Innovation und Transformation, Kreativität und Regionalentwicklung
Ludovit Garzik, Innovationsexperte und Autor des Buches "Successful Innovation Systems", im Gespräch darüber, was Regionen zu erfolgreichen Innovationsregionen macht.
Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Interview mit Andreas Lovric, Jürgen Ropp und Florian Westermeier über ihr gemeinsames Projekt, die Learnings aus der Innovation Agent Academy und den Mehrwert von Interdisziplinarität.
Seit über 60 Jahren bietet LiSEC innovative Lösungen für die Flachglasverarbeitung und -veredelung an. Jetzt sind zwei Mitarbeiter in der Innovation Agent Academy. Ein Interview mit Johann Ebner und Christoph Lueger.
Was der griechische Philosoph Heraklit vor 2500 Jahren schon erkannte, gilt in einer volatilen Welt, wie der unseren, mehr denn je: Der Wandel ist wohl die einzige Konstante. Damit Transformation aber überhaupt gelingen kann, braucht es gute Ideen, Innovationen und die Einstellung, dass Veränderung notwendig und gut ist. Bei der mittlerweile 18. Runde unserer „WE ARE SO“-Reihe sprachen Irene Bouchal-Gahleitner von Netural, Patrick Rammerstorfer von proactive und Oliver Hierschläger von der Miba Group in der Nova Zone der Linzer Tabakfabrik über Transformation und Innovation.
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Eine lernende Organisation werden
Wie Innovation in Unternehmen gelingen kann, weiß Patrick Rammerstorfer, Foresight Thinker und Innovationsjunkie bei proactive. Gemeinsam mit Kollegin Katharina Ehrenmüller und der Grand Garage hat er vor eineinhalb Jahren die Nova Zone ins Leben gerufen. Im Experimentierraum für Innovations- und Transformationsprozesse finden unter anderem die Lehrgänge der Innovation Agent Academy „Agile Leadership“ und „Human Centered Innovations & Design Thinking“ statt. Ein Raum, in dem neue Ideen geschmiedet und prototypisiert werden.
Schon lange beschäftigt sich Patrick Rammerstorfer mit der Frage, wie sich Unternehmen aufstellen können und müssen, damit sie in einer dynamischen Welt, sowohl strukturell anpassungsfähig sind als auch eine Kultur entfalten, die auf Offenheit und Neugier setzt. Wie Transformation tatsächlich gelingen kann – dafür gibt es kein Wunderrezept, aber einige fundamentale Basics, die den Nährboden für Veränderungen schaffen können.
Anpassungsfähigkeit ist für Transformation entscheidend. Sich anzupassen heißt nichts anderes als zu lernen. Eine agile Organisation lernt schnell, was möglich ist und was nicht. Das sieht auch Oliver Hierschläger so. Er ist Head of Digital Innovation Hubs & IT/D Strategy bei der Miba Group. Dort ist ein wesentlicher Baustein für die Transformation der internen IT-Abteilung „continous learning“. Oliver Hierschläger stellt klar: „Wir blicken immer wieder in SCRUM-Manier in Sprints auf unsere Veränderungsschritte zurück, damit wir wissen, was gut gelaufen ist. Erst dann gehen wir den nächsten Schritt.“
Theorie U: Wie sich etwas ändert
Foto: Scharmer 2009
Otto C. Scharmer stellt mit seiner Theory U klar, dass es nicht ausreicht, die Dinge, die verändert werden sollen, rein faktisch zu verstehen. Ausschließlich Argumente vorzubringen, warum ein Wandel herbeigeführt werden soll, funktioniert nur in den seltensten Fällen. Haltung und Wille zur Veränderung sind ebenso essenziell. Dabei geht es darum, in die Tiefe zu gehen, sich selbst verändern zu wollen und keine Abkürzungen in dieser Entwicklung zu nehmen.
„Ein starkes Fundament für agile Transformation haben Organisationen dann, wenn sie eine starke Kultur aufbauen, die die Transformation unterstützt und reife Persönlichkeiten agieren.“
Patrick Rammerstorfer
Eine Transformation in Organisationen erfordert also auch eine Transformation der handelnden Personen – also keine Organisationsentwicklung ohne Persönlichkeitsentwicklung. Transformation braucht Neugierde. Das ist ein Kulturthema, denn das richtige Mindset ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Veränderungsprozesse. Das gilt für Organisationen genauso wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Patrick Rammerstorfer, credits: Ness Rubey
Transformation: Auf neuen Wegen
Das heißt, die Akteur*innen in Organisationen müssen dazu bereit sein, ausgetretene Pfade zu verlassen und alte Identitäten hinter sich zu lassen. Genau das hat Netural getan und vor etwa fünf Jahren alte Strukturen über Bord geworfen und eingefahrene Muster aufgebrochen. Irene Bouchal-Gahleitner ist CPO bei Netural. Sie war von Beginn an in den Prozess eingebunden, das Unternehmen in eine selbstorganisierte Organisation zu transferieren. Dieser Wandlungsprozess ist nach wie vor nicht abgeschlossen, aber vieles, was in den letzten fünf Jahren verändert wurde, hat gefruchtet. Netural ist einer der führenden Dienstleister für digitale Services im Land und beschäftigt 80 Mitarbeiter*innen.
Irene Bouchal-Gahleitner, credits: Ness Rubey
„Wir haben gemerkt, wenn wir unsere Kund*innen bestmöglich betreuen wollen, müssen wir eine andere Geschwindigkeit aufnehmen.“
Irene Bouchal-Gahleitner
Hierarchische Strukturen in klassischen Organisationen verlangsamen Projekte und im Digitalbereich sind Planungshorizonte von etwa drei Monaten gängige Praxis. Das bedeutet, dass sich Unternehmen wie Netural schnell auf den Markt und die sich verändernden Bedingungen einstellen müssen. Seit 2016 entscheiden nicht mehr Hierarchien bei Netural, sondern die Fachkräfte selbst. Zwei Units (Argo und Charliere genannt) im Zentrum von Netural können unabhängig voneinander agieren. Irene Bouchal-Gahleitner erklärt: „Jede Unit kann vom Angebot bis zur Verrechnung den gesamten Projekt-Life-Cycle abdecken. Damit agieren die Mitarbeiter*innen wie Unternehmer*innen, denn sie verstehen den Gesamtprozess viel besser.“
Die neue Organisationsform ist extrem transparent. Kosten, Umsätze, Planziele liegen auf dem Tisch. Die Mitarbeiter*innen bekommen dadurch ein viel klareres Verständnis dafür, was jeder einzelne zum Erfolg beitragen kann und muss. Das bedeutet mehr Verantwortung und bei Netural auch geteilte Führung in gewählten Rollen. Fachliche, organisatorische und HR-Führung innerhalb der Units sind getrennt. Außerhalb der Units kümmern sich weiter Rolleninhaber*innen darum, dass die Units funktionieren. Jede*r in seiner Kompetenz, jede*r in seiner Stärke und jede*r solange er in dieser Rolle verbleiben möchte.
Führungskarrieren und Fachkarrieren sind damit gleichwertig – auch hinsichtlich der Entlohnung. „Jede*r Mitarbeiter*in arbeitet zu 80 % in seiner Grundfunktion und zu max. 20 % in einer internen Führungsrolle“, ergänzt Irene Bouchal-Gahleitner. Innovative Ideen, die von Mitarbeiter*innen geboren werden und das Potenzial für Größeres haben, reifen innerhalb von Netural bis sie ausgegründet werden können. Häufig gehen die Ideenbringer*innen ins neue Unternehmen mit. Das bietet Perspektiven für die Mitarbeiter*innen und fördert den Innovationsgeist. Die Neuorganisation hat bei Netural neben einer besseren Stimmung bei den Kolleg*innen auch zu weniger Personalfluktuation geführt.
Weg vom Silodenken
Ähnlich und doch anders hat sich die IT beim oberösterreichischen Traditionsunternehmen Miba verändert. Miba sieht sich heute nicht mehr nur als international tätiger Komponentenbauer für die Automobilindustrie, sondern fokussiert sich auf die gesamte Energie-Wertschöpfungskette, zur Energiegewinnung, -übertragung, der Speicherung und Verwendung von Energie. Mit der Vision: Keine Energieerzeugung ohne Miba-Technologie.
Miba durchläuft momentan eine digitale Transformation. Die Strategie für die digitale Transformation der Miba sieht klar den Fokus auf dem Ausbau digitaler Business Modelle. Das beschäftigt logischerweise die Mitarbeiter*innen der IT-Abteilung im Besonderen. Organisatorisch brauchte es Veränderung, um diese Ziele erreichen zu können. Von einer klassischen hierarchisch aufgestellten Organisation mit vielen Entscheidungslevels musste man sich entfernen und die Silos aufbrechen. Miba entschied sich für einen „Big Bang“ – die grundlegende Umstrukturierung der IT-Abteilung gelang innerhalb weniger Monate.
Die Produktionsunternehmen der Miba werden von der IT-Abteilung serviciert. Sie ist seit etwa vier Jahren in ingesamt 14 agilen Produktteams organisiert, die international besetzt sind und zusammenarbeiten. Innerhalb der Teams ist die Führung ebenfalls auf drei Rollen verteilt. Oliver Hierschläger erklärt: „Die Agile Masters, ähnlich eines SCRUM-Masters, kümmern sich darum, dass ein Produkt im Sprint gut arbeitet und koordinieren sich mit anderen Teams. Der Product Owner kümmert sich ums Stakeholder Management und das Marketing des Produkts und die People Coaches, beschäftigen sich mit den Human-Capital-Themen.“
Ein Leadership-Team bildet die Schnittstelle zur klassischen Organisation, außerhalb der IT-Abteilung. Weiters sorgen die Entreprise Architekten für die Weiterentwicklung der IT-Architektur. Um Ideen rasch ausprobieren zu können und sie zu prototypisieren hat Miba einen Innovation Funnel etabliert. Mit dem Digital Innovation Team holt sich Miba Expert*innen ins Team, die in für Miba völlig unüblichen Disziplinen arbeiten. UI/UX-Designer*innen oder Design Thinking Coaches lassen Miba über den Tellerrand hinausdenken.
„Neben den Skills, die unsere Mitarbeiter*innen ins Unternehmen einbringen, ist Kreativität ein ebenso wichtiger Problemlösungsansatz. Unkonventionelle Ideen bringen uns als Abteilung und als Unternehmen wirklich weiter. Das zuzulassen, ist ein Kulturthema.“
Oliver Hierschläger
Oliver Hierschläger, credits: Ness Rubey
Ministerium für Neugier & Zukunftslust
Inspiriert von Wolf Lotter haben Patrick Rammerstorfer und Katharina Ehrenmüller kürzlich ein „Ministerium für Neugier & Zukunftslust“ gegründet – eine Non-Profit-Initiative, die im Herbst startet und damit Neugier in der Gesellschaft kultivieren und positive Zukunftsnarrative erzählen möchte.
LinkedIn ist längst mehr als nur eine Plattform für Recruiting und Networking. Für viele Unternehmen ist sie zu einem zentralen Kanal geworden, um Sichtbarkeit aufzubauen, Expertise zu zeigen und gezielt mit relevanten Zielgruppen in Kontakt zu treten. Doch wie gelingt es, LinkedIn strategisch und wirkungsvoll zu nutzen, jenseits von sporadischen Postings und Unternehmensnews? Bei dieser Ausgabe von In Good Company dreht sich alles um LinkedIn im Unternehmenskontext: Welche Inhalte funktionieren wirklich? Wie baut man Reichweite und Relevanz auf? Und wie lässt sich LinkedIn sinnvoll in die bestehende Marketingstrategie integrieren? Im moderierten Austausch sprechen wir über Erfahrungen, Herausforderungen und konkrete Ansätze aus der Praxis, insbesondere aus Marketingabteilungen größerer Unternehmen. Ziel ist es, voneinander zu lernen, neue Perspektiven zu gewinnen und Impulse mitzunehmen, die sich direkt im eigenen Arbeitsalltag umsetzen lassen. Um welche Inhalte & Leitfragen geht es? Für wen ist In Good Company gedacht? Für Marketingverantwortliche mit operativer oder strategischer Rolle aus größeren Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen dieser Abteilungen, die: Wie funktioniert das Format? Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. In Good Company findet 5x im Jahr statt und fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen in bewusst klein gehaltener Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende). Dabei geht es über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Hard Facts: Termin: Ablauf: Anmeldung: Ort: Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen …
Kampagnen sollen Aufmerksamkeit erzeugen, Marken stärken und messbare Wirkung zeigen. Doch keine leichte Aufgabe: Zielgruppen sind scharf definiert, Entscheidungsprozesse komplex, Budgets müssen gut begründet sein. Bei dieser Ausgabe von In Good Company sprechen wir über Kampagnen im Detail: Welche Strategien, Ideen oder Formate schaffen es, Aufmerksamkeit zu erzeugen und gleichzeitig einen echten Beitrag zu Unternehmenszielen zu leisten? Welche Kampagnen funktionieren besonders gut? Und warum funktionieren sie? Im moderierten Austausch teilen wir Erfahrungen, Herausforderungen und Best Practice Beispiele, mit dem Ziel, Impulse mitzunehmen, die sich direkt in die eigene Arbeit übertragen lassen. >>> Diese Veranstaltung richtet sich an Personen, die in Marketingabteilungen von Unternehmen tätig sind. Um welche Inhalte & Leitfragen geht es? Für wen ist In Good Company gedacht? Dieses wiederkehrende Format ist für Marketingverantwortliche mit operativer oder strategischer Rolle aus größeren Unternehmen sowie Mitarbeiter*innen dieser Abteilungen, die: Wie funktioniert das Format? Marketingteams sind mit immer komplexeren Anforderungen konfrontiert. Dafür braucht es neue Lösungswege und frische Perspektiven. In Good Company findet 5x im Jahr statt und fördert Austausch, Vertrauen und voneinander Lernen in bewusst klein gehaltener Gruppe (höchstens 15 Teilnehmende). Dabei geht es über reine Theorie hinaus und bietet eine echte Unterstützung im Arbeitsalltag durch Praxis-Insights. Du kannst zweimal kostenlos an IN GOOD COMPANY teilnehmen. So hast du die Möglichkeit, unverbindlich herauszufinden, ob das Format und die Inhalte zu deinen aktuellen Herausforderungen passen. Wenn du danach weiterhin Teil des Netzwerks bleiben und regelmäßig an unseren Veranstaltungen teilnehmen möchtest, bieten wir dir gerne eine Membership an. Damit erhältst du …
Allgemein, Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man eine Destinationsmarke für einen Ort, der sich nicht eindeutig in ein Bild übersetzen lässt? Diese Frage stand im Zentrum unseres Talks „Take a Risk, Visit Linz“ im Behrens Lab der Creative Region. Zu Gast waren Marie-Louise Schnurpfeil, Geschäftsführerin von Linz Tourismus, und Ino Karning, Geschäftsführer der Agentur Fredmansky, die gemeinsam Einblicke in den Markenprozess hinter dem aktuellen Auftritt von Linz Tourismus gegeben haben. Im Gespräch ging es nicht nur um das Ergebnis – den Claim und die visuelle Identität – sondern vor allem auch um den Weg dorthin: um Strategie, Zusammenarbeit und die Frage, wie viel Mut es braucht, um sich bewusst gegen klassische Tourismuslogiken zu entscheiden. Ausgangspunkt: Eine Stadt ohne klares Bild Ein zentraler Gedanke zu Beginn des Prozesses war die Frage, wofür Linz als Tourismusdestination eigentlich steht. Während andere Städte mit klaren Bildern oder Symbolen arbeiten, ist Linz weniger eindeutig positioniert. Genau darin lag jedoch auch die Chance für den neuen Markenauftritt. „Wenn man an Wien denkt, hat man sofort Bilder im Kopf. Bei Linz ist das weniger klar – und genau das war unser Ausgangspunkt.“ Statt zu versuchen, ein weiteres starkes Symbol zu definieren, wurde bewusst ein anderer Weg gewählt: Der Fokus sollte nicht auf einem festen Bild liegen, sondern auf der Erfahrung vor Ort. Der Claim: „Take a risk“ als strategische Entscheidung Der Claim „Take a risk, visit Linz“ ist direkt aus dieser Überlegung entstanden. Er basiert auf der Beobachtung, dass viele Besucher*innen …
Innovation und Transformation, Kreativität und Regionalentwicklung
Ein Ort mit Geschichte und einem starken Wunsch nach Zukunft Der ehemalige ÖBB-Bahnhof am Landungsplatz in Ebensee ist einer von vielen in Europa mit reicher Geschichte. Einst ein Ort des Ankommens und Aufbrechens, heute leer, still und ungenutzt. Aber voller Potenzial. Genau hier haben wir angesetzt und Studierende der Kunstuniversität Linz, die Gemeinde Ebensee und ihre Bürger*innen, die Verantwortlichen der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sowie lokale Institutionen und Gestalter*innen zusammengebracht, um den Ort neu zu denken. Die Züge der ÖBB halten nach wie vor am Landungsplatz, das Gebäude selbst steht jedoch leer. In der Bevölkerung wird er heute vor allem als Durchgangsraum wahrgenommen. In Gesprächen mit der Gemeinde und anderen Akteur*innen wurde schnell klar: der Wunsch nach einem offenen Treffpunkt, einem Ort für Begegnung, Kultur und gemeinschaftliche Aktivitäten ist groß. Vom Gespräch zum Prozess Das Projekt wurde als Semesterprojekt in den Architekturstudiengang der Kunstuniversität Linz (basehabitat) integriert und von nonconform, einem Büro mit Schwerpunkt auf partizipativer Planung, sowie dem Team von Aufbruch Salzkammergut begleitet. Den Auftakt bildete im Oktober 2025 eine Feldrecherche vor Ort: in Interviews, Workshops und der intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte setzten sich Studierende, Projektpartner*innen und lokale Akteur*innen gemeinsam mit dem Landungsplatz auseinander. „Es war eine sehr interessante Erfahrung, und ich bin froh, dass wir diesen Prozess durchlaufen haben. Wenn Wissen von außen auf Augenhöhe hereinkommt, ist das für uns sehr wichtig. Wir lassen uns nicht gerne von außen sagen, was wir tun sollen, aber wir sind sehr daran …
Vernetzung und Kooperation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Wie entwickelt man als Kreative*r einen eigenen Stil? Wie wird man sichtbar, ohne sich permanent auf Social Media zu verlieren? Und wie findet man den Mut, Fragen zu stellen, Grenzen zu setzen und den eigenen Wert klar zu kommunizieren? Diese Fragen standen im Zentrum des dritten Young Creative Club. Zu Gast war Illustratorin Carina Lindmeier, die im neuen Office von Fredmansky offen über ihren Weg in die Selbstständigkeit, über Stilfindung, Sichtbarkeit, Kund*innenarbeit und den Umgang mit AI sprach. Schnell wurde klar: Einen eigenen Stil findet man nicht über Nacht. Und schon gar nicht dadurch, dass man wartet, bis alles perfekt ist. Für Carina war der Weg dorthin ein Prozess aus Ausprobieren, Scheitern, Weiterentwickeln und immer wieder Neujustieren. „Man glaubt immer, man muss alles fertig haben – Website, Logo, Auftritt – und dann geht man raus in die Welt und alle buchen dich. So funktioniert es in der Regel nicht.“– Carina Lindmeier Gerade am Anfang, sagt Carina, sei es wichtig, Dinge auszuprobieren und den eigenen Auftritt wachsen zu lassen. Der eigene Stil entsteht nicht im stillen Kämmerchen, sondern durch Praxis: durch Projekte, Begegnungen, Umwege und manchmal auch durch Zufälle. Was heute klar und wiedererkennbar wirkt, war oft ein langer Weg. Carina erzählte, dass sie früher fast ausschließlich in Schwarz-Weiß gearbeitet hat und Farbe lange gemieden hat. Heute ist Farbe ein zentraler Teil ihrer Arbeit. Auch ihre Nische im Bereich Food- und Lifestyle-Illustration habe sich nicht strategisch von Anfang an ergeben, sondern Schritt für Schritt entwickelt. …
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …
Fünf Perspektiven aus der Praxis zeigen, wie Sichtbarkeit 2026 wirklich entsteht: auf TikTok und LinkedIn, im Podcast und im Influencer*innen-Beziehungsgeflecht, mit Corporate Creators und KI-gestützter Content-Produktion.
In diesem Workshop lernst du, wie du Tools wie Midjourney und Nano Banana Pro nicht nur bedienst, sondern strategisch in deinen kreativen Workflow integrierst.
Je stärker unsere Feeds von KI-generierten Inhalten überschwemmt werden, desto größer wird der Wunsch nach menschlicher Einordnung, Haltung und Perspektive. Studien zeigen: KI-Content wird öfter negativ bewertet und bleibt schlechter in Erinnerung. Deshalb setzen sogar Marken wie Apple, Porsche, Polaroid und Generali mittlerweile auf „made by humans” als echtes Differenzierungsmerkmal. Genau hier setzen wir im Workshop an. Gemeinsam finden wir heraus, was „people first” Content ausmacht, also Content, in dem Menschen im Vordergrund stehen und ihre Geschichten erzählen. Und wie Inhalte entstehen, die wirklich im Gedächtnis bleiben. „Algorithmen schaffen Reichweite. Menschen schaffen Verbindung.“ – Anna Turner, 1000 Things Media House Darum geht’s im Workshop Wann wirkt Content eigentlich menschlich? Warum berühren uns manche Inhalte, während andere schon nach wenigen Sekunden in Vergessenheit geraten? Und welche Inhalte sind heute überhaupt noch relevant? Im Workshop gehen wir genau diesen Fragen nach. Wir finden heraus, welche Rolle persönliche Erfahrungen, Perspektive und kulturelle Identität für relevanten Content spielen und wie echte Nähe aufgebaut werden kann. Dabei feilen wir direkt an deiner Content-Strategie. In Mini-Audits analysieren wir bestehende Inhalte und übersetzen unsere Learnings in „people first” Formate und Content-Ideen. Du lernst außerdem, wie du KI sinnvoll einsetzen kannst, ohne dass deine Inhalte an Persönlichkeit verlieren. Das erwartet dich im Workshop Das nimmst du konkret mit Dieser Workshop ist für Hard Facts Tickets & Preise Tickets für Unternehmen mit bis zu 19 Angestellten (auch EPUs): 375 € exkl. MwSt. (450 € inkl. MwSt.) – jeweils für eine Person …
Ein Gespräch mit Anita Huber-Katzengruber über Slow Fashion, stationären Handel und die Frage, wie kleine Stores mit Haltung, Beratung, Convenience und echter Experience relevant bleiben. Anita Huber-Katzengruber betreibt in der Linzer Herrenstraße die beiden Stores Kleider machen Leute und inthebox, dazu einen Webshop; ihre Arbeit verknüpft Fair Fashion, lokale Verankerung und digitale Präsenz.
Impulsgespräch „Agentur, Inhouse oder Selbstständigkeit?“ Nach dem Abschluss – oder schon mittendrin – stellt sich für viele Kreative die gleiche Frage: Wie möchte ich eigentlich arbeiten? Agentur, Inhouse oder selbstständig – jeder Weg bringt unterschiedliche Möglichkeiten, Herausforderungen und Arbeitsrealitäten mit sich. Beim Young Creative Club sprechen wir über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle und darüber, welche Entscheidungen den eigenen Weg prägen. Ein ehrlicher Austausch für alle, die ihren Platz in der Kreativbranche noch suchen – oder hinterfragen. Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Ein Gespräch mit Peter Bangelmeier und Wolfgang Ortner über Rebranding, Retail Experience und die Frage, wie aus der Zusammenarbeit zwischen Kund*in und Creatives eine Markenwelt mit spürbarer Wirkung entsteht.
Gerade für angehende Kreative – sei es als frischgebackener Absolventin einer kreativen Ausbildung oder als Start in die Selbstständigkeit – ist ein überzeugendes Portfolio oft die Eintrittskarte in die Welt der kreativen Berufe. Am 11. November geben dir erfahrene Creatives in unserem kostenlosen Talk wertvolle Tipps & Tricks aus der Praxis: Inhalte des Talks Was ist der Young Creative Club? Der Young Creative Club ist ein Get-Together-Format für Real Talks, Drinks und Themen, die uns manchmal nachts wachhalten: kreative Blockaden, Selbstzweifel, Skills, Geld, Mut. Der Club findet viermal im Jahr für junge Kreative in Linz statt. Zum Start gibt’s immer ein kurzes Impulsgespräch zum Thema Business, Psyche oder Skillset von spannenden Gäst*innen aus der Branche – danach Drinks, Gespräche und ehrlicher Austausch auf Augenhöhe. Im Young Creative Club triffst du Menschen, die gestalten, schreiben, filmen, fotografieren, designen oder kreativ denken – kurz: Menschen, die dieselbe Leidenschaft teilen wie du. Drinks sind inklusive. Haltung auch.
Podcasts sind längst mehr als ein Trend. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen, Selbstständige und Organisationen vor einer ganz praktischen Frage:Lohnt sich der Aufwand, gerade wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind? Im Vorfeld von WE ARE SO – In Your Feed haben wir Johannes Pracher drei Fragen gestellt: Warum Podcast trotz knapper Ressourcen Sinn machen kann, wie er zur Personal Brand beiträgt – und was man vor dem Start unbedingt mitdenken sollte. 1. Warum Podcast – trotz knapper Ressourcen? Wenn Zeit, Budget und Aufmerksamkeit begrenzt sind, muss man sich für wenige Kanäle entscheiden.Warum ist Podcast für dich trotzdem ein sinnvoller Kanal – und für wen eher nicht?Was bringt er, was andere Formate nicht leisten? „Ein Podcast macht dann Sinn, wenn du wirklich etwas zu erzählen hast: Geschichten, Learnings, Perspektiven. Ohne Storyline wird’s schnell nur „Gerede mit Mikrofon“. Wir haben damals in Corona gestartet ehrlich gesagt aus der Not heraus. Im Rückblick war das eine unserer besten Entscheidungen. Warum? Weil Podcast etwas schafft, das andere Formate selten hinbekommen: Bindung über Zeit. 30 bis 40 Minuten Aufmerksamkeit sind im Jahr 2026 ein kleiner Feiertag. Wer das schafft, baut Vertrauen auf. Und Vertrauen ist in Marketing und Vertrieb die härteste Währung. Dazu kommt: Ein Podcast ist nicht nur ein Kanal. Er ist ein Content-Motor. Aus einer Folge werden Snippets, Postings, Zitate, Newsletter, Reels, Website-Content. Einmal gut produziert, füttert er mehrere Plattformen. Für uns ist er außerdem ein Türöffner: • Wir kommen mit spannenden Menschen …