Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Brot mit Wurzeln. Dafür steht die Honeder Naturbackstube. Seit mittlerweile vier Jahren betreut die Agentur Gletscher das Familienunternehmen aus dem Mühlviertel. Neben dem Branding der rund 20 Filialen und dem Fuhrpark tritt die Marke insbesondere durch „Die Krustn” in Erscheinung.
Warum es wichtig ist, authentische Markenstories zu erzählen und wann der richtige Zeitpunkt ist, um sich mit seiner Marke zu beschäftigen - ein Interview mit Gletscher.
Was eine gute von einer großartigen Marke unterscheidet, ist Thema der Creative Coffee Break #30. Die kreative Kaffeepause widmet sich den drei Markenprofis von Gletscher – Agentur für Kommunikation aus Linz. Markus Költringer, Michael Hübler und Lukas Nebenführ erzählen vom Brandingprozess bei Honeder Naturbackstube und wie es überhaupt zur Zusammenarbeit gekommen ist. Außerdem verraten sie, was Brot, Bier und Hühnerfutter mit Corona zu tun haben.
Um den externen Inhalt anzeigen zu können müssen folgende Cookies akzeptiert werden: statistik, Marketing
Creative Coffee Break #30 mit Gletscher zum Nachlesen
Verena Kroupa/Creative Region:
Hallo und herzlich willkommen zur 30. Creative Coffee Break. Heute machen wir uns auf den Weg zu Gletscher, einer Kommunikationsagentur im Herzen von Linz. In der Vergangenheit haben Gletscher ihre Bürotüren bereits als Open Studio für euch geöffnet, heute schauen wir vorbei und erfahren, was es Neues gibt.
Creative Region: Was macht Gletscher?
Markus Költringer: Gletscher macht Markenentwicklung und Gestaltung.
Creative Region: Wie gestaltet sich euer täglicher Arbeitsablauf?
Lukas Nebenführ: Wir schauen, dass wir immer um neun etwa im Büro sind. Dann starten wir jeden Tag mit einer Projektbesprechung, die machen wir mit Notion, das ist ein super Tool und sehr modular, man kann es in verschiedene Richtungen drehen. Dort besprechen wir Projekte, planen sie und gehen sie teilweise inhaltlich durch. Irgendwann fragt Michael, was wir zu Mittag essen. Dann gehen wir einkaufen, da verwenden wir die App „Bring!“. Dann kochen wir gemeinsam und am Nachmittag arbeitet jeder in seinem Bereich – Gestaltung, Konzeption und Strategie.
Markus Költringer: Dann durchkreuzen immer wieder Termine unsere geliebte Routine.
Creative Region: Was unterscheidet eine gute Marke von einer großartigen?
Michael Hübler: Für uns ist eine großartige Marke eine mit einer komplett eigenständigen Persönlichkeit. Und im besten Fall ist die Persönlichkeit so klar in den Köpfen der Menschen, dass man sie fast angreifen kann. Wir vergleichen Marken immer gerne mit Menschen, weil genau wie Menschen haben sie ein visuelles Auftreten, verschiedene markante Merkmale, eine gewisse Art, sich zu kleiden, eine gewisse Art zu sprechen, Überzeugungen und Werte, für die eine Marke steht. Genau wie ein Mensch. Im besten Fall ist das ein Ineinandergreifen eines Ganzen und ergibt eine charismatische Persönlichkeit, die im besten Fall die Umwelt positiv beeinflusst.
Creative Region: Einer eurer Kunden ist die Honeder Naturbackstube. Wie kam es zur Zusammenarbeit?
Michael Hübler: Gestartet hat das vor ungefähr fünf Jahren, … viereinhalb. Da haben wir mitbekommen, dass sich die Filialen von Honeder eigentlich ziemlich lässig entwickeln. Wir haben es aus erster Hand mitbekommen bei der Pfarrplatzfiliale, die March Gut gestaltet hat. Wir haben uns gedacht, da tut sich anscheinend etwas, etwas sehr Gutes. Und weil wir das Brot und Gebäck, das wirklich sehr gut ist, eben schon davor dort bezogen haben, haben wir uns gedacht, wir klopfen einmal an und schreiben ein E-Mail und tatsächlich hat das dann dazu geführt, dass wir uns zusammengesetzt haben und über einen längeren Zeitraum gemeinsam einen Markenprozess gestartet haben.
Das schaut so aus, dass man mehrere bis viele Termine hat, bei denen man die Markenpersönlichkeit Schritt für Schritt entwickelt. Beim ersten Termin geht es darum, den Kontext des Ganzen zu verstehen und möglichst tief in die Welt des Kunden eintaucht. Im besten Fall kommt man auf den Kern der Marke, das ist ein wenig wie Psychoanalyse für eine Marke, quasi, wenn man so will. Danach geht es Schritt für Schritt um die einzelnen Teile des Ganzen, also das Visuelle, das Sprachliche, Werte, Strategie und am Ende soll das ineinandergreifende Ganze herauskommen. Und ich glaube, das ist auch herausgekommen.
Markus Költringer: Bei Honeder hat der ganze Markenprozess fast ein halbes Jahr gedauert, weil das Thema so vielschichtig ist, so viel kommuniziert werden kann und so viel Kommunikationsbedarf herrscht, von Saisonen angefangen über die Produkte und das Verpackungssystem bis zu den Filialen. Da gibt es einfach so viele Gestaltungsmöglichkeiten und -spielraum.
Michael Hübler: Ein wesentliches Element in der Kommunikation bei Honeder ist bestimmt “Die Krustn“, das Faltposter. Uns ist es immer wichtig, wenn man eine Marke entwickelt, dass man nicht nur darauf schaut, was die Marke macht oder wie sie es macht, sondern vor allem auch darauf, was der Antrieb ist und wer dahintersteht, die größere Geschichte rundum. Da war bei Honeder so viel da, so viele lässige Leute, der eine macht nur den Dinkel, der andere pflückt den Bärlauch. Das sind alles eigene charismatische Persönlichkeiten. Dann war unser Weg, sich weniger auf das Brot und Gebäck zu konzentrieren, – denn das schmeckt eh super, sonst würde es sowieso nicht funktionieren –, sondern auch die ganze Welt rundum zu zeigen und einfach die Geschichten zu erzählen, die vorhanden sind. Wir haben nur hergezeigt, was ohnehin schon da war.
Creative Region: Wie kommt ihr zu euren neuen Kund*innen und neuen Aufträgen?
Markus Költringer: Meistens werden wir weiterempfohlen. Aber mittlerweile kommt es auch immer öfter vor, dass uns Neukunden ansprechen, weil sie auf eine Arbeit oder einen Markenauftritt von uns aufmerksam geworden sind und ihnen das sehr gut gefallen hat. Dann kommen sie direkt auf uns zu. Das freut uns natürlich ganz besonders.
Creative Region: Wie schätzt ihr die zukünftige Entwicklung der Werbebranche ein?
Michael Hübler: Also wir sind davon überzeugt, dass sich gewisse Sachen nicht ändern und gewisse Sachen immer gleichbleiben werden. Wenn man eine starke Markenbasis hat und den Markenkern ordentlich herausgearbeitet hat, dann ist es egal, in welche Richtung es sich entwickelt. Das ist unumgänglich und braucht man unserer Meinung nach sowieso. Komplex und schnelllebig sind die verschiedenen Kanäle, in denen man das dann transportieren kann. Da gibt es zum Glück immer wieder Personen, die sich da sehr gut zurechtfinden und an die man sich zum Glück wenden kann, wenn man sich für einen Kanal entschieden hat.
Lukas Nebenführ Neue Tools und Trends gibt es ständig. Aber wie Michi schon gesagt hat, das Wichtigste ist die Idee und die Botschaft. Und dann sollen die Trends eher zweitrangig sein.
Michael Hübler: Internet und so weiter, das kommt und geht.
Markus Költringer: Tatsächlich ist es oft so, dass die Kunden sagen, das sei ein stimmiger Auftritt und passe sehr gut zu dem, was es ist und fühle sich gut an oder es sähe hochwertig und dem Anlass entsprechend aus. Natürlich haben die Kunden oft einen direkten Wunsch, z. B. wollen sie eine Website im Ergebnis haben oder dieses und jenes. Wir versuchen dann immer, einen Schritt zurückzugehen und sich zuerst Gedanken über das Grundsätzliche zu machen und dann kommt das in irgendeinem Medium raus. Natürlich verweigern wir uns nicht, es wird dann auch eine Website, wenn das Thema ist. Unsere Aufgabe liegt immer in dem Schritt zurück, also in der Basisarbeit.
Creative Region: Inwieweit hat Covid19 euren Arbeitsalltag und euer Business beeinflusst?
Lukas Nebenführ: Corona hat uns eigentlich positiv beeinflusst, also unsere Koch-Skills positiv beeinflusst, weil wir jeden Tag kochen, weil nichts offen hat. Aber wir haben zum Glück sehr viele regionale Familienunternehmen unter unseren Kunden, die alle mit der Grundversorgung zu tun haben, also Brot, Bier uns seit kurzem Hühnerfutter. Da sind wir ganz glücklich. Wir suchen jetzt noch Wurst-, Fleisch- und Gemüsekunden, damit das komplett ist.
Markus Költringer: Ja. Und in der direkten Arbeit hat sich herausgestellt, dass so gut mittlerweile Videokonferenzsysteme auch funktionieren, uns der persönliche Kontakt extrem wichtig ist. Durch Videotelefonie geht uns trotzdem zu viel verloren. So sind wir immer auf der Suche, gehen mit Kunden spazieren oder treffen uns draußen, wenn es die Lage gar nicht anders zulässt. Aber wir versuchen schon wirklich den persönlichen Kontakt aufrechtzuhalten. Es hat auch dazu geführt, dass sich viele Kund*innen Gedanken über Grundsätzliches machen, über generelle Visionen, über die Situation am Markt oder wohin die Reise in ihrer Branche geht. Das kommt uns sehr entgegen, weil das auch genau die Fragestellungen sind, die uns extrem interessieren bei unserer Arbeit mit den Kunden.
Creative Region: Wo und wie holt ihr euch neue Ideen & Inspirationen?
Lukas Nebenführ: Eigentlich sind unsere Markenprozesse da sehr praktisch, weil sie oft zwei, drei, vier Monate dauern. Da hat man immer das Projekt im Kopf und kann so mit offenen Ohren und Augen durch die Welt gehen und Inspiration sammeln. Natürlich schauen wir auf Instagram vereinzelt bei Grafikdesigner oder Typofounderies. Man findet überall Inspiration. Da ist es gut, dass man das über eine lange Zeitspanne im Kopf hat und das nicht in einer Woche herausschießen muss.
Michael Hübler: Projektbezogen auf jeden Fall. Im größeren Kontext, Inspiration nicht rein kreativ gesehen, sind auch die Markenprozesse lässig, weil man immer die Möglichkeit hat, komplett in die Welt des Kunden einzutauchen und sie kennenlernt. Das sind unterschiedlichsten Bereiche und man lernt, dass Leute in anderen Bereichen auch anders denken oder sich mit anderen Sachen beschäftigen. Das ist grundsätzlich eine coole Quelle der Inspiration.
Markus Költringer: Das ist in jeder Branche oder jedem Bereich so, weil sich unsere Kunden in ihrem Beruf natürlich am besten auskennen. Insofern haben wir da immer einen spannenden Einblick, egal ob das Mühlholz ist, die Hühnerfutter verkaufen, oder Johannes, der eine Metallwerkstätte hat und Kompost aufbereitet. Jedes Thema ist für uns spannend. Oder Architektur.
Michael Hübler: Es gibt ähnlichere Sachen und dann gibts Architektur und Stahlblech, was davon ein wenig weiter weg ist. Aber die Einblicke sind trotzdem immer interessant.
Creative Region: Was waren für euch bisher die größten beruflichen Erfolge?
Michael Hübler: Der größte berufliche Erfolg war die erste Million. Die danach sind auch super, aber die Erste ist einfach besonders. Nein, die ehrliche Antwort ist fast ein wenig kitschig. Bei uns sind es eigentlich keine dezidierten einzelnen Zeitpunkte oder Ergebnisse, sondern z. B. mit Honeder oder auch anderen Kunden, Marken über mehrere Jahre oder eine längere Zeit aufzubauen und mitzubekommen, wie es eine Dynamik bekommt und eine Kraft entwickelt. Dann ist es schön, wenn man irgendwann Bilanz ziehen kann, sich zurückerinnern kann und sieht, wo das Ganze angefangen hat und wo es jetzt ist, wie es sich entwickelt hat. Das ist das Schöne daran.
Creative Region: Welche Projekte können wir von Gletscher in naher Zukunft erwarten?
Lukas Nebenführ: Wir arbeiten seit einiger Zeit an unserer eigenen Website, die sollte dann schon online sein, wenn das Interview online ist – hoffentlich. Da gibt es einige neue Projekte, größere und kleinere Projekte. Ein größeres ist jenes von Mühlholz aus dem Mühlviertel. Das ist ein Hof – das hat Markus schon erwähnt – der Hühnerfutter verkauft und Hochbeete, Pflanzentröge und wir haben den Markenauftritt dafür gemacht und den Onlineshop. Das ist ganz fesch geworden.
Creative Region: Bei wem sollten wir unbedingt auf eine Creative Coffee Break vorbeischauen?
Markus Költringer: Da könnten wir empfehlen: Bei unseren sehr guten Freunden Marco und Reinhard vom Architekturbüro Studio Stummer. Das würde sich in jedem Fall lohnen.
Michael Hübler: Das sind sehr gute Freunde und sehr gute Architekten.
Lukas Nebenführ: Dann könnt ihr noch bei Heidlmair Kommunikation vorbeischauen, auch ein sehr gutes Grafikbüro.
Podcasts sind längst mehr als ein Trend. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen, Selbstständige und Organisationen vor einer ganz praktischen Frage:Lohnt sich der Aufwand, gerade wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind? Im Vorfeld von WE ARE SO – In Your Feed haben wir Johannes Pracher drei Fragen gestellt: Warum Podcast trotz knapper Ressourcen Sinn machen kann, wie er zur Personal Brand beiträgt – und was man vor dem Start unbedingt mitdenken sollte. 1. Warum Podcast – trotz knapper Ressourcen? Wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind, muss man sich für wenige Kanäle entscheiden.Warum ist Podcast für dich trotzdem ein sinnvoller Kanal – und für wen eher nicht?Was bringt er, was andere Formate nicht leisten? „Ein Podcast macht dann Sinn, wenn du wirklich etwas zu erzählen hast: Geschichten, Learnings, Perspektiven. Ohne Storyline wird’s schnell nur „Gerede mit Mikrofon“. Wir haben damals in Corona gestartet ehrlich gesagt aus der Not heraus. Im Rückblick war das eine unserer besten Entscheidungen. Warum? Weil Podcast etwas schafft, das andere Formate selten hinbekommen: Bindung über Zeit. 30 bis 40 Minuten Aufmerksamkeit sind im Jahr 2026 ein kleiner Feiertag. Wer das schafft, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist in Marketing und Vertrieb die härteste Währung. Dazu kommt: Ein Podcast ist nicht nur ein Kanal. Er ist ein Content-Motor. Aus einer Folge werden Snippets, Postings, Zitate, Newsletter, Reels, Website-Content. Einmal gut produziert, füttert er mehrere Plattformen. Für uns ist er außerdem ein Türöffner: • Wir kommen mit spannenden Menschen …
Führung steht unter Veränderungsdruck, besonders dort, wo Kreativität, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Alltag prägen. Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, wenn Teams heterogener werden, Innovationszyklen kürzer und Erwartungen an Arbeit sinn- und wertegetriebener sind. Gefragt sind heute Führungspersönlichkeiten, die Orientierung geben, ohne einzuengen, die Klarheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben, und die kreative Prozesse ermöglichen, statt sie zu steuern. Stefan Promper beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leadership im kreativen Umfeld – als Trainer, Berater und Lehrgangsleiter. Im Gespräch teilt er seine Perspektive darauf, wie sich Führung verändert hat, warum Selbstführung für Kreativschaffende essenziell ist und welche Rolle Führungskräfte als Kontextgeber*innen in vielfältigen Teams einnehmen sollten. 1. Wie hat sich Leadership im kreativen Umfeld deiner Erfahrung nach verändert – und welche Qualitäten sind heute besonders wichtig, um Teams wirkungsvoll zu führen? „Innovationszyklen sind kürzer, Teams multidisziplinärer. Führung bedeutet zunehmend Hindernisse aus dem Weg räumen, Entscheidungswege zu verkürzen und Prozesse flexibel halten. Schnelle Lernzyklen schlagen Perfektionismus und bei einer gesteigerten Interdisziplinarität werden in Teams das Übersetzen, Verbinden und Moderieren von Spannungen zu zentralen Führungsqualitäten. Daneben geht es in einer Welt voller Reize und Möglichkeiten auch verstärkt um Klarheit und Priorisierung – gute Führung sagt nicht nur Ja, sondern auch bewusst Nein. Zudem wird Arbeitskultur mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, denn die Erwartungen haben sich verändert: Sinn, Selbstwirksamkeit und gesunde Arbeitsweisen sind heute zentrale Attraktivitätsmerkmale und Leadership muss diese aktiv mitgestalten.“ 2. Beim Lehrgang „Leadership for Creatives“ legst du viel Wert …
Produktivität war lange gleichbedeutend mit Effizienz, Output und gut gefüllten To-do-Listen. Doch in einer Arbeitswelt, die von permanenter Veränderung, steigender Komplexität und neuen Technologien geprägt ist, greift diese Definition zu kurz.Wir haben Future Work Expertin Jeanny Gucher (Future Experience Forum) drei Fragen gestellt – darüber, was Produktivität heute wirklich bedeutet, wie man weg von bloßer Quantität kommt und welche Fähigkeiten künftig über Relevanz entscheiden. Wie definierst du für dich „Produktitvät“? Was bedeutet produktiv sein in Zeiten konstanter Veränderung? „Produktivität hat viele Gesichter. Meist sind wir in einer Mischung aus der Erledigung routinierter Aufgaben und kreativer Problemlösung produktiv.Wenn sich unsere Rahmenbedingungen ständig verändern, ist die zentrale Frage: Wie sehr kann ich unter Druck, Stress oder sogar Angst überhaupt (noch) produktiv sein? Je höher in unserem Arbeitsalltag der Anteil an kreativer, komplexer Problemlösung ist, desto unwahrscheinlicher wird das. Denn im „Überlebensmodus“ driften wir gerne in Gedankenspiralen ab und verlieren leicht den Fokus. Und die wirklich schlechte Nachricht: Genau die kreative, komplexe Problemlösung ist das, was an menschlicher Produktivität noch lange benötigt wird – auch in Zeiten der KI.“ Was ist dein #1 Tipp, um im täglichen Tun weg von reiner Quantität hin zu mehr Wirkung zu kommen? „Mein liebstes Tool ist ein kleiner Relevanz-Check in der Früh:– Welche Aufgaben auf meiner Todo-Liste sind heute relevant?– Und wie erlebe ich meinen eigenen Konzentrations- und Energiepegel gerade? Dann wähle ich vor allem die Dinge aus, bei denen diese beiden Antworten zusammenpassen.Bzw. überlege mir, was …
„Es war noch nie so leicht, Menschen zu erreichen und gleichzeitig noch nie so schwer, sie wirklich zu berühren.“ Mit diesem scheinbaren Paradox stieg Dr. Barbara Kastlunger in ihren Vortrag bei "Future m[eats] Creativity?" ein. Und traf damit einen Nerv des Abends: Wie navigieren wir eine Welt, in der Aufmerksamkeit die entscheidende Ressource ist, die aber immer knapper, flüchtiger und umkämpfter wird?
Impulsgespräch „Selbstständig als Kreative*r“ Wie findet man den eigenen Weg in die Selbstständigkeit als Kreative*r?Wie entwickelt man einen eigenen Stil – und wie wird man sichtbar, ohne sich zu verbiegen? Beim Young Creative Club spricht Illustratorin Carina Lindmeier offen und ehrlich über ihren Weg in die kreative Selbstständigkeit. Carina arbeitet international mit Marken wie Adobe, Red Bull Media House und mymuesli zusammen. In ihrer Arbeit verbindet sie verspielte, zeitgenössische Illustration mit einer starken persönlichen Handschrift. Beim Young Creative Club teilt sie ihre Erfahrungen rund um Selbstständigkeit, Personal Branding und das Finden des eigenen Stils – und spricht darüber, wie diese Themen im kreativen Alltag untrennbar miteinander verbunden sind. Wie immer beim Young Creative Club gilt: kein Vortrag – sondern ein ehrliches Gespräch, echte Learnings und Raum für Austausch. Carina Lindmeier Carina ist freiberufliche Illustratorin aus Linz und liebt es, mit Farben, Formen und Texturen Geschichten zu erzählen. Ihre digitalen Illustrationen sind verspielt, modern und inspiriert von Dingen, die sie im Alltag entdeckt.Sie arbeitet mit internationalen Marken wie Adobe, Red Bull Media House und mymuesli zusammen und bringt kreative Ideen mit viel Gefühl und Persönlichkeit aufs Papier. Besonders wichtig ist ihr der Austausch mit anderen Kreativen: In Workshops, Talks und als Mentorin teilt sie ihr Wissen und unterstützt junge Illustrator*innen auf ihrem Weg. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start …
Kreativität und Regionalentwicklung, Vernetzung und Kooperation
Im Rahmen des Projekts Decorator haben Studierende der Kunstuniversität Linz (Die Architektur/basehabitat) gemeinsam mit der Bevölkerung Ideen und Zukunftsszenarien für eine nachhaltige, ressourcenschonende und gemeinschaftliche Nutzung des Landungsplatz Ebensee entwickelt.
Führung war selten so herausfordernd und gleichzeitig so chancenreich wie heute. Alte Hierarchien bröckeln, neue Erwartungen treffen auf gewachsene Strukturen, und mittendrin stehen Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, ohne Kontrolle auszuüben. Susanna Winkelhofer, Chefredakteurin von DIE MACHER, erlebt diesen Wandel täglich selbst und im Austausch mit Unternehmen und Entscheider*innen. Im Gespräch teilt sie ihre Perspektive auf modernes Leadership, die Bedürfnisse der jungen Generation und darauf, wie Mut, Empathie und Offenheit zu echten Erfolgsfaktoren werden. 1. Wie hat sich Leadership deiner Meinung nach verändert? Welche Qualitäten und Skills braucht es heute, um ein Team sicher durch Dynamik und Wandel zu führen? „Leadership ist endlich erwachsen geworden – im besten Sinne. Früher ging’s um Kontrolle, heute geht’s um Vertrauen. Früher um Hierarchie, heute um Augenhöhe. Ich führe viel lieber mit Herz als mit Hierarchie. Und das Schönste: Wir dürfen endlich als ganze Menschen führen, nicht als Manager-Roboter, die keine Schwäche und keine Gefühle zeigen (dürfen). Was es heute wirklich braucht? Erstens: Die Bereitschaft und auch Neugierde, Veränderung zu begrüßen, anstatt sie zu verdrängen oder Angst vor ihr zu haben. Zweitens: Echte Empathie – und damit meine ich nicht das Gespräch einmal im Quartal, sondern wirklich zu spüren, wo jemand gerade steht. Drittens: Den Mut, auch mal verletzlich zu sein. Ja, natürlich ist es wichtig, dass ich vorangehe, dass meine Begeisterung für die Vision riesig ist und ich alles dafür tue, dass wir sie gemeinsam erreichen – aber wenn ich meinem Team zeige, dass …
Am 1. Oktober 2026 bringen wir erneut Vordenker*innen, Entscheider*innen und Gestalter*innen an einen Tisch. Mit maßgeschneiderten Impulsen, ehrlichen Diskussionen auf Augenhöhe und einem Rahmen, der Austausch wirklich ermöglicht. In einem besonderen Dinner-Setting im Ars Electronica Center Linz denken wir gemeinsam über Ideen, Kompetenzen, Entscheidungen und Chancen der Zukunft nach – begleitet von einem mehrgängigen Menü in besonderer Atmosphäre.
Du möchtest neue Kund*innen ansprechen, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufbauen oder Bestandskund*innen reaktivieren? Du hast ein berufliches Netzwerk und möchtest es ausbauen und stärker nutzen? Dann ist dieses Training für dich! Wir begleiten dich in drei Sessions und entwickeln gemeinsam deine individuelle Strategie.
Wie präsentiert man sich als junge*r Kreative*r richtig?Beim Portfolio Talk 2025 haben Barbara Oppelt (Zunder) und Sargon Mikhaeel (Artgroup) offen darüber gesprochen, worauf sie bei Bewerbungen wirklich achten – und was Bewerber*innen lieber lassen sollten. Hier sind fünf Learnings, die du direkt in dein nächstes Portfolio mitnehmen kannst. 1. Weniger ist mehr – Qualität schlägt Quantität Ein gutes Portfolio ist kein Sammelalbum. „Lieber drei richtig gute Projekte als zehn halbfertige“, sagt Barbara Oppelt.Zeig nur Arbeiten, zu denen du wirklich stehst. Wenn du dir bei einem Projekt unsicher bist, ob es rein soll, lass es lieber weg. Auch freie Projekte oder private Experimente zählen, wenn sie Leidenschaft und Stil zeigen. „Uns ist wichtig, dass man spürt: Die Person brennt für das, was sie tut“ – Sargon Mikhaeel (Artgroup) 2. Zeig, wer du bist – dein Portfolio ist dein persönliches Projekt Das Portfolio ist nicht nur eine Mappe mit Arbeiten, sondern ein Statement darüber, wer du bist und wie du denkst.Eine klare Gestaltung, eine eigene visuelle Linie oder sogar ein wiedererkennbares „Mini“-CD zeigen Haltung. „Es ist die perfekte Chance, Charakter zu zeigen – das bin ich, das gefällt mir“ Barbara Oppelt (Zunder) Auch Persönlichkeit darf spürbar sein: Wer du bist, zählt mindestens so viel wie deine Skills. Beide Speaker*innen sind sich einig: „Wir wollen sehen, wie jemand tickt. Das macht neugierig.“ 3. Sei ehrlich – Transparenz zählt Wenn du an Teamprojekten gearbeitet hast, schreib ehrlich dazu, was von dir stammt. Niemand erwartet, dass du alles allein gemacht hast. Wichtig ist, dass du deine Rolle im …
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Wie es wirklich gelingt, neue, pulsierende Stadtteile zu gestalten – und was es dazu braucht. Wie entstehen gelungene Quartiere, die leistbaren Wohnraum, zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte und hohe Aufenthaltsqualität verbinden? Und wie greift die gemeinsame Beteiligung von Wirtschaft, Stadt und Kreativen dabei ineinander? In dieser Veranstaltung beleuchten wir, welche Strategien, Werkzeuge und Kooperationen notwendig sind, um neue Areale wirklich zum Pulsieren zu bringen. Im Rahmen von 4×4 im 44er Haus blicken wir gemeinsam auf das Thema – für Bewohner*innen, Architekt*innen und alle, die wissen wollen, wie belebte Stadtteile funktionieren können. 4×4 im 44 Haus schafft Raum für Begegnung und Erfahrungsaustausch Das regelmäßige Format steht für eine Kombination aus kompakten Impulsvorträgen, intensiven Diskussionen und einzigartigen Netzwerkmöglichkeiten – ein Muss für EPUs, Kreative und Unternehmen, die zukunftsorientiert denken und handeln. In Kooperation mit der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding. Inputvorträge von Expert*innen aus der Praxis sorgen für Einblicke in neueste Entwicklungen und verschiedene Herangehensweisen an relevante Themen, im Anschluss folgt ein Diskussionsformat angelehnt an die Fishbowl-Methode: der/die Vortragende und ein/e weitere Expert*in diskutieren über das Thema des Abends. Ein „freier Stuhl“ ermöglicht es den Teilnehmer*innen, jederzeit in die Diskussion einzusteigen. Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Unsere Inputgeber*innen Christian Waldner, Principal/ Founding Partner AllesWirdGut Architecture Vienna, Munich Christian Waldner ist Principal und Founding Partner des international tätigen Architekturbüros AllesWirdGut. Seit über 25 Jahren plant und realisiert er komplexe Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Städtebau und Gesellschaft – von Wohnquartieren über Bildungs- und Arbeitswelten bis …
In diesem eineinhalbtägigen Workshop lernst du, wie du repetitive, mühsame Aufgaben mittels KI smart automatisierst und dich & dein Business damit entlastest und wertvolle Zeit freilegst. Mit vollem Fokus auf sofortige Anwendbarkeit und viel Raum für Praxisübungen. Damit dir wieder mehr Zeit für die wirklich relevanten Dinge bleibt: mehr Zeit für Strategisches, mehr Zeit zum Überlegen.