Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Interview mit Andreas Lovric, Jürgen Ropp und Florian Westermeier über ihr gemeinsames Projekt, die Learnings aus der Innovation Agent Academy und den Mehrwert von Interdisziplinarität.
Innovation und Transformation, Kreativität und Regionalentwicklung
Ludovit Garzik, Innovationsexperte und Autor des Buches "Successful Innovation Systems", im Gespräch darüber, was Regionen zu erfolgreichen Innovationsregionen macht.
Textilien und Technologie, Vernetzung und Kooperation
2,6 Tonnen Altkleider und 1,3 Tonnen Mobiliar, Hausrat und Geräte - diese Mengen wickelt die Volkshilfe OÖ jährlich ab. Die Innovation Agent Academy unterstützt sie dabei, innovative Modelle für Kreislaufwirtshaft zu erarbeiten.
formquadrat – Ein Synonym für über 25 Jahre Produktdesign aus Linz. Bei unserer neuen Coffee Break erzählen Stefan Degn und Mario Zeppetzauer wie sich Designprozesse in den letzten Jahrzehnten verändert haben.
Patrick Rammerstorfer und Irene Bouchal im Interview
Patrick Rammerstorfer ist Gründer von Pro Active und begleitet Unternehmen in Innovations- und Transformationsvorhaben. Er hat den Lehrgang „Agile Leadership“ entwickelt und leitet ihn. Seit September 2021 ist der Lehrgang Teil der Innovation Agent Academy, die Pro Active und die Creative Region Linz & Upper Austria gemeinsam gestalten und umsetzen.
Im zweiten Modul des Agile Leadership Lehrgangs „Agile Methods & Frameworks“ war Irene Bouchal-Gahleitner, Chief People Officer im Linzer Digitalisierungsdienstleister Netural, zu Gast. Unter ihrer Ägide hat sich Netural zu einem selbstorganisierten Unternehmen mit vielen agilen Elementen entwickelt. Im Interview geben die beiden Einblicke zu neuem Leadership, welche Vorteile und Herausforderungen es mit sich bringt – und wie es in der Praxis umgesetzt werden kann.
Am 28. April 2022 hast du die Gelegenheit, mit Patrick und Irene beim WE ARE SO transformation ins Gespräch zu kommen! Schau vorbei!
Mit welchen aktuellen Herausforderungen kommen die Führungskräfte in die Innovation Agent Academy?
Patrick: Für die Vertreter*innen der Organisationen, die am Agile Leadership Lehrgang teilnehmen, ist der Transformationsdruck groß. Sie spüren, dass die eigene Branche im Umbruch ist und es deshalb einen starken Wunsch nach Transformation gibt.
Patrick Rammerstorfer
Ursächlich dafür ist klarerweise die Digitalisierung. Die Unternehmen merken, dass die digitale Transformation aber sehr herausfordernd ist. Es ist zumeist keine rein technologische Problemstellung, die Herausforderung liegt viel mehr darin, die Mitarbeiter*innen auf diesen Weg mitzunehmen. Somit ist es vielmehr eine Kulturfrage.
Transformation versteht sich nicht als klassische Weiterentwicklung – diese findet in den Unternehmen ohnehin kontinuierlich statt. Transformation ist das absichtsvolle Vorhaben, etwas am System zu verändern. Viele Unternehmen müssen ihre Strategien anpassen, sie müssen sie agiler gestalten, weil sie sich in dynamischen Umfeldern bewegen und deshalb anpassungsfähig und beweglich sein müssen.
Logischerweise folgt einer Strategieveränderung ein Strukturwandel, damit auch die Unternehmen dynamischer, flexibler und agiler sind. Und das muss im Mindset und in der Unternehmenskultur verankert werden. Dabei sind vor allem die Führungskräfte gefordert. Jede Führungskraft ist heute auch eine Art Chief Transformation Officer. Die neue Rolle von Führungskräften umfasst eben auch die Fähigkeit, Transformationen holistisch, systemisch zu unterstützen. Diese Aufgabe im Sinne des „Enablings“ kann nur die Führung übernehmen, denn die Rahmenbedingungen in einer Organisation können nur Führungskräfte schaffen.
Wie funktioniert agiles Führen?
Patrick: Agile Leadership schafft die Rahmenbedingungen für agiles Arbeiten, um als Organisation einen höheren Reifegrad zu erreichen, d. h. anpassungsfähiger und reflektierter zu werden und nicht nur an einer Stellschraube zu drehen, sondern Transformationen systemisch zu denken. Dafür müssen Strukturen verändert und die Mitarbeiter*innen mit Fähigkeiten und Skills ausgestattet werden. Und noch viel wichtiger: Es braucht ein Fundament für agile Transformation, das aus individuellem Mindset und kollektiver Kultur gebaut ist. Denn es müssen nicht nur die Organisationen reifen, sondern auch die handelnden Personen. Machen sie das nicht, werden alle agilen Frameworks, egal ob Design Thinking, Scrum, Lean Startup, etc. nie die PS auf die Straße bringen können.
Es benötigt in Organisationen Menschen, die nicht nur im, sondern auch am System arbeiten und die Rahmenbedingungen für agiles Arbeiten schaffen. Je größer die Organisation, desto komplexer die Herausforderung. Und es geht nicht nur darum, die Organisation zu entwickeln und Mitarbeiter*innen bei der Reife zu unterstützen, sondern auch darum, selbst als Führungskraft zu reifen. Dafür muss man sich primär damit auseinandersetzten, was man mit der eigenen Haltung und dem darauf basierenden Verhalten auslöst, was dabei förderlich und auch hinderlich ist, und dafür braucht es ein hohes Maß an Selbstreflexion.
Irene, du warst maßgeblich bei der Einführung des agilen Führens bei Netural beteiligt. Warum habt ihr euch dazu entschlossen?
Irene: Genau genommen ging es um die Etablierung von Selbstorganisation bei Netural. Vor fünf Jahren haben wir unsere Organisation auf ein sich selbstorganisierendes System umgestellt, weil wir in einem Umfeld der Ungewissheit agieren. Das Umfeld ist sehr komplex und dynamisch. Wir selbst sind das auch, da wir stets projektgetrieben sind.
Diese Rahmenbedingungen fordern, dass Entscheidungen zu einem Zeitpunkt getroffen werden, an dem sie getroffen werden müssen, und zwar von jenen, die sie treffen können. Mit klassischen Organisationsstrukturen findet das nur zeitverzögert statt.
Irene Bouchal-Gahleitner
Irene Bouchal-Gahleitner Foto: Ulli Engleder
Wir befähigen Mitarbeiter*innen, in diesem Umfeld erfolgreich sein zu können. Damals waren wir 50 Mitarbeiter*innen, heute sind wir 80. Die Notwendigkeit dieses Transformationsprozesses ergab sich aus der fehlenden Autonomie der Projektteams. Zu Beginn stand das klare Commitment der Geschäftsführung, diesen Weg konsequent zu gehen. Wir haben uns mit unterschiedlichen Konzepten auseinandergesetzt. Das hat uns gezeigt, dass es auch andere Wege gibt als jene, mit denen wir sozialisiert worden sind.
Im kleinen Kreis haben wir begonnen, den „Netural-Maßanzug“ zu schneidern. Bevor wir dann die neuen Spielregeln aufgestellt haben, haben wir die Teams neu strukturiert – hinsichtlich gleicher Kompetenzen und gleicher Seniorität – und Kund*innen neu zugeordnet. Wie die Führung der Teams aussehen könnte und Prozesse ablaufen werden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Gemeinsam mit den neuen Units haben wir dies dann in Workshops erarbeitet und Rollen definiert – im Wissen, dass sich Dinge ändern können und dürfen. Etwa ein halbes Jahr lang hat uns die Bewusstseinsbildung im kleinen Kreis und etwa ein Jahr lang die Etablierung des Systems beschäftigt. Mittlerweile haben die Mitarbeiter*innen die neue Organisationsstruktur verinnerlicht und nehmen sie als Normalität wahr.
Welche Vorteile bringt Agile Leadership für die Unternehmen und Mitarbeiter*innen?
Patrick: Haben Menschen gewisse Muster über die Jahre erlernt, fällt es ihnen manchmal schwer, darauf zu vertrauen, dass sich tatsächlich etwas verändern wird z. B. beim selbstverantwortlichen Arbeiten. Hier sind wiederum die Führungskräfte gefordert, eben nicht in alte Muster zu fallen und dieses Misstrauen zu nähren.
Um Vertrauen auf beiden Seiten herzustellen, hilft es, sich mit den Grundlagen der Kommunikationspsychologie zu beschäftigen. Verschriftlichte Leitbilder oder definierte Werte sind zum Vertrauensaufbau sicher notwendig, jedoch müssen sie auch gelebt und Beziehungen entsprechend gestaltet werden. Dafür muss man sich die Frage stellen, was eine gute Beziehungsqualität denn überhaupt ausmacht. Die Sozialforschung gibt uns den Hinweis, das größte Bindemittel für Beziehungen sei Vertrauen. Jene, die mehr Verantwortung übertragen bekommen und dies auch annehmen wollen, werden sich wesentlich mehr engagieren und loyaler gegenüber der Organisation sein.
Vertrauen ist der soziale Kitt in Unternehmen, der das Fenster im Rahmen hält. Auf Vertrauen aufbauend wird eine Organisation ideenreicher, kreativer und neugieriger. Das ist der Nährboden für Innovation und für Neues.
Patrick Rammerstorfer
Wie sehr hat sich der Arbeitsalltag durch die Selbstorganisation seit deinem Start bei Netural geändert?
Irene: Netural hatte schon immer ein starkes Kulturbewusstsein. Von Anfang an ging es um die Menschen und darum, was man tun muss, um gemeinsam Projekte erfolgreich umzusetzen. Das haben wir beibehalten und auf dieses Mindset haben wir aufgebaut. Bei Netural können wir damit die Fluktuation auf niedrigem Niveau halten mit sehr langfristigen Mitarbeiterbeziehungen. Auch weil die Organisation individuelle Veränderungsmöglichkeiten bietet.
Wir achten bei Neueinstellungen stark auf den „Cultural Fit“ der Bewerber*innen.
Bei Bewerbungen sind nicht nur die Qualifikationen entscheidend, sondern auch, ob jemand ins Team passt und mit der Arbeitsweise umgehen kann. Wir sind uns bewusst, dass das Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter*innen fordernd ist: immer in Deadlines zu denken, mehrere Tasks erledigen zu müssen, der verdichtete Arbeitsalltag, wichtige Marken und Kund*innen. Wir achten aus diesem Grund sehr genau auf unsere Kultur und darauf, dass wir Beziehungen untereinander pflegen. Wir planen uns bewusst Zeiten ein, die Kolleg*innen auch privat besser kennenzulernen und möchten ein Bündel an unterschiedlichen Möglichkeiten fürs „Socializing“ anbieten – vom Sport bis zum Biogemüsebeet.
Und wie wirken sich die Veränderungen auf eure Kund*innen aus?
Irene: Vor der agilen Organisationsstruktur arbeiteten wir schon im Projektmanagement agil, z.B. mit Scrum. Die Kund*innen wissen, dass wir anders ticken. Es ist zwar für viele Kund*innen neu, ein Projekt integriert zu erarbeiten – z.B. mit 14-tägigen Sprint-Meetings -, das bietet ihnen dafür viel Transparenz. Unser Selbstverständnis ist: Wir besitzen im Team hohe Selbstlösungskompetenz, unsere Teams trauen sich viel zu und klären Unklarheiten aus diesem Selbstverständnis heraus. Davon profitieren Kund*innen und Mitarbeiter*innen gleichermaßen.
Was kann man tun, um agil und innovativ zu sein und zu bleiben?
Patrick: An sich selbst arbeiten ist das Wichtigste. Führungskräfte beschäftigen sich oft und gerne mit ihren Mitarbeiter*innen, auch weil die Führungslehre, beispielsweise das situative Führen, uns das in den letzten Jahrzehnten vermittelt hat. Aber wenn ich selbst an mir arbeite, mein eigenes Verhalten verändere, werden sich auch die Menschen mir gegenüber anders verhalten.
Welche Lektüretipps könnt ihr unseren Leser*innen abschließend geben?
Irene: Zentrale Impulsgeber für die ersten Schritte sind:
Die 15 Teilnehmer*innen des Lehrgangs „Agile Leadership“ sind in unterschiedlichen Unternehmen auf Führungsebene tätig – vom Software-Unternehmen über Industriebetriebe bis hin zur Universität – und bringen deshalb die unterschiedlichsten beruflichen Backgrounds und Erfahrungen mit. Was sie verbindet? Die Suche nach neuen und frischen Inputs und Methoden in Sachen Leadership und Innovation. All das und mehr finden sie in den fünf Modulen der Innovation Agent Academy.
Die Innovation Agent Academy wird von Pro Active und der Creative Region gestaltet und umgesetzt. Im Herbst 2022 starten die Lehrgänge „Agile Leadership“ unter der Leitung von Patrick Rammerstorfer und „Human Centered Innovation“ unter der Leitung von Katharina Ehrenmüller erneut! Voranmeldungen sind bereits per Mail möglich.
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …
Innovation und Transformation, Kreativität und Regionalentwicklung
Ein Ort mit Geschichte und einem starken Wunsch nach Zukunft Der ehemalige ÖBB-Bahnhof am Landungsplatz in Ebensee ist einer von vielen in Europa mit reicher Geschichte. Einst ein Ort des Ankommens und Aufbrechens, heute leer, still und ungenutzt. Aber voller Potenzial. Genau hier haben wir angesetzt und Studierende der Kunstuniversität Linz, die Gemeinde Ebensee und ihre Bürger*innen, die Verantwortlichen der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sowie lokale Institutionen und Gestalter*innen zusammengebracht, um den Ort neu zu denken. Die Züge der ÖBB halten nach wie vor am Landungsplatz, das Gebäude selbst steht jedoch leer. In der Bevölkerung wird er heute vor allem als Durchgangsraum wahrgenommen. In Gesprächen mit der Gemeinde und anderen Akteur*innen wurde schnell klar: der Wunsch nach einem offenen Treffpunkt, einem Ort für Begegnung, Kultur und gemeinschaftliche Aktivitäten ist groß. Vom Gespräch zum Prozess Das Projekt wurde als Semesterprojekt in den Architekturstudiengang der Kunstuniversität Linz (basehabitat) integriert und von nonconform, einem Büro mit Schwerpunkt auf partizipativer Planung, sowie dem Team von Aufbruch Salzkammergut begleitet. Den Auftakt bildete im Oktober 2025 eine Feldrecherche vor Ort: in Interviews, Workshops und der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte setzten sich Studierende, Projektpartner*innen und lokale Akteur*innen gemeinsam mit dem Landungsplatz auseinander. „Es war eine sehr interessante Erfahrung, und ich bin froh, dass wir diesen Prozess durchlaufen haben. Wenn Wissen von außen auf Augenhöhe hereinkommt, ist das für uns sehr wichtig. Wir lassen uns nicht gerne von außen sagen, was wir tun sollen, aber wir sind sehr daran …
Sei dabei beim alljährlichen vorweihnachtlichen Get-Together der Creative Region Members! Wo: tba Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr Die Teilnahme ist kostenlos für Member der Creative Region. Du bist noch kein Member? Dann schnuppere gern mal rein und melde dich bei kathrin@creativeregion.org HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man als Kreative*r einen eigenen Stil? Wie wird man sichtbar, ohne sich permanent auf Social Media zu verlieren? Und wie findet man den Mut, Fragen zu stellen, Grenzen zu setzen und den eigenen Wert klar zu kommunizieren? Diese Fragen standen im Zentrum des dritten Young Creative Club. Zu Gast war Illustratorin Carina Lindmeier, die im neuen Office von Fredmansky offen über ihren Weg in die Selbstständigkeit, über Stilfindung, Sichtbarkeit, Kund*innenarbeit und den Umgang mit AI sprach. Schnell wurde klar: Einen eigenen Stil findet man nicht über Nacht. Und schon gar nicht dadurch, dass man wartet, bis alles perfekt ist. Für Carina war der Weg dorthin ein Prozess aus Ausprobieren, Scheitern, Weiterentwickeln und immer wieder Neujustieren. „Man glaubt immer, man muss alles fertig haben – Website, Logo, Auftritt – und dann geht man raus in die Welt und alle buchen dich. So funktioniert es in der Regel nicht.“– Carina Lindmeier Gerade am Anfang, sagt Carina, sei es wichtig, Dinge auszuprobieren und den eigenen Auftritt wachsen zu lassen. Der eigene Stil entsteht nicht im stillen Kämmerchen, sondern durch Praxis: durch Projekte, Begegnungen, Umwege und manchmal auch durch Zufälle. Was heute klar und wiedererkennbar wirkt, war oft ein langer Weg. Carina erzählte, dass sie früher fast ausschließlich in Schwarz-Weiß gearbeitet hat und Farbe lange gemieden hat. Heute ist Farbe ein zentraler Teil ihrer Arbeit. Auch ihre Nische im Bereich Food- und Lifestyle-Illustration habe sich nicht strategisch von Anfang an ergeben, sondern Schritt für Schritt entwickelt. …
Am 2. Oktober tauchen wir mit Dörte Spengler-Ahrens konkreter und tiefer in ihre Arbeit ein: Anhand ausgewählter Cases gibt sie Einblicke in Kampagnen, Markenprozesse und die Entscheidungen, die hinter erfolgreichen Arbeiten stehen.
Je stärker unsere Feeds von KI-generierten Inhalten überschwemmt werden, desto größer wird der Wunsch nach menschlicher Einordnung, Haltung und Perspektive. Studien zeigen: KI-Content wird öfter negativ bewertet und bleibt schlechter in Erinnerung. Deshalb setzen sogar Marken wie Apple, Porsche, Polaroid und Generali mittlerweile auf „made by humans” als echtes Differenzierungsmerkmal. Genau hier setzen wir im Workshop an. Gemeinsam finden wir heraus, was „people first” Content ausmacht, also Content, in dem Menschen im Vordergrund stehen und ihre Geschichten erzählen. Und wie Inhalte entstehen, die wirklich im Gedächtnis bleiben. „Algorithmen schaffen Reichweite. Menschen schaffen Verbindung.“ – Anna Turner, 1000 Things Media House Darum geht’s im Workshop Wann wirkt Content eigentlich menschlich? Warum berühren uns manche Inhalte, während andere schon nach wenigen Sekunden in Vergessenheit geraten? Und welche Inhalte sind heute überhaupt noch relevant? Im Workshop gehen wir genau diesen Fragen nach. Wir finden heraus, welche Rolle persönliche Erfahrungen, Perspektive und kulturelle Identität für relevanten Content spielen und wie echte Nähe aufgebaut werden kann. Dabei feilen wir direkt an deiner Content-Strategie. In Mini-Audits analysieren wir bestehende Inhalte und übersetzen unsere Learnings in „people first” Formate und Content-Ideen. Du lernst außerdem, wie du KI sinnvoll einsetzen kannst, ohne dass deine Inhalte an Persönlichkeit verlieren. Das erwartet dich im Workshop Das nimmst du konkret mit Dieser Workshop ist für Hard Facts Tickets & Preise Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375 € exkl. MwSt. (450 € inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person …
Wie Unternehmen Kund*innenerlebnisse strategisch gestalten und wirksam nach außen tragen. Ein Produktkauf ist heute ein Erlebnis: die persönliche Nachricht beim Unboxing, von der man begeistert erzählt, ein Kund*innen-Service, der schnell weiterhilft, oder der witzige Post, den man auch wirklich resharen möchte. Gerade diese Interaktionen mit Kund*innen – von der ersten Wahrnehmung bis zum Service danach – sind zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor geworden. Hier liegen Chancen, sich als Unternehmen klar zu positionieren, Kund*innen zu binden und sich von Mitbewerber*innen abzuheben. Im 44er Haus sprechen wir darüber, warum diese Erfahrungen heute entscheidend sind und welche Strategien, Tools und Touchpoints den Unterschied machen können – bis hin zum Wow-Moment, der in Erinnerung bleibt. Ein kompakter Nachmittag für alle, die Kund*innenerlebnisse besser verstehen und deren Wirkung nach außen reflektieren möchten. 4×4 im 44er Haus schafft Raum für Begegnung und Erfahrungsaustausch Das regelmäßige Format steht für eine Kombination aus kompakten Impulsvorträgen, intensiven Diskussionen und einzigartigen Netzwerkmöglichkeiten – ein Muss für EPUs, Kreative und Unternehmen, die zukunftsorientiert denken und handeln. In Kooperation mit der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding. Inputvorträge von Expert*innen aus der Praxis sorgen für Einblicke in neueste Entwicklungen und verschiedene Herangehensweisen an relevante Themen, im Anschluss folgt ein Diskussionsformat angelehnt an die Fishbowl-Methode: der/die Vortragende und ein/e weitere Expert*in diskutieren über das Thema des Abends. Ein „freier Stuhl“ ermöglicht es den Teilnehmer*innen, jederzeit in die Diskussion einzusteigen. Unsere Inputgeberinnen Michaela Geiseder, VRESH Wer ich bin und was ich mache: Ich bin 2017 als erste …
Impulsgespräch „Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit?“ Nach dem Abschluss – oder schon mittendrin – stellt sich für viele Kreative die gleiche Frage: Wie möchte ich eigentlich arbeiten? Agentur, Inhouse oder selbstständig – jeder Weg bringt unterschiedliche Möglichkeiten, Herausforderungen und Arbeitsrealitäten mit sich. Beim Young Creative Club sprechen wir über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und darüber, welche Entscheidungen den eigenen Weg prägen. Ein ehrlicher Austausch für alle, die ihren Platz in der Kreativbranche noch suchen – oder hinterfragen. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Neu dabei? Dann ist dieser Breakfast Club genau der richtige für dich! Bei Croissants und gutem Kaffee triffst du die anderen neuen Members. Ein gemütliches Frühstück zum Austauschen und gegenseitigen Kennenlernen. Der Breakfast Club ist bewusst klein gehalten. Ohne Vorträge, dafür mit guten Gesprächen, neuen Bekanntschaften für einem entspannten Start in den Tag. Die Veranstaltung ist kostenlos für Members der Creative Region. Bitte HIER anmelden!
Am 1. Oktober ordnest du mit Sascha Pallenberg Trends für deinen eigenen Kontext ein. Gemeinsam leitet ihr erste Handlungsoptionen und Ansätze für deine eigene Roadmap ab, mit viel Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch auf Augenhöhe.
Ob Verein, Gemeinde, Kulturprojekt oder Unternehmen: Alle stehen vor derselben Herausforderung. Aufmerksamkeit zu bekommen ist das eine. Menschen langfristig zu begeistern, das andere.Wie entsteht echte Beteiligung? Was motiviert Menschen, sich freiwillig einzubringen? Welche Rolle spielen Sinn, Gemeinschaft und Kommunikation? Und wie werden aus Interessierten Menschen, die Verantwortung übernehmen, mitgestalten oder eine Idee weitertragen?Gemeinsam werfen wir einen Blick auf erfolgreiche Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen und diskutieren, welche Prinzipien überall funktionieren – vom Ehrenamt über Bürger*innenbeteiligung bis hin zum Community Building rund um Unternehmen. Diese Veranstaltung ist spannend für: Unsere Inputgeber*innen Katharina Häckel-Schinkinger Katharina Häckel-Schinkinger ist Kommunikationsexpertin. Sie arbeitet dort, wo Worte Gewicht haben: in Krisen, in gesellschaftlichen Debatten und an den Bruchstellen des Zusammenlebens. Aktuell unterstützt sie Österreichs renommierteste Klimaanwältin Michaela Krömer und ihren Verein CLAW, Climate Law, in strategischer Kommunikation und Fundraising. Zuvor gründete sie das Social Business Habibi & Hawara mit, war 2020 Pressereferentin im Kabinett von Gesundheitsminister Rudi Anschober inmitten der größten Gesundheitskrise der Zweiten Republik und leitete mehr als vier Jahre Kommunikation und Fundraising der Caritas Österreich. Zuletzt verantwortete sie von September 2025 bis März 2026 die Krisenkommunikation von SOS-Kinderdorf. Zur Diskussion zu Gast: Michaela Reisenberger Michaela Reisenbergers Wirkungsräume sind seit jeher vielschichtig, überlappend und sich gegenseitig befruchtend. Ihre Ausbildungen in den Bereichen Kulturmanagement, Fotografie, Theater, Philosophie, und Publizistik bilden den Boden für ein wesentlich breiteres Feld, in dem sie beruflich tätig ist. 13 Jahre lang hat sie gemeinsam mit Anita Huber-Katzengruber das „Sommerfest Herrenstraße“ verantwortet und …
Fünf Perspektiven aus der Praxis zeigen, wie Sichtbarkeit 2026 wirklich entsteht: auf TikTok und LinkedIn, im Podcast und im Influencer*innen-Beziehungsgeflecht, mit Corporate Creators und KI-gestützter Content-Produktion.
Ein Gespräch mit Anita Huber-Katzengruber über Slow Fashion, stationären Handel und die Frage, wie kleine Stores mit Haltung, Beratung, Convenience und echter Experience relevant bleiben. Anita Huber-Katzengruber betreibt in der Linzer Herrenstraße die beiden Stores Kleider machen Leute und inthebox, dazu einen Webshop; ihre Arbeit verknüpft Fair Fashion, lokale Verankerung und digitale Präsenz.
Gerade für angehende Kreative – sei es als frischgebackener Absolventin einer kreativen Ausbildung oder als Start in die Selbstständigkeit – ist ein überzeugendes Portfolio oft die Eintrittskarte in die Welt der kreativen Berufe. Am 11. November geben dir erfahrene Creatives in unserem kostenlosen Talk wertvolle Tipps & Tricks aus der Praxis: Inhalte des Talks Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch. Special Input – Erasmus für Jungunternehmer*innen Im Rahmen des Portfolio Talks wird das internationale Mentoring-Programm Erasmus für Jungunternehmen vorgestellt. Deine Vorteile als Jungunternehmen Als Jungunternehmer*innen kannst du…
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?