Ein nachhaltiges Giveaway – Pflanzensamenkugeln als Frühlingsgruß – des Büromöbelherstellers hali hat den Spot On Call “Best of Nachhaltigkeit” gewonnen. Wir haben mit Gregor Schinko, Texter & Storyteller, und Susanne Gruber, Head of Marketing bei hali, über das Projekt und die Bedeutung von Nachhaltigkeit für das Unternehmen, aber auch für sie persönlich, gesprochen.
Maschinenring ist mehr als Schneeschaufeln im Winter und Heckenschneiden im Sommer. Maschinenring sind über 300 verschiedene Jobs in mehr als 12 unterschiedlichen Job-Cluster. Einige der 30.000 motivierten Mitarbeiter*innen & Dienstleister*innen aus über 70 Maschinenringen geben auf humorvolle Art und Weise auf TikTok Einblicke in ihren Arbeitsalltag.
Chris Thaller ist Gründer und Geschäftsführer von Anything But Ordinary – kurz ABO. Er hat mit seiner Kampagne für Newton Baby den Spot On Call “Best of Nachhaltigkeit” gewonnen. Wir haben Chris in seinem Studio besucht und ihn zum Projekt und seinem kreativen Schaffensprozess befragt.
Leinwand Film hat den Spot On Call “Best Storyboard” gewonnen. Das junge Unternehmen aus Steyr produziert Werbefilme im B2B-Bereich, zum Beispiel den für das Projekt eingereichten Imagefilm für Thermochema. Wie sich die beiden Gründer gefunden haben, warum Planung für Max Flatscher und Marc Bernegger essentiell ist und was sie bei der Arbeit besonders glücklich macht, erfahrt ihr im Interview:
Wie lange gibt es Leinwand Film schon und was macht ihr?
Marc: Wir produzieren Werbefilme, hauptsächlich Videos im B2B-Bereich. Max (Flatscher) ist hauptsächlich für die Organisation & Planung zuständig, ich (Marc Bernegger) für den kreativen Teil. Die Dinge verschwimmen aber miteinander 😉 In der Konstellation gibt es uns seit 2021. Wir haben aber schon lange davor immer wieder zusammengearbeitet. Ich hab’ Max gern zu Projekten hinzugezogen, und wir haben gesehen, es harmoniert gut und haben dann gesagt – lass’ uns was gemeinsam machen.
Max: Ich hab’ in Linz bei Smesh die Ausbildung gemacht, bin in das Thema hineingerutscht und dann Kleinunternehmer geworden. Aus diesen ersten gemeinsamen Projekten mit Marc haben wir sehr viel gelernt.
Habt ihr vor, noch mehr Leute einzustellen?
Marc: Wir arbeiten viel mit Freelancer*innen – je nach Projekt. Aber es ist durchaus ein Wunsch und langfristiges Ziel, das fixe Team zu vergrößern. Filmschaffende zu sein ist schon ein gewisser Hustle – oft sieht man den Aufwand nicht, der dahintersteckt. Man sieht die besten Momente im finalen Resultat, aber die Monate Arbeit, die man reingesteckt hat, sieht man nicht. Das unterschätzen auch Kund*innen zum Teil.
Max: Weil wir unser ganzes Herzblut hineinstecken, kann es auch ausarten, wenn man sich selber nicht am Riemen reißt *lacht* Weil man sich eben richtig in Projekte vertiefen kann.
Was ist wichtig in eurem Business? Wie geht es euch mit der Selbstständigkeit?
Marc: Wir haben beide gelernt, dass ein gutes Netzwerk speziell in unserer Branche extrem wichtig ist. Vieles läuft über zufriedene Kund*innen, die uns weiterempfehlen. Es gibt aktuell sehr viele Filmschaffende, weil es einerseits in letzter Zeit einfacher geworden ist, sowas zu machen (im technischen und finanziellen Sinne) und andererseits ist es momentan schon ein gehyptes Thema. Es gibt auch sehr viele kleine Streamer*innen und YouTuber*innen, die Videos produzieren. Es ist einfach alles zugänglicher geworden, vieles der Software ist gratis. Selbstständigkeit ist jedenfalls ein ständiges Durchbeißen, immer wieder probieren, nicht aufgeben – dadurch entwickelt sich dann wieder was.
Was ist der Kern eurer Arbeit und welche Rolle spielen Imagevideos dabei?
Max: Produkt- und Werbevideo, und auch Imagevideo. Wobei Imagevideo weiter in den Hintergrund rückt, weil es nicht mehr essentiell ist, sondern es eher darum geht, die Produkte zu vertreiben, und man eher themenspezifische Videos macht. Imagevideos sind meinem Gefühl nach am Aussterben bzw. werden immer weniger. Grundsätzlich ist Bewegtbildcontent aber viel relevanter als statischer Content, und Firmen beginnen das auch zu verstehen.
Wie teilt ihr euch die Arbeitszeit als Selbstständige ein?
Max: Das ist sehr projektspezifisch. Es gibt Wochen, wo wenig los ist, wo wir Blogbeiträge machen, Inhalte pflegen. Dann startet wieder ein Projekt und es geht los mit Location Scouting, Budgetierung, etc. Es ist ein bisschen wie ein Wellengang – manchmal wenig, manchmal extrem viel.,
Wie seid ihr an das Projekt mit Thermochema herangegangen?Welchen Stellenwert haben Storyboards in eurer Arbeit?
Marc: Viele machen gar kein Storyboard mehr. In unserem Maßstab ist das nicht sehr verbreitet. Wir haben das auch auf anderen Drehs kennengelernt, wo man sieht, dass es viele gibt, die einfach drauf los arbeiten. Das ist nicht unsere Arbeitsweise. Wir planen gerne und denken alle Möglichkeiten im Vorfeld durch.
Max: Ich glaube, dass das Produkt dadurch besser wird bzw. einen eigenen Charme bekommt. Ohne Planung entwickeln sich Projekte in andere Richtungen. Bei besserer Planung weiß ich genau, welche Schrauben ich “tweaken” kann.
Marc: Wir versuchen, alles so gut wie möglich zu planen, aber natürlich gibt es trotzdem immer wieder Überraschungen, auf die man spontan reagieren muss.
Max: Man kann so viel planen, wie man will, es kommt immer etwas, das man nicht vorhersehen kann. Umso wichtiger, so viel und genau wie möglich zu planen! Wir haben für viele Fragen eine Antwort. Wir stehen dann nicht mit 5 Leuten und x Equipment da und sagen “Oh, an das haben wir nicht gedacht”.
Marc: Viele haben kein Storyboard, sondern haben es für sich im Kopf, oder besprechen es vorher kurz. Irgendjemand hat schon einen Plan, aber oft nicht so konkret.
Max: Es ist einfach essentiell dafür, dem Team zu kommunizieren, was du machen willst. Alle im Team sollen die gleiche Vision verstehen.
“Man kann so viel planen, wie man will, es kommt immer etwas, das man nicht vorhersehen kann. Umso wichtiger, so viel und genau wie möglich zu planen! Wir haben für viele Fragen eine Antwort.”
Links: Storyboard Rechts: Stills aus dem finalen Video
Wer ist bei euch der Storyboardzeichner?
Marc: Das bin immer ich. Wenn ich dann sehe, dass das Ergebnis ziemlich nahe beim Plan ist, macht mich das schon recht glücklich.
Wie läuft bei euch die Planung ab?
Max: Meistens sind wir einmal vorher bei der Location. Dann schauen wir, möglichst viele Bilder von jeder Perspektive zu machen. Wir stellen uns beide hin und machen Fotos, auch von der Umgebung. Wir schauen, wie die Location ausgerichtet ist, dann gibt’s eine sogenannte “Shadow Map” – dann kann man nachvollziehen, zu welchen Uhrzeiten die Sonne von welcher Seite kommt. Dann wissen wir, wieviel Licht wir mitnehmen müssen, etc. Im Anschluss kümmern wir uns um die Rechte. Beim Video für Thermochema waren wir im Nationalpark Kalkalpen, da mussten wir zum Beispiel Drehgenehmigungen einholen.
Marc: Das ganze ist viel Aufwand. Von den Stunden, die in so ein Projekt hineinfließen, sehen die Konsument*innen einen Bruchteil – oft nur eine Minute. Uns war wichtig, dass es kein 0815 Imagefilm wird. Das macht eigentlich eh niemand mehr *lacht*, aber trotzdem ist uns das wichtig. Firmengebäude, Chefs, Daten und Fakten…. Wir wollten eher mehr den “Lifestyle-Faktor” reinbringen – aber trotzdem einen Zusammenhang zur Firma herstellen. Wir wollten Thermochemas Werte und USPs vermitteln und das in eine kleine Geschichte verpacken.
Wie lief der Prozess der Ideenfindung?
Marc: Man durchforstet zuerst die Website des Kunden und recherchiert, was sie selbst über sich sagen. Was Thermochemas Werte sind, ihre Geschichte, das waren die ersten Anhaltspunkte für uns. Ein österreichisches Unternehmen, das chemische Produkte herstellt, diese aber so wenig schadhaft wie möglich gestaltet. Deshalb auch der Naturbezug. Das ist eigentlich meistens so der Fall – wir bringen den Kund*innen zuerst Vorschläge. Manche haben schon konkretere Vorstellungen. Oft ist es auch eine Budgetfrage, was im Endeffekt möglich ist.
Wir appellieren immer an die Kund*innen, sich marketingtechnisch noch jemanden hinzuzuziehen, um auch die Verbreitung des Videos nach der Herstellung sicherzustellen. Wenn ein Video, das wir gemacht haben, auch gut durchdacht vermarktet wird und Sichtbarkeit erhält, freut uns das natürlich noch mehr.
“Man muss Videos ganzheitlich denken und schon im Vorfeld berücksichtigen, für welche Kanäle ich welche Ausschnitte in welchem Format brauche.”
Was macht für euch ein gutes Storyboard aus?
Marc: Ein gutes Storyboard ist wie ein Bauplan für ein Gebäude. Wenn man sich daran hält, dann weiß man, dass alles zusammenpasst und im Endeffekt schaut es so aus, wie man es haben wollte. Ich als Regisseur kann im besten Fall zum Kameramann gehen, ihm das Storyboard zeigen, und er weiß sofort, was ich meine. Er sieht auf den ersten Blick, was das Bild aussagen soll, wie die Einstellungen sind – ich versuche auch immer, das Licht schon einzubinden. Ich bin Fotograf und habe sehr viel mit Licht zu tun, deswegen mache ich das gerne mit. Im besten Fall sieht man den fertigen Film schon im Kopf.
“Ein gutes Storyboard ist wie ein Bauplan für ein Gebäude.”
Was waren eure Learnings im Projekt? Hattet ihr auch mit Herausforderungen zu kämpfen?
Marc: Eine große Herausforderung war jedenfalls, die Location zu organisieren. Um die Crew und das gesamte Equipment zu transportieren, muss die Location mit dem Auto erreichbar sein. Es muss idealerweise in der Nähe sein.
Max: Man braucht die Genehmigung – welche Autos und wie viele dürfen fahren? Strom ist auch ein großer Punkt. Dieselaggregate sind in Naturschutzgebieten z.B. ein No Go, genauso wie Drohnenflüge. Es gibt viele Dinge zu berücksichtigen, die man so gut es geht vorher überlegt. Müll – natürlich darf niemand Abfälle hinterlassen.
Marc: Eine weitere Herausforderung war, den ganzen Dreh in drei Tagen abzuwickeln. Die beteiligten Personen mussten Zeit haben, das Wetter musste passen. Meistens stellen wir zwei Drehtermine in aufeinanderfolgenden Wochen. Wir brauchen außerdem Morgendämmerung – am Vorabend waren wir um Mitternacht fertig und mussten um drei Uhr früh wieder aufstehen.
Worauf seid ihr besonders stolz? Was hat euch am meisten Spaß gemacht?
Beide: Dass alles so funktioniert hat, wie es sollte (lacht).
Max: Man sieht irgendwann, dass wir es mittlerweile schaffen, in so einem Maßstab zu produzieren. Wir entwickeln uns immer weiter und lernen durch Trial & Error, was funktioniert und was nicht, was wir uns für das nächste Mal mitnehmen können.
Marc: Und wenn mal was nicht funktioniert, lasse ich mir schnell einen Masterplan einfallen (lacht). Dann lernen wir daraus. Vor allem die Learnings nehmen wir uns sehr gerne mit. Was uns natürlich auch stolz macht: Wenn am Schluss der Kunde zufrieden ist.
Max: Sehr fein ist es auch, wenn wir die Vorstellungen, die wir hatten – z.B. einen coolen Effekt einzusetzen – dann auch wirklich umsetzen.
Danke an Max und Marc von Leinwand Film für die Einblicke in eure Arbeit! Hier könnt ihr das finale Imagevideo für Thermochema sehen. Auf spot-on-spot.at findet ihr weitere Infos zu den Gewinner*innenkampagnen und aktuellen Ausschreibungen.
Was passiert, wenn Wissenschaft die Labor- und Konferenzwelt verlässt und auf Künstler*innen, Festivalpublikum und völlig neue Perspektiven trifft? Seit 2020 bringt der LIT Sonder-Call der Johannes Kepler Universität Linz genau diese Welten zusammen. Forschende und Studierende entwickeln gemeinsam mit Künstler*innen Projekte für das Ars Electronica Festival. Mit einem Anspruch, der über klassische Wissenschaftskommunikation hinausgeht. Denn hier geht es nicht darum, Forschung nachträglich hübsch zu verpacken. Es geht darum, etwas entstehen zu lassen, das keine der beteiligten Disziplinen alleine hätte entwickeln können. Wir haben mit Gregor Pechmann und Denise Atteneder, dem Team hinter dem LIT Sonder-Call darüber gesprochen, warum Wissenschaft den Elfenbeinturm verlassen muss, was Kunst dabei verändern kann und warum ein Festival mit einer unverrückbaren Deadline manchmal genau der richtige Ort für Experimente ist. Wissenschaft raus aus dem Labor Als der JKU Campus 2020 erstmals zu einem Hauptschauplatz des Ars Electronica Festivals wurde, sollte die Universität nicht nur Raum zur Verfügung stellen, sondern sich auch inhaltlich einbringen. Der LIT Sonder-Call entstand vor dem Hintergrund der sogenannten „Third Mission“ von Universitäten: Neben Forschung und Lehre gehört auch der Transfer von Wissen in die Gesellschaft zu ihren Aufgaben. Der Call sollte dafür eine neue Plattform schaffen. „Wissenschaft soll nicht einfach nur zum Selbstzweck da sein. Es geht sehr viel um die dritte Mission einer Universität. Die erste ist forschen, die zweite ist lehren, und die dritte: eben diesen Wissenstransfer an die Öffentlichkeit zu ermöglichen.“, so Gregor Pechmann. Dafür werden Wissenschaftler*innen und Studierende …
480 Kubikmeter Holz wurden für das Baumwerk in Freistadt verbaut. Entstanden sind 28 Mietwohnungen, die klimabewusste Bauweise, hohe Wohnqualität und ortsübliche Mietpreise miteinander verbinden. Ein Projekt der Landwirtschaftskammer Oberösterreich mit Tp3 Architekten und regionalen Unternehmen.
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Sieben Jahre. So lange dauert es durchschnittlich, bis bei Betroffenen Endometriose diagnostiziert wird. Sieben Jahre voller Unsicherheit, Schmerzen und oft frustrierender Arztbesuche. Das Linzer Start-up Diamens möchte diesen Weg verkürzen. Die Gründerinnen entwickeln einen Test, der Endometriose anhand von Menstruationsblut diagnostizieren kann – einfach, niederschwellig und von zu Hause aus anwendbar. Doch hinter der Innovation steckt mehr als medizinische Forschung: Es geht auch um Design, Kommunikation und die Frage, wie man Frauen dort abholt, wo sie Antworten suchen. Wir haben mit Mitgründerin Angelika Lackner über die Entstehung von Diamens, die Bedeutung nutzer*innenzentrierter Entwicklung und den gesellschaftlichen Impact des Projekts gesprochen. „Wir haben festgestellt: Für Menstruationsblut gab es praktisch keine Standards.“ Wie ist die Idee zu Diamens entstanden? Diamens steht für „Diagnose aus Menstruationsblut“. Der Ursprung der Idee lag in der wissenschaftlichen Forschung: Im Rahmen einer bioinformatischen Biomarker-Identifikationspipeline konnten potenzielle Biomarker für Endometriose identifiziert werden. Daraus entstand die Frage, wie diese möglichst patientinnenfreundlich genutzt werden könnten. Das Gründerinnenteam beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Menstruationsblut als diagnostischem Probenmaterial – und stellte fest, dass es hierfür praktisch keine etablierten Verfahren gab. „Für Hautproben, Haarproben oder verschiedenste Gewebearten gibt es standardisierte Laborprotokolle. Für Menstruationsblut gab es praktisch nichts.“ Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Diagnostiklösung, die dort ansetzt, wo die Erkrankung ihren Ursprung hat: beim Menstruationszyklus selbst. Aus der Kombination dieser beiden Erkenntnisse entstand die Idee, Menstruationsblut als bislang kaum genutztes diagnostisches Probenmaterial zu erschließen. Aufgrund seiner engen biologischen Verbindung zum …
Was passt besser zu mir: Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit? Wie viel kreative Freiheit habe ich wirklich? Wo gibt es mehr Sicherheit, wie spricht man über Geld – und muss man sich überhaupt für einen Weg entscheiden? Diese Fragen standen im Zentrum des letzten Young Creative Club. Zu Gast waren Anna Streitel von PunktFormStrich, Tanja Karlsböck von KEBA und Bettina Friedrich von Atelier April Studios, die drei ziemlich unterschiedliche Perspektiven auf das Arbeiten in der Kreativbranche mitgebracht haben. Schnell wurde klar: So eindeutig, wie die drei Modelle auf den ersten Blick wirken, sind sie gar nicht. Nicht jede Agentur bedeutet Überstunden und Dauerstress. Inhouse zu arbeiten heißt nicht automatisch, wenig kreativ sein zu können. Und Selbstständigkeit bringt zwar viel Freiheit, aber auch ziemlich viel Verantwortung mit sich. Viel wichtiger ist die Frage: Welche Art zu arbeiten passt eigentlich zu mir? Kreativer Freiraum hängt nicht am Jobmodell Eines der ersten Themen im Gespräch war der kreative Freiraum. Denn gerade rund um Agenturen, große Unternehmen und Selbstständigkeit halten sich einige Vorurteile ziemlich hartnäckig. Wie viel man tatsächlich gestalten kann, hängt aber oft stärker vom konkreten Umfeld ab als vom Arbeitsmodell selbst. In kleinen Agenturteams können Hierarchien sehr flach sein und Designer*innen Projekte von der Idee bis zur Umsetzung begleiten. Auch innerhalb eines großen Unternehmens kann viel Freiraum entstehen, wenn Teams selbstorganisiert arbeiten und Entscheidungen eigenständig treffen können. Und auf der anderen Seite heißt selbstständig zu sein nicht, bei jedem Auftrag völlig frei gestalten zu können. Kund*innen, Budgets, bestehende Marken …
Freistädter Bier hat etwas, das sich nicht einfach neu erfinden lässt: 250 Jahre Geschichte, eine starke Verankerung im Mühlviertel und eine Community, die eng mit der Marke verbunden ist. Als Freistädter Bier und die Agentur Gruppe am Park ihre Zusammenarbeit starteten, ging es deshalb nicht um einen radikalen Neustart. Es ging um die Frage: Wie lässt sich eine starke Marke weiterentwickeln, ohne das zu verlieren, was sie besonders macht? Die Antwort darauf wurde „Wir sind so frei“. Ein Claim, der Unabhängigkeit, Regionalität und die Herstellungsprinzipien der Brauerei zu einer klaren Haltung verbindet und Freistädter damit bewusst von einem österreichischen Biermarkt abgrenzt, der stark von großen Konzernmarken geprägt ist. Frei von Gentechnik, frei von Zusätzen und ohne multinationalen Konzern im Rücken: Der Claim bringt auf den Punkt, was bereits Teil der Marke war, und schafft gleichzeitig Raum für ihre Weiterentwicklung. Mit reduzierten Plakaten, pointierten Botschaften und einem Auftritt mit Ecken und Kanten wird diese Haltung konsequent in Kommunikation übersetzt. Vor allem aber rückt „Wir sind so frei“ jene Menschen stärker ins Zentrum, die Freistädter Bier seit jeher prägen. Wir haben mit Paul Steininger von Freistädter Bier und Bernhard Buchegger von Gruppe am Park über behutsame Markenarbeit, gegenseitiges Vertrauen, mutige Entscheidungen und die Frage gesprochen, warum eine starke Community für eine regionale Brauerei weit mehr ist als ein Marketinginstrument. Weiterentwickeln statt neu erfinden Die Ausgangslage bedeutete für die Gruppe am Park: genau hinzusehen. Was funktioniert bereits? Was darf keinesfalls verloren gehen? Und …
Als Peter Bangelmeier 2020 nach Linz zurückkehrte, hatte er eigentlich nur einen Auftrag: das Familienunternehmen Eiler schließen. „Der Grund meiner Rückkehr war eigentlich die Aufgabe, dass ich den Eiler schließe. Das war die einzige Aufgabe, die ich damals hatte, zurückzukommen und schlussendlich alle Mietverträge zu kündigen, alle Arbeitsverträge zu kündigen.“ Wenige Jahre später wurde der eiler als bestes Schuhhandelsunternehmen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dazwischen liegen mutige Entscheidungen, kreative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Tradition und Veränderung kein Widerspruch sein müssen. Darüber sprachen Peter Bangelmeier von der eiler und Wolfgang Ortner von Ortner etc. bei einem Talk im Nordico Stadtmuseum Linz im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Gespräch mit Michaela Scharrer (Creative Region). Als Schließung geplant, als Neustart umgesetzt Für Bangelmeier war die Rückkehr nach Linz zunächst kein Herzensprojekt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch statt die Türen endgültig zu schließen, begann er, Möglichkeiten auszuloten. Pop-up-Stores wurden eröffnet, neue Konzepte getestet und bewusst Signale gesetzt, dass etwas in Bewegung ist. Aus dem bisherigen Unternehmen wurde schließlich eine Neugründung. Aus „dem Eiler von früher“ sollte eine Marke entstehen, die ihre Geschichte bewahrt und gleichzeitig in der Gegenwart angekommen ist. Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein? Eine Frage beschäftigte den Geschäftsführer dabei besonders: „Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein?“ Die Inspiration kam aus Gesprächen mit Kund*innen. Immer wieder hörte er Sätze wie: „Ich trage Eiler Schuhe.“ Obwohl die Schuhe von unterschiedlichsten Herstellern stammten, verbanden die Kund*innen ihr Einkaufserlebnis so stark mit dem …
Acht Räume, 1.200 Jahre Prager und tschechischer Geschichte, rund 250 Schritte: Mitten im ehemaligen Kaufhaus Máj entstand mit „Back in Time Prague“ eine multimediale Zeitreise, die historische Vermittlung, räumliche Inszenierung und Entertainment miteinander verbindet.
AI-generated images are everywhere, but do they actually change how architecture is designed? In most practices, AI is still used as a post-production tool. This workshop proposes a different approach: AI as an active design partner, embedded from early research and concept development to geometry, communication, and final presentation. Rather than focusing on image-making alone, the workshop explores how AI reshapes decision-making, iteration, and design thinking. Your Upgrade We move from “AI as renderer” to “AI as design intelligence.” Participants will learn how to integrate AI across: The goal is not better images, but optimized design processes. What We’ll Work On Part 1 — AI in the Creative & Concept Phase (Midjourney) Part 2 — AI in Architectural Communication (Claude) Part 3 — From Geometry to Production (ComfyUI) Part 4 — Reflection & Critical Discussion Who This Is For This workshop is primarily designed for architects, spatial designers, exhibition designers, and interior designers – professionals who work with space, atmosphere and built environments. The tools and workflows are equally relevant for creative professionals and art directors who want to build visual worlds and AI-supported presentation material. What You’ll Take Home What to Bring Please be aware that this workshop will be held in English so conversational skills are necessary. Date & Schedule 12 November 2026 Tickets & Prices Tickets for companies with up to 19 employees (including sole proprietors): €375 excl. VAT (€450 incl. VAT) – each valid for one …
AI, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Im Rahmen von „KI. Und jetzt?", einer Kooperation von Strategie Austria und Creative Region, erzählen fünf Expert*innen aus Telekommunikation, Industrie und Agentur aus ihrer eigenen Praxis und ihren Learnings im Umgang mit KI.
Was als entspannter gemeinsamer Abend für unsere Members gestartet ist, hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt im Creative Region Kalender entwickelt. Auch heuer wieder: Zusammenkommen, bekannte Gesichter wiedersehen, neue kennenlernen, Ideen austauschen – und schauen, was daraus entsteht. Denn ein gutes Netzwerk lebt nicht von Visitenkarten und steifem Smalltalk, sondern von Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen. Mittlerweile sind rund 140 Unternehmen Creative Region Members und damit part of the WE. Beim not another get together bringen wir dieses Netzwerk zusammen – unkompliziert, persönlich und im gewohnten Creative Region Vibe. Was dich erwartet: Keine Vorträge. Kein Pflichtprogramm. Kein awkward Networking. Einfach ein Abend zum Reden, Kennenlernen, Wiedersehen, Austauschen und Zusammensein. Hard Facts Die Teilnahme ist für Creative Region Members kostenlos. Bitte sichere dir trotzdem HIER dein Gratis-Ticket, damit wir wissen, mit wie vielen Menschen wir rechnen dürfen. Du bist noch kein Member?Dann ist das vielleicht die perfekte Gelegenheit, einmal reinzuschnuppern, die Community kennenzulernen und herauszufinden, ob du part of the WE werden möchtest. Melde dich dafür einfach bei Kathrin unter kathrin@creativeregion.org. Wo: Cafeteria Frédéric, Hauptplatz 6, 4020 Linz Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?
Wie gelingt es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen gerne Verantwortung übernehmen, sich als Teil des Teams fühlen und gemeinsam etwas voranbringen wollen? Gerade durch flexible Arbeitsmodelle, unterschiedliche Erwartungen und neue Ansprüche an Führung verändert sich das Miteinander in Unternehmen. Führungskräfte stehen vor der Frage, wie sie Orientierung geben und gemeinsame Ziele stärken können, ohne dabei auf Druck oder starre Vorgaben zu setzen. In diesem Member Circle sprechen wir darüber, was es für echtes Commitment braucht. Was fördert Zusammenhalt und Eigeninitiative? Wie entsteht echte Motivation? Und was können Führungskräfte konkret dazu beitragen, dass Mitarbeiter*innen nicht nur dabei sind, sondern sich aktiv einbringen und mitgestalten wollen? In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze für die eigene Praxis. Der kleine Kreis von ca. 10 Teilnehmer*innen ermöglicht einen direkten, fokussierten Austausch und das Lernen aus den Erfahrungen anderer. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Ablauf Die Erkenntnisse des Member Circles werden dir zusammengefasst in einem Sheet geschickt. Anmeldung Die Veranstaltung ist kostenlos für Members, aufgrund der wenigen Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Eindrücke vom Member Circle „Besser kommunizieren mit Kund*innen“, am 21. April 2026
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Bei unserer letzten Ausgabe von In Good Company haben wir uns mit Marketingverantwortlichen aus Unternehmen über aktuelle Erfahrungen, Experimente und Herausforderungen mit Linkedin ausgetauscht. Fünf Themen haben die Diskussion besonders geprägt.
Individuelle Beratung für deine Business-Herausforderungen Neue Impulse und frische Perspektiven Du stehst vor einer strategischen Entscheidung, suchst nach neuen Wachstumschancen oder brauchst einen ehrlichen Blick von außen? In einer 1:1-Session analysieren wir mit dir gemeinsam deine aktuelle Situation, reflektieren Herausforderungen und skizzieren konkrete Lösungswege. So funktioniert es: Falls dein Anliegen eine tiefere Fachexpertise benötigt, vernetzen wir dich mit passenden Expert*innen. Für wen ist das Format geeignet? Dieses Angebot richtet sich an Einzelunternehmer*innen und kleinere Unternehmen, die sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfinden: Typische Themen, bei denen wir unterstützen: Unsere Expertise Als Organisation sind wir seit 2011 in der Kreativwirtschaft tätig, zudem bringen unsere Team-Mitglieder mehrjährige Berufserfahrung aus anderen Bereichen mit. Wir haben bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt und viele Unternehmen vom Start weg begleitet. Unser tiefgehendes Know-how und Kenntnisse der Herausforderungen der Kreativwirtschaft ermöglichen es uns, praxisnahe und umsetzbare Empfehlungen zu geben. Mit diesem kompakten Format bieten wir dir eine effektive Beratung, die dich und dein Business direkt weiterbringt. Vereinbare einen Termin! Schreib eine E-Mail an kathrin@creativeregion.org mit deiner Telefonnummer.Wir rufen dich zurück und vereinbaren einen Termin. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir! Members only – HIER findest du alle weiteren Vorteile der Membership. Bei Fragen wende dich bitte an kathrin@creativeregion.org
Doch wie gestaltet man eigentlich eine neue Banknotenserie für ganz Europa? Das Salzburger Branding- und Designstudio PunktFormStrich ist einer von zehn Finalisten im Wettbewerb der Europäischen Zentralbank für die Gestaltung der neuen Euro-Banknoten. Damit ist PunktFormStrich als einziges österreichisches Designstudio im internationalen Finale vertreten. Gemeinsam mit Hans-Christian Kogler (Creative Director) & Gregor Sams (Managing Director), Gründer von PunktFormStrich, schauen wir hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Designprozesses: vom Briefing der Europäischen Zentralbank über die Entwicklung einer vollständigen Banknotenserie bis zum eingereichten Finalentwurf. Für das vorgegebene Thema „Rivers and Birds“ entwickelte PunktFormStrich ein visuelles Informationssystem rund um verschiedene europäische Vogelarten. Visualisierte Vogelrufe, charakteristische Merkmale und Fluggeschwindigkeiten werden dabei zu Gestaltungselementen. Denn bei einer Banknote ist Design weit mehr als Dekoration: Jedes Detail muss funktionieren, Information vermitteln und gleichzeitig Vertrauen schaffen. Im Talk sprechen wir darüber, wie Gestaltung für ein Medium funktioniert, das potenziell Millionen Menschen über Jahrzehnte begleitet. Wie viel gestalterische Eigenständigkeit verträgt eine Währung? Wie lassen sich Ästhetik, Information, Sicherheit und Barrierefreiheit miteinander verbinden? Und welche Verantwortung entsteht, wenn Design plötzlich gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung bekommt? Wir sprechen darüber, Ein Talk über Gestaltung, Verantwortung und die vielleicht außergewöhnlichste Designaufgabe überhaupt: das Geld, das wir täglich in der Hand halten. Über PunktFormStrich PunktFormStrich ist ein Branding- und Designstudio aus Salzburg. Das Studio entwickelt Markenidentitäten und visuelle Systeme, die Strategie in Gestaltung übersetzen und Orientierung schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Wiedererkennbarkeit und Ästhetik, sondern die Frage, wie Design langfristig Wirkung entfalten und kulturelle Relevanz entwickeln kann.