Ein nachhaltiges Giveaway – Pflanzensamenkugeln als Frühlingsgruß – des Büromöbelherstellers hali hat den Spot On Call “Best of Nachhaltigkeit” gewonnen. Wir haben mit Gregor Schinko, Texter & Storyteller, und Susanne Gruber, Head of Marketing bei hali, über das Projekt und die Bedeutung von Nachhaltigkeit für das Unternehmen, aber auch für sie persönlich, gesprochen.
Maschinenring ist mehr als Schneeschaufeln im Winter und Heckenschneiden im Sommer. Maschinenring sind über 300 verschiedene Jobs in mehr als 12 unterschiedlichen Job-Cluster. Einige der 30.000 motivierten Mitarbeiter*innen & Dienstleister*innen aus über 70 Maschinenringen geben auf humorvolle Art und Weise auf TikTok Einblicke in ihren Arbeitsalltag.
Leinwand Film hat den Spot On Call “Best Storyboard” gewonnen. Das junge Unternehmen aus Steyr produziert Werbefilme im B2B-Bereich, zum Beispiel den für das Projekt eingereichten Imagefilm für Thermochema. Wie sich die beiden Gründer gefunden haben, warum Planung für Max Flatscher und Marc Bernegger essentiell ist und was sie bei der Arbeit besonders glücklich macht, erfahrt ihr im Interview.
Chris Thaller ist Gründer und Geschäftsführer von Anything But Ordinary – kurz ABO. Die Kreativagentur mit Fokus auf Unternehmenskultur und Nachhaltigkeit hat mit ihrer Kampagne für Newton Baby den Spot On Call “Best of Nachhaltigkeit” gewonnen. Wir haben Chris in seinem Studio besucht und ihn zum Projekt und seinem kreativen Schaffensprozess befragt.
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Chris, erzähl uns bitte etwas über dich und deinen Background!
Chris: Ich war zehn Jahre lang bei adidas Runtastic, wo ich so etwas wie der kreative Freigeist war. Ich hatte absolute Freiheit und habe mich auf zwei Themen spezialisiert: Das eine ging mehr in die Marketing-Richtung, ich wollte Kampagnen kreieren. Und da habe ich von Anfang an gesagt, wenn ich eine Kampagne mache, dann muss diese die Welt auch besser machen. Eine reine Sales-Kampagne hätte ich nie gemacht. Mein zweites Thema bezog sich auf das Team – da war ich verantwortlich, das Runtastic-Team bei Laune zu halten. Zu inspirieren, motivieren, auf unterschiedlichste Arten. Entweder mit Präsentationen, mit Events, mit Videoprojekten oder ich habe Gastredner*innen gebracht, vom Glücksminister aus Bhutan bis zur Hip-Hop-Legende quer durch.
Als ich dann 50 geworden bin, habe ich mir gedacht, entweder mache ich mich jetzt noch einmal selbständig oder nicht. Gemeinsam mit meinem ehemaligen Lead, Runtastic-Co-Founder Alfred Luger, habe ich im April 2022 die Anything But Ordinary GmbH gegründet, mit zwei Schwerpunktthemen: einerseits Nachhaltigkeit, im Speziellen Kampagnen, die durch messbaren Impact die Welt zu einem besseren Ort machen, und andererseits Unternehmenskultur und Purpose. Für Runtastic mache ich noch immer einiges, z.B. ein Mental-Health-Event. Die Förderung von mentaler Gesundheit ist ein Thema, das auch immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Oft fragen mich Leute, was ich eigentlich mit ABO alles mache, und das ist nicht immer ganz einfach zu erklären. Ich mache sehr viele und ganz unterschiedliche Sachen. Zum Beispiel arbeite ich mit dem ehemaligen Glücksminister von Bhutan daran, mehr Happiness in Unternehmen zu bringen. Mit Kampagnen wie Run for the Oceans versuche ich, das Plastikproblem der Weltmeere zu bekämpfen, oder ich organisiere ein Mental Health Event, um die mentale Gesundheit der Mitarbeiter:innen zu fördern. Und manchmal ist es auch ein reines “Spaß-Event”. Aber was immer über allem steht, ist, die Welt dadurch etwas besser zu machen. Für uns, aber auch für alle Generationen, die nach uns kommen.
„Was immer über allem steht, ist, die Welt dadurch etwas besser zu machen. Für uns, aber auch für alle Generationen, die nach uns kommen.“
Chris Thaller, ABO
Wie bist du zu deiner Kooperation mit Dr. Ha Vinh Tho, dem ehemaligen “Glücksminister” von Bhutan gekommen?
Ich habe die “Tiger Talks” initiiert, eine Interviewserie, wo ich einfach inspirierende Gäste einlade und mit ihnen rede. Im Zuge dessen habe ich vor zwei Jahren den ehemaligen Glücksminister von Bhutan eingeladen. Er hat dann eine Keynote und einen Workshop bei Runtastic gehalten. Da haben wir uns kennengelernt. Er war ganz lange in Bhutan für das Glücksprinzip verantwortlich. Er hat sich dann gefragt, wie Unternehmen oder Schulen dieses Prinzip auch anwenden könnten. Er hat gesagt: “Wenn du willst, kann ich das mit dir gemeinsam an österreichische Unternehmen bringen”. Er ist mein Mentor und dazu noch ein ganz toller Mensch und ein sehr weiser Mann.
Kommen wir nun aber zu deiner Kampagne, die bei Spot On gewonnen hat. Was ist der Hintergrund des Projektes mit Newton Baby x CleanHub? Was war die Zielsetzung, das Briefing?
Ich hatte ja in meiner Zeit bei Runtastic die “adidas X Parley Run for the Oceans” Kampagne kreiert, bei der es um das Thema “Ocean Plastic Pollution” ging. Dadurch habe ich mir in diesem Bereich schon einen Namen gemacht. Dann hat mich ein Freund aus Berlin angeschrieben. Er hat ein Start-up in Berlin mit dem Namen CleanHub gegründet, das eine innovative digitale Tracking-Software entwickelt hat, mit der man das Sammeln von Müll in der gesamten “Lieferkette” messbar machen kann: Vom Moment, wo jemand in Südostasien eine Flasche aufhebt, bis dorthin, wo dieses Plastikteil verwertet wird. Entweder recycelt oder falls nicht recyclebar verbrannt.
Joel, der Gründer von CleanHub, ist gerade eine Kooperation mit Newton Baby eingegangen, einem in Miami, USA ansässigen und international tätigen Babymatratzen-Hersteller. Newton wollte auch etwas zurückgeben. Ihr Plan war es, 1 Million Pfund Plastikmüll mit Unterstützung von CleanHub in SO-Asien zu sammeln. Joel ist dann auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich dazu nicht eine Kampagne für Social Media entwickeln kann.
Spannend, eine Kooperation zwischen Miami, Berlin und Linz. Wie bist du an das Projekt herangegangen?
Mein Gedanke war: Wenn wir schon eine Kampagne rund um das Thema “Babies” machen, muss diese auch emotional sein. Die Idee war, zuallererst ein Schlaflied zu produzieren. Dazu habe ich mit einem Freund von mir geredet, der sehr kreativ ist und aus der Musik kommt. So ist der Stein ins Rollen gekommen.
Dann haben wir ein Schlaflied geschrieben und es mit einem Musikproduzenten aus Linz, Peter Kreuzer, produziert. Und gemeinsam mit unseren Freunden von Crisp & Juicy, der Videoproduktionsfirma aus Linz, haben wir dazu das Video gebaut.
Das Lied war quasi die Basis. Im Video wird ein Baby von seiner Mutter in den Schlaf gesungen und träumt von einer positiven Zukunft. Diese Idee haben wir dann an Newton gepitcht und sie haben es gleich für sehr gut befunden und uns den Auftrag erteilt. Natürlich haben wir auch von Anfang an unterschiedliche Formate und Channels mitgedacht, dh. gibt es die längere Variante für YouTube und für die Website. Und dann kürzere Cutdowns für Instagram, TikTok, Facebook.
Wie erfolgreich war das Projekt des Plastiksammelns und das Video dazu?
Die Kooperation mit Newton selbst, die von CleanHub geleitet wurde, war sehr erfolgreich. Erstens, weil sie bereits jetzt die geplante 1 Million Pfund gesammelt haben. Und zweitens, weil auch unsere Video Kampagne vor allem in Nordamerika und Kanada sehr gut funktioniert hat.
Was auch sehr cool war: Der Geschäftsführer von Newton Baby ist mit CleanHub selbst nach Südostasien gefahren, um sich ein Bild davon zu machen, was da wirklich passiert, und ob diese Kampagne auch tatsächlich den großen Impact generiert, den sie verspricht. Dieses große persönliche Engagement der Newton Geschäftsführung habe ich extrem beeindruckend gefunden. Letztendlich funktioniert alles am besten, wenn die Geschäftsführung oder andere Verantwortliche in einem Unternehmen auch wirklich zu 100% hinter ihren Nachhaltigkeitsinitiativen stehen und diese nicht nur als Marketingtool verstehen.
Was hat dir am meisten Spaß gemacht? Worauf bist du stolz?
Stolz bin ich eigentlich auf die Idee an sich. Dass mir so schnell eingefallen ist, ein Schlaflied schreiben zu lassen. Dann habe ich immer Leute in meinem Netzwerk, die mir da helfen, wie z.B. der Freund Cedric aus Köln, der zwar aus dem Hip-Hop kommt, jedoch auch Schlaflieder schreiben kann. Zumindest wissen wir das jetzt.
Wie bist du zu der Idee gekommen? Hast du einen bestimmten Ideenfindungsprozess?
Ich befolge keinen speziellen, gelernten Prozess, was meine Ideenfindung betrifft. Ich starte immer damit, sehr fest und viel darüber nachzudenken – wie das Projekt sein könnte? Und meistens kommt dann auch bald der Moment, in dem ich weiß: das ist es jetzt. Bis ich den habe, kann das zwar manchmal etwas dauern.
Meistens kommt dann auch bald der Moment, in dem ich weiß: das ist es jetzt.
Ich halte z.B. auch Keynotes über Run for the Oceans, wo ich die Geschichte erzähle, wie Run for the Oceans entstanden ist. Dieser Prozess hat im Endeffekt wahrscheinlich fast sieben Jahre gedauert, vom ersten Gedanken bis hin zum finalen Konzept. Da sind natürlich ganz viele Sachen dazwischen passiert, aber manchmal kann es eben auch ganz lange dauern.
Das Witzige ist: Mir fällt eigentlich immer rechtzeitig etwas ein. Also, sollte ich eine Struktur haben, dann wäre es, zuerst ganz fest nachdenken, dann komplett loslassen und dann kommt auch die Idee zur rechten Zeit. Gleich halt wie auch im Leben, wenn man etwas manifestieren will. Da bin ich ein bisschen spirituell eingestellt und denke mir, eine Idee kann nicht kommen, wenn man sie zu fest haben will. Dh. man muss dem Universum oder wie auch immer man das nennen will, die Möglichkeit geben, eine kreative Idee zu schaffen.
Wie habt ihr mit Newton Baby zusammengearbeitet?
Wir hatten zuerst einen digitalen Einführungsworkshop, in dem wir uns vorgestellt haben und die Idee präsentiert haben. Das waren etwa drei Stunden. Und dann ist es eigentlich sehr schnell und nur noch um Feinabstimmung gegangen. Wir haben das Lied geschrieben und den Text übermittelt. Natürlich hat es da noch Input von Kundenseite gegeben, der war aber auch immer recht gut und hat das Projekt nur noch besser gemacht.
Wie lange hat das gedauert?
Vom ersten Briefing bis zum fertigen Produkt? Ich weiß es nicht mehr genau, aber es waren in etwa zwei bis drei Monate. Also wirklich eher kurz.
Gab es auch Herausforderungen im Projekt?
Ja, eine große Herausforderung war die doch recht kurze Deadline. Aber die wahrscheinlich größte Challenge war es, ein Video mit einem Baby als Hauptdarsteller zu drehen.
Wir hatten ein unglaublich süßes Baby, mussten es jedoch dazu bringen, vor einer riesigen Kamera einzuschlafen. Im finalen Video wirkt das alles super friedlich – in Wirklichkeit haben wir es am ersten Drehtag erst mal nicht geschafft, da der Kleine nicht 1 Sekunde schlafen wollte. Und ich verstehe ihn ja auch. Wer will schon schlafen, wenn ein Kameramann mit einer riesigen Linse vor deinem Gesicht herumfummelt. lacht
Gut, dass wir bei uns im Büro gedreht haben und so das Set auch für einen zweiten Drehtag verwenden konnten. Auch die Mutter des Kleinen in unserem Video war super supportiv und hat wirklich alles versucht, um den Kleinen zum Schlafen zu bringen – 10 Mal spazieren, stillen, Hallenbad etc. Draußen hat er dann auch immer sofort gut geschlafen, aber sobald er am Set war und Kevin, unser Kameramann mit der Kamera zu ihm hin war, hat er wieder in die Kamera gelacht.
Alles in allem haben wir es aber geschafft, und sowohl wir als auch die Familie des Kleinen sind mit dem finalen Video sehr zufrieden. Ich hoffe, in einigen Jahren wird es auch dem Kleinen gezeigt, und dann freut auch er sich, dabei gewesen zu sein.
Behind the Scenes: Dreharbeiten für das Video für Newton Baby
Du hast das ja vorher schon angeschnitten, dass dir im Unternehmen Nachhaltigkeit wichtig ist. Suchst du deine Kund*innen und Kampagnen so aus, kommen die Leute auch zu dir, die so ticken?
Grundsätzlich kommen zu mir nur Leute, die in die Richtung etwas machen wollen. Ich glaube, dass ich es auch ganz gut schaffe, einer Firma oder einer Person aufzuzeigen, dass es wichtig ist, dass ihre Mitarbeiterinnen zufrieden sind. Oder auch, dass sie meist auch wirtschaftlich erfolgreicher sind, wenn sie nachhaltiger agieren, da gibt es ganz viele wissenschaftliche Fakten und Beispiele.
Das versuche ich immer zu vermitteln und somit auch zu belegen, warum es wichtig ist, was wir machen. Leider ist im Moment eine Zeit, wo die Priorität für Themen wie Nachhaltigkeit oder Förderung von Unternehmenskultur wieder etwas weniger geworden ist, das war vor 2-3 Jahren einmal viel besser. Wahrscheinlich hat das auch mit der Wirtschaftssituation zu tun.
Wir werden aber weiterhin versuchen, unser Bestes zu geben, diese Themen in Unternehmen zu fördern und dadurch unsere Welt ein kleines Stück besser zu machen.
Ich glaube, dass ich es auch ganz gut schaffe, einer Firma oder einer Person aufzuzeigen, dass es wichtig ist, dass ihre Mitarbeiterinnen zufrieden sind. Oder auch, dass sie meist auch wirtschaftlich erfolgreicher sind, wenn sie nachhaltiger agieren, da gibt es ganz viele wissenschaftliche Fakten und Beispiele.
Spot On stellt herausragende Projekte der oberösterreichischen Werbe- und Kommunikationsbranche ins Rampenlicht – in vormaligen Leerstands-Schaufenstern in der Linzer Innenstadt. Auf spot-on-spot.at könnt ihr alle Informationen zum Projekt und den Gewinner*innenkampagnen ansehen.
Freistädter Bier hat etwas, das sich nicht einfach neu erfinden lässt: 250 Jahre Geschichte, eine starke Verankerung im Mühlviertel und eine Community, die eng mit der Marke verbunden ist. Als Freistädter Bier und die Agentur Gruppe am Park ihre Zusammenarbeit starteten, ging es deshalb nicht um einen radikalen Neustart. Es ging um die Frage: Wie lässt sich eine starke Marke weiterentwickeln, ohne das zu verlieren, was sie besonders macht? Die Antwort darauf wurde „Wir sind so frei“. Ein Claim, der Unabhängigkeit, Regionalität und die Herstellungsprinzipien der Brauerei zu einer klaren Haltung verbindet und Freistädter damit bewusst von einem österreichischen Biermarkt abgrenzt, der stark von großen Konzernmarken geprägt ist. Frei von Gentechnik, frei von Zusätzen und ohne multinationalen Konzern im Rücken: Der Claim bringt auf den Punkt, was bereits Teil der Marke war, und schafft gleichzeitig Raum für ihre Weiterentwicklung. Mit reduzierten Plakaten, pointierten Botschaften und einem Auftritt mit Ecken und Kanten wird diese Haltung konsequent in Kommunikation übersetzt. Vor allem aber rückt „Wir sind so frei“ jene Menschen stärker ins Zentrum, die Freistädter Bier seit jeher prägen. Wir haben mit Paul Steininger von Freistädter Bier und Bernhard Buchegger von Gruppe am Park über behutsame Markenarbeit, gegenseitiges Vertrauen, mutige Entscheidungen und die Frage gesprochen, warum eine starke Community für eine regionale Brauerei weit mehr ist als ein Marketinginstrument. Weiterentwickeln statt neu erfinden Die Ausgangslage bedeutete für die Gruppe am Park: genau hinzusehen. Was funktioniert bereits? Was darf keinesfalls verloren gehen? Und …
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Sieben Jahre. So lange dauert es durchschnittlich, bis bei Betroffenen Endometriose diagnostiziert wird. Sieben Jahre voller Unsicherheit, Schmerzen und oft frustrierender Arztbesuche. Das Linzer Start-up Diamens möchte diesen Weg verkürzen. Die Gründerinnen entwickeln einen Test, der Endometriose anhand von Menstruationsblut diagnostizieren kann – einfach, niederschwellig und von zu Hause aus anwendbar. Doch hinter der Innovation steckt mehr als medizinische Forschung: Es geht auch um Design, Kommunikation und die Frage, wie man Frauen dort abholt, wo sie Antworten suchen. Wir haben mit Mitgründerin Angelika Lackner über die Entstehung von Diamens, die Bedeutung nutzer*innenzentrierter Entwicklung und den gesellschaftlichen Impact des Projekts gesprochen. „Wir haben festgestellt: Für Menstruationsblut gab es praktisch keine Standards.“ Wie ist die Idee zu Diamens entstanden? Diamens steht für „Diagnose aus Menstruationsblut“. Der Ursprung der Idee lag in der wissenschaftlichen Forschung: Im Rahmen einer bioinformatischen Biomarker-Identifikationspipeline konnten potenzielle Biomarker für Endometriose identifiziert werden. Daraus entstand die Frage, wie diese möglichst patientinnenfreundlich genutzt werden könnten. Das Gründerinnenteam beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Menstruationsblut als diagnostischem Probenmaterial – und stellte fest, dass es hierfür praktisch keine etablierten Verfahren gab. „Für Hautproben, Haarproben oder verschiedenste Gewebearten gibt es standardisierte Laborprotokolle. Für Menstruationsblut gab es praktisch nichts.“ Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Diagnostiklösung, die dort ansetzt, wo die Erkrankung ihren Ursprung hat: beim Menstruationszyklus selbst. Aus der Kombination dieser beiden Erkenntnisse entstand die Idee, Menstruationsblut als bislang kaum genutztes diagnostisches Probenmaterial zu erschließen. Aufgrund seiner engen biologischen Verbindung zum …
Was passt besser zu mir: Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit? Wie viel kreative Freiheit habe ich wirklich? Wo gibt es mehr Sicherheit, wie spricht man über Geld – und muss man sich überhaupt für einen Weg entscheiden? Diese Fragen standen im Zentrum des letzten Young Creative Club. Zu Gast waren Anna Streitel von PunktFormStrich, Tanja Karlsböck von KEBA und Bettina Friedrich von Atelier April Studios, die drei ziemlich unterschiedliche Perspektiven auf das Arbeiten in der Kreativbranche mitgebracht haben. Schnell wurde klar: So eindeutig, wie die drei Modelle auf den ersten Blick wirken, sind sie gar nicht. Nicht jede Agentur bedeutet Überstunden und Dauerstress. Inhouse zu arbeiten heißt nicht automatisch, wenig kreativ sein zu können. Und Selbstständigkeit bringt zwar viel Freiheit, aber auch ziemlich viel Verantwortung mit sich. Viel wichtiger ist die Frage: Welche Art zu arbeiten passt eigentlich zu mir? Kreativer Freiraum hängt nicht am Jobmodell Eines der ersten Themen im Gespräch war der kreative Freiraum. Denn gerade rund um Agenturen, große Unternehmen und Selbstständigkeit halten sich einige Vorurteile ziemlich hartnäckig. Wie viel man tatsächlich gestalten kann, hängt aber oft stärker vom konkreten Umfeld ab als vom Arbeitsmodell selbst. In kleinen Agenturteams können Hierarchien sehr flach sein und Designer*innen Projekte von der Idee bis zur Umsetzung begleiten. Auch innerhalb eines großen Unternehmens kann viel Freiraum entstehen, wenn Teams selbstorganisiert arbeiten und Entscheidungen eigenständig treffen können. Und auf der anderen Seite heißt selbstständig zu sein nicht, bei jedem Auftrag völlig frei gestalten zu können. Kund*innen, Budgets, bestehende Marken …
Was passiert, wenn Wissenschaft die Labor- und Konferenzwelt verlässt und auf Künstler*innen, Festivalpublikum und völlig neue Perspektiven trifft? Seit 2020 bringt der LIT Sonder-Call der Johannes Kepler Universität Linz genau diese Welten zusammen. Forschende und Studierende entwickeln gemeinsam mit Künstler*innen Projekte für das Ars Electronica Festival. Mit einem Anspruch, der über klassische Wissenschaftskommunikation hinausgeht. Denn hier geht es nicht darum, Forschung nachträglich hübsch zu verpacken. Es geht darum, etwas entstehen zu lassen, das keine der beteiligten Disziplinen alleine hätte entwickeln können. Wir haben mit Gregor Pechmann und Denise Atteneder, dem Team hinter dem LIT Sonder-Call darüber gesprochen, warum Wissenschaft den Elfenbeinturm verlassen muss, was Kunst dabei verändern kann und warum ein Festival mit einer unverrückbaren Deadline manchmal genau der richtige Ort für Experimente ist. Wissenschaft raus aus dem Labor Als der JKU Campus 2020 erstmals zu einem Hauptschauplatz des Ars Electronica Festivals wurde, sollte die Universität nicht nur Raum zur Verfügung stellen, sondern sich auch inhaltlich einbringen. Der LIT Sonder-Call entstand vor dem Hintergrund der sogenannten „Third Mission“ von Universitäten: Neben Forschung und Lehre gehört auch der Transfer von Wissen in die Gesellschaft zu ihren Aufgaben. Der Call sollte dafür eine neue Plattform schaffen. „Wissenschaft soll nicht einfach nur zum Selbstzweck da sein. Es geht sehr viel um die dritte Mission einer Universität. Die erste ist forschen, die zweite ist lehren, und die dritte: eben diesen Wissenstransfer an die Öffentlichkeit zu ermöglichen.“, so Gregor Pechmann. Dafür werden Wissenschaftler*innen und Studierende …
480 Kubikmeter Holz wurden für das Baumwerk in Freistadt verbaut. Entstanden sind 28 Mietwohnungen, die klimabewusste Bauweise, hohe Wohnqualität und ortsübliche Mietpreise miteinander verbinden. Ein Projekt der Landwirtschaftskammer Oberösterreich mit Tp3 Architekten und regionalen Unternehmen.
Acht Räume, 1.200 Jahre Prager und tschechischer Geschichte, rund 250 Schritte: Mitten im ehemaligen Kaufhaus Máj entstand mit „Back in Time Prague“ eine multimediale Zeitreise, die historische Vermittlung, räumliche Inszenierung und Entertainment miteinander verbindet.
Als Peter Bangelmeier 2020 nach Linz zurückkehrte, hatte er eigentlich nur einen Auftrag: das Familienunternehmen Eiler schließen. „Der Grund meiner Rückkehr war eigentlich die Aufgabe, dass ich den Eiler schließe. Das war die einzige Aufgabe, die ich damals hatte, zurückzukommen und schlussendlich alle Mietverträge zu kündigen, alle Arbeitsverträge zu kündigen.“ Wenige Jahre später wurde der eiler als bestes Schuhhandelsunternehmen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dazwischen liegen mutige Entscheidungen, kreative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Tradition und Veränderung kein Widerspruch sein müssen. Darüber sprachen Peter Bangelmeier von der eiler und Wolfgang Ortner von Ortner etc. bei einem Talk im Nordico Stadtmuseum Linz im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Gespräch mit Michaela Scharrer (Creative Region). Als Schließung geplant, als Neustart umgesetzt Für Bangelmeier war die Rückkehr nach Linz zunächst kein Herzensprojekt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch statt die Türen endgültig zu schließen, begann er, Möglichkeiten auszuloten. Pop-up-Stores wurden eröffnet, neue Konzepte getestet und bewusst Signale gesetzt, dass etwas in Bewegung ist. Aus dem bisherigen Unternehmen wurde schließlich eine Neugründung. Aus „dem Eiler von früher“ sollte eine Marke entstehen, die ihre Geschichte bewahrt und gleichzeitig in der Gegenwart angekommen ist. Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein? Eine Frage beschäftigte den Geschäftsführer dabei besonders: „Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein?“ Die Inspiration kam aus Gesprächen mit Kund*innen. Immer wieder hörte er Sätze wie: „Ich trage Eiler Schuhe.“ Obwohl die Schuhe von unterschiedlichsten Herstellern stammten, verbanden die Kund*innen ihr Einkaufserlebnis so stark mit dem …
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?
Was als entspannter gemeinsamer Abend für unsere Members gestartet ist, hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt im Creative Region Kalender entwickelt. Auch heuer wieder: Zusammenkommen, bekannte Gesichter wiedersehen, neue kennenlernen, Ideen austauschen – und schauen, was daraus entsteht. Denn ein gutes Netzwerk lebt nicht von Visitenkarten und steifem Smalltalk, sondern von Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen. Mittlerweile sind rund 140 Unternehmen Creative Region Members und damit part of the WE. Beim not another get together bringen wir dieses Netzwerk zusammen – unkompliziert, persönlich und im gewohnten Creative Region Vibe. Was dich erwartet: Keine Vorträge. Kein Pflichtprogramm. Kein awkward Networking. Einfach ein Abend zum Reden, Kennenlernen, Wiedersehen, Austauschen und Zusammensein. Hard Facts Die Teilnahme ist für Creative Region Members kostenlos. Bitte sichere dir trotzdem HIER dein Gratis-Ticket, damit wir wissen, mit wie vielen Menschen wir rechnen dürfen. Du bist noch kein Member?Dann ist das vielleicht die perfekte Gelegenheit, einmal reinzuschnuppern, die Community kennenzulernen und herauszufinden, ob du part of the WE werden möchtest. Melde dich dafür einfach bei Kathrin unter kathrin@creativeregion.org. Wo: Cafeteria Frédéric, Hauptplatz 6, 4020 Linz Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Bei unserer letzten Ausgabe von In Good Company haben wir uns mit Marketingverantwortlichen aus Unternehmen über aktuelle Erfahrungen, Experimente und Herausforderungen mit Linkedin ausgetauscht. Fünf Themen haben die Diskussion besonders geprägt.
AI-generated images are everywhere, but do they actually change how architecture is designed? In most practices, AI is still used as a post-production tool. This workshop proposes a different approach: AI as an active design partner, embedded from early research and concept development to geometry, communication, and final presentation. Rather than focusing on image-making alone, the workshop explores how AI reshapes decision-making, iteration, and design thinking. Your Upgrade We move from “AI as renderer” to “AI as design intelligence.” Participants will learn how to integrate AI across: The goal is not better images, but optimized design processes. What We’ll Work On Part 1 — AI in the Creative & Concept Phase (Midjourney) Part 2 — AI in Architectural Communication (Claude) Part 3 — From Geometry to Production (ComfyUI) Part 4 — Reflection & Critical Discussion Who This Is For This workshop is primarily designed for architects, spatial designers, exhibition designers, and interior designers – professionals who work with space, atmosphere and built environments. The tools and workflows are equally relevant for creative professionals and art directors who want to build visual worlds and AI-supported presentation material. What You’ll Take Home What to Bring Please be aware that this workshop will be held in English so conversational skills are necessary. Date & Schedule 12 November 2026 Tickets & Prices Tickets for companies with up to 19 employees (including sole proprietors): €375 excl. VAT (€450 incl. VAT) – each valid for one …
Wie gelingt es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen gerne Verantwortung übernehmen, sich als Teil des Teams fühlen und gemeinsam etwas voranbringen wollen? Gerade durch flexible Arbeitsmodelle, unterschiedliche Erwartungen und neue Ansprüche an Führung verändert sich das Miteinander in Unternehmen. Führungskräfte stehen vor der Frage, wie sie Orientierung geben und gemeinsame Ziele stärken können, ohne dabei auf Druck oder starre Vorgaben zu setzen. In diesem Member Circle sprechen wir darüber, was es für echtes Commitment braucht. Was fördert Zusammenhalt und Eigeninitiative? Wie entsteht echte Motivation? Und was können Führungskräfte konkret dazu beitragen, dass Mitarbeiter*innen nicht nur dabei sind, sondern sich aktiv einbringen und mitgestalten wollen? In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze für die eigene Praxis. Der kleine Kreis von ca. 10 Teilnehmer*innen ermöglicht einen direkten, fokussierten Austausch und das Lernen aus den Erfahrungen anderer. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Ablauf Die Erkenntnisse des Member Circles werden dir zusammengefasst in einem Sheet geschickt. Anmeldung Die Veranstaltung ist kostenlos für Members, aufgrund der wenigen Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Eindrücke vom Member Circle „Besser kommunizieren mit Kund*innen“, am 21. April 2026
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Im Rahmen von „KI. Und jetzt?", einer Kooperation von Strategie Austria und Creative Region, erzählen fünf Expert*innen aus Telekommunikation, Industrie und Agentur aus ihrer eigenen Praxis und ihren Learnings im Umgang mit KI.
Individuelle Beratung für deine Business-Herausforderungen Neue Impulse und frische Perspektiven Du stehst vor einer strategischen Entscheidung, suchst nach neuen Wachstumschancen oder brauchst einen ehrlichen Blick von außen? In einer 1:1-Session analysieren wir mit dir gemeinsam deine aktuelle Situation, reflektieren Herausforderungen und skizzieren konkrete Lösungswege. So funktioniert es: Falls dein Anliegen eine tiefere Fachexpertise benötigt, vernetzen wir dich mit passenden Expert*innen. Für wen ist das Format geeignet? Dieses Angebot richtet sich an Einzelunternehmer*innen und kleinere Unternehmen, die sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfinden: Typische Themen, bei denen wir unterstützen: Unsere Expertise Als Organisation sind wir seit 2011 in der Kreativwirtschaft tätig, zudem bringen unsere Team-Mitglieder mehrjährige Berufserfahrung aus anderen Bereichen mit. Wir haben bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt und viele Unternehmen vom Start weg begleitet. Unser tiefgehendes Know-how und Kenntnisse der Herausforderungen der Kreativwirtschaft ermöglichen es uns, praxisnahe und umsetzbare Empfehlungen zu geben. Mit diesem kompakten Format bieten wir dir eine effektive Beratung, die dich und dein Business direkt weiterbringt. Vereinbare einen Termin! Schreib eine E-Mail an kathrin@creativeregion.org mit deiner Telefonnummer.Wir rufen dich zurück und vereinbaren einen Termin. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir! Members only – HIER findest du alle weiteren Vorteile der Membership. Bei Fragen wende dich bitte an kathrin@creativeregion.org
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Vor allem: Mensch sein. Wir können immer mehr produzieren, automatisieren und auslagern. Technologien entwickeln sich in einem Tempo, das selbst jene kaum mehr vorhersagen können, die sich täglich damit beschäftigen. Ideen und Inhalte lassen sich in Sekundenschnelle produzieren, Bilder generieren, Texte schreiben, Aufgaben delegieren. Aber wenn plötzlich fast alles möglich ist: Was wird dadurch eigentlich wichtiger? Worauf sollen wir uns fokussieren? Genau diese Frage zog sich beim ausverkauften Future m[eats] Creativity? 2026 fast überraschend deutlich durch alle fünf Impulse. Im Ars Electronica Center ging es um technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen, um Individualismus und Community, um unsere Beziehung zu künstlicher Intelligenz, um starke Ideen und um Kuration. Fünf Perspektiven, die an sehr unterschiedlichen Punkten starteten und doch immer wieder bei ähnlichen Fragen ankamen: Was wollen wir mit all den neuen Möglichkeiten anfangen? Was verdient unsere Aufmerksamkeit? Was berührt Menschen wirklich? Und welche Rolle wollen wir selbst dabei spielen? Zwischen den Impulsen servierte das Team von Rossbarth ein fünfgängiges Menü mit Getränkebegleitung von Helena Jordan (Café Capra), die Gedanken aus den Vorträgen wurden anschließend direkt an den Tischen mit den Impulsgeber*innen weiterdiskutiert. „Ich glaube, dass der nächste große Trend etwas ganz Simples ist: Mensch sein.“ Tech-Analyst und ehemaliger Head of Digital Transformation bei Daimler, Sascha Pallenberg, eröffnete den Abend mit einem Blick auf internationale technologische Entwicklungen und darauf, wie radikal sich ein Wirtschaftsstandort innerhalb weniger Jahrzehnte verändern kann. Seine Wahlheimat Taiwan wurde durch langfristige Investitionen in Halbleiter, Consumer Electronics und entsprechende …