Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Ein Lehrgang der Innovation Agent Academy für innovationsbegeisterte Menschen sämtlicher Branchen: 6 Module | 12 Tage | 10+ Facilitator*innen | 15 Teilnehmer*innen. Join the mission!
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Der Wandel ist wohl die einzige Konstante. Damit Transformation aber überhaupt gelingen kann, braucht es gute Ideen, Innovationen und die Einstellung, dass Veränderung notwendig und gut ist.
Johann Ebner und Christoph Lueger sind beim niederösterreichischen Traditionsunternehmen LiSEC tätig. Seit über 60 Jahren ist LiSEC Glasbearbeitungsmaschinenhersteller und bietet innovative Einzel- und Gesamtlösungen im Bereich der Flachglasverarbeitung und -veredelung. Johann Ebner ist Director of Digital Transformation und IT, Christoph Lueger Business & Culture Cultivator – und sie sind Teilnehmer der beiden Innovation Agent Academy Lehrgänge „Agile Leadership“ sowie „Human Centered Innovation & Design Thinking“. Katharina Ehrenmüller und Patrick Rammerstorfer von Pro Active haben die beiden Innovation Agents zum Gespräch getroffen.
Johann, du bist Director of Digital Transformation und IT bei LiSEC und nimmst aktuell am Agile Leadership-Lehrgang der Innovation Agent Academy teil. Wie werden Innovation und Agilität bei LiSEC gelebt?
Johann: Wir sind ein Anlagenbauunternehmen und beschäftigen uns daher intensiv mit Automatisierungsthemen. Will man Marktführer sein – und das sind wir – erfordert es eine gewisse Innovationskraft, um Anlagen und Maschinen mit Neuerungen auf den Markt bringen zu können. Diese Haltung ist in unsere DNA eingebaut und unser Gründer hat sie in Reinkultur gelebt. Seit 2009, als er verstorben ist, sind einige Jahre vergangen und wir sind nun ein managementgeführtes Unternehmen. Das hat dazu geführt, dass wir geregelte Prozesse haben und die Innovationskraft vielleicht etwas nachgelassen hat. Das Ziel ist es, diese wieder auf das entsprechende Maß zu erhöhen. Auch die Agilität des gesamten Unternehmens muss in einer dynamischen Umwelt verbessert werden. Hier haben nicht nur wir, sondern wahrscheinlich viele gewachsene Unternehmen den Anspruch, sich zu einem dynamikrobusten Unternehmen weiterzuentwicklen. Ein kleines Beispiel: Bei uns im Team beschäftigt sich ein Teil mit der Neuentwicklung von Software. Seit etwa zwei bis drei Monaten arbeiten wir daran in interdisziplinären und internationalen Teams und mithilfe von SCRUM-Methoden. Wir sind hier in einer intensiven Lernkurve, um uns das Handwerkszeug anzueignen.
Ihr habt ein unternehmensinternes Projekt namens „Future Farm“. Worum geht es dabei und was sind die Ziele?
Christoph: Zusätzlich zu dem, was Johann schon angesprochen hat, beschäftigen wir uns mit den Bereichen „Neue Geschäftsmodelle“ und „Digitale Transformation“. Die Innovationskraft ist aus meiner Sicht bei uns gar nicht gering, sie ist sogar auf gewissen Ebenen extrem hoch – nämlich dort, wo es darum geht, das bestehende Anlagen-/Maschinenbaugeschäft oder auch das Softwaregeschäft zu perfektionieren. Da sind wir richtig gut und das macht uns auch erfolgreich. Wo wir uns jedoch schwertun, auch aufgrund der Menge der Aufgaben, ist der Blick in die Zukunft – fünf Jahre nach vorne oder zehn Jahre. Wie wird sich der Markt verändern? Genau dafür gibt es die Future Farm.
„Damit Unternehmen langfristig erfolgreich sind, müssen sie veränderungsintelligent sein.“
Johann Ebner
Johann Ebner
Gibt es bereits erste Learnings der Future Farm?
Christoph: Der SCRUM-Prozess funktioniert gut. Wir übernehmen SCRUM nun auch im Maschinen-Projektmanagement. Hier starten jetzt Ausbildungen. Was wir im Bereich digitale Transformation bereits versucht haben, stößt in der Organisation auf Gegenliebe. Die Mitarbeiter*innen sind diesen Themen gegenüber sehr offen. Der Nährboden ist vorhanden, es fehlen noch die Angebote und Leitschienen. Auf alle Aktionen, die wir starten, sind die Rückmeldungen durchwegs positiv. Wir müssen jedoch selbst noch sehr viel experimentieren und analysieren, was wirksam ist – auch in Hinblick auf den Einsatz unserer Ressourcen. Denn es gibt auch Dinge, die wir versucht haben und wieder begraben mussten. Aber der Start ist nicht schlecht geglückt.
Ihr nehmt beide an einem IAA-Lehrgang teil. Was waren eure Beweggründe?
Johann: Der Beweggrund war das Bewusstsein, dass wir in einer dynamischen Umwelt leben, egal ob es COVID-19 oder der Krieg in der Ukraine ist. Das fordert eine andere Art des Arbeitens in einem Unternehmen. Um das zu erreichen, muss das Unternehmen anders funktionieren. Genau in diese Kerbe schlägt Agile Leadership. Durch einen hierarchischen Führungsstil sind Unternehmen nicht so adaptiv, wie man es vielleicht braucht, um langfristig erfolgreich zu sein.
Christoph: Ich habe mich für die Richtung Human Centred Innovation und Design Thinking entschieden, weil für mich die Menschen Innovation ausmachen. Ursprünglich dachte ich, dass sich dabei immer alles um die Kund*innen dreht, darum, was sie brauchen. Der Lehrgang hat aber meine Sicht ein wenig verändert, weil es deutlich mehr darum geht, was die Menschen, die Innovation ermöglichen, eigentlich brauchen. Es geht darum, Sichtweisen zu ermöglichen und ein entsprechendes Mindset zu generieren. Und darum, mit welchen Methoden wir arbeiten können. Somit ist es noch spannender, als ich ursprünglich erwartet habe.
„Innovation ist schlussendlich das, was herauskommt, wenn Menschen zusammenarbeiten.“
Christoph Lueger
Christoph Lueger
Johann: Meine erste Erkenntnis: Es gibt nicht DIE eine Methode, die man überstülpt – keinen vorgezeichneten Weg, wie man ein Unternehmen agiler oder adaptiver macht. Jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden. Und die zweite Erkenntnis: Es kommt ganz stark auf den Menschen selbst an und auf die Führungskräfte bzw. jene, die den Prozess begleiten. Sie müssen sich selbst gut kennen und teilweise das Führungsverständnis komplett ändern, weil es eigentlich keine Führung ist, sondern eine Begleitung und Unterstützung von Mitarbeiter*innen, die Innovationen vorantreiben.
Habt ihr das Gefühl, dass ihr ins Unternehmen schon etwas mitnehmen und einbringen konntet?
Christoph: Die Frage, die ich mir stelle, ist, wie weit sich das Mindset im letzten halben Jahr verändert hat. Wie sehr habe ich mich selbst schon verändert? Das ist schwer zu beurteilen. Aber ich merke, dass ich die Innovation als solche bzw. den Weg dorthin ganz anders sehe als zuvor. Wie weit sich das auf die Organisation auswirkt, kann ich noch nicht beurteilen. Das ist aber am gesamten Prozess das Wichtigste. Meistens geht es darum, die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt richtig zu begleiten. Momentan moderieren wir noch viele Workshops. Langfristig ist das Ziel aber, dass das Unternehmen das Mindset inhaliert und die Methoden auch selbstständig anwenden kann.
Johann: Wir haben vor etwa neun Monaten gestartet und das Bild war damals für uns extrem unklar. Wir konnten aber, auch durch die beiden Lehrgänge, das Bild schärfen und im Team die Einstellung auf ein gewisses Level heben. Wir möchten das Mindset und Wissen weiterhin in die Unternehmung hineintragen. Erst wenn wir verstanden haben, worum es bei Innovation wirklich geht, können wir den Weg ins Unternehmen hinein gehen. Das ist das Ziel.
Warum würdet ihr anderen Unternehmen bzw. Menschen empfehlen, an der IAA teilzunehmen?
Christoph: Jede*r, der Interesse daran hat, sich weiterzuentwickeln, neue Produkte oder Services entwickeln oder andere Ansichten gewinnen will, soll teilnehmen. Im Lehrgang haben wir eine enorme Diversität an Teilnehmer*innen. Da ist immer etwas dabei, das man brauchen kann. Von den Gesprächen untereinander, vom gegenseitigen Befruchten quer durch die Branchen, mit denen man normalerweise wenig zu tun hat, profitieren alle. Das Besondere ist die Konstanz im Wiederholen, Wiederholen und Wiederholen. Wenn man das verinnerlicht und versteht, was Wiederholen und Iterieren bewirken, kann man es gar nicht mehr anders machen. Das lernt man nicht aus einem Buch, da braucht es Durchdringung in der Art des Lehrgangs.
Johann: Ich empfehle die Lehrgänge ebenfalls sehr stark. Sehr interessant ist für mich, dass man seine Ansichten während des Lehrgangs ändert, indem man tiefer in verschiedene Themengebiete einsteigt. Dann versteht man besser, was digitale Transformation ausmacht. Außerdem hat man die Möglichkeit, aus dem Tagesgeschäft auszubrechen und sich mit etwas ganz anderem zu beschäftigen und viel Neues zu entdecken. Die Teilnehmer*innen aus den anderen Unternehmen sind extrem offen für Diskussionen. So entwickelt man auch ein Gespür für die Themen, die die anderen beschäftigen.
Die Innovation Agent Academy geht in die nächste Runde
AI-generated images are everywhere, but do they actually change how architecture is designed? In most practices, AI is still used as a post-production tool. This workshop proposes a different approach: AI as an active design partner, embedded from early research and concept development to geometry, communication, and final presentation. Rather than focusing on image-making alone, the workshop explores how AI reshapes decision-making, iteration, and design thinking. Your Upgrade We move from “AI as renderer” to “AI as design intelligence.” Participants will learn how to integrate AI across: The goal is not better images, but optimized design processes. What We’ll Work On Part 1 — AI in the Creative & Concept Phase (Midjourney demonstration — no account required) Part 2 — AI in Architectural Communication (Claude) Part 3 — From Geometry to Production (hands-on with ComfyUI Local) Part 4 — Reflection & Critical Discussion Who This Is For This workshop is primarily designed for architects, spatial designers, exhibition designers, and interior designers – professionals who work with space, atmosphere and built environments. The tools and workflows are equally relevant for creative professionals and art directors who want to build visual worlds and AI-supported presentation material. Prior Knowledge & Tools No previous experience with AI, Midjourney or ComfyUI is required. Experience with other AI image-generation tools can be helpful, but the workshop is designed so that participants can follow the workflows without prior knowledge of the specific applications. The tools serve different …
AI, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Im Rahmen von „KI. Und jetzt?", einer Kooperation von Strategie Austria und Creative Region, erzählen fünf Expert*innen aus Telekommunikation, Industrie und Agentur aus ihrer eigenen Praxis und ihren Learnings im Umgang mit KI.
Warum sollte man heute noch in ein Geschäft gehen, wenn das gewünschte Produkt nur drei Klicks entfernt ist? Diese Frage begleitet den stationären Handel längst nicht mehr nur theoretisch. Gerade kleine, inhaber*innengeführte Geschäfte müssen täglich eine Antwort darauf finden. Eine, die seit fast zwei Jahrzehnten danach sucht, ist Anita Huber-Katzengruber. 2008 eröffnete sie mit Kleider machen Leute ihren ersten Shop in Linz, später kam inthebox dazu. Was als Quereinstieg begann, wurde über die Jahre zu weit mehr als zwei Geschäften: Huber-Katzengruber initiierte das Netzwerk linzlabyrinth, organisierte Veranstaltungen und beschäftigte sich früh damit, wie kleine Betriebe gemeinsam Sichtbarkeit schaffen können. Im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Nordico Stadtmuseum haben wir mit ihr darüber gesprochen, was kleine Geschäfte großen Plattformen entgegensetzen können, warum gute Beratung heute wieder an Wert gewinnt und weshalb lebendiger stationärer Handel nicht an der eigenen Ladentür endet. Einfach aufsperren reicht nicht Bevor Huber-Katzengruber 2008 startete, war ein eigenes Geschäft eigentlich gar nicht geplant. Sie und ihr damaliger Partner waren Quereinsteiger*innen. Die Idee entstand auf einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela, inspiriert von kleinen Shops, die sie aus anderen Städten kannte. Die erste Ware wurde bestellt, bevor es überhaupt ein Geschäftslokal gab. Spätestens als 24 Schachteln im Wohnzimmer standen, wurde aus der Idee Realität. Und schon bald kam die nächste Erkenntnis: Darauf zu warten, dass Laufkundschaft von selbst durch die Tür kommt, funktioniert nicht. „Wir sind draufgekommen: Wir dürfen nicht warten, dass uns die Laufkundschaft die Türen …
Was passt besser zu mir: Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit? Wie viel kreative Freiheit habe ich wirklich? Wo gibt es mehr Sicherheit, wie spricht man über Geld – und muss man sich überhaupt für einen Weg entscheiden? Diese Fragen standen im Zentrum des letzten Young Creative Club. Zu Gast waren Anna Streitel von PunktFormStrich, Tanja Karlsböck von KEBA und Bettina Friedrich von Atelier April Studios, die drei ziemlich unterschiedliche Perspektiven auf das Arbeiten in der Kreativbranche mitgebracht haben. Schnell wurde klar: So eindeutig, wie die drei Modelle auf den ersten Blick wirken, sind sie gar nicht. Nicht jede Agentur bedeutet Überstunden und Dauerstress. Inhouse zu arbeiten heißt nicht automatisch, wenig kreativ sein zu können. Und Selbstständigkeit bringt zwar viel Freiheit, aber auch ziemlich viel Verantwortung mit sich. Viel wichtiger ist die Frage: Welche Art zu arbeiten passt eigentlich zu mir? Kreativer Freiraum hängt nicht am Jobmodell Eines der ersten Themen im Gespräch war der kreative Freiraum. Denn gerade rund um Agenturen, große Unternehmen und Selbstständigkeit halten sich einige Vorurteile ziemlich hartnäckig. Wie viel man tatsächlich gestalten kann, hängt aber oft stärker vom konkreten Umfeld ab als vom Arbeitsmodell selbst. In kleinen Agenturteams können Hierarchien sehr flach sein und Designer*innen Projekte von der Idee bis zur Umsetzung begleiten. Auch innerhalb eines großen Unternehmens kann viel Freiraum entstehen, wenn Teams selbstorganisiert arbeiten und Entscheidungen eigenständig treffen können. Und auf der anderen Seite heißt selbstständig zu sein nicht, bei jedem Auftrag völlig frei gestalten zu können. Kund*innen, Budgets, bestehende Marken …
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Bei unserer letzten Ausgabe von In Good Company haben wir uns mit Marketingverantwortlichen aus Unternehmen über aktuelle Erfahrungen, Experimente und Herausforderungen mit Linkedin ausgetauscht. Fünf Themen haben die Diskussion besonders geprägt.
Individuelle Beratung für deine Business-Herausforderungen Neue Impulse und frische Perspektiven Du stehst vor einer strategischen Entscheidung, suchst nach neuen Wachstumschancen oder brauchst einen ehrlichen Blick von außen? In einer 1:1-Session analysieren wir mit dir gemeinsam deine aktuelle Situation, reflektieren Herausforderungen und skizzieren konkrete Lösungswege. So funktioniert es: Falls dein Anliegen eine tiefere Fachexpertise benötigt, vernetzen wir dich mit passenden Expert*innen. Für wen ist das Format geeignet? Dieses Angebot richtet sich an Einzelunternehmer*innen und kleinere Unternehmen, die sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfinden: Typische Themen, bei denen wir unterstützen: Unsere Expertise Als Organisation sind wir seit 2011 in der Kreativwirtschaft tätig, zudem bringen unsere Team-Mitglieder mehrjährige Berufserfahrung aus anderen Bereichen mit. Wir haben bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt und viele Unternehmen vom Start weg begleitet. Unser tiefgehendes Know-how und Kenntnisse der Herausforderungen der Kreativwirtschaft ermöglichen es uns, praxisnahe und umsetzbare Empfehlungen zu geben. Mit diesem kompakten Format bieten wir dir eine effektive Beratung, die dich und dein Business direkt weiterbringt. Vereinbare einen Termin! Schreib eine E-Mail an kathrin@creativeregion.org mit deiner Telefonnummer.Wir rufen dich zurück und vereinbaren einen Termin. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir! Members only – HIER findest du alle weiteren Vorteile der Membership. Bei Fragen wende dich bitte an kathrin@creativeregion.org
AI, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Vor allem: Mensch sein. Wir können immer mehr produzieren, automatisieren und auslagern. Technologien entwickeln sich in einem Tempo, das selbst jene kaum mehr vorhersagen können, die sich täglich damit beschäftigen. Ideen und Inhalte lassen sich in Sekundenschnelle produzieren, Bilder generieren, Texte schreiben, Aufgaben delegieren. Aber wenn plötzlich fast alles möglich ist: Was wird dadurch eigentlich wichtiger? Worauf sollen wir uns fokussieren? Genau diese Frage zog sich beim ausverkauften Future m[eats] Creativity? 2026 fast überraschend deutlich durch alle fünf Impulse. Im Ars Electronica Center ging es um technologische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen, um Individualismus und Community, um unsere Beziehung zu künstlicher Intelligenz, um starke Ideen und um Kuration. Fünf Perspektiven, die an sehr unterschiedlichen Punkten starteten und doch immer wieder bei ähnlichen Fragen ankamen: Was wollen wir mit all den neuen Möglichkeiten anfangen? Was verdient unsere Aufmerksamkeit? Was berührt Menschen wirklich? Und welche Rolle wollen wir selbst dabei spielen? Zwischen den Impulsen servierte das Team von Rossbarth ein fünfgängiges Menü mit Getränkebegleitung von Helena Jordan (Café Capra), die Gedanken aus den Vorträgen wurden anschließend direkt an den Tischen mit den Impulsgeber*innen weiterdiskutiert. „Ich glaube, dass der nächste große Trend etwas ganz Simples ist: Mensch sein.“ Tech-Analyst und ehemaliger Head of Digital Transformation bei Daimler, Sascha Pallenberg, eröffnete den Abend mit einem Blick auf internationale technologische Entwicklungen und darauf, wie radikal sich ein Wirtschaftsstandort innerhalb weniger Jahrzehnte verändern kann. Seine Wahlheimat Taiwan wurde durch langfristige Investitionen in Halbleiter, Consumer Electronics und entsprechende …
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Sieben Jahre. So lange dauert es durchschnittlich, bis bei Betroffenen Endometriose diagnostiziert wird. Sieben Jahre voller Unsicherheit, Schmerzen und oft frustrierender Arztbesuche. Das Linzer Start-up Diamens möchte diesen Weg verkürzen. Die Gründerinnen entwickeln einen Test, der Endometriose anhand von Menstruationsblut diagnostizieren kann – einfach, niederschwellig und von zu Hause aus anwendbar. Doch hinter der Innovation steckt mehr als medizinische Forschung: Es geht auch um Design, Kommunikation und die Frage, wie man Frauen dort abholt, wo sie Antworten suchen. Wir haben mit Mitgründerin Angelika Lackner über die Entstehung von Diamens, die Bedeutung nutzer*innenzentrierter Entwicklung und den gesellschaftlichen Impact des Projekts gesprochen. „Wir haben festgestellt: Für Menstruationsblut gab es praktisch keine Standards.“ Wie ist die Idee zu Diamens entstanden? Diamens steht für „Diagnose aus Menstruationsblut“. Der Ursprung der Idee lag in der wissenschaftlichen Forschung: Im Rahmen einer bioinformatischen Biomarker-Identifikationspipeline konnten potenzielle Biomarker für Endometriose identifiziert werden. Daraus entstand die Frage, wie diese möglichst patientinnenfreundlich genutzt werden könnten. Das Gründerinnenteam beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Menstruationsblut als diagnostischem Probenmaterial – und stellte fest, dass es hierfür praktisch keine etablierten Verfahren gab. „Für Hautproben, Haarproben oder verschiedenste Gewebearten gibt es standardisierte Laborprotokolle. Für Menstruationsblut gab es praktisch nichts.“ Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Diagnostiklösung, die dort ansetzt, wo die Erkrankung ihren Ursprung hat: beim Menstruationszyklus selbst. Aus der Kombination dieser beiden Erkenntnisse entstand die Idee, Menstruationsblut als bislang kaum genutztes diagnostisches Probenmaterial zu erschließen. Aufgrund seiner engen biologischen Verbindung zum …
Als Peter Bangelmeier 2020 nach Linz zurückkehrte, hatte er eigentlich nur einen Auftrag: das Familienunternehmen Eiler schließen. „Der Grund meiner Rückkehr war eigentlich die Aufgabe, dass ich den Eiler schließe. Das war die einzige Aufgabe, die ich damals hatte, zurückzukommen und schlussendlich alle Mietverträge zu kündigen, alle Arbeitsverträge zu kündigen.“ Wenige Jahre später wurde der eiler als bestes Schuhhandelsunternehmen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dazwischen liegen mutige Entscheidungen, kreative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Tradition und Veränderung kein Widerspruch sein müssen. Darüber sprachen Peter Bangelmeier von der eiler und Wolfgang Ortner von Ortner etc. bei einem Talk im Nordico Stadtmuseum Linz im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Gespräch mit Michaela Scharrer (Creative Region). Als Schließung geplant, als Neustart umgesetzt Für Bangelmeier war die Rückkehr nach Linz zunächst kein Herzensprojekt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch statt die Türen endgültig zu schließen, begann er, Möglichkeiten auszuloten. Pop-up-Stores wurden eröffnet, neue Konzepte getestet und bewusst Signale gesetzt, dass etwas in Bewegung ist. Aus dem bisherigen Unternehmen wurde schließlich eine Neugründung. Aus „dem Eiler von früher“ sollte eine Marke entstehen, die ihre Geschichte bewahrt und gleichzeitig in der Gegenwart angekommen ist. Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein? Eine Frage beschäftigte den Geschäftsführer dabei besonders: „Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein?“ Die Inspiration kam aus Gesprächen mit Kund*innen. Immer wieder hörte er Sätze wie: „Ich trage Eiler Schuhe.“ Obwohl die Schuhe von unterschiedlichsten Herstellern stammten, verbanden die Kund*innen ihr Einkaufserlebnis so stark mit dem …
480 Kubikmeter Holz wurden für das Baumwerk in Freistadt verbaut. Entstanden sind 28 Mietwohnungen, die klimabewusste Bauweise, hohe Wohnqualität und ortsübliche Mietpreise miteinander verbinden. Ein Projekt der Landwirtschaftskammer Oberösterreich mit Tp3 Architekten und regionalen Unternehmen.
Bei dieser Ausgabe von In Good Company dreht sich alles um die Marketingplanung 2027. Welche Maßnahmen, Kampagnen und Kanäle haben 2026 tatsächlich Wirkung gezeigt? Welche Maßnahmen führen wir 2027 fort, welche bauen wir aus, reduzieren oder beenden wir bewusst?
Doch wie gestaltet man eigentlich eine neue Banknotenserie für ganz Europa? Das Salzburger Branding- und Designstudio PunktFormStrich ist einer von zehn Finalisten im Wettbewerb der Europäischen Zentralbank für die Gestaltung der neuen Euro-Banknoten. Damit ist PunktFormStrich als einziges österreichisches Designstudio im internationalen Finale vertreten. Gemeinsam mit Hans-Christian Kogler (Creative Director) & Gregor Sams (Managing Director), Gründer von PunktFormStrich, schauen wir hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Designprozesses: vom Briefing der Europäischen Zentralbank über die Entwicklung einer vollständigen Banknotenserie bis zum eingereichten Finalentwurf. Für das vorgegebene Thema „Rivers and Birds“ entwickelte PunktFormStrich ein visuelles Informationssystem rund um verschiedene europäische Vogelarten. Visualisierte Vogelrufe, charakteristische Merkmale und Fluggeschwindigkeiten werden dabei zu Gestaltungselementen. Denn bei einer Banknote ist Design weit mehr als Dekoration: Jedes Detail muss funktionieren, Information vermitteln und gleichzeitig Vertrauen schaffen. Im Talk sprechen wir darüber, wie Gestaltung für ein Medium funktioniert, das potenziell Millionen Menschen über Jahrzehnte begleitet. Wie viel gestalterische Eigenständigkeit verträgt eine Währung? Wie lassen sich Ästhetik, Information, Sicherheit und Barrierefreiheit miteinander verbinden? Und welche Verantwortung entsteht, wenn Design plötzlich gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung bekommt? Wir sprechen darüber, Ein Talk über Gestaltung, Verantwortung und die vielleicht außergewöhnlichste Designaufgabe überhaupt: das Geld, das wir täglich in der Hand halten. Über PunktFormStrich PunktFormStrich ist ein Branding- und Designstudio aus Salzburg. Das Studio entwickelt Markenidentitäten und visuelle Systeme, die Strategie in Gestaltung übersetzen und Orientierung schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Wiedererkennbarkeit und Ästhetik, sondern die Frage, wie Design langfristig Wirkung entfalten und kulturelle Relevanz entwickeln kann.
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?
Was passiert, wenn Wissenschaft die Labor- und Konferenzwelt verlässt und auf Künstler*innen, Festivalpublikum und völlig neue Perspektiven trifft? Seit 2020 bringt der LIT Sonder-Call der Johannes Kepler Universität Linz genau diese Welten zusammen. Forschende und Studierende entwickeln gemeinsam mit Künstler*innen Projekte für das Ars Electronica Festival. Mit einem Anspruch, der über klassische Wissenschaftskommunikation hinausgeht. Denn hier geht es nicht darum, Forschung nachträglich hübsch zu verpacken. Es geht darum, etwas entstehen zu lassen, das keine der beteiligten Disziplinen alleine hätte entwickeln können. Wir haben mit Gregor Pechmann und Denise Atteneder, dem Team hinter dem LIT Sonder-Call darüber gesprochen, warum Wissenschaft den Elfenbeinturm verlassen muss, was Kunst dabei verändern kann und warum ein Festival mit einer unverrückbaren Deadline manchmal genau der richtige Ort für Experimente ist. Wissenschaft raus aus dem Labor Als der JKU Campus 2020 erstmals zu einem Hauptschauplatz des Ars Electronica Festivals wurde, sollte die Universität nicht nur Raum zur Verfügung stellen, sondern sich auch inhaltlich einbringen. Der LIT Sonder-Call entstand vor dem Hintergrund der sogenannten „Third Mission“ von Universitäten: Neben Forschung und Lehre gehört auch der Transfer von Wissen in die Gesellschaft zu ihren Aufgaben. Der Call sollte dafür eine neue Plattform schaffen. „Wissenschaft soll nicht einfach nur zum Selbstzweck da sein. Es geht sehr viel um die dritte Mission einer Universität. Die erste ist forschen, die zweite ist lehren, und die dritte: eben diesen Wissenstransfer an die Öffentlichkeit zu ermöglichen.“, so Gregor Pechmann. Dafür werden Wissenschaftler*innen und Studierende …
Acht Räume, 1.200 Jahre Prager und tschechischer Geschichte, rund 250 Schritte: Mitten im ehemaligen Kaufhaus Máj entstand mit „Back in Time Prague“ eine multimediale Zeitreise, die historische Vermittlung, räumliche Inszenierung und Entertainment miteinander verbindet.