Teil des Projektes Decorator
Ein Ort mit Geschichte und einem starken Wunsch nach Zukunft
Der ehemalige ÖBB-Bahnhof am Landungsplatz in Ebensee ist einer von vielen in Europa mit reicher Geschichte. Einst ein Ort des Ankommens und Aufbrechens, heute leer, still und ungenutzt. Aber voller Potenzial.
Genau hier haben wir angesetzt und Studierende der Kunstuniversität Linz, die Gemeinde Ebensee und ihre Bürger*innen, die Verantwortlichen der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sowie lokale Institutionen und Gestalter*innen zusammengebracht, um den Ort neu zu denken.
Die Züge der ÖBB halten nach wie vor am Landungsplatz, das Gebäude selbst steht jedoch leer. In der Bevölkerung wird er heute vor allem als Durchgangsraum wahrgenommen.
In Gesprächen mit der Gemeinde und anderen Akteur*innen wurde schnell klar: der Wunsch nach einem offenen Treffpunkt, einem Ort für Begegnung, Kultur und gemeinschaftliche Aktivitäten ist groß.
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Gruppenfoto
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Frontansicht des leerstehenden Bahnhofsgebäudes Ebensee Landungsplatz, 2025
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Ebensee am Traunsee
Vom Gespräch zum Prozess
Das Projekt wurde als Semesterprojekt in den Architekturstudiengang der Kunstuniversität Linz (basehabitat) integriert und von nonconform, einem Büro mit Schwerpunkt auf partizipativer Planung, sowie dem Team von Aufbruch Salzkammergut begleitet.
Den Auftakt bildete im Oktober 2025 eine Feldrecherche vor Ort: in Interviews, Workshops und der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte setzten sich Studierende, Projektpartner*innen und lokale Akteur*innen gemeinsam mit dem Landungsplatz auseinander.
„Es war eine sehr interessante Erfahrung, und ich bin froh, dass wir diesen Prozess durchlaufen haben. Wenn Wissen von außen auf Augenhöhe hereinkommt, ist das für uns sehr wichtig. Wir lassen uns nicht gerne von außen sagen, was wir tun sollen, aber wir sind sehr daran interessiert, gemeinsam daran zu arbeiten, unsere Gemeinde Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.“
– Sabine Promberger, Bürgermeisterin Ebensee
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Rundgang durch Ebensee mit den Studierenden der Kunstuni Linz
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Vermessung des Landungsplatz Ebensee durch die Studierenden von basehabitat
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Partizipativer Workshop in Ebensee
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Partizipativer Workshop in Ebensee
Fünf Szenarien für den Landungsplatz
Auf Basis dieser Erkenntnisse entwickelten die Studierenden im Wintersemester 2025/26 fünf prototypische Zukunftsszenarien für eine mögliche Zwischennutzung des Bahnhofsgebäudes und seines Umfelds. Eingebettet ist das Projekt in das EU-Projekt DECORATOR, das die Transformation hin zu einer zirkulären Bauweise vorantreibt – und dabei technische, soziale und gestalterische Dimensionen zusammen denkt.
Die Ideen reichen von einem Materialcafé und Marktband, das Kreislaufwirtschaft erlebbar macht, über ein kleines Gemeindehaus als offenen Begegnungsort bis hin zu einem Kinder- und Jugendzentrum, neuen öffentlichen Treffpunkten im Ortskern oder einem Aussichtsturm mit Artist Residencies als kulturellem Impuls.
Allen Konzepten gemeinsam: Sie denken den Ort nachhaltig, ressourcenschonend und gemeinschaftlich weiter und bauen bewusst auf dem vorhandenen Bestand und den lokalen Strukturen auf.
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Landungsplatz Ebensee Presentation Linz 01
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Landungsplatz Ebensee Presentation Linz 02
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Landungsplatz Ebensee Presentation Linz 03
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Landungsplatz Ebensee Presentation Linz 04
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Landungsplatz Ebensee Presentation Linz 05
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Landungsplatz Ebensee Presentation Linz 06
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Plakat zur Ergebnispräsentation im März 2026
Ergebnisse sichtbar machen
Am 6. März 2026 wurden die Ergebnisse in Ebensee im Beisein von Bürgermeisterin, Gemeinderat, ÖBB Immobilienmanagement und vor allem vielen interessierten Bürger*innen präsentiert. Das Motto des Nachmittags: Was könnte aus dem Landungsplatz werden?
Zum Abschluss übergaben die Studierenden ihre Modelle, Pläne und die gesamte Ausstellung offiziell an die Gemeinde. Noch bis Ende April ist sie im Gemeindeamt Ebensee zu sehen.
Was bleibt: neue Perspektiven, konkrete Ideen und Lust, weiterzumachen.
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Bürgermeisterin Sabine Promberger im Rahmen der Ausstellung
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Öffentliche Ergebnispräsentation im Landungsplatz Ebensee
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Studierende präsentieren ihre Visionen zum Landungsplatz
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Studierende präsentieren ihre Visionen zum Landungsplatz
Tauche ein in den gesamten Prozess, von der ersten Recherche bis zu den fünf konkreten Zukunftsszenarien und entdecke alle Hintergründe und Details: Treffpunkt „Landungsplatz“ – A Participatory Design Approach for Temporary Use
„Treffpunkt Landungsplatz“ ist Teil des EU Projektes DECORATOR, das aus dem Programm Interreg Danube Transnational gefördert wird.
Credits Artikelbild: Creative Region Linz & Upper Austria
Ziel von DECORATOR ist es, die zirkuläre Transformation im Bausektor der Donauregion voranzutreiben. DECORATOR betrachtet die Donauregion als ein lebendiges Reallabor, in dem innovative Tools zur Erforschung und Erprobung bereitstehen, um die Herausforderungen der Kreislaufwirtschaft zu bewältigen. Diese Aspekte umfassen ökologische, technologische, soziokulturelle und wirtschaftliche Aspekte – ein ganzheitlicher Ansatz für eine nachhaltige Zukunft.
Decorator wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission im Programm Interreg Danube Region finanziert.