Bühne und Sichtbarkeit, Innovation und Transformation
Wer sich für ein neues Fernglas von Swarovski Optik entscheidet, nennt nicht nur ein optisches Gerät für Generationen sein Eigen, sondern mit ziemlicher Sicherheit ein Fernglas, das formquadrat designt hat. Seit sieben Jahren gestalten die Linzer Industriedesigner für den Tiroler Optikkonzern.
Barbara Ambrosz und Karin Santorso sind LUCY.D. Das Designerinnenduo sorgt mit ihren Designs regelmäßig für Aufsehen. Welche Bedeutung Awards für sie haben und wie sie trotz Deadlines kreativ und inspiriert bleiben, erzählen sie uns bei einer Tasse Kaffee.
Design kann der Funktion folgen und auf ein Minimum reduziert sein, es aber auch schlicht sein und trotzdem sinnlich. Diesen Weg geht das Designstudio Lucy.D.
"Vertrauen ist der soziale Kitt in Unternehmen, der das Fenster im Rahmen hält. Auf Vertrauen aufbauend wird eine Organisation ideenreicher, kreativer und neugieriger." Irene Bouchal-Gahleitner und Patrick Rammerstorfer über agiles Führen.
In unserem Magazin für alle, die Kreativität schätzen - der Creative Review - stellen wir Heft für Heft ausgewählte Berufsbilder der Kreativwirtschaft vor. Dieses Mal das Berufsbild Produktdesigner*in.
formquadrat – Ein Synonym für über 25 Jahre funktionales und ästhetisches Industrie- und Produktdesign aus Linz. Bei der aktuellen Creative Coffee Break erzählen die beiden Kreativ-Urgesteine Stefan Degn und Mario Zeppetzauer wie sie an Projekte herangehen und wie sich Designprozesse in den letzten drei Jahrzehnten verändert haben. Mario Zeppetzauer ist außerdem Studiengangsleiter und Universitätsprofessor für Industrial Design an der Kunstuniversität Linz. Er erklärt, was das Besondere an diesem Studiengang ist und warum auf 60 Studierende gleich 30 Vortragende kommen.
Creative Coffee Break #35 mit formquadrat zum Nachlesen
Wolfgang/Creative Region: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der Creative Coffee Break. Mein Name ist Wolfgang und heute sprechen wir mit den kreativen Köpfen hinter dem Linzer Studio formquadrat. Stefan Degn und Mario Zeppetzauer haben formquadrat mittlerweile vor über 25 Jahren gegründet und werden uns heute bei einer Tasse Kaffee über den Werdegang von Projekten erzählen und was man in Zukunft noch von ihnen erwarten kann.
Mario Zeppetzauer und Stefan Degn
Creative Region:Was macht formquadrat?
Stefan: formquadart ist eine klassische Produktdesignagentur. Unser Fokus liegt auf Produktgestaltung. Wir machen mittlerweile sehr viel mit dem Fokus auf Markengestaltung im Produktdesignbereich, also corporate product design.
Was versteht man unter Industriedesign?
Mario: Es gibt klassische Definitionen, was Industriedesign ist. Die kann man auf Wikipedia usw. nachlesen. Da geht es um die Gestaltung in Serie produzierter Produkte oder von der Industrie produzierten Produkten. Das ist alles längst überholt und momentan sind wir in einer Phase, in der man sich fast täglich neu erfinden muss und Disziplinen neu zusammengewürfelt werden. Wir denken, dass es um Gestaltung von Produkten geht und die müssen holistisch betrachtet werden. Das heißt, man muss nicht nur darauf achten, ob sie gut gestaltet sind oder was die Gestaltung ausmacht, sondern auch die Funktion und Materialität müssen stimmen. Und es muss für die Gesellschaft passen – Stichwort Nachhaltigkeit. Da kommt einiges zusammen.
Wie kann man sich einen Designprozess bei euch vorstellen?
Stefan Degn: Früher hat man gezeichnet, ein Modell gebaut, das Modell wurde abgenommen und dann ist ein Serienteil entstanden. Mittlerweile zeichnet man am Papier vielleicht noch ganz zu Beginn bei der „Ideation“ oder um Grobkonzepte zu generieren. Danach ist man sofort in der 3D-Welt. Man hinterlegt den 3D-Bausatz und „sketched“ am Computer. Damit ist man viel näher am finalen Ergebnis. Über die Sozialen Medien kann man die Ergebnisse mit den Kunden interaktiv abstimmen. So kann der Kunde nicht mehr nur ein zweidimensionales Bild sehen, sondern dreidimensional Abstimmungsarbeit liefern und relativ schnell sagen, was funktioniert und was nicht. Man ist viel effizienter und während des Entwicklungsprozesses viel näher am Serienergebnis.
Warum ist es wichtig, dass sich Industriedesigner*innen einbringen und über wesentliche Elemente eines Produkts mitentscheiden können?
Stefan Degn: Neben den klassischen Marken gibt es nicht nur in Österreich, sondern weltweit sehr viele Einzelunternehmen, sehr viele Kleinstunternehmen, die auch Produkte umsetzen und Produkte generieren wollen und genauso eine eigenständige Produktaussage benötigen. Dann treten wir als „Helferlein“ auf und versuchen zu verstehen, wo sie hinwollen, wie sie denken und was das Ziel des Produktes sein soll und wen sie ansprechen wollen. Genau diese Eckpunkte sind wichtig. Das machen wir im Prinzip für ganz großen Aktienunternehmen bis zu Einzelunternehmen.
Besitzt ihr so etwas wie eine eigene „Designsprache“ oder gestaltet ihr jeden Auftrag ganz individuell?
Mario Zeppetzauer: Grundsätzlich nicht immer gleich, sondern wir planen für jedes Projekt, für jeden Kunden separat. Nur so kann man möglichst effizient vorwärtskommen. Wenn wir mit einem Unternehmen das erste Mal zusammenarbeiten, haben wir ein Informationsdefizit und müssen viel über das Unternehmen lernen. Und vor allem auch über den Markt, in dem sich das Unternehmen bewegt und über die Kunden des Kunden. Nur wenn man diese Zusammenhänge überblickt, kann man einsteigen und das Gesamtsystem verstehen und was das für die Gestaltung der Formensprache bedeutet. Ohne dieses Verständnis funktioniert der Prozess nicht.
Worauf legt ihr bei euerer Arbeit besonderen Wert?
Stefan Degn: Als Produktdesigner haben wir unterschiedliche Ansätze. Wir wollen natürlich Dinge schaffen, die keine Wegwerfprodukte sind, sondern die lange als Gebrauchsgegenstand verwendbar sind und einen Wert haben – eine Werthaltigkeit haben. Aber in manchen Auftragssituationen wird man dahingehend gezwungen, Dinge zu machen, bei denen man weiß, dass sie einmal verwendet und dann in den Müll geworfen werden. Das ist extrem schade und es liegt in unserer Verantwortung zu überlegen, ob das Sinn macht für die Zukunft.
Was sind für euch Produkthighlights?
Mario Zeppetzauer: Am ehesten wahrscheinlich bei Klassikern. Klassiker, die dann gelernter Teil der Kultur sind und somit eine Bedeutung haben. Kauft man einen Eames-Chair, schaut man sich das Ding natürlich an und man will gar nichts daran verbessern, weil das genau so sein muss, wie es gerade ist. Da habe ich das Erlebnis schon immer wieder. Ansonsten sind es eher punktuelle Highlights, bei denen die Formensprache emotional berührt und man vielleicht auch sagt: „Das ist gut überlegt.“
Ihr habt hundert Design Awards in den letzten 25 Jahren gewonnen. Inwiefern haben euch diese Preise auf eurem beruflichen Weg weitergebracht?
Mario Zeppetzauer: Nicht so viel, wie man vielleicht glaubt. Es ist definitiv nicht so, dass am nächsten Tag deswegen eine Flut an E-Mails kommt oder das Telefon nicht mehr stillsteht.
Stefan Degn: Ich würde es so sagen: Es gibt für beide Seiten – für den Kunden als auch für den Designer Vorteile. Der Kunde kann es fürs Marketing einsetzen und ein Award sagt aus, dass das Produkt werthaltig und hoch qualitativ ist. Für den Designer, in dem Fall für uns, ist es deshalb interessant, weil wir uns nicht mehr erklären müssen, sondern eine zertifizierte Designqualität haben, die wir dem Kunden bieten können.
Was zeichnet die Studienrichtung „Industrial Design“ an der Kunstuniversität Linz aus?
Mario Zeppetzauer:Industrial Design in Linz ist der Ausrichtung treu geblieben. Es geht nach wie vor um Industrial Design. Es gibt bewusst keinen Schwerpunkt. Man kann Möbel machen, man muss es aber nicht. Man kann Automotive machen, muss es aber ebenfalls nicht. Man kann Digitales machen, muss es aber nicht. Viel wichtiger ist der holistische Blick. Design ist ein sehr komplexes Thema und auch der universitäre Aspekt. Als Person muss man sich selbst entwickeln, Eigeninitiative entwickeln, Neugierde entwickeln, damit man in Bereiche vorstößt, die bislang noch nicht bearbeitet wurden. Wir kooperieren mit anderen Studienrichtungen an der Kunstuni, aber auch mit der JKU, der FH Hagenberg usw. Auf 60 Studierende kommen ungefähr 30 Vortragende, weil wir so viele einzelne Lehrveranstaltungen zu einem Lehrplan zusammenführen. Designer*innen brauchen in viele Richtungen Basiswissen.
Bei wem sollten wir unbedingt auf eine Creative Coffee Break vorbeischauen?
Mario Zeppetzauer:IDUKK – Industriedesign Kittler Kurz. Habt ihr bei denen schon eine Runde gedreht? Die sind noch einmal ca. zehn Jahre länger am Markt als wir – quasi noch ältere Hasen und haben mit Sicherheit ganz viel Know-how. Mit denen kann man sicher sehr gut reden.
Stefan Degn: Oder Netural – im IT-Bereich. Die sind auch recht umtriebig und innovativ. Das wären sicher ganz spannende Gesprächspartner.
Führung war selten so herausfordernd und gleichzeitig so chancenreich wie heute. Alte Hierarchien bröckeln, neue Erwartungen treffen auf gewachsene Strukturen, und mittendrin stehen Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, ohne Kontrolle auszuüben. Susanna Winkelhofer, Chefredakteurin von DIE MACHER, erlebt diesen Wandel täglich selbst und im Austausch mit Unternehmen und Entscheider*innen. Im Gespräch teilt sie ihre Perspektive auf modernes Leadership, die Bedürfnisse der jungen Generation und darauf, wie Mut, Empathie und Offenheit zu echten Erfolgsfaktoren werden. 1. Wie hat sich Leadership deiner Meinung nach verändert? Welche Qualitäten und Skills braucht es heute, um ein Team sicher durch Dynamik und Wandel zu führen? „Leadership ist endlich erwachsen geworden – im besten Sinne. Früher ging’s um Kontrolle, heute geht’s um Vertrauen. Früher um Hierarchie, heute um Augenhöhe. Ich führe viel lieber mit Herz als mit Hierarchie. Und das Schönste: Wir dürfen endlich als ganze Menschen führen, nicht als Manager-Roboter, die keine Schwäche und keine Gefühle zeigen (dürfen). Was es heute wirklich braucht? Erstens: Die Bereitschaft und auch Neugierde, Veränderung zu begrüßen, anstatt sie zu verdrängen oder Angst vor ihr zu haben. Zweitens: Echte Empathie – und damit meine ich nicht das Gespräch einmal im Quartal, sondern wirklich zu spüren, wo jemand gerade steht. Drittens: Den Mut, auch mal verletzlich zu sein. Ja, natürlich ist es wichtig, dass ich vorangehe, dass meine Begeisterung für die Vision riesig ist und ich alles dafür tue, dass wir sie gemeinsam erreichen – aber wenn ich meinem Team zeige, dass …
Du möchtest neue Kund*innen ansprechen, nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufbauen oder Bestandskund*innen reaktivieren? Du hast ein berufliches Netzwerk und möchtest es ausbauen und stärker nutzen? Dann ist dieses Training für dich! Wir begleiten dich in drei Sessions und entwickeln gemeinsam deine individuelle Strategie.
In diesem eineinhalbtägigen Workshop lernst du, wie du repetitive, mühsame Aufgaben mittels KI smart automatisierst und dich & dein Business damit entlastest und wertvolle Zeit freilegst. Mit vollem Fokus auf sofortige Anwendbarkeit und viel Raum für Praxisübungen. Damit dir wieder mehr Zeit für die wirklich relevanten Dinge bleibt: mehr Zeit für Strategisches, mehr Zeit zum Überlegen.
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Wie es wirklich gelingt, neue, pulsierende Stadtteile zu gestalten – und was es dazu braucht. Wie entstehen gelungene Quartiere, die leistbaren Wohnraum, zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte und hohe Aufenthaltsqualität verbinden? Und wie greift die gemeinsame Beteiligung von Wirtschaft, Stadt und Kreativen dabei ineinander? In dieser Veranstaltung beleuchten wir, welche Strategien, Werkzeuge und Kooperationen notwendig sind, um neue Areale wirklich zum Pulsieren zu bringen. Im Rahmen von 4×4 im 44er Haus blicken wir gemeinsam auf das Thema – für Bewohner*innen, Architekt*innen und alle, die wissen wollen, wie belebte Stadtteile funktionieren können. 4×4 im 44 Haus schafft Raum für Begegnung und Erfahrungsaustausch Das regelmäßige Format steht für eine Kombination aus kompakten Impulsvorträgen, intensiven Diskussionen und einzigartigen Netzwerkmöglichkeiten – ein Muss für EPUs, Kreative und Unternehmen, die zukunftsorientiert denken und handeln. In Kooperation mit der Agentur für Standort und Wirtschaft Leonding. Inputvorträge von Expert*innen aus der Praxis sorgen für Einblicke in neueste Entwicklungen und verschiedene Herangehensweisen an relevante Themen, im Anschluss folgt ein Diskussionsformat angelehnt an die Fishbowl-Methode: der/die Vortragende und ein/e weitere Expert*in diskutieren über das Thema des Abends. Ein „freier Stuhl“ ermöglicht es den Teilnehmer*innen, jederzeit in die Diskussion einzusteigen. Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Unsere Inputgeber*innen Christian Waldner, Principal/ Founding Partner AllesWirdGut Architecture Vienna, Munich → Mehr Infos zu Christian folgen. Anita Huber-Katzengruber, Unternehmerin · Netzwerkerin · Raumaktiviererin Zur anschließenden Talkrunde ist Anita Huber-Katzengruber von Slowfashion zu Gast. Anita ist u.a. Intitiatorin vom Urban Guide linzlabyrinth. Anita: „Ich bin Unternehmerin aus …
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Best Practice Talks mit Expert*innen über Linkedin, TikTok, Instagram, Podcasts und Influencer*innen. Und was davon in 2026 noch funktioniert und Reichweite, Relevanz und Wirkung bringt.
Ein regelmässiger Praxis-Austausch für Marketing Profis. Durch moderierte Gespräche und die Erfahrung anderer entstehen neue Perspektiven und neue Erkenntnisse.
Ein Workshop für alle, die Produktivität neu definieren wollen. Methoden & Hacks für mehr Fokus in deinem Arbeitsleben – mit Future Work Expertin Jeanny Gucher.
Wie präsentiert man sich als junge*r Kreative*r richtig?Beim Portfolio Talk 2025 haben Barbara Oppelt (Zunder) und Sargon Mikhaeel (Artgroup) offen darüber gesprochen, worauf sie bei Bewerbungen wirklich achten – und was Bewerber*innen lieber lassen sollten. Hier sind fünf Learnings, die du direkt in dein nächstes Portfolio mitnehmen kannst. 1. Weniger ist mehr – Qualität schlägt Quantität Ein gutes Portfolio ist kein Sammelalbum. „Lieber drei richtig gute Projekte als zehn halbfertige“, sagt Barbara Oppelt.Zeig nur Arbeiten, zu denen du wirklich stehst. Wenn du dir bei einem Projekt unsicher bist, ob es rein soll, lass es lieber weg. Auch freie Projekte oder private Experimente zählen, wenn sie Leidenschaft und Stil zeigen. „Uns ist wichtig, dass man spürt: Die Person brennt für das, was sie tut“ – Sargon Mikhaeel (Artgroup) 2. Zeig, wer du bist – dein Portfolio ist dein persönliches Projekt Das Portfolio ist nicht nur eine Mappe mit Arbeiten, sondern ein Statement darüber, wer du bist und wie du denkst.Eine klare Gestaltung, eine eigene visuelle Linie oder sogar ein wiedererkennbares „Mini“-CD zeigen Haltung. „Es ist die perfekte Chance, Charakter zu zeigen – das bin ich, das gefällt mir“ Barbara Oppelt (Zunder) Auch Persönlichkeit darf spürbar sein: Wer du bist, zählt mindestens so viel wie deine Skills. Beide Speaker*innen sind sich einig: „Wir wollen sehen, wie jemand tickt. Das macht neugierig.“ 3. Sei ehrlich – Transparenz zählt Wenn du an Teamprojekten gearbeitet hast, schreib ehrlich dazu, was von dir stammt. Niemand erwartet, dass du alles allein gemacht hast. Wichtig ist, dass du deine Rolle im …
Führung steht unter Veränderungsdruck, besonders dort, wo Kreativität, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit den Alltag prägen. Klassische Führungsmodelle stoßen an ihre Grenzen, wenn Teams heterogener werden, Innovationszyklen kürzer und Erwartungen an Arbeit sinn- und wertegetriebener sind. Gefragt sind heute Führungspersönlichkeiten, die Orientierung geben, ohne einzuengen, die Klarheit schaffen, ohne Kontrolle auszuüben, und die kreative Prozesse ermöglichen, statt sie zu steuern. Stefan Promper beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Leadership im kreativen Umfeld – als Trainer, Berater und Lehrgangsleiter. Im Gespräch teilt er seine Perspektive darauf, wie sich Führung verändert hat, warum Selbstführung für Kreativschaffende essenziell ist und welche Rolle Führungskräfte als Kontextgeber*innen in vielfältigen Teams einnehmen sollten. 1. Wie hat sich Leadership im kreativen Umfeld deiner Erfahrung nach verändert – und welche Qualitäten sind heute besonders wichtig, um Teams wirkungsvoll zu führen? „Innovationszyklen sind kürzer, Teams multidisziplinärer. Führung bedeutet zunehmend Hindernisse aus dem Weg räumen, Entscheidungswege zu verkürzen und Prozesse flexibel halten. Schnelle Lernzyklen schlagen Perfektionismus und bei einer gesteigerten Interdisziplinarität werden in Teams das Übersetzen, Verbinden und Moderieren von Spannungen zu zentralen Führungsqualitäten. Daneben geht es in einer Welt voller Reize und Möglichkeiten auch verstärkt um Klarheit und Priorisierung – gute Führung sagt nicht nur Ja, sondern auch bewusst Nein. Zudem wird Arbeitskultur mehr und mehr zum Wettbewerbsfaktor, denn die Erwartungen haben sich verändert: Sinn, Selbstwirksamkeit und gesunde Arbeitsweisen sind heute zentrale Attraktivitätsmerkmale und Leadership muss diese aktiv mitgestalten.“ 2. Beim Lehrgang „Leadership for Creatives“ legst du viel Wert …
Alles wird anders, nur keiner weiß wie… … und doch haben wir Hebel in der Hand, die es uns erlauben, die Richtung mitzubestimmen. Denn es geht darum, als Unternehmen, Mitarbeiter*in oder Marke relevant zu bleiben. Um auch in Zukunft einen Platz am Tisch zu haben. Was bedeutet das für die Creative Industries? Wie werden wir morgen gestalten, produzieren, interagieren? Wie schaffen wir Botschaften, die wirklich berühren? Die bleiben, statt zu verblassen?Diese und viele weitere Fragen diskutierten wir bei Future m[eats] Creativity?: Handverlesene Impulse trafen auf Fine Dining, internationale Vordenker*innen auf 120 neugierige und zukunftshungrige Gäste. Zwei Begriffe zogen sich durch den Abend wie ein roter Faden: Relevanz und Experience. „Nie war es so leicht, Menschen zu erreichen und nie so schwer, sie zu berühren“, meinte Speakerin Barbara Kastlunger. Die fünf Impulsvorträge machten deutlich, dass wir in Zeiten rasanter technologischer Sprünge auch Haltung, Relevanz und Menschlichkeit wieder stärker als differenzierende Erfolgsfaktoren im Blick haben sollten. “Technologie entwickelt sich exponentiell – wir Menschen aber nur linear. Genau dazwischen entsteht der Raum für Innovation.” Foresight- und Innovationsberater Norbert Hillinger eröffnete den Abend mit einem klaren Blick auf eine Welt, in der technologische Entwicklung exponentiell wächst, während der Mensch linear bleibt. Genau in diesem Spannungsfeld – dem Reality Gap – sieht er das Feld, in dem Neues entstehen kann: • “Third Places“ als unterschätzte Märkte, an denen wir uns neben Zuhause und Arbeit aufhalten, sind echte Experience-Touchpoints, die Unternehmen nutzen können: Wie lassen sich etwa …
Am 1. Oktober 2026 bringen wir erneut Vordenker*innen, Entscheider*innen und Gestalter*innen an einen Tisch. Mit maßgeschneiderten Impulsen, ehrlichen Diskussionen auf Augenhöhe und einem Rahmen, der Austausch wirklich ermöglicht. In einem besonderen Dinner-Setting im Ars Electronica Center Linz denken wir gemeinsam über Ideen, Kompetenzen, Entscheidungen und Chancen der Zukunft nach – begleitet von einem mehrgängigen Menü in besonderer Atmosphäre.
Eine neue Ära der Suche Seit dem Launch von ChatGPT hat sich die Art und Weise, wie Menschen im Internet suchen, fundamental verändert. Wir bewegen uns weg von Ergebnislisten hin zu direkten Antworten. Für Unternehmen bedeutet das: Die Spielregeln für Sichtbarkeit und Traffic werden neu geschrieben. In diesem Workshop analysieren wir den Paradigmenwechsel von klassischem SEO hin zu GEO (Generative Engine Optimization). Du lernst nicht nur die technologische Basis von LLMs (Large Language Models) kennen, sondern vor allem, wie du dieses Wissen strategisch nutzt. Zusätzlich zu Theorie-Input blicken wir auch in die Praxis: Wie müssen Inhalte heute aufgebaut sein, damit sie von KIs als „beste Antwort“ zitiert werden? Welche Tools helfen dir, Lücken in deiner Strategie aufzudecken? Dieser Tag ist dein Update für die neue Ära der Suche – damit deine Marke auch in Zukunft dort sichtbar ist, wo die Nutzer*innen ihre Antworten finden. Was du aus diesem Workshop mitnimmst: Für wen sich der Workshop lohnt: die verstehen wollen, wohin sich der Markt bewegt. Er ist ideal für alle, die für die Sichtbarkeit von Unternehmen verantwortlich sind und sicherstellen wollen, dass ihre Content-Strategie nicht von der technologischen Entwicklung überrollt wird. Hinweis: Tiefgehendes technisches SEO-Vorwissen ist keine Voraussetzung. Wir holen dich dort ab, wo klassisches Marketing auf moderne KI-Technologie trifft. Bitte mitbringen / vorbereiten: Tickets & Preise: Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375€ exkl. MwSt. (€ 450,- inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person gültig Tickets für Unternehmen …
Wie bleibt man als Kreative*r mutig, inspiriert und selbstbewusst – auch dann, wenn Zweifel laut werden? Diese Frage stand im Zentrum des Impulsgesprächs „Creative Confidence“, dem Auftakt des Young Creative Club. Zu Gast war Magdalena Wahlmüller, Geschäftsführerin von AREA in Wien, die offen und ehrlich Einblicke in ihren persönlichen und beruflichen Weg gab. In ihrem Talk nahm Magdalena uns mit auf ihre Reise – von der Ausbildung über die Planung bis hin zur Führung eines eigenen Unternehmens. Schnell wurde klar: Kreativität bedeutet für sie weit mehr als Gestaltung auf dem Papier. Es geht darum, Menschen zu verstehen, zuzuhören und Lösungen zu entwickeln, die wirklich passen. Kreative Arbeit ist für sie ein zutiefst psychologischer Prozess – und einer, der unweigerlich mit Unsicherheit, Druck und Selbstzweifeln verbunden ist. Besonders eindrücklich sprach Magdalena über den Umgang mit Selbstzweifeln und kreativen Blockaden. Sie erzählte, wie sie lernen musste, nicht immer sofort Antworten parat zu haben, Pausen zuzulassen und Kritik nicht persönlich zu nehmen. Feedback wurde für sie zu einem Werkzeug der Entwicklung – nicht zu einem Urteil über den eigenen Wert. Auch der Vergleich mit anderen, vor allem über Social Media, sei eine ständige Herausforderung. Heute begegnet sie dem bewusst mit Abgrenzung und einem klaren Fokus auf ihre eigenen Werte und Stärken. Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war Introvertiertheit in Führungspositionen. Magdalena machte Mut, leise Qualitäten nicht zu verstecken, sondern als Stärke zu erkennen. Introvertierte Menschen denken oft tiefer, formulieren durchdachter und können gerade …