Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wir haben uns mit Expert*innen aus verschiedenen Bereichen über die wesentlichen Fragen rund um Purpose ausgetauscht und diskutiert, warum es entscheidend ist, Purpose klar zu kommunizieren.
brunbauer hat mit seiner Kampagne für den Oberösterreichischen Verkehrsverbund (OÖVV) den Spot On Call “Best Employer Branding” gewonnen. Der OÖVV wollte mit Einblicken in den Alltag von Buslenker*innen die Wertigkeit des Jobs bei potentiellen neuen Mitarbeiter*innen steigern und so dem akuten Personalmangel entgegenwirken. Das Besondere daran: Im kreativen Bereich war die Kampagne eine Kooperation mehrerer EPUs: Stefan Brunbauer (Strategie, Konzeption, Projektleitung), Sabine Kneidinger (Fotografie), Florian Schwarz (Video), Alma Ćatović (Grafikdesign).
Wir haben uns mit Stefan Brunbauer und Sonja Kirner (OÖVV) zum Interview getroffen, über die Kampagne an sich gesprochen, viel über das Verkehrswesen und den Job von Buslenker*innen in Oberösterreich gelernt und spannende Einblicke in die Kampagne sowohl von Auftraggeber*in- als auch Agenturseite bekommen.
Liebe Sonja, lieber Stefan, bitte erzählt mir eingangs etwas über euch!
Sonja: “Mein Name ist Sonja Kirner und ich bin beim OÖ Verkehrsverbund seit fast zwei Jahren für den Event- und Sonderverkehr sowie für die Marketingkampagnen zuständig. Davor war ich in einer ganz anderen Branche tätig, habe dann aber für mich selbst entschieden: Ich möchte etwas machen, worin ich mehr Sinn sehe und wo ich etwas für die Allgemeinheit in Gang setzen oder verbessern kann. Mein großes Interesse an den Themen Nachhaltigkeit und Umwelt hat mich dann zum OÖVV geführt. Dort laufen wirklich sehr viele Aufgaben zusammen. In meinem Job lerne ich extrem viel Neues über Oberösterreich, weil ich durch die vielen Eventkooperationen natürlich auch die ganzen Regionen und Verbindungen kennenlerne.
Sonja Kirner, OÖVV
Stefan: ”Ich betreibe eine Agentur für Markenstrategie und Markenkommunikation, komme also vorrangig aus dem Strategiebereich und aus der Markenpositionierung. Davor habe ich zehn Jahre in einer Markenagentur gearbeitet, bei der ich viele spannende Projekte begleiten durfte. Schon in dieser Zeit habe ich Projekte eigenverantwortlich umgesetzt und dementsprechend auch die Kund*innen betreut. Die Gründung einer eigenen Agentur lag also nahe. 2017 habe ich dann gegründet, parallel zur Anstellung. Und seit 2021 bin ich rein in der Selbstständigkeit. Der OÖ Verkehrsverbund ist ein Kunde, den ich damals zur unselbständigen Agenturzeit schon im Markenpositionierungsprozess begleiten durfte. Und aus dem heraus hat sich dann auch das Kampagnen-Thema entwickelt. Um auch als One-Man-Show solche Projekte realisieren zu können, habe ich mir ein starkes Kreativ-Netzwerk aufgebaut. Das hilft mir auch bei anderen Kund*innen enorm, wo ich z.B. als Externer die Rolle des Marketingleiters übernehme, konkrete Marketingprojekte umsetze oder Marken von der Positionierung in die kommunikative Umsetzung begleite.“
Stefan Brunbauer (c) Kneidinger Photography
In zehn Jahren Agenturzeit konnte Stefan Erfahrung in vielfältigsten Marketingthemen sammeln und hat sich so umfangreiches Know-how aufgebaut, das er jetzt in seiner Selbstständigkeit anwendet. Bei speziellen Themen hat er Agenturpartner*innen, die ihn unterstützen – zum Großteil fixe Partner*innen, mit denen er schon jahrelang zusammenarbeitet.
Sonja, kannst du uns die Ausgangslage beim OÖVV schildern? Was war der Anlass für die Employer Branding Kampagne?
Sonja: ”Die Idee zur Kampagne ist eigentlich aus einer Notlage heraus entstanden. Wir haben bemerkt, dass in Oberösterreich während der Corona-Pandemie und auch danach die Verkehrsunternehmen im Regionalbusverkehr Probleme hatten, diesen aufrechtzuerhalten. Einerseits sind viele Buslenker*innen ausgefallen, andererseits war von vornherein zu wenig Personal im Lenkbereich vorhanden. Grundsätzlich ist es so, dass die Verkehrsunternehmen, die den Öffentlichen Verkehr im Auftrag des OÖVV umsetzen, auch sicherstellen müssen, dass dieser aufrechterhalten werden kann. Das heißt, sie sind selbst für ihre Personalsituation verantwortlich. Unser oberstes Anliegen ist es aber, dass der Öffentliche Verkehr in Oberösterreich funktioniert. Ein Personalmangel unter Buslenker*innen betrifft damit Tausende Fahrgäste, die eine OÖVV-Öffi-Verbindung nutzen möchten. Wir haben deshalb beschlossen, eine Kampagne zu starten, wo es um den Beruf des/der Buslenker*in an sich geht, um damit die Verkehrsunternehmen bei der Personalsuche zu unterstützen. Im Zuge des Prozesses haben wir als wesentliche Ziele definiert, die Aufmerksamkeit für den Beruf zu steigern, ehrlich und authentisch über diesen zu informieren und dessen Image aufzuwerten, um letztendlich Menschen für den Beruf zu begeistern. Die Kampagne sollte aber auch ein Zeichen der Wertschätzung an alle aktuell tätigen Buslenker*innen im oberösterreichischen Regionalbusverkehr sein, denn deren tägliche Leistungen sind für unsere Gesellschaft enorm wichtig.”
Im März 2023 meldeten die Unternehmen, dass in Summe 120 zusätzliche Lenker*innen in ganz Oberösterreich benötigt würden. Der Ausbau des Öffentlichen Verkehrs wurde hier noch gar nicht berücksichtigt – es ging in der Abfrage der offenen Stellen lediglich darum, bestehende Verbindungen aufrechterhalten zu können. Fehlendes Personal wurde temporär durch Überstunden der bestehenden Lenker*innen kompensiert. Diese Situation stellte die Ausgangslage für die Employer Branding Kampagne dar.
“In einem Workshop, bei dem uns Stefan unterstützt hat, haben wir die Personalverantwortlichen der Verkehrsunternehmen an einen Tisch geholt und Fragen gestellt: Wie ist die aktuelle Situation? Wo ist der Bedarf? Wer sind die Leute, die den Beruf ausüben? Wen sollten wir ansprechen? In welchen Zielgruppen liegt eigentlich das Potenzial? Was sind die Themen, die dabei besonders wichtig sind? Wir haben festgestellt, dass diese Fragen gar nicht so eindeutig zu beantworten sind. Der Beruf ist sehr vielfältig. Und auch die Ansichten in den Unternehmen waren zum Teil unterschiedlich. Trotzdem konnten wir gemeinsame Themen und Zielgruppen definieren. Dann gab es noch zwei Workshops mit den Buslenker*innen. Zwei Abende mit 25 Leuten, total spannend. So konnten wir auch deren Sichtweisen kennenlernen. Das war wichtig, denn sie wissen am besten, warum man diesen Job unbedingt ausüben sollte und welche Vorteile er bietet.”
In den Workshops erzählten die Buslenker*innen ihre persönlichen Geschichten und Beweggründe für die Jobwahl. Sie wurden auch gefragt, ob sie bereit wären, bei der Kampagne mitzuwirken. Sonja und Stefan gingen von zwei, drei Leuten aus, die ihr Gesicht und ihre Story der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen würden. Im Endeffekt waren es alle.
“Das war Hammer. Wir haben so viel über die Lenker*innen erfahren und ihren spannenden Geschichten ganz intensiv gelauscht. Wir haben sofort gemerkt, dass wir damit super arbeiten können. Bei den Workshops waren tolle Persönlichkeiten dabei – Leute, die wirklich begeistert sind von ihrem Beruf!. Das heißt nicht, dass sie nichts Negatives berichtet hätten – – das gibt es überall und das haben wir auch gar nicht verheimlicht. Es war uns immer wichtig, ein umfassendes Bild des Berufes zu zeichnen. Die Geschichten und Inputs, die wir in den Workshops von den Lenker*innen erfahren haben, haben wir dann in die Interviews beim Dreh eingebaut.
(c) Kneidinger Photography
Wir haben so viel über die Lenker*innen erfahren und ihren spannenden Geschichten ganz intensiv gelauscht. Wir haben sofort gemerkt, dass wir damit super arbeiten können. Bei den Workshops waren tolle Persönlichkeiten dabei – Leute, die wirklich begeistert sind von ihrem Beruf.
Sonja Kirner
Nach einer Pressekonferenz und einigen Vorgesprächen mit Journalist*innen merkte man: Der Grundtenor, mit dem über den Lenker*innenmangel in den Medien berichtet wurde, änderte sich. Standen vorher eher negative Aspekte im Vordergrund, wurde jetzt über den Beruf an sich berichtet, dessen Wertigkeit transportiert, auch die schönen Seiten beleuchtet.
Sonja: “Das ist auch bei den Buslenker*innen sehr positiv angekommen. Dass einfach auch diese Wertigkeit des Berufs so stark hervorgekommen ist, dass dort echte Menschen sitzen, ohne die es einfach nicht geht. Auch die Emotionalisierung des Ganzen ist uns gut gelungen.”
Stefan: “Dass wir so viele gute Geschichten gehabt haben, war letztendlich auch die größte Herausforderung an der Kampagne. Es ist daraus so viel tolles Material entstanden, das nach wie vor verwendet wird. Die große Kampagne ist zwar abgeschlossen, aber unsere Videos und Sujets sind nach wie vor kontinuierlich in den sozialen Medien präsent und die Plakate hängen immer noch in den Bussen.”
Wie seid ihr auf die Idee gekommen, den Beruf der Lenker*innen auf diese Art zu inszenieren?
Stefan: “Die Buslenker*innen vor den Vorhang zu holen, war von Anfang an eine Variante, die wir mitgedacht hatten. Es gab auch andere Ansätze, aber mit den vielen tollen Inputs aus den Workshops haben wir beschlossen, dass wir uns darauf konzentrieren. Es war großartig, was uns die Lenker*innen erzählt haben, was für Persönlichkeiten das sind. Ich glaube, nach den Workshops war uns allen klar, dass wir genau diesen Weg einschlagen müssen.”
Wie seid ihr in die Workshops reingegangen, was habt ihr für Methoden verwendet, bzw. was waren die genauen Inhalte?
Stefan: “Wir haben die Workshops anhand eines Gesprächsleitfadens vom Allgemeinen zum Speziellen hin umgesetzt: Wie war der heutige Tag, was ist heute so passiert? Dann sind wir immer konkreter rein in das Thema: Welche Bedeutung hat der Öffentliche Verkehr? Wie geht es ihnen im Beruf, was gefällt ihnen daran und welche besonderen Erlebnisse gab es bisher? Und schließlich haben wir über eine mögliche Kampagne gesprochen und internationale Beispiele diskutiert. Was kommt gut an, was eher nicht? Wie sollte eine solche Kampagne idealerweise aussehen? Was braucht es, damit sich jemand für den Beruf interessiert und sich letztendlich auch wirklich bewirbt? Die entscheidende Abschlussfrage war dann: Wer könnte sich vorstellen, an einer solchen Kampagne mitzuwirken?”
Wie ist der Shoot abgelaufen?
Stefan: “Wir haben an zwei Tagen insgesamt 16 Lenker*innen geshootet und gefilmt – beides parallel. Sie wurden zuerst fotografiert und sind dann weiter zum Interview vor die Kamera. Das hat wunderbar geklappt und auch die Buslenker*innen gaben uns als Feedback, dass sie sich am Set richtig wohlgefühlt haben. Ich denke, das sieht man auch an den Ergebnissen.”
Sonja: “Wichtig war, die Leute nicht zu lange zu beanspruchen, sie nicht zu lange aus dem Betrieb herauszunehmen. Deshalb haben wir uns bemüht, den Dreh zu komprimieren. Manche waren danach auch noch bei Live Radio und beim ORF etc. Wir wollten alles so unaufwendig wie möglich für sie gestalten.”
Sabine Kneidinger und Stefan Brunbauer während des Fotoshoots
Die Buslenker*innen gaben uns als Feedback, dass sie sich am Set richtig wohlgefühlt haben. Ich denke, das sieht man auch an den Ergebnissen.”
Stefan Brunbauer
Stefan: “Für jede Person war alles in etwa zwei Stunden erledigt – Visagistin, Foto, Video – es ist sehr zügig gegangen. Es hat ihnen aber wirklich Spaß gemacht! Ich habe mir im Vorhinein zwei Locations angeschaut, im Endeffekt drehten wir dann bei einem Verkehrsunternehmen in Ansfelden. Es war wichtig, dass wir Busse frei verstellen konnten, eine Halle als Schlechtwetteralternative hatten, etc. Das erste Shooting war im März, wir wussten aber, die Kampagne sollte sommerlich sein. Alle mussten also kurzärmelig draußen drehen. Die Buslenker*innen waren wirklich tapfer und man sieht ihnen die Kälte gar nicht an lacht”
Eine gute Stimmung am Set ist das Um und Auf, gerade wenn man wie in diesem Fall mit Laienmodellen zusammenarbeitet. Je wohler sich die Buslenkerinnen und Buslenker vor der Kamera fühlen, desto authentischer sind die Bilder und Videos. Und genau das wollten wir mit dieser Kampagne erreichen, nämlich sympathische und echte Buslenkerinnen und Buslenker zeigen.
Sabine Kneidinger
Welche Creatives waren am Projekt beteiligt?
Stefan: “Beim Shooting waren wir zu dritt (Sabine Kneidinger, Florian Schwarz und ich). Dann kommt noch die Grafikerin Alma Ćatović dazu, die u.a. alle Sujets ausgearbeitet hat. Die Website wurde von 2kanter Marketing umgesetzt.”
Ich bin stolz darauf, ein Teil der Kampagne „Ohne dich geht’s nicht!“ des OÖ Verkehrsverbundes zu sein. Wir setzen damit ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die Buslenkerinnen und Buslenker, die mit Leidenschaft und Engagement den öffentlichen Verkehr ermöglichen. Außerdem haben wir die Kampagne als Team aus „kleinen“ Kreativen realisiert, wie mir als Grafikdesignerin. Wir zeigen so, dass wir gemeinsam stärker sind!
Wie läuft so eine Kooperation mit unterschiedlichen Creatives / Freelancer*innen normalerweise ab?
Stefan: “Ich hole meine Partner*innen immer so bald wie möglich dazu. Gerade Sabine, mit der ich viel zusammenarbeite, binde ich gerne schon in der Konzeptionsphase mit ein, weil sie sehr gute Ideen hat, was Bildsprache und Bildstil etc. betrifft. Und natürlich ist auch Alma als Grafikerin hier schon gefordert, erste Ideen zu visualisieren. Mit Sabine und Florian habe ich mir auch die Shooting-Location frühzeitig angesehen. Als Fotografin bzw. Kameramann sehen die beiden die Dinge noch einmal mit anderen Augen. Ihr Feedback war enorm wertvoll, damit wir für das Shooting und den Dreh alles perfekt vorbereiten konnten.”
Gab es im Projekt auch Herausforderungen?
Stefan: „Die beiden größten Herausforderungen waren die Fülle an Material und daraus das Beste auszuwählen – wir hatten also ein Luxusproblem – und die Organisation des Shootings durch den frühen Start, die Kälte, die Koordination der Teilnehmer*innen. Es hat alles super funktioniert, aber die Planung war durchaus herausfordernd. Die gute Vorbereitung war extrem wichtig.”
Sonja: “Die zeitliche Komponente. Wir wussten, wir haben Mitte Mai die Pressekonferenz, da muss die Kampagne fertig sein. Und natürlich auch das viele Material und die damit einhergehenden Freigabeschleifen. Änderungen mussten dann auf alle Sujets umgelegt werden, etc.”
Stefan: “Auch die Lenker*innen sind in den Freigabeprozess miteingebunden worden. Das Foto wurde freigegeben, die Statements auch. Uns war wichtig, dass sie damit glücklich sind. Der Freigabeprozess wurde dann auch sehr gelobt.”
Was hat euch am meisten Spaß gemacht?
Sonja: “Der Videodreh!”
Stefan: “Ja, definitiv die beiden Drehtage, weil man da die Leute so gespürt hat. Es ist einfach schön, wenn man diese Begeisterung hautnah erlebt. Die Workshops gehören da für mich auch dazu. Es war überraschend, welche Geschichten da herausgekommen sind. Das Pärchen, das sich im Bus kennengelernt hat, Vater und Sohn, die beide Lenker sind, die Lenkerin, die von ihrer Aussicht schwärmt – das war wirklich schön.”
Sonja: “Ich habe so viele Gespräche geführt und fahre auch immer wieder mal mit der ein oder dem anderen selbst mit dem Bus mit und auch meine eigene Wahrnehmung hat sich verändert. Die Menschen dahinter zu sehen, die man sonst zu wenig wahrnimmt, das war das Schönste.”
Die unglaublich spannenden sowie persönlichen Geschichten der Buslenkerinnen und Buslenker im Schnitt auf die wesentlichen Kernaussagen zu reduzieren, war die größte Herausforderung bei dieser großartigen Kampagne. Noch heute fällt mir mit schöner Erinnerung an den Dreh jeder rot-weiße Bus auf der Straße auf, und jedes Mal hoffe ich insgeheim, wieder ein bekanntes Gesicht im schönsten Panorama-Eckbüro Oberösterreichs zu erkennen.
Florian Schwarz
Stefan, worauf bist du am stolzesten bei der Umsetzung – aus deiner Perspektive als Creative?
Stefan: “Dass alles so geklappt hat, wie wir es uns vorgenommen hatten. Und natürlich auf die Ergebnisse. Einerseits Zahlen, Daten, Fakten – es gibt wesentlich mehr Bewerbungen, es sind wesentlich weniger Stellen offen als im Frühjahr 2023. Aber auch emotional: Das Feedback von den Lenker*innen, die mir sagen, dass sie sich wohlgefühlt haben in der Arbeit mit uns. Das ist mir ganz wichtig.”
Spot On stellt herausragende Projekte der oberösterreichischen Werbe- und Kommunikationsbranche ins Rampenlicht – in vormaligen Leerstands-Schaufenstern in der Linzer Innenstadt. Auf spot-on-spot.at könnt ihr alle Informationen zum Projekt und den Gewinner*innenkampagnen ansehen.
Podcasts sind längst mehr als ein Trend. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen, Selbstständige und Organisationen vor einer ganz praktischen Frage:Lohnt sich der Aufwand, gerade wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind? Im Vorfeld von WE ARE SO – In Your Feed haben wir Johannes Pracher drei Fragen gestellt: Warum Podcast trotz knapper Ressourcen Sinn machen kann, wie er zur Personal Brand beiträgt – und was man vor dem Start unbedingt mitdenken sollte. 1. Warum Podcast – trotz knapper Ressourcen? Wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind, muss man sich für wenige Kanäle entscheiden.Warum ist Podcast für dich trotzdem ein sinnvoller Kanal – und für wen eher nicht?Was bringt er, was andere Formate nicht leisten? „Ein Podcast macht dann Sinn, wenn du wirklich etwas zu erzählen hast: Geschichten, Learnings, Perspektiven. Ohne Storyline wird’s schnell nur „Gerede mit Mikrofon“. Wir haben damals in Corona gestartet ehrlich gesagt aus der Not heraus. Im Rückblick war das eine unserer besten Entscheidungen. Warum? Weil Podcast etwas schafft, das andere Formate selten hinbekommen: Bindung über Zeit. 30 bis 40 Minuten Aufmerksamkeit sind im Jahr 2026 ein kleiner Feiertag. Wer das schafft, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist in Marketing und Vertrieb die härteste Währung. Dazu kommt: Ein Podcast ist nicht nur ein Kanal. Er ist ein Content-Motor. Aus einer Folge werden Snippets, Postings, Zitate, Newsletter, Reels, Website-Content. Einmal gut produziert, füttert er mehrere Plattformen. Für uns ist er außerdem ein Türöffner: • Wir kommen mit spannenden Menschen …
Flieg mit uns nach Austin, Texas, dem Mekka der Innovation und Zukunftstechnologien! Die South by Southwest (kurz SXSW) hat sich von einem Musikfestival zu einer der größten und wichtigsten Veranstaltungen im Bereich neue Technologien, Trends, Innovation, Start-ups und Kreativität entwickelt. Es werden Themen, Produkte, Entwicklungen und Trends diskutiert und „zum Angreifen“ präsentiert. KI, Robotik, Bildung, Ernährung, Gesellschaft. Eine Teilnahme ermöglicht es somit, sich ein eigenes Bild von der Welt in einigen Jahren zu machen, wertvolle Kontakte zu knüpfen und den eigenen Kompass neu auszurichten. Und vielleicht ist man bei der erstmaligen Präsentation von Produkten und Services dabei. Die SXSW ist auch ideal, um nachhaltige Kontakte aus dem DACH-Raum zu knüpfen. Neben dem Festival hat sich in den letzten Jahren auch die Stadt Austin zum neuen Hotspot entwickelt. Diese Entwicklung und das dazugehörige Mindset sind spürbar: Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt werden auch dieses Jahr wieder nach Texas pilgern. Es entstehen Gespräche, Austausch und die Basis für weitere Zusammenarbeit und Kollaborationen. Wer mit der Vorstellung einer klassischen Messe/Konferenz nach Austin kommt, wird jedenfalls überrascht werden. Services & Leistungen der Creative Region für dich: Kosten Upper Austria 2 Austin – Stipendium für Female Founders Für oö. Unternehmerinnen aus den Creative Industries bieten wir die Möglichkeit, eines der zwei “Upper Austria 2 Austin” Stipendien zu bekommen. Das Stipendium ermöglicht dir, dich völlig auf die Teilnahme auf der SXSW27 zu fokussieren – ohne im Hinterkopf die Kosten zu haben, denn unser Stipendium beinhaltet Unterkunft, …
Ein Gespräch mit Anita Huber-Katzengruber über Slow Fashion, stationären Handel und die Frage, wie kleine Stores mit Haltung, Beratung, Convenience und echter Experience relevant bleiben. Anita Huber-Katzengruber betreibt in der Linzer Herrenstraße die beiden Stores Kleider machen Leute und inthebox, dazu einen Webshop; ihre Arbeit verknüpft Fair Fashion, lokale Verankerung und digitale Präsenz.
Je stärker unsere Feeds von KI-generierten Inhalten überschwemmt werden, desto größer wird der Wunsch nach menschlicher Einordnung, Haltung und Perspektive. Studien zeigen: KI-Content wird öfter negativ bewertet und bleibt schlechter in Erinnerung. Deshalb setzen sogar Marken wie Apple, Porsche, Polaroid und Generali mittlerweile auf „made by humans” als echtes Differenzierungsmerkmal. Genau hier setzen wir im Workshop an. Gemeinsam finden wir heraus, was „people first” Content ausmacht, also Content, in dem Menschen im Vordergrund stehen und ihre Geschichten erzählen. Und wie Inhalte entstehen, die wirklich im Gedächtnis bleiben. „Algorithmen schaffen Reichweite. Menschen schaffen Verbindung.“ – Anna Turner, 1000 Things Media House Darum geht’s im Workshop Wann wirkt Content eigentlich menschlich? Warum berühren uns manche Inhalte, während andere schon nach wenigen Sekunden in Vergessenheit geraten? Und welche Inhalte sind heute überhaupt noch relevant? Im Workshop gehen wir genau diesen Fragen nach. Wir finden heraus, welche Rolle persönliche Erfahrungen, Perspektive und kulturelle Identität für relevanten Content spielen und wie echte Nähe aufgebaut werden kann. Dabei feilen wir direkt an deiner Content-Strategie. In Mini-Audits analysieren wir bestehende Inhalte und übersetzen unsere Learnings in „people first” Formate und Content-Ideen. Du lernst außerdem, wie du KI sinnvoll einsetzen kannst, ohne dass deine Inhalte an Persönlichkeit verlieren. Das erwartet dich im Workshop Das nimmst du konkret mit Dieser Workshop ist für Hard Facts Tickets & Preise Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375 € exkl. MwSt. (450 € inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person …
Innovation und Transformation, Kreativität und Regionalentwicklung
Ein Ort mit Geschichte und einem starken Wunsch nach Zukunft Der ehemalige ÖBB-Bahnhof am Landungsplatz in Ebensee ist einer von vielen in Europa mit reicher Geschichte. Einst ein Ort des Ankommens und Aufbrechens, heute leer, still und ungenutzt. Aber voller Potenzial. Genau hier haben wir angesetzt und Studierende der Kunstuniversität Linz, die Gemeinde Ebensee und ihre Bürger*innen, die Verantwortlichen der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sowie lokale Institutionen und Gestalter*innen zusammengebracht, um den Ort neu zu denken. Die Züge der ÖBB halten nach wie vor am Landungsplatz, das Gebäude selbst steht jedoch leer. In der Bevölkerung wird er heute vor allem als Durchgangsraum wahrgenommen. In Gesprächen mit der Gemeinde und anderen Akteur*innen wurde schnell klar: der Wunsch nach einem offenen Treffpunkt, einem Ort für Begegnung, Kultur und gemeinschaftliche Aktivitäten ist groß. Vom Gespräch zum Prozess Das Projekt wurde als Semesterprojekt in den Architekturstudiengang der Kunstuniversität Linz (basehabitat) integriert und von nonconform, einem Büro mit Schwerpunkt auf partizipativer Planung, sowie dem Team von Aufbruch Salzkammergut begleitet. Den Auftakt bildete im Oktober 2025 eine Feldrecherche vor Ort: in Interviews, Workshops und der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte setzten sich Studierende, Projektpartner*innen und lokale Akteur*innen gemeinsam mit dem Landungsplatz auseinander. „Es war eine sehr interessante Erfahrung, und ich bin froh, dass wir diesen Prozess durchlaufen haben. Wenn Wissen von außen auf Augenhöhe hereinkommt, ist das für uns sehr wichtig. Wir lassen uns nicht gerne von außen sagen, was wir tun sollen, aber wir sind sehr daran …
Allgemein, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man eine Destinationsmarke für einen Ort, der sich nicht eindeutig in ein Bild übersetzen lässt? Diese Frage stand im Zentrum unseres Talks „Take a Risk, Visit Linz“ im Behrens Lab der Creative Region. Zu Gast waren Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin von Linz Tourismus, und Ino Karning, Geschäftsführer der Agentur Fredmansky, die gemeinsam Einblicke in den Markenprozess hinter dem aktuellen Auftritt von Linz Tourismus gegeben haben. Im Gespräch ging es nicht nur um das Ergebnis – den Claim und die visuelle Identität – sondern vor allem auch um den Weg dorthin: um Strategie, Zusammenarbeit und die Frage, wie viel Mut es braucht, um sich bewusst gegen klassische Tourismuslogiken zu entscheiden. Ausgangspunkt: Eine Stadt ohne klares Bild Ein zentraler Gedanke zu Beginn des Prozesses war die Frage, wofür Linz als Tourismusdestination eigentlich steht. Während andere Städte mit klaren Bildern oder Symbolen arbeiten, ist Linz weniger eindeutig positioniert. Genau darin lag jedoch auch die Chance für den neuen Markenauftritt. „Wenn man an Wien denkt, hat man sofort Bilder im Kopf. Bei Linz ist das weniger klar – und genau das war unser Ausgangspunkt.“ Statt zu versuchen, ein weiteres starkes Symbol zu definieren, wurde bewusst ein anderer Weg gewählt: Der Fokus sollte nicht auf einem festen Bild liegen, sondern auf der Erfahrung vor Ort. Der Claim: „Take a risk“ als strategische Entscheidung Der Claim „Take a risk, visit Linz“ ist direkt aus dieser Überlegung entstanden. Er basiert auf der Beobachtung, dass viele Besucher*innen …
Fünf Perspektiven aus der Praxis zeigen, wie Sichtbarkeit 2026 wirklich entsteht: auf TikTok und LinkedIn, im Podcast und im Influencer*innen-Beziehungsgeflecht, mit Corporate Creators und KI-gestützter Content-Produktion.
Impulsgespräch „Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit?“ Nach dem Abschluss – oder schon mittendrin – stellt sich für viele Kreative die gleiche Frage: Wie möchte ich eigentlich arbeiten? Agentur, Inhouse oder selbstständig – jeder Weg bringt unterschiedliche Möglichkeiten, Herausforderungen und Arbeitsrealitäten mit sich. Beim Young Creative Club sprechen wir über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und darüber, welche Entscheidungen den eigenen Weg prägen. Ein ehrlicher Austausch für alle, die ihren Platz in der Kreativbranche noch suchen – oder hinterfragen. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Irina Nalis, promovierte Psychologin und Forscherin, begleitet dich im Workshop dabei, deinen eigenen „Veränderungsmuskel“ gezielt zu trainieren: mit psychologisch fundierten Methoden, die nicht bei der Theorie stehen bleiben, sondern in deinen Arbeitsalltag übergehen.
LinkedIn ist längst mehr als nur eine Plattform für Recruiting und Networking. Für viele Unternehmen ist sie zu einem zentralen Kanal geworden, um Sichtbarkeit aufzubauen, Expertise zu zeigen und gezielt mit relevanten Zielgruppen in Kontakt zu treten. Doch wie gelingt es, LinkedIn strategisch und wirkungsvoll zu nutzen, jenseits von sporadischen Postings und Unternehmensnews? Bei dieser Ausgabe von In Good Company dreht sich alles um LinkedIn im Unternehmenskontext: Welche Inhalte funktionieren wirklich? Wie baut man Reichweite und Relevanz auf? Und wie lässt sich LinkedIn sinnvoll in die bestehende Marketingstrategie integrieren? Im moderierten Austausch sprechen wir über Erfahrungen, Herausforderungen und konkrete Ansätze aus der Praxis, insbesondere aus Marketingabteilungen größerer Unternehmen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und Impulse mitzunehmen, die sich direkt im eigenen Arbeitsalltag umsetzen lassen. Um welche Inhalte & Leitfragen geht es? Für wen ist In Good Company gedacht? Für Marketingverantwortliche mit operativer oder strategischer Rolle aus größeren Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen dieser Abteilungen, die: Wie funktioniert das Format? Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. In Good Company findet 5x im Jahr statt und fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen in bewusst klein gehaltener Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende). Dabei geht es über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Hard Facts: Termin: Ablauf: Anmeldung: Ort: Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen …
In diesem Workshop lernst du, wie du Tools wie Midjourney und Nano Banana Pro nicht nur bedienst, sondern strategisch in deinen kreativen Workflow integrierst.
KI wird oft als Effizienzmaschine diskutiert: schneller arbeiten, Prozesse automatisieren, mehr Output generieren. Doch der eigentliche Effekt geht oft tiefer. Wenn repetitive Aufgaben verschwinden, entsteht plötzlich Raum – für bessere Fragen, strategisches Denken und kreative Arbeit. Gleichzeitig zeigt sich schnell, wie gut Organisationen wirklich darauf vorbereitet sind, KI sinnvoll einzusetzen. Im Vorfeld unseres Workshops „No More Bullshit Tasks mit Agentic AI“ haben wir unserem Vortragenden Andreas Fraunberger drei Fragen gestellt: darüber, was sich in Organisationen verändert, wenn KI Routinearbeit übernimmt, warum AI-Fitness mehr ist als ein Tool zu bedienen – und welcher persönliche „Bullshit Task“ bei ihm mittlerweile verschwunden ist. Was verändert sich in Organisationen, wenn repetitive Arbeit systematisch von KI übernommen wird? „Die meisten denken bei dem Thema sofort an Effizienz. Schneller, billiger, mehr Output. Das stimmt auch, aber das ist nur die halbe Geschichte. Was ich in Workshops immer wieder sehe: Sobald Leute merken, dass die KI ihnen den ganzen Verwaltungskram abnimmt, passiert etwas Unerwartetes. Die fangen an, sich Fragen zu stellen, für die vorher nie Zeit war. Was wollen wir eigentlich wirklich erzählen? Wie soll sich unser Kunde fühlen? Was ist unser eigentlicher Wert? Und da kommt ein Thema rein, das die meisten noch gar nicht am Schirm haben: Context Engineering und Daten Management. Also die Frage, wie gut ich meine KI mit den richtigen Informationen füttere. Das wird der entscheidende Qualitäts-Layer. Wer das sauber aufsetzt, kann Bullshit Tasks in rauen Mengen beim Fenster raus kippen. Die …
Sei dabei beim alljährlichen vorweihnachtlichen Get-Together der Creative Region Members! Wo: tba Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr Die Teilnahme ist kostenlos für Member der Creative Region. Du bist noch kein Member? Dann schnuppere gern mal rein und melde dich bei kathrin@creativeregion.org HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
Wie entstehen gute Ideen – und warum kommen sie oft genau dann, wenn man gerade nicht am Schreibtisch sitzt? Diese Frage stand im Zentrum des zweiten Young Creative Club. Zu Gast war Marco Steiner, der seit über 20 Jahren in der Kreativbranche tätig ist und offen über Ideenfindung, kreative Prozesse, Deadlines, KI und die Realität des Arbeitens in der Branche sprach. In seinem Talk wurde schnell klar: Kreativität ist für Marco nichts Mystisches und auch kein exklusives Talent, das manche haben und andere nicht. Vielmehr ist sie ein Zusammenspiel aus Übung, Erfahrung und Intuition. Kreative Ideen lassen sich nicht einfach planen oder auf Knopfdruck produzieren – sie brauchen Raum, Aufmerksamkeit und einen inneren Fundus, aus dem man schöpfen kann. Je mehr man einen Schatz an Interessen, Wissen und Erfahrungen in sich aufbaut, desto mehr kann man daraus schöpfen.“ – Marco Steiner Marco beschrieb Kreativität als etwas, das ständig in Bewegung ist: ein Prozess des Verknüpfens, Verschiebens und Neudenkens. Gute Ideen entstehen für ihn dort, wo plötzlich etwas aufgeht – wo ein Gedanke nicht nur logisch klingt, sondern emotional zündet und andere mitreißt. Besonders in Brainstormings zeige sich schnell, ob eine Idee Substanz hat: nämlich dann, wenn sie anschlussfähig wird und im Raum sofort weitere Gedanken auslöst. Ein besonders spannender Teil des Gesprächs war Marcos Zugang zum kreativen Arbeiten unter Druck. Gerade in der Kommunikationsbranche gehört es oft zum Alltag, unter Zeitdruck Lösungen zu entwickeln. Um damit umzugehen, hat er für …
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …