Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wir haben uns mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen über die wesentlichen Fragen rund um Purpose ausgetauscht und diskutiert, warum es entscheidend ist, Purpose klar zu kommunizieren.
Bühne und Sichtbarkeit, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Über Geld spricht man nicht? Besonders in Österreich wird das Thema Gehalt oft als Tabu betrachtet – doch gerade in der Kreativwirtschaft ist die Frage nach fairer Bezahlung zentral. Einerseits für die kreative Arbeit selbst bei der Verrechnung beim Kunden in Form von Pricing, andererseits aber auch im Sinne von fairen Gehältern für Mitarbeiter*innen. Steigende Lebenshaltungskosten, ein wachsender Anspruch an Transparenz und der Wunsch nach klaren Karriereperspektiven machen deutlich: Faire Bezahlung von Mitarbeiter*innen ist nicht nur eine Frage der Zahlen, sondern auch der Kultur und des Miteinanders. In einem inspirierenden Vortrag gab Marlene Kapeller, People & Culture Lead bei Fredmansky, Einblicke, wie ihr Unternehmen diese Herausforderungen angeht: Die Herausforderung: Was bedeutet eigentlich „fair“ Für Marlene ist es ganz wichtig zu betonen, die Bedeutung von “fairen Löhnen und Gehältern” in die aktuelle Realität von Unternehmen zu übersetzen: Absolute Fairness existiert nicht – es ist immer eine subjektive Wahrnehmung, denn wer bewertet eigentlich was fair und was angemessen ist? Fair ist nicht gleich fair für alle – es geht darum, eine bessere Balance zu finden. Fairness bedeutet, das System gerechter und transparenter zu machen und nicht Perfektion zu erreichen. “Mein Credo oder mein Grundsatz bei dem Ganzen ist tatsächlich, so was wie absolute Fairness kann es nie geben.“ – Marlene Fredmansky hat diese Grundfrage der Fairness für sich genutzt, um eine systematische Herangehensweise im eigenen Unternehmen zu entwickeln, die individuelle Erwartungen und unternehmerische Ziele vereint, um Gehälter fairer zu gestalten. Ebenfalls wichtig …
Ja, wo sind sie denn? Die talentierten, neuen, jungen und älteren Fachkräfte, die die Unternehmen für ihr Wachstum und ihren Erfolg dringend brauchen? Auf der einen Seite rittern die Unternehmen um sie und positionieren sich bestmöglich als attraktive Arbeitgebende. Auf der anderen Seite sind die Wahlmöglichkeiten und auch die Ansprüche der Bewerber*innen gestiegen. „Employer Branding“ ist quer durch die Branchen zu einem geflügelten Begriff geworden und könnte mit professioneller Agenturbegleitung das Heilmittel für fehlende Mitarbeitende sein. Wir gingen beim WE ARE SO employer branding am 15. Juni 2023 der Frage nach, was Employer Branding leisten kann und was Kreativagenturen im Speziellen zum Erfolg beitragen können.
Employer Branding. Ungefähr 96 Millionen Ergebnisse bei der Google-Suche. Damit ist klar: Unternehmen können auf eine breite und umfassende Wissensbasis zurückgreifen. Warum dann diese Talkrunde? Eines schickt die Kreativwirtschaft voraus: Erfolgreiches Employer Branding lässt sich nicht von außen, zum Beispiel von einer Agentur, entwickeln. Wirkungsvolles Employer Branding müssen die Unternehmen von innen heraus starten und glaubwürdig betreiben. Oha. Zurück an den Start.
Was versteht man unter Employer Branding?
Das gute Wikipedia erklärt: Employer Branding (dt. Arbeitgebermarkenbildung) ist eine unternehmensstrategische Maßnahme, bei der Konzepte aus dem Marketing angewandt werden, um ein Unternehmen insgesamt als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und von anderen Wettbewerber*innen im Arbeitsmarkt positiv abzuheben. Das Ergebnis von Employer Branding ist die Arbeitgebermarke (engl. Employer Brand), also die vom Unternehmen gezielt gestaltete Art und Weise, wie ein Unternehmen im Arbeitsmarkt als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Insofern unterscheidet sich die Arbeitgebermarke vom Arbeitgeberimage, das eher historisch und primär durch Medieneinflüsse entstanden ist.
Das Ziel von Employer Branding besteht darin, aufgrund der erhofften Marketingwirkung die Effizienz der Personalrekrutierung als auch die Qualität der Bewerber dauerhaft zu steigern. Außerdem sollen qualifizierte und engagierte Mitarbeiter durch einehöhere Identifikation und durch den Aufbau einer emotionalen Bindung langfristig an das Unternehmen gebunden werden.
Beim Employer Branding wirken also der unternehmensinterne Kern und die professionelle Marketingverpackung zusammen. Bei der Frage, ob es die eine „richtige“ Mischung und Vorgangsweise gibt, sind sich die Expert*innen einig: Nein.
Employer Branding ist idealerweise gleich Employee Experience
Es gibt viele Wege zum nachhaltig erfolgreichen Employer Branding. Entscheidend für eine langfristige, sich wechselseitig entwickelnde Beziehung zwischen Arbeitgeber*in und Mitarbeitenden ist, dass die kommunizierte Employer Brand mit der persönlichen Employee Experience zusammenpasst. Wenn die in der Candidate Journey gemachten Erfahrungen und kommunizierten Vorteile dann als Mitarbeiter*in nicht erlebbar sind, kann es wieder zur Trennung kommen. Zeit, Geld sowie Engagement aller Beteiligten wird in den Sand gesetzt.
Alessa Prochaska von teamecho begleitet Unternehmen im Prozess, durch wissenschaftliche Methoden ein aussagekräftiges Mitarbeiter*innenfeedback einzuholen. So geben sie und ihr Team den Führungskräften eine Entscheidungsgrundlage an die Hand, um ein positives Arbeitsumfeld für beide Seiten weiterzuentwickeln.
„Erfolgreiches Employer Branding ist glaubwürdiges, authentisches Employer Branding, das auch den Tatsachen entspricht.“
Alessa Prochaska, teamecho
Alles beginnt mit einem JUST ASK. Fragen zu stellen, ist immer wichtig, um in einem beruflichen oder privaten Prozess weiterzukommen. Unmittelbar darauf folgt ein JUST LISTEN. Und zwar ein „Listen“ im Sinne des aktiven Zuhörens. Dabei rückt man nicht schon die eigene Antwort im Kopf zurecht, während der/die andere spricht. Beim aktiven Zuhören stellt man die eigenen Antennen einfach auf Empfang. Die Bedürfnisse und Anforderungen des Gegenübers werden wahrgenommen und erkannt.
Und dann folgt das Entscheidende für eine nachhaltig erfolgreiche Employer Brand: JUST CARE. Mit den Ergebnissen muss etwas passieren. Und es ist nicht der Blick auf die Rundablage oder auf übervolle Projektkalender gemeint. Durch „care“ wird Glaubwürdigkeit erzeugt. „Care“ ist der Hebel, mit dem sich die Aussagen der Employer Brand und die Employee Experience annähern und idealerweise decken können. Ziel ist, dass Unternehmen und Mitarbeitende vom selben sprechen.
„Ask, listen, care dient einem besseren Miteinander und einem langfristig erfolgreichen Employer Branding.“
Alessa Prochaska, teamecho
Alessa Prochaska von teamecho. Foto: Claudia Kappl
Employer Branding schafft Identifikation mit dem Unternehmen
Die am Employer Branding Beteiligten eines Unternehmens wollen, dass sich die Mitarbeitenden mit ihm identifizieren. Nämlich auch die Führungskräfte. Potenzielle Mitarbeitende sollen sich fürs Unternehmen als möglichen Arbeitgeber*in interessieren und sich im Laufe der Bewerbung mit dem Unternehmen identifizieren. Womit genau? Mit den unternehmerischen Werten.
Employer Branding beschreibt die Beziehung zwischen Mitarbeitenden und Unternehmen. Diese Beziehung wird geprägt von der Art des Miteinander und von gemeinsamen Werten. Employer Branding ist kein Projekt auf Zeit, das man absolviert und dann ist es fertig.
„Employer Branding ist ein laufender Prozess, wo man sich permanent füreinander interessiert.“
Marco Steiner, Fredmansky
Wenn die Werte und das Miteinander – unabhängig von einzelnen handelnden Personen – auf einer breiten Basis stehen, dann spricht man von Unternehmenskultur. Und diese Unternehmenskultur ist für die Kreativagentur interessant.
„Aus dieser Unternehmenskultur entspringt die Arbeitgebermarke, die wir erlebbar und sichtbar machen. Wir erzählen aber die Spitze der tausend Geschichten, die es gäbe“, so Marco Steiner von Fredmansky. Fredmansky prüft alles, was im Employer Branding nach außen oder innen kommuniziert wird: Zahlt die Geschichte in eine oder mehrere der folgenden Kategorien ein, die für Mitarbeitende motivierend wirken und Commitment zum Unternehmen erzeugen?
Marco Steiner von Fredmansky. Foto: Claudia Kappl
Verstehbarkeit: Verstehe ich es? Meine Arbeit, die Unternehmenswerte, die Abläufe, Entscheidungen, Zusammenhänge?
Gestaltbar: Kann ich aktiv gestalten? Meine Arbeitsumgebung, meine Arbeit, die Abläufe, die Unternehmenswerte und so fort.
Sinnhaftigkeit: Macht es Sinn? Meine Arbeit, die Abläufe, die Entscheidungen, die Unternehmenswerte.
Die Agenturleistung beinhaltet meist, dass Interesse für eine Bewerbung erzeugt wird. Für die Entwicklung von mehr Identifikation der Mitarbeitenden ist der/die Arbeitgebende selbst zuständig. Wenn ein Gutteil der Arbeit für Identifikation und Commitment jedoch unternehmensintern passieren muss, welchen Sinn macht dann eine externe Kreativagentur? Antwort: Interne Marketingabteilungen fehlt meistens die Distanz und der Perspektivenwechsel für Klarheit und Spannung.
Best practice: Sei ein*e KEBAaner*in!
Der renommierte Industriebetrieb KEBA setzt im Employer Branding auf KEBA Spirit und KEBA DNA. Klingt gut im Sinne von Identifikation und Commitment. Wie geht das und wie läuft das? KEBA hat die Matrixorganisation und Hierarchien in eine Kreisorganisation umgestaltet. Die Mitarbeiter*innen setzen in flachen Zweckhierarchien und klar definierten Rollen ihre individuelle Könner*innenschaft bestmöglich ein, dort wo sie gebraucht wird. Die interne Entwicklung und Kommunikation begann 2015 und wurde extern begleitet. Die Kultur ändert sich damit natürlich.
„Die Unternehmenskultur ist eine Diva. Sie bildet sich, wie sie möchte. Sie wächst langsam und nicht so, wie ich sie definieren möchte.“
Tanja Karlsböck, KEBA
Tanja Karlsböck von KEBA. Foto: Claudia Kappl
Im Employer Branding gewinnen heute Sinnziele („Purpose“), die im Rahmen der New-Work-Bewegung für Mitarbeitende Bedeutung gewonnen haben: Mitarbeiter*innen werden zur „zweiten Familie“ oder zu Freund*innen. Viele Freiheiten im Job, Teil von etwas Großem sein, das sind heute wichtige Jobattribute. Erwerbsarbeit soll zur sinnstiftenden Arbeit werden. Am anderen Ende der Skala steht der Kontext „Geld“.
KEBA hat im Mitbewerb um junge und ältere, neue Mitarbeiter*innen ihre Employer Brand auf der Basis der Employer Value Proposition aufgebaut und diese Bereiche neu geklärt.
Werte: Wofür stehen wir und wofür wollen wir stehen?
Identität: Was unterscheidet uns von anderen Arbeitgeber*innen?
Ziele: Wohin wollen wir uns entwickeln?
Kultur: Welche Eigenschaften braucht es bei uns, um erfolgreich zu sein?
In der Wertearbeit ist ein Value Set entstanden und drei Schwerpunkte haben sich herauskristallisiert: Sinn, Spirit, Erdung. Derzeit thematisiert das Employer Branding den Spirit. Die „KEBA DNA“ bringt die neue Arbeitsweise auf den Punkt. KEBA organisiert sich in selbstorganisierten Teams und dynamischen Rollen – und nicht in statischen Jobs. Gehandelt wird nach Prinzipien und nicht nach Regeln. Geführt wird verteilt und nicht auf einen „Boss“ konzentriert.
Sichtbare und spürbare Arbeitgebermarke
In der Employer Branding-Kampagne wird das sichtbar. KEBA zeigt KEBAner*innen, die mit dem Unternehmen verbunden sind und sich mit ihrer Aufgabe identifizieren. „Wir wollen ja die Mitarbeitenden, die schon da sind, halten und binden“, so Tanja Karlsböck. „Wir zeigen Personen, die stolz sind auf die eigene Arbeit und aufs Unternehmen.“ Das Ergebnis: Work with pioneers. Work with team players und so weiter. Die kreative Umsetzung ist auf der KEBA-Straßenbahn und in vielen weiteren Touchpoints nicht nur sichtbar, sondern spürbar. Eine weitere wichtige Säule im Employer Branding bei KEBA ist die langfristige Beziehungsarbeit mit Schulen im Rahmen von Projekt- und Diplomarbeiten und die Lehrlingsarbeit. Employer Branding ist nie abgeschlossen.
Das Gespräch fand am 15. Juni 2023 bei einer WE ARE SO -Talkrunde in der Tabakfabrik Linz statt.
In diesem dreiteiligen Training entwickelst du deine Persönlichkeit zu einer klaren, authentischen Personal Brand, die zu dir, deinem Business und deinen Zielen passt. Du arbeitest an deinem Selbstbild, schärfst deine Positionierung und übersetzt deine Erkenntnisse in konkrete nächste Schritte – begleitet durch Theorieinput, Austausch in der Gruppe und individuelles Sparring.
Ein Workshop für alle, die Produktivität neu definieren wollen. Methoden & Hacks für mehr Fokus in deinem Arbeitsleben – mit Future Work Expertin Jeanny Gucher.
Fünf Perspektiven aus der Praxis zeigen, wie Sichtbarkeit 2026 wirklich entsteht: auf TikTok und LinkedIn, im Podcast und im Influencer*innen-Beziehungsgeflecht, mit Corporate Creators und KI-gestützter Content-Produktion.
Irina Nalis, promovierte Psychologin und Forscherin, begleitet dich im Workshop dabei, deinen eigenen „Veränderungsmuskel“ gezielt zu trainieren: mit psychologisch fundierten Methoden, die nicht bei der Theorie stehen bleiben, sondern in deinen Arbeitsalltag übergehen.
Führung war selten so herausfordernd und gleichzeitig so chancenreich wie heute. Alte Hierarchien bröckeln, neue Erwartungen treffen auf gewachsene Strukturen, und mittendrin stehen Führungskräfte, die Orientierung geben sollen, ohne Kontrolle auszuüben. Susanna Winkelhofer, Chefredakteurin von DIE MACHER, erlebt diesen Wandel täglich selbst und im Austausch mit Unternehmen und Entscheider*innen. Im Gespräch teilt sie ihre Perspektive auf modernes Leadership, die Bedürfnisse der jungen Generation und darauf, wie Mut, Empathie und Offenheit zu echten Erfolgsfaktoren werden. 1. Wie hat sich Leadership deiner Meinung nach verändert? Welche Qualitäten und Skills braucht es heute, um ein Team sicher durch Dynamik und Wandel zu führen? „Leadership ist endlich erwachsen geworden – im besten Sinne. Früher ging’s um Kontrolle, heute geht’s um Vertrauen. Früher um Hierarchie, heute um Augenhöhe. Ich führe viel lieber mit Herz als mit Hierarchie. Und das Schönste: Wir dürfen endlich als ganze Menschen führen, nicht als Manager-Roboter, die keine Schwäche und keine Gefühle zeigen (dürfen). Was es heute wirklich braucht? Erstens: Die Bereitschaft und auch Neugierde, Veränderung zu begrüßen, anstatt sie zu verdrängen oder Angst vor ihr zu haben. Zweitens: Echte Empathie – und damit meine ich nicht das Gespräch einmal im Quartal, sondern wirklich zu spüren, wo jemand gerade steht. Drittens: Den Mut, auch mal verletzlich zu sein. Ja, natürlich ist es wichtig, dass ich vorangehe, dass meine Begeisterung für die Vision riesig ist und ich alles dafür tue, dass wir sie gemeinsam erreichen – aber wenn ich meinem Team zeige, dass …
In diesem Workshop lernst du, wie du Tools wie Midjourney und Nano Banana Pro nicht nur bedienst, sondern strategisch in deinen kreativen Workflow integrierst.
Impulsgespräch „Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit?“ Nach dem Abschluss – oder schon mittendrin – stellt sich für viele Kreative die gleiche Frage: Wie möchte ich eigentlich arbeiten? Agentur, Inhouse oder selbstständig – jeder Weg bringt unterschiedliche Möglichkeiten, Herausforderungen und Arbeitsrealitäten mit sich. Beim Young Creative Club sprechen wir über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und darüber, welche Entscheidungen den eigenen Weg prägen. Ein ehrlicher Austausch für alle, die ihren Platz in der Kreativbranche noch suchen – oder hinterfragen. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Gerade für angehende Kreative – sei es als frischgebackener Absolventin einer kreativen Ausbildung oder als Start in die Selbstständigkeit – ist ein überzeugendes Portfolio oft die Eintrittskarte in die Welt der kreativen Berufe. Am 11. November geben dir erfahrene Creatives in unserem kostenlosen Talk wertvolle Tipps & Tricks aus der Praxis: Inhalte des Talks Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Wie entstehen gute Ideen – und warum kommen sie oft genau dann, wenn man gerade nicht am Schreibtisch sitzt? Diese Frage stand im Zentrum des zweiten Young Creative Club. Zu Gast war Marco Steiner, der seit über 20 Jahren in der Kreativbranche tätig ist und offen über Ideenfindung, kreative Prozesse, Deadlines, KI und die Realität des Arbeitens in der Branche sprach. In seinem Talk wurde schnell klar: Kreativität ist für Marco nichts Mystisches und auch kein exklusives Talent, das manche haben und andere nicht. Vielmehr ist sie ein Zusammenspiel aus Übung, Erfahrung und Intuition. Kreative Ideen lassen sich nicht einfach planen oder auf Knopfdruck produzieren – sie brauchen Raum, Aufmerksamkeit und einen inneren Fundus, aus dem man schöpfen kann. Je mehr man einen Schatz an Interessen, Wissen und Erfahrungen in sich aufbaut, desto mehr kann man daraus schöpfen.“ – Marco Steiner Marco beschrieb Kreativität als etwas, das ständig in Bewegung ist: ein Prozess des Verknüpfens, Verschiebens und Neudenkens. Gute Ideen entstehen für ihn dort, wo plötzlich etwas aufgeht – wo ein Gedanke nicht nur logisch klingt, sondern emotional zündet und andere mitreißt. Besonders in Brainstormings zeige sich schnell, ob eine Idee Substanz hat: nämlich dann, wenn sie anschlussfähig wird und im Raum sofort weitere Gedanken auslöst. Ein besonders spannender Teil des Gesprächs war Marcos Zugang zum kreativen Arbeiten unter Druck. Gerade in der Kommunikationsbranche gehört es oft zum Alltag, unter Zeitdruck Lösungen zu entwickeln. Um damit umzugehen, hat er für …
KI wird oft als Effizienzmaschine diskutiert: schneller arbeiten, Prozesse automatisieren, mehr Output generieren. Doch der eigentliche Effekt geht oft tiefer. Wenn repetitive Aufgaben verschwinden, entsteht plötzlich Raum – für bessere Fragen, strategisches Denken und kreative Arbeit. Gleichzeitig zeigt sich schnell, wie gut Organisationen wirklich darauf vorbereitet sind, KI sinnvoll einzusetzen. Im Vorfeld unseres Workshops „No More Bullshit Tasks mit Agentic AI“ haben wir unserem Vortragenden Andreas Fraunberger drei Fragen gestellt: darüber, was sich in Organisationen verändert, wenn KI Routinearbeit übernimmt, warum AI-Fitness mehr ist als ein Tool zu bedienen – und welcher persönliche „Bullshit Task“ bei ihm mittlerweile verschwunden ist. Was verändert sich in Organisationen, wenn repetitive Arbeit systematisch von KI übernommen wird? „Die meisten denken bei dem Thema sofort an Effizienz. Schneller, billiger, mehr Output. Das stimmt auch, aber das ist nur die halbe Geschichte. Was ich in Workshops immer wieder sehe: Sobald Leute merken, dass die KI ihnen den ganzen Verwaltungskram abnimmt, passiert etwas Unerwartetes. Die fangen an, sich Fragen zu stellen, für die vorher nie Zeit war. Was wollen wir eigentlich wirklich erzählen? Wie soll sich unser Kunde fühlen? Was ist unser eigentlicher Wert? Und da kommt ein Thema rein, das die meisten noch gar nicht am Schirm haben: Context Engineering und Daten Management. Also die Frage, wie gut ich meine KI mit den richtigen Informationen füttere. Das wird der entscheidende Qualitäts-Layer. Wer das sauber aufsetzt, kann Bullshit Tasks in rauen Mengen beim Fenster raus kippen. Die …
Bei diesem Format treffen sich die Creative Region Members regelmäßig, um aktuelle Themen gemeinsam zu vertiefen. Austausch & Insights – von anderen lernen In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven. Dieses Format stärkt den Zusammenhalt und sucht nach konkreten Lösungsansätzen für die Herausforderungen. Der kleine Kreis (ca. 10 Teilnehmer*innen) ermöglicht direkten, zielfokussierten Austausch und ein Lernen aus den Erfahrungen anderer. Kreative Projekte leben von guter Zusammenarbeit. Und diese entsteht dort, wo Kommunikation gelingt – über das gesamte Projekt hinweg: vom ersten Gespräch über das Briefing, durch Feedbackphasen und Entscheidungen bis zum Abschluss. Wir beschäftigen uns mit Kund*innenkommunikation als gestaltbaren Handlungsraum. Ziel ist es, Projekte klar, professionell und auf Augenhöhe zu begleiten – auch dann, wenn es mal komplex, unklar oder herausfordernd wird. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn Ablauf Die Erkenntnisse des Member Circles werden dir zusammengefasst in einem Sheet geschickt. Eindrücke vom Member Circle: Zeitfresser minimieren mit KI im Dezember 2025 bei AMAGO
Impulsgespräch „Wie man seinen eigenen Stil findet“ Wie entwickelt man einen eigenen Stil – und wie wird man sichtbar, ohne sich zu verbiegen? Und wie findet man den eigenen Weg in die Selbstständigkeit als Kreative*r? Beim Young Creative Club spricht Illustratorin Carina Lindmeier offen über ihren Weg in die kreative Selbstständigkeit. Sie teilt persönliche Einblicke in Themen wie Selbstständigkeit, Personal Branding und das Finden des eigenen Stils – und zeigt, warum all das im kreativen Alltag untrennbar miteinander verbunden ist. Wie immer beim Young Creative Club gilt: kein Vortrag, sondern ein ehrliches Gespräch, echte Learnings und Raum für Austausch. Carina Lindmeier Carina ist freiberufliche Illustratorin aus Linz und liebt es, mit Farben, Formen und Texturen Geschichten zu erzählen. Ihre digitalen Illustrationen sind verspielt, modern und inspiriert von Dingen, die sie im Alltag entdeckt. Sie arbeitet mit internationalen Marken wie Adobe, Red Bull Media House und mymuesli zusammen und bringt kreative Ideen mit viel Gefühl und Persönlichkeit aufs Papier. Besonders wichtig ist ihr der Austausch mit anderen Kreativen: In Workshops, Talks und als Mentorin teilt sie ihr Wissen und unterstützt junge Illustrator*innen auf ihrem Weg. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im …
Kampagnen sollen Aufmerksamkeit erzeugen, Marken stärken und messbare Wirkung zeigen. Doch keine leichte Aufgabe: Zielgruppen sind scharf definiert, Entscheidungsprozesse komplex, Budgets müssen gut begründet sein. Bei dieser Ausgabe von In Good Company sprechen wir über Kampagnen im Detail: Welche Strategien, Ideen oder Formate schaffen es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und gleichzeitig einen echten Beitrag zu Unternehmenszielen zu leisten? Welche Kampagnen funktionieren besonders gut? Und warum funktionieren sie? Im moderierten Austausch teilen wir Erfahrungen, Herausforderungen und Best Practice Beispiele, mit dem Ziel, Impulse mitzunehmen, die sich direkt in die eigene Arbeit übertragen lassen. >>> Diese Veranstaltung richtet sich an Personen, die in Marketingabteilungen von Unternehmen tätig sind. Um welche Inhalte & Leitfragen geht es? Für wen ist In Good Company gedacht? Dieses wiederkehrende Format ist für Marketingverantwortliche mit operativer oder strategischer Rolle aus größeren Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen dieser Abteilungen, die: Wie funktioniert das Format? Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. In Good Company findet 5x im Jahr statt und fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen in bewusst klein gehaltener Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende). Dabei geht es über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen passen. Wenn du danach weiterhin Teil des Netzwerks bleiben und regelmäßig an unseren Veranstaltungen teilnehmen möchtest, bieten wir dir gerne eine Membership an. Damit erhältst du …