Wie können wir in der Donauregion nachhaltiger bauen? Welche Rolle spielen dabei Kreativität, Technologie und interdisziplinärer Austausch? Und wie lassen sich europäische Ziele wie der Green Deal konkret umsetzen? Diese Fragen stehen im Zentrum des EU-Projekts DECORATOR, das seit Ende 2023 von einem internationalen Konsortium mit starker oberösterreichischer Beteiligung vorangetrieben wird.
Zukunft bauen – gemeinsam und zirkulär
DECORATOR verfolgt ein ambitioniertes Ziel: die Förderung der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen. Das betrifft nicht nur Baustoffe, sondern auch Planungsprozesse, technologische Innovationen und regulatorische Rahmenbedingungen. Als Moderatorin, Übersetzerin, Ermöglicherin und Vernetzerin ist die Creative Region Linz & Upper Austria zentrale Akteurin im Projekt. Gemeinsam mit Partner*innen aus Wirtschaft, Forschung und Politik gestalten wir neue Wege für ein zukunftsfähiges Bauwesen – lokal und international.
Stationen der Projektreise
Die ersten Monate des Projekts waren geprägt von intensiven Formaten, die Menschen, Ideen und Perspektiven zusammengebracht haben:
- World Café Linz (Frühjahr 2024): In einem partizipativen Format diskutierten regionale und nationale Akteur*innen erste Thesen zur Zukunft des Bauens. Materialien, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Digitalisierung standen im Mittelpunkt.
- Critical Thinking Symposium in Slowenien (Herbst 2024): Unter dem Titel “Circular Economy, Building Sector and Art” versammelte sich die DECORATOR-Community in Nova Gorica. Mit dabei als Expertin: Marta Rota von der Kunstuniversität Linz, die Ansätze von BASEhabitat und digitale Lösungen der Creative Robotics vorstellte. Ihr Fazit: „Wir müssen über das Material hinausdenken und Bildung, Technologie und Gestaltung zusammendenken.“
- Technologie-Workshop & SCRUM-Sessions (Winter 2024): In diversen online und offline Formaten wurden gemeinsam mit den Projektpartner*innen und externen Expert*innen (wie Christoph Soukup von materialkreislauf) innovative Technologien, digitale Tools und mögliche Visionen für ein „Danube House of the Future“ diskutiert – von Produktpässen über KI-gestützte Planung bis hin zu urbanem Material-Recycling. Dabei kam auch das vom Projektteam entwickelte DECORATOR Model zum Einsatz.
- Green Deal am Bau (Frühjahr 2025, Linz): Bei einer hochkarätigen Veranstaltung diskutierten Expert*innen wie Alireza Fadai, Katharina Häusler, Helmut Poppe, Peter Kneidinger et al. über rechtliche Rahmenbedingungen, Materialwende, Urban Mining und innovative Baustoffe wie Seegras, Mycelium oder Lehm. Zentrale Erkenntnis: „Nachhaltigkeit beginnt mit Planung und mutigen Entscheidungen.“
- Architektur im Wandel (Frühjahr 2025, Linz): Im Rahmen einer Architektur-Journey durch Linz haben wir herausragende Beispiele für nachhaltiges Bauen, mutige Transformationen und zukunftsweisende Nutzungskonzepte besucht – direkt mit den Menschen, die sie möglich machen: Tp3 Architekten, mia2 Architektur, MIC Datenverarbeitung GmbH, Delta AG, OFFORA und Architekt Bernhard Rihl.
- Zusammenfassung auf Linkedin
- Zusammenfassung im Artikel „Bauen im Wandel: Warum Bestand, Materialien und Zusammenarbeit entscheidend für die Zukunft sind“
- Warum Raumgefühl mehr ist als Design: Interview mit OFFORA über das MIC-Firmengebäude
- Transfer-Workshop (Frühjahr 2025, Linz): Anschließend an die Architektur-Journey ging es im Workshop mit nonconform um das Weiterdenken: Herausforderungen benennen, aber auch neue Ansätze und Hebel für die Kreislaufwirtschaft identifizieren – darunter neue Technologien, alternative Materialien, strukturelle Hebel und zukunftsfähige Geschäftsmodelle.
- Zusammenfassung im Artikel „Bauen im Wandel: Warum Bestand, Materialien und Zusammenarbeit entscheidend für die Zukunft sind“
Mitmachen & dranbleiben
In der Rolle als Enablerin arbeiten wir als Creative Region daran, Komplexität zu übersetzen, Beteiligung zu ermöglichen und Wissen über Disziplinen hinweg zu verknüpfen.
Im Rahmen von DECORATOR treffen dabei Architektur auf Kreativität, Recht auf Praxis, Technologie auf Tradition. Denn nur durch gemeinsames Lernen und Handeln wird der Wandel möglich: vom Abriss zum Rückbau, vom CO2-Preis zur CO2-Verantwortung, vom Entwurf zur zirkulären Vision.
In den kommenden Monaten geht das Projekt in Oberösterreich mit partizipativen Co-Creation Workshops, Zwischennutzungsszenarien und einem Artists in Residence-Programm in die nächste Phase.
Wir sind dabei offen für Austausch und freuen uns über deinen Kontakt, wenn du Teil des Netzwerks werden möchtest oder dich für kommende Formate interessierst. Trag‘ dich auch gerne in unser Online-Vernetzungstool ein: „Nachhaltiges und kreislauffähiges Bauen“
Weitere Links & Ressourcen:




