Ein Gespräch mit OFFORA und MIC über das Design des neuen Firmengebäudes – nicht einfach nur ein Büro, sondern ein durchdachter Raum mit Fokus auf die Menschen darin.
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie lassen sich Materialien, Bestand, Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle konkret zusammenbringen, wenn es um die Zukunft des Bauens geht? In Linz haben wir dazu zuletzt beispielhafte Projekte besucht, die zeigen, wie Bauen im Bestand, ressourcenschonende Materialien und innovative Planungskonzepte ineinandergreifen können – vom sorgfältig sanierten Altstadtgebäude über experimentelle Kreislaufarchitektur bis zum modernen Holz-Hybrid-Büro. Diese Beispiele machen deutlich, welche Hebel für den Wandel tatsächlich wirken. Bestand als Ressource denken – nicht als Problem Der Gebäudebestand ist einer der größten Rohstoffspeicher unserer Städte. Doch während wir über Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sprechen, wird vielerorts noch immer zu schnell der Abrissbagger geholt. Dabei liegt gerade im Weiterbauen, Umnutzen und klugen Sanieren das größte Potenzial für ressourcenschonendes, zukunftsfähiges Bauen. Wer im Bestand arbeitet, weiß: Es braucht Erfahrung, Genauigkeit und den Mut, mit vorhandenen Strukturen umzugehen. Minimalinvasive Eingriffe, kluge Planung und lokale Materialien wie Lehm, Holz, Kalk oder Zellulose bieten konkrete Lösungen. Dabei entstehen nicht nur ökologisch bessere, sondern auch räumlich und atmosphärisch qualitätsvolle Orte. Wie sich das in der Praxis zeigt, macht Tp3 Architekten an mehreren Beispielen in der Linzer Altstadt deutlich: Mit behutsamen Eingriffen, kluger Lichtführung und natürlichen Materialien wie Kalkputz, Zellulosedämmung und Holz werden historische Gebäude für eine zeitgemäße Nutzung weiterentwickelt. Dabei entsteht nicht nur klimafreundlicher Wohnraum, sondern auch neuer Raum für Lebensqualität im Bestand – ressourcenschonend, präzise und mit Respekt vor dem Vorhandenen. „Bauen im Bestand ist immer auch eine Auseinandersetzung mit dem, was schon da ist. Es geht darum, mit Respekt …
Die Arbeitswelt hat in den vergangenen Jahren eine tiefgreifende Transformation erlebt. Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle sind für viele Menschen zur neuen Normalität geworden. Damit einher geht ein grundlegender Wandel in der Beziehung zum physischen Arbeitsplatz: Wo früher Präsenz selbstverständlich war, steht heute die Frage im Raum, welchen Mehrwert das Büro wirklich bieten kann.
Was motiviert Menschen, gerne ins Büro zu kommen? Welche emotionalen, sozialen oder funktionalen Faktoren spielen dabei eine Rolle? Und wie können Räume, Unternehmenskultur, rechtliche Rahmenbedingungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten so zusammengedacht werden, dass sie eine neue, sinnvolle Bürokultur ermöglichen?
In vier Perspektiven zeigt dieser Beitrag, wie neue Arbeitswelten gestaltet werden können – emotional relevant, rechtlich klar und mit Raum für echte Begegnung.
Vom Zwang zur Büroliebe
Caroline Sturm von M.O.O.CON, einem Beratungsunternehmen für Arbeitswelten und Organisationskultur, beschreibt das post-Covid-Dilemma vieler Unternehmen: Während viele Arbeitgeber*innen die Rückkehr ins Büro forcieren wollen, wünschen sich Mitarbeitende vor allem Flexibilität, hybride Modelle und eine ausgewogene Work-Life-Balance.
Caroline Sturm macht in ihrer Arbeit regelmäßig Live-Umfragen in unterschiedlichsten Kontexten und kann die Ergebnisse durch ihre Erfahrung aus der Praxis bestätigen: Der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, mehr Autonomie im Alltag sowie flexible Arbeitsmodelle sind zentrale Faktoren, die beeinflussen, ob Menschen gerne ins Büro kommen. Als wichtigste Treiber gelten dabei:
Work-Life-Balance
Hybrides Arbeiten
Flexibilität
Wenn durch Büropräsenz das Gefühl entsteht, etwas zu verlieren – etwa Autonomie, Selbstbestimmung oder die gewonnene Tagesstruktur aus dem Homeoffice – wiegt dieser Verlust emotional oft schwerer als jedes Benefit-Argument. Mitarbeitende nehmen Einschränkungen intensiver wahr als zusätzliche Angebote, wenn sie sich nicht freiwillig für den Arbeitsort entscheiden können.
Statt auf Druck zu setzen, empfiehlt Caroline Sturm daher, gezielte Pull-Effekte zu entwickeln: Was könnte Menschen freiwillig ins Büro ziehen? Welche Räume, Begegnungen oder Erlebnisse sind so wertvoll, dass sie Präsenz lohnenswert machen? Erst wenn dieses „Warum“ geklärt ist, können Raumkonzepte, Kulturangebote oder Arbeitsmodelle wirksam gestaltet werden.
Caroline Sturm bringt es auf den Punkt:
„Wenn ich in ein Büro komme, das leer ist, frage ich mich: Wozu bin ich eigentlich hier? Es geht darum, wieder zusammenzukommen, sich zu sehen, sich zu begegnen – das ist etwas extrem Positives.“
Foto: Hanna Burgstaller
Raumgestaltung, die Identität stiftet
Wie aber können Büros zu Orten werden, mit denen sich Menschen identifizieren? Martin Haller (Caramel architektInnen zt-gmbh) beschreibt anhand mehrerer realisierter Projekte eine Architekturphilosophie, die Beteiligung und Wandel ins Zentrum stellt. Caramel ist ein Wiener Architekturbüro, das für experimentelle, zugleich funktionale und überraschende Raumkonzepte bekannt ist – mit einem starken Fokus auf die Aneignung von Räumen und soziale Dimension.
Beispielhaft nennt er das Adidas HQ, wo modulare Systeme und wiederverwendbare Elemente ein dauerhaft anpassbares Arbeitsumfeld ermöglichen. Noch näher liegt das eigene Büro von Caramel, die Carage: eine Mischung aus Werkstatt, Bandproberaum, Rückzugsraum, Schlaflandschaft und sozialem Treffpunkt. Hier wird das, was viele Büros nur behaupten, tatsächlich gelebt: Offenheit, Alltagstauglichkeit, Authentizität.
Wesentliche Prinzipien:
Partizipation: Nutzer*innen werden frühzeitig einbezogen, Raum entsteht im Dialog.
Anpassbarkeit: Modulare Möbel und flexible Raumkonzepte erlauben Umnutzung und Weiterentwicklung.
Reuse statt neu: Materialien und Möbel mit Geschichte erzeugen Kontext, Identität – und reduzieren den ökologischen Fußabdruck.
Vielfalt statt Einheitsbüro: Vom Partykeller bis zur Werkbank, von der Bibliothek bis zur Schlaflandschaft entstehen differenzierte „Lebenswelten“ für unterschiedliche Bedürfnisse.
Sein Appell: Wenn Räume nicht nur funktionale Orte für Meetings und Bildschirmarbeit sind, sondern vielfältige Situationen ermöglichen, in denen Menschen sich wohlfühlen, Verantwortung übernehmen und sich selbst wiederfinden können, dann werden sie zu etwas, das wir aktiv mitgestalten wollen.
„Die Conclusio von all dem, was wir bis dorthin so erfahren haben, ist, dass eine individuell aneignbare Lebenswelt eines Bürogebäudes die Bedürfnisse der Büronutzer*nnen zufriedenstellen kann – aber nur dann, wenn sie gemeinsam mit ihnen geplant ist.“
Martin Haller, Caramel architektInnen
Foto: Hanna Burgstaller
Mitarbeitende als Co-Designer*innen Wie sieht ein Büro aus, das konsequent mit den Nutzer*innen entwickelt wurde? Bei Canon Austria wurde der Umzug ins neue Büro im Euro Plaza Wien als partizipativer Prozess gestaltet – mit klaren Prinzipien, die weit über Raumästhetik hinausgehen.
Alexandra Leitenberger-May war Teil des mehrstufigen Projekts namens „Project Move“, das den Umzug von Canon Austria in neue Büroräume im Euro Plaza Wien begleitete – mit einem klaren Fokus auf die aktive Einbindung der Mitarbeitenden von Beginn an. Unterstützt wurde Canon Austria dabei von M.O.O.CON und den Architekt*innen von PLANET Architects.
Bedürfnisanalyse: Über interne Umfragen, Nutzer*innen-Gruppen und Workshops wurden zentrale Wünsche gesammelt – etwa bessere Erreichbarkeit, mehr Meetingräume und klare Abgrenzung zu Großraumbüros.
Co-Kreation: Mitarbeitende wurden aktiv in die Gestaltung eingebunden, etwa über Moodboards oder Materialentscheidungen.
Räumliche Qualität: Entstanden ist eine Atmosphäre, die auf Rückzug, Begegnung und persönliche Aneignung setzt – mit Farbakzenten, Pflanzen, offenen Flächen und einer vielfältigen Zonierung.
Wohlbefinden im Fokus: Höhenverstellbare Tische, Bewegungsangebote und sogar eine Abstimmung über den „Kaffee des Hauses“ zeigen: Beteiligung hört nicht bei der Möblierung auf.
Das Ergebnis: ein Raum, der Vielfalt zulässt, zur Zusammenarbeit motiviert und Identifikation fördert – auch für neue Mitarbeitende. Oder wie es Alexandra Leitenberger-May formuliert:
„Wir wollten ein Büro, das Lust macht, wieder reinzukommen – ohne es zu müssen.“
Foto: Hanna Burgstaller
Rechtlicher Rahmen und Flexibilität Homeoffice, hybride Arbeitsmodelle und Workation sind gekommen, um zu bleiben – doch sie werfen rechtliche Fragen auf, die nicht ignoriert werden dürfen. Irmgard Pracher von LeitnerLaw ordnet die wichtigsten Punkte aus juristischer Sicht ein:
Homeoffice braucht klare, freiwillige Vereinbarungen, insbesondere zur Arbeitszeit, Ausstattung und dem Ort der Leistungserbringung. Auch Datenschutz und Unfallversicherung müssen geregelt sein – idealerweise in einer eigenen Homeoffice-Vereinbarung.
Arbeitszeitaufzeichnungen sind weiterhin verpflichtend – auch im Homeoffice. Vertrauensarbeitszeit funktioniert rechtlich nur unter sehr spezifischen Voraussetzungen, etwa für leitende Angestellte mit weitreichender Eigenverantwortung.
Workation ist grundsätzlich möglich, aber mit steuer-, arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Hürden verbunden. Entscheidend ist, ob die Tätigkeit tatsächlich temporär im Ausland erbracht wird, ob ein fester Wohnsitz besteht und ob daraus eine Betriebsstätte entsteht. Hier ist rechtliche Beratung empfehlenswert.
Ihr Fazit: Flexibilität ist machbar, braucht aber transparente Regeln, saubere schriftliche Vereinbarungen und klare Kommunikation – sowohl mit den Mitarbeitenden als auch mit Behörden oder Sozialversicherungsträgern.
Foto: Hanna Burgstaller
Fazit: Das Büro als Möglichkeitsraum – und Gemeinschaftsversprechen
Die Beiträge zeigen deutlich: Das Büro hat seine Selbstverständlichkeit verloren – und damit auch die Pflicht zur aktiven Gestaltung gewonnen. Wer möchte, dass Menschen gerne (wieder) ins Büro kommen, muss ihnen gute Gründe dafür geben. Diese Gründe lassen sich nicht verordnen, sondern nur ermöglichen: durch Räume mit Aufenthaltsqualität, durch Strukturen, die Flexibilität wirklich zulassen, durch Kultur, die Identifikation schafft.
Was dabei zählt:
Büros müssen emotional relevant sein. Erst wenn das Büro als Ort der Begegnung, Inspiration und Zugehörigkeit erlebt wird, gewinnt es wieder an Bedeutung.
Architektur kann Identität stiften. Wenn Mitarbeitende sich Räume aneignen, sie mitgestalten und weiterentwickeln können, entsteht Bindung – nicht nur Funktion.
Partizipation wirkt. Wer früh eingebunden ist, fühlt sich gehört und handelt verantwortungsvoll – das gilt für räumliche wie für kulturelle Entscheidungen.
Rechtlicher Rahmen und Flexibilität sind kein Widerspruch. Klar definierte Vereinbarungen machen hybride Modelle erst praktikabel – für Unternehmen und Mitarbeitende gleichermaßen.
Die Zukunft des Büros ist weder reines Präsenzmodell noch rein digital. Sie liegt im Dazwischen: in durchdacht gestalteten Möglichkeitsräumen, die Raum geben für konzentriertes Arbeiten, kreativen Austausch, soziale Verbundenheit – und für das, was jede Organisation daraus machen will.
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WE ARE SO back bei Leitner Leitner
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WE ARE SO back bei Leitner Leitner
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WE ARE SO back_08
Die Inhalte dieses Textes basieren auf Vorträgen und Diskussionen, die während der Veranstaltung WE ARE SO back … to the office stattfanden. WE ARE SO back ist Teil des EU Projektes DECORATOR, das aus dem Programm Interreg Danube Transnational gefördert wird.
Vor dem Live-Talk begrüßten uns Maria Schlagnitweit, Partnerin bei LeitnerLeitner und Lothar Egger, Partner bei LeitnerLeitner und gaben uns im Rahmen einer Führung Einblicke in das neue Büro im ehemaligen Kapuzinerkloster in Linz, das Geschichte und Moderne perfekt verbindet.
In diesem eineinhalbtägigen Workshop lernst du, wie du repetitive, mühsame Aufgaben mittels KI smart automatisierst und dich & dein Business damit entlastest und wertvolle Zeit freilegst. Mit vollem Fokus auf sofortige Anwendbarkeit und viel Raum für Praxisübungen. Damit dir wieder mehr Zeit für die wirklich relevanten Dinge bleibt: mehr Zeit für Strategisches, mehr Zeit zum Überlegen.
Ein Workshop für alle, die Produktivität neu definieren wollen. Methoden & Hacks für mehr Fokus in deinem Arbeitsleben – mit Future Work Expertin Jeanny Gucher.
In diesem Workshop lernst du, wie du Tools wie Midjourney und Nano Banana Pro nicht nur bedienst, sondern strategisch in deinen kreativen Workflow integrierst.
Ein regelmässiger Praxis-Austausch für Marketing Profis. Durch moderierte Gespräche und die Erfahrung anderer entstehen neue Perspektiven und neue Erkenntnisse.
Du möchtest neue Kund*innen ansprechen, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufbauen oder Bestandskund*innen reaktivieren? Du hast ein berufliches Netzwerk und möchtest es ausbauen und stärker nutzen? Dann ist dieses Training für dich! Wir begleiten dich in drei Sessions und entwickeln gemeinsam deine individuelle Strategie.
Führung war selten so herausfordernd und gleichzeitig so chancenreich wie heute. Alte Hierarchien bröckeln, neue Erwartungen treffen auf gewachsene Strukturen, und mittendrin stehen Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, ohne Kontrolle auszuüben. Susanna Winkelhofer, Chefredakteurin von DIE MACHER, erlebt diesen Wandel täglich selbst und im Austausch mit Unternehmen und Entscheider*innen. Im Gespräch teilt sie ihre Perspektive auf modernes Leadership, die Bedürfnisse der jungen Generation und darauf, wie Mut, Empathie und Offenheit zu echten Erfolgsfaktoren werden. 1. Wie hat sich Leadership deiner Meinung nach verändert? Welche Qualitäten und Skills braucht es heute, um ein Team sicher durch Dynamik und Wandel zu führen? „Leadership ist endlich erwachsen geworden – im besten Sinne. Früher ging’s um Kontrolle, heute geht’s um Vertrauen. Früher um Hierarchie, heute um Augenhöhe. Ich führe viel lieber mit Herz als mit Hierarchie. Und das Schönste: Wir dürfen endlich als ganze Menschen führen, nicht als Manager-Roboter, die keine Schwäche und keine Gefühle zeigen (dürfen). Was es heute wirklich braucht? Erstens: Die Bereitschaft und auch Neugierde, Veränderung zu begrüßen, anstatt sie zu verdrängen oder Angst vor ihr zu haben. Zweitens: Echte Empathie – und damit meine ich nicht das Gespräch einmal im Quartal, sondern wirklich zu spüren, wo jemand gerade steht. Drittens: Den Mut, auch mal verletzlich zu sein. Ja, natürlich ist es wichtig, dass ich vorangehe, dass meine Begeisterung für die Vision riesig ist und ich alles dafür tue, dass wir sie gemeinsam erreichen – aber wenn ich meinem Team zeige, dass …
Bei diesem Format treffen sich die Creative Region Members regelmäßig, um aktuelle Themen gemeinsam zu vertiefen. Austausch & Insights – von anderen lernen In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven. Dieses Format stärkt den Zusammenhalt und sucht nach konkreten Lösungsansätzen für die Herausforderungen. Der kleine Kreis (ca. 10 Teilnehmer*innen) ermöglicht direkten, zielfokussierten Austausch und ein Lernen aus den Erfahrungen anderer. Kreative Projekte leben von guter Zusammenarbeit. Und diese entsteht dort, wo Kommunikation gelingt – über das gesamte Projekt hinweg: vom ersten Gespräch über das Briefing, durch Feedbackphasen und Entscheidungen bis zum Abschluss. Wir beschäftigen uns mit Kund*innenkommunikation als gestaltbaren Handlungsraum. Ziel ist es, Projekte klar, professionell und auf Augenhöhe zu begleiten – auch dann, wenn es mal komplex, unklar oder herausfordernd wird. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn: Hard Facts Wo: Tabakfabrik Linz Wann: 21. April 2026, 16:00 Uhr Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Die Teilnahme ist kostenlos für Members der Creative Region. Du bist noch kein Member? Dann schnuppere gern mal rein und melde dich bei kathrin@creativeregion.org HIER findest du alle Infos zur Membership! Eindrücke vom Member Circle: Zeitfresser minimieren mit KI im Dezember 2025 bei AMAGO
Am 1. Oktober 2026 bringen wir erneut Vordenker*innen, Entscheider*innen und Gestalter*innen an einen Tisch. Mit maßgeschneiderten Impulsen, ehrlichen Diskussionen auf Augenhöhe und einem Rahmen, der Austausch wirklich ermöglicht. In einem besonderen Dinner-Setting im Ars Electronica Center Linz denken wir gemeinsam über Ideen, Kompetenzen, Entscheidungen und Chancen der Zukunft nach – begleitet von einem mehrgängigen Menü in besonderer Atmosphäre.
Am 14. April laden wir dich wieder herzlich zum nächsten Breakfast Club ein – dem beliebten Vernetzungsformat für alle Members der Creative Region. In entspannter Atmosphäre starten wir gemeinsam in den Tag: bei gutem Kaffee, Frühstück und Austausch über Projekte, Ideen und Kooperationen. Nach dem Soft-Opening beim New Year’s Brunch wollen wir dir nun das fertig möblierte Behrens Lab – unseren neuen Workshop- und Eventraum in der Tabakfabrik Linz – zeigen. Als Creative Region Member kannst auch du dieses Raum für deine Workshops, Team-Klausuren, Präsentationen, etc. nutzen: Ein halber Tag im Behrens Lab ist für dich kostenlos! Special Impuls: Strategie & Stil – Insights zur Markenkommunikation bei AREA Das Behrens Lab wurde gemeinsam mit AREA gestaltet. Neben toller Raumgestaltung fällt AREA immer wieder mit gelungenen Kommunikationsmaßnahmen, Veranstaltungen und ganz viel Liebe für Merch-Design auf. Deshalb freuen wir uns besonders, dass Simon Ladner (Geschäftsführer & Mitinhaber von AREA) beim Breakfast Club Überlegungen & Strategien zu ihren Aktivitäten mit uns teilen wird. Was dich beim Breakfast Club erwartet: Wo: Behrens Lab, Tabakfabrik Linz, Peter-Behrens-Platz 9, Haus CASABLANCA, Lift/Stiege B (beim Haupteingang rein, dann rechts!), 3.OGWann: 14. April, 10:00 Uhr Der Vortragende Simon Ladner gestaltet Räume – nicht nur visuell, sondern atmosphärisch. Als Geschäftsführer bei AREA setzt er auf Qualität, Zeitlosigkeit und Persönlichkeit. Er richtet Wohnungen ein, gestaltet Restaurants, führt Kund*innen mit sicherem Gespür zu Möbeln, die sie ein Leben lang begleiten sollen. Anmeldung Für Members kostenlos – bitte unbedingt HIER anmelden. Du bist …
Führung steht unter Veränderungsdruck, besonders dort, wo Kreativität, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Alltag prägen. Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, wenn Teams heterogener werden, Innovationszyklen kürzer und Erwartungen an Arbeit sinn- und wertegetriebener sind. Gefragt sind heute Führungspersönlichkeiten, die Orientierung geben, ohne einzuengen, die Klarheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben, und die kreative Prozesse ermöglichen, statt sie zu steuern. Stefan Promper beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leadership im kreativen Umfeld – als Trainer, Berater und Lehrgangsleiter. Im Gespräch teilt er seine Perspektive darauf, wie sich Führung verändert hat, warum Selbstführung für Kreativschaffende essenziell ist und welche Rolle Führungskräfte als Kontextgeber*innen in vielfältigen Teams einnehmen sollten. 1. Wie hat sich Leadership im kreativen Umfeld deiner Erfahrung nach verändert – und welche Qualitäten sind heute besonders wichtig, um Teams wirkungsvoll zu führen? „Innovationszyklen sind kürzer, Teams multidisziplinärer. Führung bedeutet zunehmend Hindernisse aus dem Weg räumen, Entscheidungswege zu verkürzen und Prozesse flexibel halten. Schnelle Lernzyklen schlagen Perfektionismus und bei einer gesteigerten Interdisziplinarität werden in Teams das Übersetzen, Verbinden und Moderieren von Spannungen zu zentralen Führungsqualitäten. Daneben geht es in einer Welt voller Reize und Möglichkeiten auch verstärkt um Klarheit und Priorisierung – gute Führung sagt nicht nur Ja, sondern auch bewusst Nein. Zudem wird Arbeitskultur mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, denn die Erwartungen haben sich verändert: Sinn, Selbstwirksamkeit und gesunde Arbeitsweisen sind heute zentrale Attraktivitätsmerkmale und Leadership muss diese aktiv mitgestalten.“ 2. Beim Lehrgang „Leadership for Creatives“ legst du viel Wert …
Digitale Sichtbarkeit war lange klar definiert: Wer bei Google gefunden werden wollte, optimierte für Suchmaschinen, Keywords und Rankings. Doch mit dem rasanten Aufstieg von KI-basierten Systemen wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini verschiebt sich dieses Verständnis grundlegend. Informationssuche findet zunehmend dort statt, wo Nutzer*innen direkte Antworten erwarten – nicht mehr nur Linklisten. Alexander Kurzwernhart von otago beschäftigt sich seit Jahren mit SEO, Content-Strategie und digitaler Auffindbarkeit. Im Interview spricht er darüber, wie KI die Spielregeln verändert, worauf Unternehmen jetzt achten sollten und was künftig darüber entscheidet, ob Inhalte von KI-Systemen überhaupt wahrgenommen und genutzt werden. 1. Wie verändert KI gerade grundlegend, was wir unter digitaler Sichtbarkeit verstehen? Bisher war Sichtbarkeit vor allem Google-zentriert, geprägt durch SEO und SEA. Das bleibt auch weiterhin wichtig, doch durch ChatGPT & Co verlagert sich ein großer Teil der User Journey – insbesondere die Informationssuche – massiv in Richtung LLMs. Diese Systeme liefern direkte Antworten statt Linklisten. Wer LLMs heute nicht als eigenständigen Kanal im Online-Marketing begreift, verpasst den direkten Draht zur Zielgruppe in der entscheidenden Recherchephase. 2. Worauf sollten Unternehmen jetzt in ihrer Content-Strategie achten? Content muss – neben einer soliden technischen Basis – der absolute Schwerpunkt sein. Im Grunde sollte man Tugenden, die im SEO schon lange gepredigt werden, jetzt endlich konsequent umsetzen: Hilfreiche Texte ohne Marketingsprech, dafür mit einzigartigen Fakten. Statt hohler Phrasen wie „Wir stehen für innovative Lösungen ohne Kompromisse“ zählt heute Konkretes wie: „Mit Produkt X erzielen Sie innerhalb von drei …
Podcasts sind längst mehr als ein Trend. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen, Selbstständige und Organisationen vor einer ganz praktischen Frage:Lohnt sich der Aufwand, gerade wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind? Im Vorfeld von WE ARE SO – In Your Feed haben wir Johannes Pracher drei Fragen gestellt: Warum Podcast trotz knapper Ressourcen Sinn machen kann, wie er zur Personal Brand beiträgt – und was man vor dem Start unbedingt mitdenken sollte. 1. Warum Podcast – trotz knapper Ressourcen? Wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind, muss man sich für wenige Kanäle entscheiden.Warum ist Podcast für dich trotzdem ein sinnvoller Kanal – und für wen eher nicht?Was bringt er, was andere Formate nicht leisten? „Ein Podcast macht dann Sinn, wenn du wirklich etwas zu erzählen hast: Geschichten, Learnings, Perspektiven. Ohne Storyline wird’s schnell nur „Gerede mit Mikrofon“. Wir haben damals in Corona gestartet ehrlich gesagt aus der Not heraus. Im Rückblick war das eine unserer besten Entscheidungen. Warum? Weil Podcast etwas schafft, das andere Formate selten hinbekommen: Bindung über Zeit. 30 bis 40 Minuten Aufmerksamkeit sind im Jahr 2026 ein kleiner Feiertag. Wer das schafft, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist in Marketing und Vertrieb die härteste Währung. Dazu kommt: Ein Podcast ist nicht nur ein Kanal. Er ist ein Content-Motor. Aus einer Folge werden Snippets, Postings, Zitate, Newsletter, Reels, Website-Content. Einmal gut produziert, füttert er mehrere Plattformen. Für uns ist er außerdem ein Türöffner: • Wir kommen mit spannenden Menschen …
Wie bleibt man als Kreative*r mutig, inspiriert und selbstbewusst – auch dann, wenn Zweifel laut werden? Diese Frage stand im Zentrum des Impulsgesprächs „Creative Confidence“, dem Auftakt des Young Creative Club. Zu Gast war Magdalena Wahlmüller, Geschäftsführerin von AREA in Wien, die offen und ehrlich Einblicke in ihren persönlichen und beruflichen Weg gab. In ihrem Talk nahm Magdalena uns mit auf ihre Reise – von der Ausbildung über die Planung bis hin zur Führung eines eigenen Unternehmens. Schnell wurde klar: Kreativität bedeutet für sie weit mehr als Gestaltung auf dem Papier. Es geht darum, Menschen zu verstehen, zuzuhören und Lösungen zu entwickeln, die wirklich passen. Kreative Arbeit ist für sie ein zutiefst psychologischer Prozess – und einer, der unweigerlich mit Unsicherheit, Druck und Selbstzweifeln verbunden ist. Besonders eindrücklich sprach Magdalena über den Umgang mit Selbstzweifeln und kreativen Blockaden. Sie erzählte, wie sie lernen musste, nicht immer sofort Antworten parat zu haben, Pausen zuzulassen und Kritik nicht persönlich zu nehmen. Feedback wurde für sie zu einem Werkzeug der Entwicklung – nicht zu einem Urteil über den eigenen Wert. Auch der Vergleich mit anderen, vor allem über Social Media, sei eine ständige Herausforderung. Heute begegnet sie dem bewusst mit Abgrenzung und einem klaren Fokus auf ihre eigenen Werte und Stärken. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war Introvertiertheit in Führungspositionen. Magdalena machte Mut, leise Qualitäten nicht zu verstecken, sondern als Stärke zu erkennen. Introvertierte Menschen denken oft tiefer, formulieren durchdachter und können gerade …