Oberösterreich kann unglaublich überraschend sein, wenn es um hochwertige industrielle Nischenprodukte geht, die man zwar aus dem Alltag kennt, deren Produzenten man aber nicht auf dem Radar hat. Kobleder aus St. Martin im Innkreis ist so ein Hidden Champion. Namhafte internationale Unternehmen wie die Vitra, On Cloud Sneakers, MOROSO, Landrover, Google oder Sonos | IKEA geben technische Gestricke bei Kobleder in Auftrag und Entwicklung.
Wenn man an Stricken denkt, denkt man zuerst vielleicht an lauschige Momente, in denen mit zwei Stricknadeln Socken, Pullover oder Hauben entstehen. Woran man dabei eher selten denkt, sind Möbel, Schutzausrüstungen oder Lautspecherverkleidungen für namhafte internationale Marken. Aber genau das macht Kobleder. Das 1927 von Paula Kriegleder als Modefirma gegründete Familienunternehmen wird in der 3. und 4. Generation von Paul Stollberger und Thomas Neumayer geführt und steht exemplarisch für eine fruchtbare Symbiose aus Tradition und Innovation und permanenter Weiterentwicklung von Handwerk und Technologie. Kleines Detail am Rande: Das Unternehmen wurde damals im Jenseits gegründet und firmiert heute im Diesseits. Damit sind natürlich zwei Ortsteile in St. Martin gemeint, die sich auf alte Flurbezeichnungen beziehen und nicht auf etwas Metaphysisches.
Die Entwicklung des Unternehmens von einer Modestrickerei hin zu einem Produzenten technischer Gestricke auf höchstem Niveau ist beachtlich. Kobleder hat sich in den letzten Jahrzehnten als Innovationsführer von flachgestrickten technischen Textilien international etabliert. Vor über 25 Jahren war Kobleder der erste Strickhersteller, der in der Möbelindustrie überraschende Ergebnisse lieferte. Eines der ersten Produkte war eine gestrickte Rückenlehne für einen Bürodrehstuhl, begünstigt auch durch die Weiterentwicklung geeigneter Synthetikfasern. Zu dieser Zeit war noch völlig unklar, ob technische Gestricke tatsächlich für derartige Anwendungen geeignet sind. Millionen von Lastzyklen, sowohl statische als auch dynamische, haben bewiesen, dass sich Gestricke bestens für jede Art von Möbeln eignen. Sogar als freitragende Konstruktionen.
Weiterdenken und weiterentwickeln sind das Geheimnis des Erfolgs
Bis heute hat sich dieser Innovationsgeist nicht verändert. Insgesamt 30 Mitarbeiter*innen arbeiten permanent an neuen Ideen und Projekten und die Entwicklungsabteilung tauscht sich eng mit Universitäten aus und erforscht neue Werkstoffe und Maschinentechnik. „Wir tüfteln jeden Tag an innovativen stricktechnischen Lösungen und es tun sich immer wieder neue Möglichkeiten auf. Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass gestrickte Schuhe möglich sind? Mittlerweile arbeiten wir schon an Kinderwägen, gestrickten Tastaturen und Rucksäcken. In den letzten Jahren hat sich auch sehr viel im Bereich des 3D-Stricks getan. Begünstigt durch die Weiterentwicklung der Strickmaschinen, können wir heute einen Pullover nahtlos stricken. Das Kleidungsstück fällt fixfertig aus der Maschine. Aber wir integrieren auch völlig neue Funktionen in das Gestrick. So können zum Beispiel stärker und weniger elastische Bereiche durch den Einsatz von Gummi oder auch Sensorflächen durch den Einsatz elektrisch leitfähiger Fäden entstehen.”, erklärt Paul Stollberger und hält einen Knieprotektor ins Zoom-Fenster. Man erkennt die unterschiedlichen Strukturen und Höhen des Abstandsgestricks. Dadurch lassen sich auftretende Kräfte optimal verteilen und absorbieren.
Quinny Stroller Yezz by Kobleder
Patente Ideen für den Schutz von klugen Köpfen
Der Bereich „Persönliche Schutzausrüstung“ ist ein wichtiger. Auch auf der Innenseite von hochwertigen Schutzhelmen findet man Kobleder. Das besonders stoßdämpfende Gestrick des patentierten VALENS Head Guard Systems® im Inneren des Schildbands absorbiert gefährliche Beschleunigungskräfte bei Stürzen auf harten Untergründen und reduziert dadurch das hohe Risiko von schweren Kopfverletzungen. Das spezielle Design und die Materialbeschaffenheit des Schutzringes bieten einen optimalen Schutz des Front-, Seiten- und Hinterkopfes. Das hat das Crashtest-Center bei Magna Steyr in Graz geprüft.
Valens Head Guard by Kobleder
Das heimliche Kompetenzzentrum für Strickwaren in Europa
„Manchmal wundere ich mich selber, was für wohlklingende Namen und Firmen bei uns anfragen, aber es scheint sich doch rumgesprochen zu haben, dass wir in Sachen Strick eine der ersten Adressen sind.“, sagt Paul Stollberger mit einem gewissen Understatement. Dabei ist es kein Wunder, sondern einfach das, was einen Hidden Champion ausmacht. Kobleder arbeitet auf computergesteuerten Strickautomaten am neuesten Stand der Technik und unterhält eine vollstufige Konfektion mit allen für die Erzeugung von Strickwaren notwendigen Spezialmaschinen. Im Spannungsfeld von regionaler Verbundenheit und internationalen Geschäftsaktivitäten entstehen Produkte, die Anspruch auf Marktführerschaft erheben. Darauf kann man schon ein bisschen stolz sein.
Nicht nur, was man tut ist entscheidend. Sondern vor allem auch das Wie.
Nachhaltigkeit ist für Kobleder ein essentieller Bestandteil der Unternehmenskultur, um nicht zu sagen der alles Entscheidende. Der Anspruch beginnt bei der hauseigenen Stricktechnologie, die hocheffizient Abfall vermeidet bis hin zur Energieversorgung, die in Eigenregie entwickelt wurde und nahezu 100 % des Gesamtbedarfs aus den Ressourcen Wasser, Sonne und Wind deckt. Aber er gilt auch bei der Verantwortung als solider und zukunftsorientierter Arbeitgeber in St. Martin im Innviertel. An ein Abwandern ist nicht zu denken, wenn man so in der Region verwurzelt ist wie Kobleder. Und warum auch? Wer Dinge kann, die andere nicht können oder nicht in gleicher Qualität und mit dem gleichen Verve, der wird immer gefragt sein. Egal, ob in Österreich oder der großen weiten Welt.
Creative Region Journey zu Kobleder
Am 21. Oktober 2021 waren wir uns zu Besuch bei diesem Hidden Champion und haben spannendeEinblicke in die Arbeitsweisedes innovativen Unternehmens bekommen, Anknüpfungspunkte zwischen Kreativschaffenden und Kobleder geschaffen und persönliche Netzwerke erweitert. Während der Betriebsführung haben wir Näheres über die Produktentwicklungsprozesse erfahren und uns mit den Zugängen von Kobleder zu Kreativität, Produktentwicklung, Forschung, Design und Handwerk beschäftigt.
Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Beim 4x4 im 44er Haus in Leonding drehte sich alles um die Frage, wie sich Unternehmen und Menschen „future fit“ machen können und welche Kompetenzen es dafür braucht.
Impulsgespräch „Kreativität“ Wie findet man als Kreative*r gute Ideen – auch wenn scheinbar nichts kommt – und wie lässt sich Kreativität gezielt im Arbeitsalltag einsetzen? Im Impulsgespräch gibt Marco Steiner Einblicke in seinen persönlichen Ansatz und teilt Erfahrungen aus seinem Arbeitsleben. Es geht unter anderem um Fragen wie: Was macht überhaupt eine gute Idee aus? Welche Methoden und Tools helfen dabei, kreativ zu bleiben? Wie findet man neue Perspektiven, wenn der Kopf blockiert ist? Und wie bleibt man kreativ, auch wenn Deadlines, Druck oder herausforderndes Feedback aufkommen? Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch. Marco Steiner Marco Steiner versucht, das Große im Kleinen und das Kleine im Großen zu finden. Er begleitet Marken auf ihrem Weg zu Brandings und Kampagnen. Seit 20 Jahren als Designer, Texter, Creative Director und Stratege. Für renommierte Kunden und Agenturen tätig. Heute selbstständiger, Kategorien übergreifender Kreativer, Berater und Teil des Kollektivs die entgegengesetzte richtung. Marken denkt er einfach: Für …
Ein Nachmittag für Marketing-Profis mit gezieltem Austausch & konkreten Take-aways KI verändert, wie wir Marketing machen: Automatisierung, Personalisierung, Datenanalysen, Content-Generierung etc. In Good Comany bringt die Menschen zusammen, die in Unternehmen für Marketing verantwortlich sind – zum Netzwerken und um voneinander zu lernen. Im moderierten Gespräch entstehen neue Perspektiven und neue Erkenntnisse durch die Erfahrung anderer. Es treffen Kommunikationsprofis auf Digitalstrateg*innen und Content-Köpfe – alle mit dem gleichen Mindset: offen, kreativ, relevant. Neben dem Netzwerken schaffen wir einen strukturierten Gesprächsraum für das Thema „Wenn KI den Marketingalltag neu schreibt“ Für wen ist diese Veranstaltung interessant? Das Format: Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. Diese Veranstaltung fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen, geht über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Die bewusst gewählte kleine Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende) fördert direkten Austausch und offene Gespräche auf Augenhöhe. Regelmäßiges Format! Ablauf: Teilnahme: Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen passen. Wenn du danach weiterhin Teil des Netzwerks bleiben und regelmäßig an unseren Veranstaltungen teilnehmen möchtest, bieten wir dir gerne eine Membership an. Damit erhältst du Zugang zu weiteren Formaten, Events und Möglichkeiten zum Austausch. 👉 Alle Infos zur Membership findest du hier: Not another membership Oder du meldest dich einfach direkt bei Kathrin – sie erzählt dir gerne mehr: kathrin@creativeregion.org *** Aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenanzahl …
Du möchtest neue Kund*innen ansprechen, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufbauen oder Bestandskund*innen reaktivieren? Du hast ein berufliches Netzwerk und möchtest es ausbauen und stärker nutzen? Dann ist dieses Training für dich! Wir begleiten dich in drei Sessions und entwickeln gemeinsam deine individuelle Strategie.
Bei diesem Format treffen sich die Creative Region Members regelmäßig, um aktuelle Themen gemeinsam zu vertiefen. Austausch & Insights – von anderen lernen In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven. Dieses Format stärkt den Zusammenhalt und sucht nach konkreten Lösungsansätzen für die Herausforderungen. Der kleine Kreis (ca. 10 Teilnehmer*innen) ermöglicht direkten, zielfokussierten Austausch und ein Lernen aus den Erfahrungen anderer. Kreative Projekte leben von guter Zusammenarbeit. Und diese entsteht dort, wo Kommunikation gelingt – über das gesamte Projekt hinweg: vom ersten Gespräch über das Briefing, durch Feedbackphasen und Entscheidungen bis zum Abschluss. Wir beschäftigen uns mit Kund*innenkommunikation als gestaltbaren Handlungsraum. Ziel ist es, Projekte klar, professionell und auf Augenhöhe zu begleiten – auch dann, wenn es mal komplex, unklar oder herausfordernd wird. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn: Hard Facts Wo: Tabakfabrik Linz Wann: 21. April 2026, 16:00 Uhr Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Die Teilnahme ist kostenlos für Members der Creative Region. Du bist noch kein Member? Dann schnuppere gern mal rein und melde dich bei kathrin@creativeregion.org HIER findest du alle Infos zur Membership! Eindrücke vom Member Circle: Zeitfresser minimieren mit KI im Dezember 2025 bei AMAGO
In diesem eineinhalbtägigen Workshop lernst du, wie du repetitive, mühsame Aufgaben mittels KI smart automatisierst und dich & dein Business damit entlastest und wertvolle Zeit freilegst. Mit vollem Fokus auf sofortige Anwendbarkeit und viel Raum für Praxisübungen. Damit dir wieder mehr Zeit für die wirklich relevanten Dinge bleibt: mehr Zeit für Strategisches, mehr Zeit zum Überlegen.
Eine neue Ära der Suche Seit dem Launch von ChatGPT hat sich die Art und Weise, wie Menschen im Internet suchen, fundamental verändert. Wir bewegen uns weg von Ergebnislisten hin zu direkten Antworten. Für Unternehmen bedeutet das: Die Spielregeln für Sichtbarkeit und Traffic werden neu geschrieben. In diesem Workshop analysieren wir den Paradigmenwechsel von klassischem SEO hin zu GEO (Generative Engine Optimization). Du lernst nicht nur die technologische Basis von LLMs (Large Language Models) kennen, sondern vor allem, wie du dieses Wissen strategisch nutzt. Zusätzlich zu Theorie-Input blicken wir auch in die Praxis: Wie müssen Inhalte heute aufgebaut sein, damit sie von KIs als „beste Antwort“ zitiert werden? Welche Tools helfen dir, Lücken in deiner Strategie aufzudecken? Dieser Tag ist dein Update für die neue Ära der Suche – damit deine Marke auch in Zukunft dort sichtbar ist, wo die Nutzer*innen ihre Antworten finden. Was du aus diesem Workshop mitnimmst: Für wen sich der Workshop lohnt: die verstehen wollen, wohin sich der Markt bewegt. Er ist ideal für alle, die für die Sichtbarkeit von Unternehmen verantwortlich sind und sicherstellen wollen, dass ihre Content-Strategie nicht von der technologischen Entwicklung überrollt wird. Hinweis: Tiefgehendes technisches SEO-Vorwissen ist keine Voraussetzung. Wir holen dich dort ab, wo klassisches Marketing auf moderne KI-Technologie trifft. Bitte mitbringen / vorbereiten: Tickets & Preise: Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375€ exkl. MwSt. (€ 450,- inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person gültig Tickets für Unternehmen …
Gute Führung ist erlernbar Neben all den rasanten technologischen Entwicklungen, die unsere Arbeit unterstützen, sind es Menschen, die in Teams zusammenarbeiten, Projekte abwickeln und Ziele gemeinsam erreichen wollen. Sie haben Stärken und Schwächen, zwischenmenschliche Herausforderungen, unterschiedliche Arbeitsweisen, Wünsche und Zukunftspläne. Teams der digitalen Arbeitswelt arbeiten meist hybrid oder sogar ganz remote – umso wichtiger ist es, eine Führungskraft an der Seite zu wissen, die inspiriert, fördert, anleitet, dabei empathisch ist und Konflikte effektiv lösen kann. Aus der Fair-Work-Umfrage des Creativ Club Austria geht klar hervor, dass nur 17,7% der Angestellten in den Creative Industries mit ihrer Führungskraft zufrieden sind. Genau dort setzen wir mit unserem Lehrgang „Leadership for Creatives“ an, der im Februar 2026 in Wien in die dritte Runde geht: Die Skills und Werkzeuge für modernes Führungsverhalten sind erlernbar und trainierbar. An drei intensiven Tagen bringen wir dir Tools, Methoden und Prozesse näher, die dich dabei unterstützen, modernes und innovatives Führungsverhalten zu erlernen, zu zeigen und anzuwenden, und deine Organisation weiterzuentwickeln. Die Inhalte sind praxisnah und genau auf die Bedürfnisse von Kreativschaffenden zugeschnitten. Zentrale Elemente der Workshopreihe sind interaktive Übungen & Diskussionen, der Erfahrungsaustausch mit Anderen und das Lernen aus der Praxis. Die Module bauen aufeinander auf und können nicht separat gebucht werden. Hard Facts & Key Learnings Ist der Lehrgang das passende Angebot für dich? Das Angebot richtet sich an Kreativschaffende mit Führungsverantwortung (wie z.B. Team Leads oder Geschäftsführer*innen). Das Programm ist als „Personal-Growth / Leadership” Angebot konzipiert und setzt auf Vertraulichkeit innerhalb der Gruppe. Beste Lernfortschritte und Wirkung erzielst du mit einer Teilnahme an …
Wahre Produktivität entsteht dort, wo Menschen das Wesentliche priorisieren, nicht dort, wo wir einfach nur beschleunigen.“ Mit dieser klaren Ansage stellte Future-Work-Expertin Jeanny Gucher bei “Future m[eats] Creativity?” die momentane Grundannahme unserer Arbeitswelt auf den Prüfstand. Denn während künstliche Intelligenz neue Effizienzrekorde verspricht, stellt sich die eigentliche Frage: Tun wir wirklich das Richtige – oder einfach nur mehr vom Falschen?
Wie präsentiert man sich als junge*r Kreative*r richtig?Beim Portfolio Talk 2025 haben Barbara Oppelt (Zunder) und Sargon Mikhaeel (Artgroup) offen darüber gesprochen, worauf sie bei Bewerbungen wirklich achten – und was Bewerber*innen lieber lassen sollten. Hier sind fünf Learnings, die du direkt in dein nächstes Portfolio mitnehmen kannst. 1. Weniger ist mehr – Qualität schlägt Quantität Ein gutes Portfolio ist kein Sammelalbum. „Lieber drei richtig gute Projekte als zehn halbfertige“, sagt Barbara Oppelt.Zeig nur Arbeiten, zu denen du wirklich stehst. Wenn du dir bei einem Projekt unsicher bist, ob es rein soll, lass es lieber weg. Auch freie Projekte oder private Experimente zählen, wenn sie Leidenschaft und Stil zeigen. „Uns ist wichtig, dass man spürt: Die Person brennt für das, was sie tut“ – Sargon Mikhaeel (Artgroup) 2. Zeig, wer du bist – dein Portfolio ist dein persönliches Projekt Das Portfolio ist nicht nur eine Mappe mit Arbeiten, sondern ein Statement darüber, wer du bist und wie du denkst.Eine klare Gestaltung, eine eigene visuelle Linie oder sogar ein wiedererkennbares „Mini“-CD zeigen Haltung. „Es ist die perfekte Chance, Charakter zu zeigen – das bin ich, das gefällt mir“ Barbara Oppelt (Zunder) Auch Persönlichkeit darf spürbar sein: Wer du bist, zählt mindestens so viel wie deine Skills. Beide Speaker*innen sind sich einig: „Wir wollen sehen, wie jemand tickt. Das macht neugierig.“ 3. Sei ehrlich – Transparenz zählt Wenn du an Teamprojekten gearbeitet hast, schreib ehrlich dazu, was von dir stammt. Niemand erwartet, dass du alles allein gemacht hast. Wichtig ist, dass du deine Rolle im …
Wie bleibt man als Kreative*r mutig, inspiriert und selbstbewusst – auch dann, wenn Zweifel laut werden? Diese Frage stand im Zentrum des Impulsgesprächs „Creative Confidence“, dem Auftakt des Young Creative Club. Zu Gast war Magdalena Wahlmüller, Geschäftsführerin von AREA in Wien, die offen und ehrlich Einblicke in ihren persönlichen und beruflichen Weg gab. In ihrem Talk nahm Magdalena uns mit auf ihre Reise – von der Ausbildung über die Planung bis hin zur Führung eines eigenen Unternehmens. Schnell wurde klar: Kreativität bedeutet für sie weit mehr als Gestaltung auf dem Papier. Es geht darum, Menschen zu verstehen, zuzuhören und Lösungen zu entwickeln, die wirklich passen. Kreative Arbeit ist für sie ein zutiefst psychologischer Prozess – und einer, der unweigerlich mit Unsicherheit, Druck und Selbstzweifeln verbunden ist. Besonders eindrücklich sprach Magdalena über den Umgang mit Selbstzweifeln und kreativen Blockaden. Sie erzählte, wie sie lernen musste, nicht immer sofort Antworten parat zu haben, Pausen zuzulassen und Kritik nicht persönlich zu nehmen. Feedback wurde für sie zu einem Werkzeug der Entwicklung – nicht zu einem Urteil über den eigenen Wert. Auch der Vergleich mit anderen, vor allem über Social Media, sei eine ständige Herausforderung. Heute begegnet sie dem bewusst mit Abgrenzung und einem klaren Fokus auf ihre eigenen Werte und Stärken. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war Introvertiertheit in Führungspositionen. Magdalena machte Mut, leise Qualitäten nicht zu verstecken, sondern als Stärke zu erkennen. Introvertierte Menschen denken oft tiefer, formulieren durchdachter und können gerade …
Führung steht unter Veränderungsdruck, besonders dort, wo Kreativität, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Alltag prägen. Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, wenn Teams heterogener werden, Innovationszyklen kürzer und Erwartungen an Arbeit sinn- und wertegetriebener sind. Gefragt sind heute Führungspersönlichkeiten, die Orientierung geben, ohne einzuengen, die Klarheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben, und die kreative Prozesse ermöglichen, statt sie zu steuern. Stefan Promper beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leadership im kreativen Umfeld – als Trainer, Berater und Lehrgangsleiter. Im Gespräch teilt er seine Perspektive darauf, wie sich Führung verändert hat, warum Selbstführung für Kreativschaffende essenziell ist und welche Rolle Führungskräfte als Kontextgeber*innen in vielfältigen Teams einnehmen sollten. 1. Wie hat sich Leadership im kreativen Umfeld deiner Erfahrung nach verändert – und welche Qualitäten sind heute besonders wichtig, um Teams wirkungsvoll zu führen? „Innovationszyklen sind kürzer, Teams multidisziplinärer. Führung bedeutet zunehmend Hindernisse aus dem Weg räumen, Entscheidungswege zu verkürzen und Prozesse flexibel halten. Schnelle Lernzyklen schlagen Perfektionismus und bei einer gesteigerten Interdisziplinarität werden in Teams das Übersetzen, Verbinden und Moderieren von Spannungen zu zentralen Führungsqualitäten. Daneben geht es in einer Welt voller Reize und Möglichkeiten auch verstärkt um Klarheit und Priorisierung – gute Führung sagt nicht nur Ja, sondern auch bewusst Nein. Zudem wird Arbeitskultur mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, denn die Erwartungen haben sich verändert: Sinn, Selbstwirksamkeit und gesunde Arbeitsweisen sind heute zentrale Attraktivitätsmerkmale und Leadership muss diese aktiv mitgestalten.“ 2. Beim Lehrgang „Leadership for Creatives“ legst du viel Wert …
Ein neues Jahr. Ein gemeinsamer Start. Bevor wir wieder voller Energie in Ideen und Projekte eintauchen, starten wir mit euch ganz entspannt ins neue Jahr mit einem schon bekannten Format: dem New Year’s Brunch! Freu dich auf feines Essen von 22K, wunderbaren Kaffee von Österreichs Meister des »Julius Meinl Barista Cup 2024«, Mario Benetseder, gute Gespräche und ein gemütliches Wiedersehen mit der Community. Wir stoßen an, teilen frische Gedanken, blicken gemeinsam nach vorne. Beim New Year’s Brunch triffst du „Outside the Box“-Denker*innen aus den verschiedensten Bereichen — ideal, um Projekte fürs neue Jahr zu planen, Ideen auszutauschen oder einfach neue Kontakte zu knüpfen. Kleiner Spoiler: Wir feiern im neuen Creative Region Event Space! Facts: Wann: 23. Jänner, ab 11.00 UhrWo: Behrens Lab, Peter-Behrens-Platz 9, Stiege B, 3. OG Tabakfabrik Linz Die Veranstaltung ist kostenlos für Members der Creative Region, bitte melde dich unter diesem Link an. Du möchtest in die Community hineinschnuppern und teilnehmen? Kein Problem – melde dich bitte bei kathrin@creativeregion.org! Impressionen vom New Years Brunch 2025
Ein Workshop für alle, die Produktivität neu definieren wollen. Methoden & Hacks für mehr Fokus in deinem Arbeitsleben – mit Future Work Expertin Jeanny Gucher.