend. Informationssuche findet zunehmend dort statt, wo Nutzer*innen direkte Antworten erwarten – nicht mehr nur Linklisten. Alexander Kurzwernhart von otago beschäftigt sich seit Jahren mit SEO, Content-Strategie und digitaler Auffindbarkeit. Im Interview spricht er darüber, wie KI die Spielregeln verändert, worauf Unternehmen jetzt achten sollten und was künftig darüber entscheidet, ob Inhalte von KI-Systemen überhaupt wahrgenommen und genutzt werden. 1. Wie verändert KI gerade grundlegend, was wir unter digitaler Sichtbarkeit verstehen? Bisher war Sichtbarkeit vor allem Google-zentriert, geprägt durch SEO und SEA. Das bleibt auch weiterhin wichtig, doch durch ChatGPT & Co verlagert sich ein großer Teil der User Journey – insbesondere die Informationssuche – massiv in Richtung LLMs. Diese Systeme liefern direkte Antworten statt Linklisten. Wer LLMs heute nicht als eigenständigen Kanal im Online-Marketing begreift, verpasst den direkten Draht zur Zielgruppe in der entscheidenden Recherchephase. 2. Worauf sollten Unternehmen jetzt in ihrer Content-Strategie achten? Content muss – neben einer soliden technischen Basis – der absolute Schwerpunkt sein. Im Grunde sollte man Tugenden, die im SEO schon lange gepredigt werden, jetzt endlich konsequent umsetzen: Hilfreiche Texte ohne Marketingsprech, dafür mit einzigartigen Fakten. Statt hohler Phrasen wie „Wir stehen für innovative Lösungen ohne Kompromisse“ zählt heute Konkretes wie: „Mit Produkt X erzielen Sie innerhalb von drei …
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