Innovation und Transformation, Textilien und Technologie
Biobaumwolle in Neonfarben wachsen lassen, Lederkleidung aus Pilzen züchten und Stoffe aus Bioabfall entwickeln - ein Interview über die Zukunft der Modeindustrie mit Hildegard Suntinger.
Bühne und Sichtbarkeit, Innovation und Transformation, Textilien und Technologie
Neue Wege in der Produktion von Textilien und Bekleidung zu gehen und damit Europa in der Bekleidungsindustrie wieder konkurrenzfähig machen - das ist die Vision von Yokai Studios.
Yokai Studios will einen neuen Weg in der Produktion von Textilen und Bekleidung gehen und damit Europa in der Bekleidungsindustrie wieder konkurrenzfähig machen. Dass die Automatisierung und Digitalisierung des Herstellungsverfahrens auch ganz besondere Designs und neue Ästhetiken schaffen können, erzählt Co-Founder Michael Wieser in der 23. Ausgabe der Creative Coffee Breaks der CREATIVE REGION Linz & Upper Austria.
AUSTRIANFASHION sucht bis 30.11.21 Künstler*innen, Designer*innen, Handwerker*innen sowie Produktionsstätten aus den Bereichen Mode, Textil, Produktdesign, Schmuck und Skulptur für die Entwicklung einer kollaborativen Produktlinie.
Schnell und sicher gleitet der Roboterarm über den Stoff und zeichnet kurvige Linien, die sich zu einem Motiv fügen. Gesteuert von einem generativen Code, führt der Roboter die Arbeit des Designers und des Druckers zugleich aus. Die Technologie wurde von Yokai Studios entwickelt und im Workshop am 29. September 2021 in der Tabakfabrik in Linz demonstriert.
Michael Wieser (29) und Viktor Weichselbaumer (32) lernten sich in einer Lehrveranstaltung an der Kunstuniversität Linz kennen. In einem gemeinsamen Projekt dachten sie darüber nach, wie sie die verschwenderische und ausbeuterische Modeindustrie revolutionieren könnten. Sie ersannen ein holistisches Produktionssystem, das die Fertigung von Kleidung wieder zurück in die Absatzmärkte bringen könnte – und in die Städte: Urban Manufacturing! Eine vielversprechender Kandidat schien ihnen der Roboter mit seiner Fähigkeit, repetitive Aufgaben zu automatisieren. Den proof-of-concept haben sie schon erbracht. Förderungen ermöglichen ihnen, ihre Forschung und Entwicklung voranzutreiben. Derzeit sind sie im Programm Scale-Up des oberösterreichischen Inkubators Tech2b, der Mentoring, Arbeitsplatz und Netzwerk bietet.
Ihren Arbeitsplatz haben sie am Gelände der Tabakfabrik in Linz, in der Grand Garage, die als Ort der Innovation und Vernetzung konzipiert ist. Auch der Workshop findet hier statt. Die Teilnehmer kommen fast ausschließlich aus der Kreativindustrie – aus Siebdruck, Weberei, Graphik, Industriedesign. Im Workshop erhalten sie zuerst eine Einführung in System und Procedere und realisieren dann ihr eigenes Motiv auf einem T-Shirt, das sie am Ende mit nach Hause nehmen dürfen. Die Shirts sind aus hochwertiger Baumwolle von Das Merch, einem Linzer Label, das in Portugal fair produziert und seinen Sitz ebenfalls in der Tabakfabrik hat.
credits Hannah HusarFoto: Hannah Husar
Print-Performance
„Der Printroboter war das erste Produkt unserer Entwicklungsarbeiten und ist immer noch sehr relevant in unserem Schaffen, weil er zeigt, dass Designelemente in der Verarbeitung mitgetragen werden könnten“, sagt Michael. Der Printroboter basiert auf einem Roboterarm und einem handelsüblichen 3D-Druck-Extruder, den sie modifiziert haben. „Damit erregten wir die Aufmerksamkeit von Eventagenturen, die das öffentlich vorführen wollten. Einstweiliger Höhepunkt war eine Performance in der City Centre Mall in Bahrain, wo wir an einem Wochenende 800 T-Shirts gedruckt haben“, erzählt Michael und lacht. Die Einnahmen aus dieser Aktion ermöglichten ihnen 2018 die Gründung.
Der Printroboter war das erste Produkt unserer Entwicklungsarbeiten und ist immer noch sehr relevant in unserem Schaffen, weil er zeigt, dass Designelemente in der Verarbeitung mitgetragen werden könnten.
Michael Wieser, Co-Gründer Yokai Studios
Industrieroboter
Ein normaler 3D-Drucker kann nur in den Achsen von X, Y und Z verfahren. Der dreidimensionale Ansatz von Yokai Studios erfordert mehr Wendigkeit. Deshalb verwenden sie einen sechsachsigen Roboterarm, der Positionen im Raum präzise anfahren kann und eine Geschwindigkeit von maximal zwei Metern pro Sekunde erreicht. Die beiden haben ein Vorführmodell der deutschen Kuka AG gekauft.
credits Hannah HusarFoto: Hannah Husar
Die Aufgaben von Industrierobotern sind oft einfach und werden von Hand programmiert. Zum Beispiel erfordert Pick & Place nur eine manuelle Programmierung von vier bis fünf Punkten. Der Design- und Druckprozess von Yokai Studios enthält jedoch prozedurale Prozesse und lineare Verläufe. Wollte man die Linien einer Zeichnung mit der Hand programmieren, dann müsste man jeden Punkt einzeln bestimmen. Mit dem Environment im Grasshopper von Rhino kann dieser Programmierungsaufwand automatisiert werden. Hier gibt es ein PlugIn, in dem sich ein Patch Notes System befindet. Das sind Programmierblöcke mit gewissen Funktionen, die man zu einer Gesamtfunktion verbinden kann. „In einem dieser PlugIns muss man eigentlich nur bestimmen, was man zusammenbringen möchte, damit es dann selber den Verlauf der Linie errechnet und die Art wie der Roboterarm die Positionen abfahren muss“, erklärt Viktor.
Growth Algorithmus
Es handelt sich hierbei um einen Growth Algorithmus, der bewirkt, dass sich die Linie in einem begrenzten Feld ausdehnt und Muster bildet. Form der Begrenzung sowie Abstand und Länge der Linien sind beeinflussbar. So dass sich immer neue generative Linien bilden und keine der anderen gleicht. Das Ergebnis kann simuliert werden.
credits Hannah HusarFoto: Hannah Husar
Fotomotive
Ein weiterer Designcode, den die Beiden entwickelt haben, basiert auf Parametern, die auf S/W-Graphiken beziehungsweise auf Grauwerte im Bild reagieren. Will man das Motiv abstrakter oder detaillierter gestalten, kann man die Parameter auch verstellen. Hier arbeitet Yokai Studios mit zwei vorgefertigten Codes, einem Ping Pong-Effekt und einer Spirale. Zunächst aber muss das Motiv manuell vorbereitet werden. Da der Code auf Grauwerte reagiert, muss ein Foto zum Beispiel im Open Source Programm GIMP in eine S/W-Graphik umgewandelt werden.
Im Ping Pong-Code werden die Punkte willkürlich gesetzt und deutlich mehr Punkte an den dunklen Stellen des Motivs. Das heißt, die Repräsentation des Bildes ergibt sich durch Kontrast. Die Spirale hingegen überlagert das Motiv und zeichnet saubere gerade Linien da, da wo weiße Bildfläche ist.
credits Hannah HusarFoto: Hannah Husar
Druck und Fixierung
Der Druck erfolgt mit einem 3D-Druck Filament, das aus einem flexiblen thermo-elastischen Polymer besteht. Das Material ist zähflüssig und etwas unflexibel, weshalb beim Absetzen die Gefahr des Abreißens besteht. Der Versuch, den 3D-Druck-Extruder mit einem Stift zu ersetzen, sei allerdings gescheitert, weil das Textil mit dem Stift mitgehe, erklärt Viktor. Nach Beendigung des Druckvorgangs wird das Motiv in der Heattransfer Presse bei 180 Grad für 15 Sekunden fixiert und kann dann problemlos der Belastung durch Tragen und Waschen widerstehen.
Holistischer Ansatz
Das generative Printdesign war, wie oben bemerkt, das erste Produkt ihrer Entwicklungen. Mittlerweile kann der Roboterarm den gesamten Fertigungsprozess ausführen – vom Schnitt über den Zuschnitt bis hin zur Fügetechnik. Das erfordert verschiedene Werkzeuge, die der Arm auch schon handhaben kann: Schere, Greifer und 3D-Druck-Extruder.
Der dreidimensionale Ansatz bedingt zunächst ein eigenes Schnittsystem, das den Vorteil hat, dass es unseren Bewegungsabläufen besser folgen kann. Ein weiterer Vorteil ergibt sich im Produktionsprozess, der die Möglichkeit der Simulation eröffnet. Dadurch werden mögliche Schwachstellen von Modellen schon auf dem Bildschirm offengelegt und die Anfertigung von Prototypen obsolet.
Spezifisch am Roboterarm ist, dass er die Nähte durch ein sogenanntes Loma Bond (Local Manufactured Bonding) ersetzt. Eine Art Klebetechnik, ähnlich jener bei der Fertigung von Funktionsjacken. Dadurch kann die Fügetechnik im 3D-Modus – auf der Puppe erfolgen. Wenn die Technologie marktfähig ist, wird der Roboter innerhalb von Minuten ein individualisiertes Kleidungsstück herstellen können, das auch leistbar ist.
Hürden
Den proof-of-concept haben die beiden schon erbracht. Aber im Moment sind noch manuelle Eingriffe notwendig. Eine weitere Herausforderung ist das Warten auf ein biologisch abbaubares 3D-Druck Filament. Zwar kann Loma Bond die verschiedensten Textilien verbinden, aber das verwendete Filament besteht aus Kunststoff und in der Kreislaufwirtschaft müssen Stoff und Filament aus dem gleichen Material sein. Die Forschung an Kunststoffen aus Algen ist bereits fortgeschritten und „wir sind guter Dinge, dass in naher Zukunft brauchbare Materialien auftauchen“, sagt Michael. Im Geschäftsmodell wollen sie sich noch nicht festlegen. Aber klar ist, dass es eine modulare und transportfähige Produktionsanlage sein soll, die nach Kundenwunsch skalierbar ist.
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Digitale Sichtbarkeit war lange klar definiert: Wer bei Google gefunden werden wollte, optimierte für Suchmaschinen, Keywords und Rankings. Doch mit dem rasanten Aufstieg von KI-basierten Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini verschiebt sich dieses Verständnis grundlegend. Informationssuche findet zunehmend dort statt, wo Nutzer*innen direkte Antworten erwarten – nicht mehr nur Linklisten. Alexander Kurzwernhart von otago beschäftigt sich seit Jahren mit SEO, Content-Strategie und digitaler Auffindbarkeit. Im Interview spricht er darüber, wie KI die Spielregeln verändert, worauf Unternehmen jetzt achten sollten und was künftig darüber entscheidet, ob Inhalte von KI-Systemen überhaupt wahrgenommen und genutzt werden. 1. Wie verändert KI gerade grundlegend, was wir unter digitaler Sichtbarkeit verstehen? Bisher war Sichtbarkeit vor allem Google-zentriert, geprägt durch SEO und SEA. Das bleibt auch weiterhin wichtig, doch durch ChatGPT & Co verlagert sich ein großer Teil der User Journey – insbesondere die Informationssuche – massiv in Richtung LLMs. Diese Systeme liefern direkte Antworten statt Linklisten. Wer LLMs heute nicht als eigenständigen Kanal im Online-Marketing begreift, verpasst den direkten Draht zur Zielgruppe in der entscheidenden Recherchephase. 2. Worauf sollten Unternehmen jetzt in ihrer Content-Strategie achten? Content muss – neben einer soliden technischen Basis – der absolute Schwerpunkt sein. Im Grunde sollte man Tugenden, die im SEO schon lange gepredigt werden, jetzt endlich konsequent umsetzen: Hilfreiche Texte ohne Marketingsprech, dafür mit einzigartigen Fakten. Statt hohler Phrasen wie „Wir stehen für innovative Lösungen ohne Kompromisse“ zählt heute Konkretes wie: „Mit Produkt X erzielen Sie innerhalb von drei …
Führung steht unter Veränderungsdruck, besonders dort, wo Kreativität, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Alltag prägen. Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, wenn Teams heterogener werden, Innovationszyklen kürzer und Erwartungen an Arbeit sinn- und wertegetriebener sind. Gefragt sind heute Führungspersönlichkeiten, die Orientierung geben, ohne einzuengen, die Klarheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben, und die kreative Prozesse ermöglichen, statt sie zu steuern. Stefan Promper beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leadership im kreativen Umfeld – als Trainer, Berater und Lehrgangsleiter. Im Gespräch teilt er seine Perspektive darauf, wie sich Führung verändert hat, warum Selbstführung für Kreativschaffende essenziell ist und welche Rolle Führungskräfte als Kontextgeber*innen in vielfältigen Teams einnehmen sollten. 1. Wie hat sich Leadership im kreativen Umfeld deiner Erfahrung nach verändert – und welche Qualitäten sind heute besonders wichtig, um Teams wirkungsvoll zu führen? „Innovationszyklen sind kürzer, Teams multidisziplinärer. Führung bedeutet zunehmend Hindernisse aus dem Weg räumen, Entscheidungswege zu verkürzen und Prozesse flexibel halten. Schnelle Lernzyklen schlagen Perfektionismus und bei einer gesteigerten Interdisziplinarität werden in Teams das Übersetzen, Verbinden und Moderieren von Spannungen zu zentralen Führungsqualitäten. Daneben geht es in einer Welt voller Reize und Möglichkeiten auch verstärkt um Klarheit und Priorisierung – gute Führung sagt nicht nur Ja, sondern auch bewusst Nein. Zudem wird Arbeitskultur mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, denn die Erwartungen haben sich verändert: Sinn, Selbstwirksamkeit und gesunde Arbeitsweisen sind heute zentrale Attraktivitätsmerkmale und Leadership muss diese aktiv mitgestalten.“ 2. Beim Lehrgang „Leadership for Creatives“ legst du viel Wert …
Impulsgespräch „Selbstständig als Kreative*r“ Wie findet man den eigenen Weg in die Selbstständigkeit als Kreative*r?Wie entwickelt man einen eigenen Stil – und wie wird man sichtbar, ohne sich zu verbiegen? Beim Young Creative Club spricht Illustratorin Carina Lindmeier offen und ehrlich über ihren Weg in die kreative Selbstständigkeit. Carina arbeitet international mit Marken wie Adobe, Red Bull Media House und mymuesli zusammen. In ihrer Arbeit verbindet sie verspielte, zeitgenössische Illustration mit einer starken persönlichen Handschrift. Beim Young Creative Club teilt sie ihre Erfahrungen rund um Selbstständigkeit, Personal Branding und das Finden des eigenen Stils – und spricht darüber, wie diese Themen im kreativen Alltag untrennbar miteinander verbunden sind. Wie immer beim Young Creative Club gilt: kein Vortrag – sondern ein ehrliches Gespräch, echte Learnings und Raum für Austausch. Carina Lindmeier Carina ist freiberufliche Illustratorin aus Linz und liebt es, mit Farben, Formen und Texturen Geschichten zu erzählen. Ihre digitalen Illustrationen sind verspielt, modern und inspiriert von Dingen, die sie im Alltag entdeckt.Sie arbeitet mit internationalen Marken wie Adobe, Red Bull Media House und mymuesli zusammen und bringt kreative Ideen mit viel Gefühl und Persönlichkeit aufs Papier. Besonders wichtig ist ihr der Austausch mit anderen Kreativen: In Workshops, Talks und als Mentorin teilt sie ihr Wissen und unterstützt junge Illustrator*innen auf ihrem Weg. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start …
Bei diesem Format treffen sich die Creative Region Members regelmäßig, um aktuelle Themen gemeinsam zu vertiefen. Austausch & Insights – von anderen lernen In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven. Dieses Format stärkt den Zusammenhalt und sucht nach konkreten Lösungsansätzen für die Herausforderungen. Der kleine Kreis (ca. 10 Teilnehmer*innen) ermöglicht direkten, zielfokussierten Austausch und ein Lernen aus den Erfahrungen anderer. Kreative Projekte leben von guter Zusammenarbeit. Und diese entsteht dort, wo Kommunikation gelingt – über das gesamte Projekt hinweg: vom ersten Gespräch über das Briefing, durch Feedbackphasen und Entscheidungen bis zum Abschluss. Wir beschäftigen uns mit Kund*innenkommunikation als gestaltbaren Handlungsraum. Ziel ist es, Projekte klar, professionell und auf Augenhöhe zu begleiten – auch dann, wenn es mal komplex, unklar oder herausfordernd wird. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn: Hard Facts Wo: Tabakfabrik Linz Wann: 21. April 2026, 16:00 Uhr Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Die Teilnahme ist kostenlos für Members der Creative Region. Du bist noch kein Member? Dann schnuppere gern mal rein und melde dich bei kathrin@creativeregion.org HIER findest du alle Infos zur Membership! Eindrücke vom Member Circle: Zeitfresser minimieren mit KI im Dezember 2025 bei AMAGO
Ein Workshop für alle, die Produktivität neu definieren wollen. Methoden & Hacks für mehr Fokus in deinem Arbeitsleben – mit Future Work Expertin Jeanny Gucher.
In diesem eineinhalbtägigen Workshop lernst du, wie du repetitive, mühsame Aufgaben mittels KI smart automatisierst und dich & dein Business damit entlastest und wertvolle Zeit freilegst. Mit vollem Fokus auf sofortige Anwendbarkeit und viel Raum für Praxisübungen. Damit dir wieder mehr Zeit für die wirklich relevanten Dinge bleibt: mehr Zeit für Strategisches, mehr Zeit zum Überlegen.
Internationalisierung und Wachstum, Vernetzung und Kooperation
Neue kreative Inputs für dein Unternehmen oder deine Geschäftsidee sammeln, Know-How aus innovativen Firmen erwerben, wertvolle internationale Kontakte zu Kund*innen und Geschäftspartner*innen knüpfen und dabei auch noch spannende Städte kennenlernen - das ermöglicht das grenzübergreifende Austauschprogramm Erasmus for Young Entrepreneurs!
Am 14. April laden wir dich wieder herzlich zum nächsten Breakfast Club ein – dem beliebten Vernetzungsformat für alle Members der Creative Region. In entspannter Atmosphäre starten wir gemeinsam in den Tag: bei gutem Kaffee, Frühstück und Austausch über Projekte, Ideen und Kooperationen. Nach dem Soft-Opening beim New Year’s Brunch wollen wir dir nun das fertig möblierte Behrens Lab – unseren neuen Workshop- und Eventraum in der Tabakfabrik Linz – zeigen. Als Creative Region Member kannst auch du dieses Raum für deine Workshops, Team-Klausuren, Präsentationen, etc. nutzen: Ein halber Tag im Behrens Lab ist für dich kostenlos! Special Impuls: Strategie & Stil – Insights zur Markenkommunikation bei AREA Das Behrens Lab wurde gemeinsam mit AREA gestaltet. Neben toller Raumgestaltung fällt AREA immer wieder mit gelungenen Kommunikationsmaßnahmen, Veranstaltungen und ganz viel Liebe für Merch-Design auf. Deshalb freuen wir uns besonders, dass Simon Ladner (Geschäftsführer & Mitinhaber von AREA) beim Breakfast Club Überlegungen & Strategien zu ihren Aktivitäten mit uns teilen wird. Was dich beim Breakfast Club erwartet: Wo: Behrens Lab, Tabakfabrik Linz, Peter-Behrens-Platz 9, Haus CASABLANCA, Lift/Stiege B (beim Haupteingang rein, dann rechts!), 3.OGWann: 14. April, 10:00 Uhr Der Vortragende Simon Ladner gestaltet Räume – nicht nur visuell, sondern atmosphärisch. Als Geschäftsführer bei AREA setzt er auf Qualität, Zeitlosigkeit und Persönlichkeit. Er richtet Wohnungen ein, gestaltet Restaurants, führt Kund*innen mit sicherem Gespür zu Möbeln, die sie ein Leben lang begleiten sollen. Anmeldung Für Members kostenlos – bitte unbedingt HIER anmelden. Du bist …
In diesem Workshop lernst du, wie du Tools wie Midjourney und Nano Banana Pro nicht nur bedienst, sondern strategisch in deinen kreativen Workflow integrierst.
Ein regelmässiger Praxis-Austausch für Marketing Profis. Durch moderierte Gespräche und die Erfahrung anderer entstehen neue Perspektiven und neue Erkenntnisse.
Wie präsentiert man sich als junge*r Kreative*r richtig?Beim Portfolio Talk 2025 haben Barbara Oppelt (Zunder) und Sargon Mikhaeel (Artgroup) offen darüber gesprochen, worauf sie bei Bewerbungen wirklich achten – und was Bewerber*innen lieber lassen sollten. Hier sind fünf Learnings, die du direkt in dein nächstes Portfolio mitnehmen kannst. 1. Weniger ist mehr – Qualität schlägt Quantität Ein gutes Portfolio ist kein Sammelalbum. „Lieber drei richtig gute Projekte als zehn halbfertige“, sagt Barbara Oppelt.Zeig nur Arbeiten, zu denen du wirklich stehst. Wenn du dir bei einem Projekt unsicher bist, ob es rein soll, lass es lieber weg. Auch freie Projekte oder private Experimente zählen, wenn sie Leidenschaft und Stil zeigen. „Uns ist wichtig, dass man spürt: Die Person brennt für das, was sie tut“ – Sargon Mikhaeel (Artgroup) 2. Zeig, wer du bist – dein Portfolio ist dein persönliches Projekt Das Portfolio ist nicht nur eine Mappe mit Arbeiten, sondern ein Statement darüber, wer du bist und wie du denkst.Eine klare Gestaltung, eine eigene visuelle Linie oder sogar ein wiedererkennbares „Mini“-CD zeigen Haltung. „Es ist die perfekte Chance, Charakter zu zeigen – das bin ich, das gefällt mir“ Barbara Oppelt (Zunder) Auch Persönlichkeit darf spürbar sein: Wer du bist, zählt mindestens so viel wie deine Skills. Beide Speaker*innen sind sich einig: „Wir wollen sehen, wie jemand tickt. Das macht neugierig.“ 3. Sei ehrlich – Transparenz zählt Wenn du an Teamprojekten gearbeitet hast, schreib ehrlich dazu, was von dir stammt. Niemand erwartet, dass du alles allein gemacht hast. Wichtig ist, dass du deine Rolle im …
Führung war selten so herausfordernd und gleichzeitig so chancenreich wie heute. Alte Hierarchien bröckeln, neue Erwartungen treffen auf gewachsene Strukturen, und mittendrin stehen Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, ohne Kontrolle auszuüben. Susanna Winkelhofer, Chefredakteurin von DIE MACHER, erlebt diesen Wandel täglich selbst und im Austausch mit Unternehmen und Entscheider*innen. Im Gespräch teilt sie ihre Perspektive auf modernes Leadership, die Bedürfnisse der jungen Generation und darauf, wie Mut, Empathie und Offenheit zu echten Erfolgsfaktoren werden. 1. Wie hat sich Leadership deiner Meinung nach verändert? Welche Qualitäten und Skills braucht es heute, um ein Team sicher durch Dynamik und Wandel zu führen? „Leadership ist endlich erwachsen geworden – im besten Sinne. Früher ging’s um Kontrolle, heute geht’s um Vertrauen. Früher um Hierarchie, heute um Augenhöhe. Ich führe viel lieber mit Herz als mit Hierarchie. Und das Schönste: Wir dürfen endlich als ganze Menschen führen, nicht als Manager-Roboter, die keine Schwäche und keine Gefühle zeigen (dürfen). Was es heute wirklich braucht? Erstens: Die Bereitschaft und auch Neugierde, Veränderung zu begrüßen, anstatt sie zu verdrängen oder Angst vor ihr zu haben. Zweitens: Echte Empathie – und damit meine ich nicht das Gespräch einmal im Quartal, sondern wirklich zu spüren, wo jemand gerade steht. Drittens: Den Mut, auch mal verletzlich zu sein. Ja, natürlich ist es wichtig, dass ich vorangehe, dass meine Begeisterung für die Vision riesig ist und ich alles dafür tue, dass wir sie gemeinsam erreichen – aber wenn ich meinem Team zeige, dass …
„Es war noch nie so leicht, Menschen zu erreichen und gleichzeitig noch nie so schwer, sie wirklich zu berühren.“ Mit diesem scheinbaren Paradox stieg Dr. Barbara Kastlunger in ihren Vortrag bei "Future m[eats] Creativity?" ein. Und traf damit einen Nerv des Abends: Wie navigieren wir eine Welt, in der Aufmerksamkeit die entscheidende Ressource ist, die aber immer knapper, flüchtiger und umkämpfter wird?