Im Rahmen des Crossing Europe Filmfestivals in Linz haben wir mit den Filmschaffenden Claudia Wohlgenannt und Markus Bauer über Vereinbarkeit und Work-Life-Balance gesprochen.
Bühne und Sichtbarkeit, Weiterbildung und Wissenstransfer
Im Rahmen des CROSSING EUROPE Filmfestival Linz haben wir mit der Filmemacherin Lena Weiss und dem Videoproduzenten Manuel Bauer über Nachhaltigkeit und Fairness im Filmbusiness gesprochen.
Leistungsdruck, Stress und prekäre Arbeitsverhältnisse sind in der Film- und Kreativwirtschaft leider zu oft die Regel. Während viele Vertreter*innen der „Work Hard, Play Hard-Generation“ vor oder bereits mitten im Burn-out stehen, scheuen junge Kreative zunehmend den Einstieg in die Branche, da sie nach einer ausgewogenen Work-Life-Balance streben.
Wie können diese Herausforderungen angegangen werden, um eine zukunftsfähige Branche zu fördern? Welche neuen Ansätze und Arbeitsmodelle gibt es hier und wie schafft man künftig eine bessere Vereinbarkeit zwischen Privat- und Berufsleben?
Darüber haben wir im Rahmen des Crossing Europe Filmfestivals in Linz gesprochen. Die Filmschaffenden Claudia Wohlgenannt von Plan C Film Produktion und Markus Bauer von LM.Media GmbH diskutierten mit Wolfgang Gumpelmaier-Mach über ihre Erfahrungen und Herausforderungen. Sie beleuchteten nicht nur die Schwierigkeiten in der Branche, sondern präsentierten auch konkrete Lösungsvorschläge, die zur Verbesserung der Work-Life-Balance und Arbeitsbedingungen beitragen können.
Ziel der jährlich stattfindenden Reihe ist es, praxisnahe Einblicke in filmrelevante Themen zu bieten und zu diskutieren, was in der Branche funktioniert und was nicht. Nach dem letztjährigen Fokus auf Ressourcen und Nachhaltigkeit lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der „Ressource Mensch“, die im Filmbereich stark gefordert wird und oft an die Grenzen gehen muss. Work-Life-Balance und Resilienz sind daher zentrale Elemente für die Zukunft der Filmbranche.
Persönliche Erfahrungen und Herausforderungen
Claudia Wohlgenannt ist seit 1997 in der Filmbranche tätig und leitet seit 2012 ihre eigene Produktionsfirma, Plan C Film. Am Beginn ihrer Karriere arbeitete sie am Filmset, wo sie die harte Realität der Branche mit langen Arbeitszeiten und hohem Druck erlebte. Diese intensiven Arbeitsbedingungen stellten sie vor große Herausforderungen, insbesondere als sie Mutter wurde.
„Ich musste feststellen, dass die Anforderungen am Set nicht mehr mit meinem Familienleben vereinbar waren.“
Claudia Wohlgenannt, Plan C
Claudia Wohlgenannt; Credit: AOEF Akademie des Öst. FilmsFoto: AOEF Akademie des Öst. Films
Durch Zufall kam sie zum Dokumentarfilm, der flexiblere Arbeitszeiten ermöglichte und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie bot. Claudia betont die Wichtigkeit von Work-Life-Balance und engagiert sich in branchenpolitischen Netzwerken für Geschlechtergerechtigkeit und Diversität, u.a. im Berufsgruppenausschuss für Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion.
Markus Bauer ist Gründer und Geschäftsführer des Linzer Videoproduktionsstudios LM.Media GmbH – Studio für bewegende Bilder. Seit über zehn Jahren produziert er Branded Content, Werbespots, Imagefilme und Dokumentarfilme. Am Beginn seiner Karriere fand Markus über ein Praktikum bei Red Bull Media House den Zugang zur Filmproduktion und entschied sich bald, eine eigene Produktionsfirma zu gründen, da er sich in klassischen Anstellungsverhältnissen nicht wohlfühlte.
„Wir haben früh erkannt, wie wichtig es ist, die Work-Life-Balance zu steuern.“
Markus Bauer, LM Media
Sie hinterfragen bewusst, ob Drehs z.B. wirklich am Wochenende stattfinden müssen, und versuchen, solche Arbeitszeiten zu minimieren.
Beide Filmschaffenden betonen, dass es entscheidend ist, bewusste Entscheidungen für eine bessere Work-Life-Balance zu treffen und sich aktiv um die eigene Resilienz zu kümmern. Ihre Erfahrungen zeigen, dass trotz der Herausforderungen in der Filmbranche Wege gefunden werden können, um eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben zu erreichen.
Daraus geht hervor, dass Frauen in der Filmbranche oft vor zusätzlichen Herausforderungen stehen, insbesondere wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht. Viele Menschen mit Betreuungspflichten berichteten, dass sie aufgrund der intensiven Arbeitszeiten und des hohen Drucks Schwierigkeiten haben, ihre beruflichen und familiären Verpflichtungen unter einen Hut zu bringen. Zudem zeigt die Studie, dass die fehlende Planbarkeit und die unregelmäßigen Arbeitszeiten oft zu einer erhöhten Belastung führen.
Ein vielversprechendes Modell, das aus dieser Studie hervorgegangen ist, ist das Jobsharing. Beim Jobsharing teilen sich zwei oder mehr Personen eine Vollzeitstelle, wodurch die Arbeitslast auf mehrere Schultern verteilt wird. Dies ermöglicht eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und reduziert den Stress, der durch lange Arbeitszeiten und hohe Arbeitsbelastung entsteht. Claudia hebt hervor, dass dieses Modell flexibel gestaltet werden kann, indem die Arbeitszeiten tageweise, halbtägig oder wochenweise aufgeteilt werden.
„Durch diese Flexibilität können sich die Beteiligten besser auf ihre privaten Verpflichtungen und Bedürfnisse einstellen.“
Claudia Wohlgenannt, Plan C
Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist, dass die Bereitstellung von Kinderbetreuungseinrichtungen am Set als wichtige Maßnahmen angesehen werden, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Eine Forderung hier ist die Nutzung des freiwilligen Zuschuss zur Kinderbetreuung durch Arbeitgeber*innen.
Darüber hinaus wurde hervorgehoben, dass eine größere Unterstützung und Förderung von Diversität in der Branche notwendig ist, um ein inklusiveres Arbeitsumfeld zu schaffen. Maßnahmen wie Mentoring-Programme und Netzwerke für Frauen und unterrepräsentierte Gruppen können dazu beitragen, Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.
Das bei LM.Media erfolgreich eingeführt Sabbatical ist ein weiteres innovatives Arbeitsmodell. Markus Bauer erklärt:
„Das Sabbatical-Modell ermöglicht es unseren Teammitgliedern, für eine bestimmte Zeit freigestellt zu werden, um sich zu erholen und neue Energie zu tanken.“
Diese Auszeiten tragen nicht nur zur persönlichen Erholung bei, sondern fördern auch neue Perspektiven und kreative Ideen. Markus berichtet, dass die positiven Effekte des Sabbaticals sowohl auf individueller als auch auf Teamebene spürbar sind, da die Mitarbeiter mit frischer Motivation und Inspiration zurückkehren.
Die praktische Umsetzung dieser Modelle in der Filmproduktion kann jedoch mit Herausforderungen verbunden sein. Zum einen erfordert Jobsharing eine gute Abstimmung und Kommunikation zwischen den beteiligten Personen, um einen reibungslosen Ablauf der Arbeit sicherzustellen. Zum anderen muss das Management bereit sein, flexible Arbeitsmodelle zu unterstützen und die notwendigen organisatorischen Strukturen zu schaffen.
Für das Sabbatical-Modell ist es wichtig, dass die Arbeitslast während der Abwesenheit eines Teammitglieds gut verteilt wird und keine Engpässe entstehen. Dies kann durch eine sorgfältige Planung und frühzeitige Kommunikation erreicht werden. Es ist auch wichtig, dass die finanzielle Stabilität des Unternehmens gewährleistet bleibt, um solche Auszeiten ermöglichen zu können.
Ein starkes Netzwerk und gezielte Unterstützungsangebote sind essenziell für Filmschaffende, um den Herausforderungen der Branche erfolgreich zu begegnen. Initiativen wie das Schweizer Modell FOCAL bieten wertvolle Unterstützung und könnten auch in Österreich umgesetzt werden. FOCAL stellt jungen Filmschaffenden Ausbildungsplätze zur Verfügung und vermittelt sie an verschiedene Filmproduktionen, während sie bei FOCAL angestellt bleiben. Dieses Modell schafft stabile Rahmenbedingungen und ermöglicht den Nachwuchstalenten einen strukturierten Einstieg in die Branche.
Die Übertragbarkeit eines solchen Modells auf Österreich könnte einen großen Mehrwert bieten. Indem junge Kreative durch ein zentrales Institut wie FOCAL betreut und ausgebildet werden, könnte eine kontinuierliche Förderung und Begleitung sichergestellt werden. Dies würde nicht nur die Qualität der Ausbildung erhöhen, sondern auch den jungen Filmschaffenden die Möglichkeit bieten, praktische Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig in einem geschützten Umfeld zu arbeiten.
Zusätzlich zu solchen Initiativen sind auch regionale Netzwerke und Austauschplattformen von großer Bedeutung. Organisationen wie die Creative Region Linz and Upper Austria oder der Fachverband Film- und Musikwirtschaft der WKOÖ bieten zahlreiche Möglichkeiten für Weiterbildung, Vernetzung und Austausch. Markus Bauer betont die Wichtigkeit solcher Netzwerke aus eigener Erfahrung:
„Ein starkes Netzwerk hilft, Herausforderungen gemeinsam zu meistern und kreative Lösungen zu finden.“
Selbstausbeutung und faire Bezahlung
Ein zentrales Problem in der Film- und Kreativwirtschaft ist die Selbstausbeutung, oft verbunden mit niedrigen Honoraren, besonders im kreativen und künstlerischen Bereich. Viele Filmschaffende arbeiten aus Leidenschaft und neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen, was zu Burnout und langfristiger Erschöpfung führen kann. Insbesondere junge Kreative und Frauen sind hiervon häufig betroffen.
Um dieser Problematik entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Strategien und Angebote. Claudia Wohlgenannt betont die Bedeutung von Achtsamkeit auf die eigenen Ressourcen und Energien. An der Filmakademie Wien werden beispielsweise Lehrveranstaltungen angeboten, die den Studierenden vermitteln, wie sie ihre Arbeit nachhaltig gestalten können, ohne ihre Gesundheit zu gefährden. Zudem rät Claudia, ehrlich über Herausforderungen zu sprechen und nicht nur Erfolge zu feiern.
Markus Bauer hebt hervor, wie wichtig es ist, bewusst Projekte auszuwählen und notfalls auch einmal „Nein“ zu sagen. Er berichtet, dass einer seiner wichtigsten Schritte war, ein Projekt abzulehnen, das nicht den Wert seiner Arbeit widerspiegelte. Diese Entscheidung hat ihm geholfen, seinen eigenen Wert besser zu erkennen und langfristig besser bezahlte Projekte anzunehmen.
Ein weiteres wichtiges Instrument sind Seminare und Beratungsangebote, die Filmschaffende dabei unterstützen, ihren eigenen Wert richtig einzuschätzen und faire Honorare zu verhandeln. Der Fachverband Film- und Musikwirtschaft bietet regelmäßig solche Seminare an, um Kreative zu empowern und zu verhindern, dass sie sich unter Wert verkaufen. Diese Weiterbildungen helfen, die eigenen Leistungen korrekt zu kalkulieren und die finanziellen Anforderungen des Lebens in der Kreativbranche zu meistern.
Zusätzlich zur Weiterbildung ist der Austausch in Netzwerken und Verbänden essentiell. Plattformen wie Dok.at der Verband Filmregie und der Kameraverband AAC bieten wertvolle Unterstützung und ermöglichen es, Erfahrungen und Best Practices zu teilen. Solche Netzwerke
tragen dazu bei, dass Filmschaffende sich gegenseitig stärken und gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung eintreten.
Diese Maßnahmen und Angebote sind ein wichtiger Schritt, um die Selbstausbeutung in der Film- und Kreativbranche zu verringern und langfristig faire Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Kampagnen sollen Aufmerksamkeit erzeugen, Marken stärken und messbare Wirkung zeigen. Doch keine leichte Aufgabe: Zielgruppen sind scharf definiert, Entscheidungsprozesse komplex, Budgets müssen gut begründet sein. Bei dieser Ausgabe von In Good Company sprechen wir über Kampagnen im Detail: Welche Strategien, Ideen oder Formate schaffen es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und gleichzeitig einen echten Beitrag zu Unternehmenszielen zu leisten? Welche Kampagnen funktionieren besonders gut? Und warum funktionieren sie? Im moderierten Austausch teilen wir Erfahrungen, Herausforderungen und Best Practice Beispiele, mit dem Ziel, Impulse mitzunehmen, die sich direkt in die eigene Arbeit übertragen lassen. >>> Diese Veranstaltung richtet sich an Personen, die in Marketingabteilungen von Unternehmen tätig sind. Um welche Inhalte & Leitfragen geht es? Für wen ist In Good Company gedacht? Dieses wiederkehrende Format ist für Marketingverantwortliche mit operativer oder strategischer Rolle aus größeren Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen dieser Abteilungen, die: Wie funktioniert das Format? Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. In Good Company findet 5x im Jahr statt und fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen in bewusst klein gehaltener Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende). Dabei geht es über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen passen. Wenn du danach weiterhin Teil des Netzwerks bleiben und regelmäßig an unseren Veranstaltungen teilnehmen möchtest, bieten wir dir gerne eine Membership an. Damit erhältst du …
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man als Kreative*r einen eigenen Stil? Wie wird man sichtbar, ohne sich permanent auf Social Media zu verlieren? Und wie findet man den Mut, Fragen zu stellen, Grenzen zu setzen und den eigenen Wert klar zu kommunizieren? Diese Fragen standen im Zentrum des dritten Young Creative Club. Zu Gast war Illustratorin Carina Lindmeier, die im neuen Office von Fredmansky offen über ihren Weg in die Selbstständigkeit, über Stilfindung, Sichtbarkeit, Kund*innenarbeit und den Umgang mit AI sprach. Schnell wurde klar: Einen eigenen Stil findet man nicht über Nacht. Und schon gar nicht dadurch, dass man wartet, bis alles perfekt ist. Für Carina war der Weg dorthin ein Prozess aus Ausprobieren, Scheitern, Weiterentwickeln und immer wieder Neujustieren. „Man glaubt immer, man muss alles fertig haben – Website, Logo, Auftritt – und dann geht man raus in die Welt und alle buchen dich. So funktioniert es in der Regel nicht.“– Carina Lindmeier Gerade am Anfang, sagt Carina, sei es wichtig, Dinge auszuprobieren und den eigenen Auftritt wachsen zu lassen. Der eigene Stil entsteht nicht im stillen Kämmerchen, sondern durch Praxis: durch Projekte, Begegnungen, Umwege und manchmal auch durch Zufälle. Was heute klar und wiedererkennbar wirkt, war oft ein langer Weg. Carina erzählte, dass sie früher fast ausschließlich in Schwarz-Weiß gearbeitet hat und Farbe lange gemieden hat. Heute ist Farbe ein zentraler Teil ihrer Arbeit. Auch ihre Nische im Bereich Food- und Lifestyle-Illustration habe sich nicht strategisch von Anfang an ergeben, sondern Schritt für Schritt entwickelt. …
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …
LinkedIn ist längst mehr als nur eine Plattform für Recruiting und Networking. Für viele Unternehmen ist sie zu einem zentralen Kanal geworden, um Sichtbarkeit aufzubauen, Expertise zu zeigen und gezielt mit relevanten Zielgruppen in Kontakt zu treten. Doch wie gelingt es, LinkedIn strategisch und wirkungsvoll zu nutzen, jenseits von sporadischen Postings und Unternehmensnews? Bei dieser Ausgabe von In Good Company dreht sich alles um LinkedIn im Unternehmenskontext: Welche Inhalte funktionieren wirklich? Wie baut man Reichweite und Relevanz auf? Und wie lässt sich LinkedIn sinnvoll in die bestehende Marketingstrategie integrieren? Im moderierten Austausch sprechen wir über Erfahrungen, Herausforderungen und konkrete Ansätze aus der Praxis, insbesondere aus Marketingabteilungen größerer Unternehmen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und Impulse mitzunehmen, die sich direkt im eigenen Arbeitsalltag umsetzen lassen. Um welche Inhalte & Leitfragen geht es? Für wen ist In Good Company gedacht? Für Marketingverantwortliche mit operativer oder strategischer Rolle aus größeren Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen dieser Abteilungen, die: Wie funktioniert das Format? Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. In Good Company findet 5x im Jahr statt und fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen in bewusst klein gehaltener Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende). Dabei geht es über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Hard Facts: Termin: Ablauf: Anmeldung: Ort: Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen …
Allgemein, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man eine Destinationsmarke für einen Ort, der sich nicht eindeutig in ein Bild übersetzen lässt? Diese Frage stand im Zentrum unseres Talks „Take a Risk, Visit Linz“ im Behrens Lab der Creative Region. Zu Gast waren Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin von Linz Tourismus, und Ino Karning, Geschäftsführer der Agentur Fredmansky, die gemeinsam Einblicke in den Markenprozess hinter dem aktuellen Auftritt von Linz Tourismus gegeben haben. Im Gespräch ging es nicht nur um das Ergebnis – den Claim und die visuelle Identität – sondern vor allem auch um den Weg dorthin: um Strategie, Zusammenarbeit und die Frage, wie viel Mut es braucht, um sich bewusst gegen klassische Tourismuslogiken zu entscheiden. Ausgangspunkt: Eine Stadt ohne klares Bild Ein zentraler Gedanke zu Beginn des Prozesses war die Frage, wofür Linz als Tourismusdestination eigentlich steht. Während andere Städte mit klaren Bildern oder Symbolen arbeiten, ist Linz weniger eindeutig positioniert. Genau darin lag jedoch auch die Chance für den neuen Markenauftritt. „Wenn man an Wien denkt, hat man sofort Bilder im Kopf. Bei Linz ist das weniger klar – und genau das war unser Ausgangspunkt.“ Statt zu versuchen, ein weiteres starkes Symbol zu definieren, wurde bewusst ein anderer Weg gewählt: Der Fokus sollte nicht auf einem festen Bild liegen, sondern auf der Erfahrung vor Ort. Der Claim: „Take a risk“ als strategische Entscheidung Der Claim „Take a risk, visit Linz“ ist direkt aus dieser Überlegung entstanden. Er basiert auf der Beobachtung, dass viele Besucher*innen …
KI wird oft als Effizienzmaschine diskutiert: schneller arbeiten, Prozesse automatisieren, mehr Output generieren. Doch der eigentliche Effekt geht oft tiefer. Wenn repetitive Aufgaben verschwinden, entsteht plötzlich Raum – für bessere Fragen, strategisches Denken und kreative Arbeit. Gleichzeitig zeigt sich schnell, wie gut Organisationen wirklich darauf vorbereitet sind, KI sinnvoll einzusetzen. Im Vorfeld unseres Workshops „No More Bullshit Tasks mit Agentic AI“ haben wir unserem Vortragenden Andreas Fraunberger drei Fragen gestellt: darüber, was sich in Organisationen verändert, wenn KI Routinearbeit übernimmt, warum AI-Fitness mehr ist als ein Tool zu bedienen – und welcher persönliche „Bullshit Task“ bei ihm mittlerweile verschwunden ist. Was verändert sich in Organisationen, wenn repetitive Arbeit systematisch von KI übernommen wird? „Die meisten denken bei dem Thema sofort an Effizienz. Schneller, billiger, mehr Output. Das stimmt auch, aber das ist nur die halbe Geschichte. Was ich in Workshops immer wieder sehe: Sobald Leute merken, dass die KI ihnen den ganzen Verwaltungskram abnimmt, passiert etwas Unerwartetes. Die fangen an, sich Fragen zu stellen, für die vorher nie Zeit war. Was wollen wir eigentlich wirklich erzählen? Wie soll sich unser Kunde fühlen? Was ist unser eigentlicher Wert? Und da kommt ein Thema rein, das die meisten noch gar nicht am Schirm haben: Context Engineering und Daten Management. Also die Frage, wie gut ich meine KI mit den richtigen Informationen füttere. Das wird der entscheidende Qualitäts-Layer. Wer das sauber aufsetzt, kann Bullshit Tasks in rauen Mengen beim Fenster raus kippen. Die …
Ein Gespräch mit Anita Huber-Katzengruber über Slow Fashion, stationären Handel und die Frage, wie kleine Stores mit Haltung, Beratung, Convenience und echter Experience relevant bleiben. Anita Huber-Katzengruber betreibt in der Linzer Herrenstraße die beiden Stores Kleider machen Leute und inthebox, dazu einen Webshop; ihre Arbeit verknüpft Fair Fashion, lokale Verankerung und digitale Präsenz.
Irina Nalis, promovierte Psychologin und Forscherin, begleitet dich im Workshop dabei, deinen eigenen „Veränderungsmuskel“ gezielt zu trainieren: mit psychologisch fundierten Methoden, die nicht bei der Theorie stehen bleiben, sondern in deinen Arbeitsalltag übergehen.
Flieg mit uns nach Austin, Texas, dem Mekka der Innovation und Zukunftstechnologien! Die South by Southwest (kurz SXSW) hat sich von einem Musikfestival zu einer der größten und wichtigsten Veranstaltungen im Bereich neue Technologien, Trends, Innovation, Start-ups und Kreativität entwickelt. Es werden Themen, Produkte, Entwicklungen und Trends diskutiert und „zum Angreifen“ präsentiert. KI, Robotik, Bildung, Ernährung, Gesellschaft. Eine Teilnahme ermöglicht es somit, sich ein eigenes Bild von der Welt in einigen Jahren zu machen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und den eigenen Kompass neu auszurichten. Und vielleicht ist man bei der erstmaligen Präsentation von Produkten und Services dabei. Die SXSW ist auch ideal, um nachhaltige Kontakte aus dem DACH-Raum zu knüpfen. Neben dem Festival hat sich in den letzten Jahren auch die Stadt Austin zum neuen Hotspot entwickelt. Diese Entwicklung und das dazugehörige Mindset sind spürbar: Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt werden auch dieses Jahr wieder nach Texas pilgern. Es entstehen Gespräche, Austausch und die Basis für weitere Zusammenarbeit und Kollaborationen. Wer mit der Vorstellung einer klassischen Messe/Konferenz nach Austin kommt, wird jedenfalls überrascht werden. Services & Leistungen der Creative Region für dich: Kosten Upper Austria 2 Austin – Stipendium für Female Founders Für oö. Unternehmerinnen aus den Creative Industries bieten wir die Möglichkeit, eines der zwei “Upper Austria 2 Austin” Stipendien zu bekommen. Das Stipendium ermöglicht dir, dich völlig auf die Teilnahme auf der SXSW27 zu fokussieren – ohne im Hinterkopf die Kosten zu haben, denn unser Stipendium beinhaltet Unterkunft, …
Wie entsteht eigentlich Design? Was macht ein Roboter? Wie wird aus Ideen etwas Greifbares? Und woran arbeiten Kreativschaffende den ganzen Tag? In der Creative Summer School by Creative Region tauchen Kinder zwischen 8 und 12 Jahren eine Woche lang in die faszinierende Welt der Kreativwirtschaft ein, mitten in der Tabakfabrik Linz, einem der spannendsten Orte für Innovation, Design und neue Ideen. Hier wird nicht nur zugeschaut – hier wird ausprobiert, gestaltet und entdeckt. Eine Woche voller Ideen, Kreativität & Einblicke Gemeinsam mit Expert*innen aus der Tabakfabrik und der Creative Region erleben die Kinder, wie vielfältig kreative Berufe sein können. Sie lernen unterschiedliche Branchen kennen und bekommen spielerisch Einblicke in den Arbeitsalltag von Designer*innen, Fotograf*innen, Entwickler*innen und vielen mehr. Das Besondere: Jeder Tag steht unter einem eigenen Motto und das „Doing“ steht immer im Mittelpunkt: Ganz ohne trockene Theorie, dafür mit viel Raum zum Ausprobieren, Entdecken und Kreativsein. Warum die Creative Summer School? Die Tabakfabrik als Lernort Die Tabakfabrik Linz ist einer der bedeutendsten Kreativ-Hotspots Österreichs. Genau hier, wo täglich neue Ideen entstehen, dürfen die Kinder hinter die Kulissen blicken, Unternehmen kennenlernen und selbst kreativ werden. Teilnehmende Unternehmen Folgende Unternehmen sind teilnehmende Partner*innen: afo – architekturforum oberösterreich:Das afo architekturforum oberösterreich beschäftigt sich mit spannenden Fragen rund um Architektur, Städte, Gebäude und das Zusammenleben von Menschen. Hier wird darüber nachgedacht, wie Räume gestaltet werden können, damit sie für alle lebenswert, kreativ und zukunftsfit sind. In der Creative Summer School dreht sich beim …
Wie entstehen gute Ideen – und warum kommen sie oft genau dann, wenn man gerade nicht am Schreibtisch sitzt? Diese Frage stand im Zentrum des zweiten Young Creative Club. Zu Gast war Marco Steiner, der seit über 20 Jahren in der Kreativbranche tätig ist und offen über Ideenfindung, kreative Prozesse, Deadlines, KI und die Realität des Arbeitens in der Branche sprach. In seinem Talk wurde schnell klar: Kreativität ist für Marco nichts Mystisches und auch kein exklusives Talent, das manche haben und andere nicht. Vielmehr ist sie ein Zusammenspiel aus Übung, Erfahrung und Intuition. Kreative Ideen lassen sich nicht einfach planen oder auf Knopfdruck produzieren – sie brauchen Raum, Aufmerksamkeit und einen inneren Fundus, aus dem man schöpfen kann. Je mehr man einen Schatz an Interessen, Wissen und Erfahrungen in sich aufbaut, desto mehr kann man daraus schöpfen.“ – Marco Steiner Marco beschrieb Kreativität als etwas, das ständig in Bewegung ist: ein Prozess des Verknüpfens, Verschiebens und Neudenkens. Gute Ideen entstehen für ihn dort, wo plötzlich etwas aufgeht – wo ein Gedanke nicht nur logisch klingt, sondern emotional zündet und andere mitreißt. Besonders in Brainstormings zeige sich schnell, ob eine Idee Substanz hat: nämlich dann, wenn sie anschlussfähig wird und im Raum sofort weitere Gedanken auslöst. Ein besonders spannender Teil des Gesprächs war Marcos Zugang zum kreativen Arbeiten unter Druck. Gerade in der Kommunikationsbranche gehört es oft zum Alltag, unter Zeitdruck Lösungen zu entwickeln. Um damit umzugehen, hat er für …
Ein Gespräch mit Peter Bangelmeier und Wolfgang Ortner über Rebranding, Retail Experience und die Frage, wie aus der Zusammenarbeit zwischen Kund*in und Creatives eine Markenwelt mit spürbarer Wirkung entsteht.
Impulsgespräch „Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit?“ Nach dem Abschluss – oder schon mittendrin – stellt sich für viele Kreative die gleiche Frage: Wie möchte ich eigentlich arbeiten? Agentur, Inhouse oder selbstständig – jeder Weg bringt unterschiedliche Möglichkeiten, Herausforderungen und Arbeitsrealitäten mit sich. Beim Young Creative Club sprechen wir über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und darüber, welche Entscheidungen den eigenen Weg prägen. Ein ehrlicher Austausch für alle, die ihren Platz in der Kreativbranche noch suchen – oder hinterfragen. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Eine neue Ära der Suche Seit dem Launch von ChatGPT hat sich die Art und Weise, wie Menschen im Internet suchen, fundamental verändert. Wir bewegen uns weg von Ergebnislisten hin zu direkten Antworten. Für Unternehmen bedeutet das: Die Spielregeln für Sichtbarkeit und Traffic werden neu geschrieben. In diesem Workshop analysieren wir den Paradigmenwechsel von klassischem SEO hin zu GEO (Generative Engine Optimization). Du lernst nicht nur die technologische Basis von LLMs (Large Language Models) kennen, sondern vor allem, wie du dieses Wissen strategisch nutzt. Zusätzlich zu Theorie-Input blicken wir auch in die Praxis: Wie müssen Inhalte heute aufgebaut sein, damit sie von KIs als „beste Antwort“ zitiert werden? Welche Tools helfen dir, Lücken in deiner Strategie aufzudecken? Dieser Tag ist dein Update für die neue Ära der Suche – damit deine Marke auch in Zukunft dort sichtbar ist, wo die Nutzer*innen ihre Antworten finden. Was du aus diesem Workshop mitnimmst: Für wen sich der Workshop lohnt: die verstehen wollen, wohin sich der Markt bewegt. Er ist ideal für alle, die für die Sichtbarkeit von Unternehmen verantwortlich sind und sicherstellen wollen, dass ihre Content-Strategie nicht von der technologischen Entwicklung überrollt wird. Hinweis: Tiefgehendes technisches SEO-Vorwissen ist keine Voraussetzung. Wir holen dich dort ab, wo klassisches Marketing auf moderne KI-Technologie trifft. Bitte mitbringen / vorbereiten: Tickets & Preise: Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375 € exkl. MwSt. (450 € inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person gültig Tickets für …
Podcasts sind längst mehr als ein Trend. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen, Selbstständige und Organisationen vor einer ganz praktischen Frage:Lohnt sich der Aufwand, gerade wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind? Im Vorfeld von WE ARE SO – In Your Feed haben wir Johannes Pracher drei Fragen gestellt: Warum Podcast trotz knapper Ressourcen Sinn machen kann, wie er zur Personal Brand beiträgt – und was man vor dem Start unbedingt mitdenken sollte. 1. Warum Podcast – trotz knapper Ressourcen? Wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind, muss man sich für wenige Kanäle entscheiden.Warum ist Podcast für dich trotzdem ein sinnvoller Kanal – und für wen eher nicht?Was bringt er, was andere Formate nicht leisten? „Ein Podcast macht dann Sinn, wenn du wirklich etwas zu erzählen hast: Geschichten, Learnings, Perspektiven. Ohne Storyline wird’s schnell nur „Gerede mit Mikrofon“. Wir haben damals in Corona gestartet ehrlich gesagt aus der Not heraus. Im Rückblick war das eine unserer besten Entscheidungen. Warum? Weil Podcast etwas schafft, das andere Formate selten hinbekommen: Bindung über Zeit. 30 bis 40 Minuten Aufmerksamkeit sind im Jahr 2026 ein kleiner Feiertag. Wer das schafft, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist in Marketing und Vertrieb die härteste Währung. Dazu kommt: Ein Podcast ist nicht nur ein Kanal. Er ist ein Content-Motor. Aus einer Folge werden Snippets, Postings, Zitate, Newsletter, Reels, Website-Content. Einmal gut produziert, füttert er mehrere Plattformen. Für uns ist er außerdem ein Türöffner: • Wir kommen mit spannenden Menschen …