Innovation und Transformation, Kreativität und Regionalentwicklung
Ludovit Garzik, Innovationsexperte und Autor des Buches "Successful Innovation Systems", im Gespräch darüber, was Regionen zu erfolgreichen Innovationsregionen macht.
Innovation und Transformation, Weiterbildung und Wissenstransfer
Interview mit Andreas Lovric, Jürgen Ropp und Florian Westermeier über ihr gemeinsames Projekt, die Learnings aus der Innovation Agent Academy und den Mehrwert von Interdisziplinarität.
Seit über 60 Jahren bietet LiSEC innovative Lösungen für die Flachglasverarbeitung und -veredelung an. Jetzt sind zwei Mitarbeiter in der Innovation Agent Academy. Ein Interview mit Johann Ebner und Christoph Lueger.
Was der griechische Philosoph Heraklit vor 2500 Jahren schon erkannte, gilt in einer volatilen Welt, wie der unseren, mehr denn je: Der Wandel ist wohl die einzige Konstante. Damit Transformation aber überhaupt gelingen kann, braucht es gute Ideen, Innovationen und die Einstellung, dass Veränderung notwendig und gut ist. Bei der mittlerweile 18. Runde unserer „WE ARE SO“-Reihe sprachen Irene Bouchal-Gahleitner von Netural, Patrick Rammerstorfer von proactive und Oliver Hierschläger von der Miba Group in der Nova Zone der Linzer Tabakfabrik über Transformation und Innovation.
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Eine lernende Organisation werden
Wie Innovation in Unternehmen gelingen kann, weiß Patrick Rammerstorfer, Foresight Thinker und Innovationsjunkie bei proactive. Gemeinsam mit Kollegin Katharina Ehrenmüller und der Grand Garage hat er vor eineinhalb Jahren die Nova Zone ins Leben gerufen. Im Experimentierraum für Innovations- und Transformationsprozesse finden unter anderem die Lehrgänge der Innovation Agent Academy „Agile Leadership“ und „Human Centered Innovations & Design Thinking“ statt. Ein Raum, in dem neue Ideen geschmiedet und prototypisiert werden.
Schon lange beschäftigt sich Patrick Rammerstorfer mit der Frage, wie sich Unternehmen aufstellen können und müssen, damit sie in einer dynamischen Welt, sowohl strukturell anpassungsfähig sind als auch eine Kultur entfalten, die auf Offenheit und Neugier setzt. Wie Transformation tatsächlich gelingen kann – dafür gibt es kein Wunderrezept, aber einige fundamentale Basics, die den Nährboden für Veränderungen schaffen können.
Anpassungsfähigkeit ist für Transformation entscheidend. Sich anzupassen heißt nichts anderes als zu lernen. Eine agile Organisation lernt schnell, was möglich ist und was nicht. Das sieht auch Oliver Hierschläger so. Er ist Head of Digital Innovation Hubs & IT/D Strategy bei der Miba Group. Dort ist ein wesentlicher Baustein für die Transformation der internen IT-Abteilung „continous learning“. Oliver Hierschläger stellt klar: „Wir blicken immer wieder in SCRUM-Manier in Sprints auf unsere Veränderungsschritte zurück, damit wir wissen, was gut gelaufen ist. Erst dann gehen wir den nächsten Schritt.“
Theorie U: Wie sich etwas ändert
Foto: Scharmer 2009
Otto C. Scharmer stellt mit seiner Theory U klar, dass es nicht ausreicht, die Dinge, die verändert werden sollen, rein faktisch zu verstehen. Ausschließlich Argumente vorzubringen, warum ein Wandel herbeigeführt werden soll, funktioniert nur in den seltensten Fällen. Haltung und Wille zur Veränderung sind ebenso essenziell. Dabei geht es darum, in die Tiefe zu gehen, sich selbst verändern zu wollen und keine Abkürzungen in dieser Entwicklung zu nehmen.
„Ein starkes Fundament für agile Transformation haben Organisationen dann, wenn sie eine starke Kultur aufbauen, die die Transformation unterstützt und reife Persönlichkeiten agieren.“
Patrick Rammerstorfer
Eine Transformation in Organisationen erfordert also auch eine Transformation der handelnden Personen – also keine Organisationsentwicklung ohne Persönlichkeitsentwicklung. Transformation braucht Neugierde. Das ist ein Kulturthema, denn das richtige Mindset ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Veränderungsprozesse. Das gilt für Organisationen genauso wie in allen anderen gesellschaftlichen Bereichen.
Patrick Rammerstorfer, credits: Ness Rubey
Transformation: Auf neuen Wegen
Das heißt, die Akteur*innen in Organisationen müssen dazu bereit sein, ausgetretene Pfade zu verlassen und alte Identitäten hinter sich zu lassen. Genau das hat Netural getan und vor etwa fünf Jahren alte Strukturen über Bord geworfen und eingefahrene Muster aufgebrochen. Irene Bouchal-Gahleitner ist CPO bei Netural. Sie war von Beginn an in den Prozess eingebunden, das Unternehmen in eine selbstorganisierte Organisation zu transferieren. Dieser Wandlungsprozess ist nach wie vor nicht abgeschlossen, aber vieles, was in den letzten fünf Jahren verändert wurde, hat gefruchtet. Netural ist einer der führenden Dienstleister für digitale Services im Land und beschäftigt 80 Mitarbeiter*innen.
Irene Bouchal-Gahleitner, credits: Ness Rubey
„Wir haben gemerkt, wenn wir unsere Kund*innen bestmöglich betreuen wollen, müssen wir eine andere Geschwindigkeit aufnehmen.“
Irene Bouchal-Gahleitner
Hierarchische Strukturen in klassischen Organisationen verlangsamen Projekte und im Digitalbereich sind Planungshorizonte von etwa drei Monaten gängige Praxis. Das bedeutet, dass sich Unternehmen wie Netural schnell auf den Markt und die sich verändernden Bedingungen einstellen müssen. Seit 2016 entscheiden nicht mehr Hierarchien bei Netural, sondern die Fachkräfte selbst. Zwei Units (Argo und Charliere genannt) im Zentrum von Netural können unabhängig voneinander agieren. Irene Bouchal-Gahleitner erklärt: „Jede Unit kann vom Angebot bis zur Verrechnung den gesamten Projekt-Life-Cycle abdecken. Damit agieren die Mitarbeiter*innen wie Unternehmer*innen, denn sie verstehen den Gesamtprozess viel besser.“
Die neue Organisationsform ist extrem transparent. Kosten, Umsätze, Planziele liegen auf dem Tisch. Die Mitarbeiter*innen bekommen dadurch ein viel klareres Verständnis dafür, was jeder einzelne zum Erfolg beitragen kann und muss. Das bedeutet mehr Verantwortung und bei Netural auch geteilte Führung in gewählten Rollen. Fachliche, organisatorische und HR-Führung innerhalb der Units sind getrennt. Außerhalb der Units kümmern sich weiter Rolleninhaber*innen darum, dass die Units funktionieren. Jede*r in seiner Kompetenz, jede*r in seiner Stärke und jede*r solange er in dieser Rolle verbleiben möchte.
Führungskarrieren und Fachkarrieren sind damit gleichwertig – auch hinsichtlich der Entlohnung. „Jede*r Mitarbeiter*in arbeitet zu 80 % in seiner Grundfunktion und zu max. 20 % in einer internen Führungsrolle“, ergänzt Irene Bouchal-Gahleitner. Innovative Ideen, die von Mitarbeiter*innen geboren werden und das Potenzial für Größeres haben, reifen innerhalb von Netural bis sie ausgegründet werden können. Häufig gehen die Ideenbringer*innen ins neue Unternehmen mit. Das bietet Perspektiven für die Mitarbeiter*innen und fördert den Innovationsgeist. Die Neuorganisation hat bei Netural neben einer besseren Stimmung bei den Kolleg*innen auch zu weniger Personalfluktuation geführt.
Weg vom Silodenken
Ähnlich und doch anders hat sich die IT beim oberösterreichischen Traditionsunternehmen Miba verändert. Miba sieht sich heute nicht mehr nur als international tätiger Komponentenbauer für die Automobilindustrie, sondern fokussiert sich auf die gesamte Energie-Wertschöpfungskette, zur Energiegewinnung, -übertragung, der Speicherung und Verwendung von Energie. Mit der Vision: Keine Energieerzeugung ohne Miba-Technologie.
Miba durchläuft momentan eine digitale Transformation. Die Strategie für die digitale Transformation der Miba sieht klar den Fokus auf dem Ausbau digitaler Business Modelle. Das beschäftigt logischerweise die Mitarbeiter*innen der IT-Abteilung im Besonderen. Organisatorisch brauchte es Veränderung, um diese Ziele erreichen zu können. Von einer klassischen hierarchisch aufgestellten Organisation mit vielen Entscheidungslevels musste man sich entfernen und die Silos aufbrechen. Miba entschied sich für einen „Big Bang“ – die grundlegende Umstrukturierung der IT-Abteilung gelang innerhalb weniger Monate.
Die Produktionsunternehmen der Miba werden von der IT-Abteilung serviciert. Sie ist seit etwa vier Jahren in ingesamt 14 agilen Produktteams organisiert, die international besetzt sind und zusammenarbeiten. Innerhalb der Teams ist die Führung ebenfalls auf drei Rollen verteilt. Oliver Hierschläger erklärt: „Die Agile Masters, ähnlich eines SCRUM-Masters, kümmern sich darum, dass ein Produkt im Sprint gut arbeitet und koordinieren sich mit anderen Teams. Der Product Owner kümmert sich ums Stakeholder Management und das Marketing des Produkts und die People Coaches, beschäftigen sich mit den Human-Capital-Themen.“
Ein Leadership-Team bildet die Schnittstelle zur klassischen Organisation, außerhalb der IT-Abteilung. Weiters sorgen die Entreprise Architekten für die Weiterentwicklung der IT-Architektur. Um Ideen rasch ausprobieren zu können und sie zu prototypisieren hat Miba einen Innovation Funnel etabliert. Mit dem Digital Innovation Team holt sich Miba Expert*innen ins Team, die in für Miba völlig unüblichen Disziplinen arbeiten. UI/UX-Designer*innen oder Design Thinking Coaches lassen Miba über den Tellerrand hinausdenken.
„Neben den Skills, die unsere Mitarbeiter*innen ins Unternehmen einbringen, ist Kreativität ein ebenso wichtiger Problemlösungsansatz. Unkonventionelle Ideen bringen uns als Abteilung und als Unternehmen wirklich weiter. Das zuzulassen, ist ein Kulturthema.“
Oliver Hierschläger
Oliver Hierschläger, credits: Ness Rubey
Ministerium für Neugier & Zukunftslust
Inspiriert von Wolf Lotter haben Patrick Rammerstorfer und Katharina Ehrenmüller kürzlich ein „Ministerium für Neugier & Zukunftslust“ gegründet – eine Non-Profit-Initiative, die im Herbst startet und damit Neugier in der Gesellschaft kultivieren und positive Zukunftsnarrative erzählen möchte.
Innovation und Transformation, Vernetzung und Kooperation
Kreativwirtschaft ist mehr als Gestaltung. Sie bringt neue Perspektiven in Prozesse, stellt Fragen, die sonst niemand stellt und macht aus einer Idee etwas, das am Markt besteht. Wenn Unternehmen und Kreative früh und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen nicht nur schönere, sondern bessere, manchmal völlig neue Produkte und Services. Drei Projekte aus Oberösterreich zeigen, wie das konkret aussieht: was sie angetrieben hat, was sie gelernt haben und warum sie immer noch zusammenarbeiten. FalkenOhr: Wenn gemeinsames Tüfteln ein Produkt international macht Robert Mayr hatte eine klare Idee: ein Klangmöbel, das nicht nur schön ist, sondern wirklich funktioniert und Technologie, Handwerk und Design vereint. Ein HiFi-Rack für Menschen, die Audiosysteme im sechsstelligen Eurobereich betreiben und die wissen, dass das beste System nur so gut klingt wie das Möbel, auf dem es steht. Was er nicht hatte: das Material dafür. Es gab schlicht keines am Markt, das alle Anforderungen erfüllte. Die Lösung entstand gemeinsam mit Claudia Haslinger und der SFK Technologie Manufaktur in Kirchham, einer Tischlerei, die mit 5-Achs-CNC-Technologie alles von Holz bis Aluminium bearbeitet und Kund*innen von Designstudios bis zur Flugzeugindustrie bedient. Aus einem gemeinsamen Netzwerk zusammengefunden, haben die beiden über Jahre ein eigenes Verbundmaterial entwickelt, das es in dieser Form vorher nicht gab. Kein fertiger Plan, kein garantiertes Ergebnis, nur die gemeinsame Überzeugung, dass es eine Lösung geben muss. „Es hat nie geheißen: Wenn wir das probieren, kostet es. Sondern einfach: Okay, das ist die Aufgabenstellung, probieren wir es einfach. Die Kernthematik …
Wie gelingt es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Menschen gerne Verantwortung übernehmen, sich als Teil des Teams fühlen und gemeinsam etwas voranbringen wollen? Gerade durch flexible Arbeitsmodelle, unterschiedliche Erwartungen und neue Ansprüche an Führung verändert sich das Miteinander in Unternehmen. Führungskräfte stehen vor der Frage, wie sie Orientierung geben und gemeinsame Ziele stärken können, ohne dabei auf Druck oder starre Vorgaben zu setzen. In diesem Member Circle sprechen wir darüber, was es für echtes Commitment braucht. Was fördert Zusammenhalt und Eigeninitiative? Wie entsteht echte Motivation? Und was können Führungskräfte konkret dazu beitragen, dass Mitarbeiter*innen nicht nur dabei sind, sondern sich aktiv einbringen und mitgestalten wollen? In moderierten Gesprächen entstehen neue Perspektiven und konkrete Lösungsansätze für die eigene Praxis. Der kleine Kreis von ca. 10 Teilnehmer*innen ermöglicht einen direkten, fokussierten Austausch und das Lernen aus den Erfahrungen anderer. Wir diskutieren zu den Fragen: Diese Veranstaltung ist für dich, wenn… Ablauf Die Erkenntnisse des Member Circles werden dir zusammengefasst in einem Sheet geschickt. Anmeldung Die Veranstaltung ist kostenlos für Members, aufgrund der wenigen Plätze ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte melde dich HIER an. Eindrücke vom Member Circle „Besser kommunizieren mit Kund*innen“, am 21. April 2026
Acht Räume, 1.200 Jahre Prager und tschechischer Geschichte, rund 250 Schritte: Mitten im ehemaligen Kaufhaus Máj entstand mit „Back in Time Prague“ eine multimediale Zeitreise, die historische Vermittlung, räumliche Inszenierung und Entertainment miteinander verbindet.
Was passiert, wenn Wissenschaft die Labor- und Konferenzwelt verlässt und auf Künstler*innen, Festivalpublikum und völlig neue Perspektiven trifft? Seit 2020 bringt der LIT Sonder-Call der Johannes Kepler Universität Linz genau diese Welten zusammen. Forschende und Studierende entwickeln gemeinsam mit Künstler*innen Projekte für das Ars Electronica Festival. Mit einem Anspruch, der über klassische Wissenschaftskommunikation hinausgeht. Denn hier geht es nicht darum, Forschung nachträglich hübsch zu verpacken. Es geht darum, etwas entstehen zu lassen, das keine der beteiligten Disziplinen alleine hätte entwickeln können. Wir haben mit Gregor Pechmann und Denise Atteneder, dem Team hinter dem LIT Sonder-Call darüber gesprochen, warum Wissenschaft den Elfenbeinturm verlassen muss, was Kunst dabei verändern kann und warum ein Festival mit einer unverrückbaren Deadline manchmal genau der richtige Ort für Experimente ist. Wissenschaft raus aus dem Labor Als der JKU Campus 2020 erstmals zu einem Hauptschauplatz des Ars Electronica Festivals wurde, sollte die Universität nicht nur Raum zur Verfügung stellen, sondern sich auch inhaltlich einbringen. Der LIT Sonder-Call entstand vor dem Hintergrund der sogenannten „Third Mission“ von Universitäten: Neben Forschung und Lehre gehört auch der Transfer von Wissen in die Gesellschaft zu ihren Aufgaben. Der Call sollte dafür eine neue Plattform schaffen. „Wissenschaft soll nicht einfach nur zum Selbstzweck da sein. Es geht sehr viel um die dritte Mission einer Universität. Die erste ist forschen, die zweite ist lehren, und die dritte: eben diesen Wissenstransfer an die Öffentlichkeit zu ermöglichen.“, so Gregor Pechmann. Dafür werden Wissenschaftler*innen und Studierende …
Freistädter Bier hat etwas, das sich nicht einfach neu erfinden lässt: 250 Jahre Geschichte, eine starke Verankerung im Mühlviertel und eine Community, die eng mit der Marke verbunden ist. Als Freistädter Bier und die Agentur Gruppe am Park ihre Zusammenarbeit starteten, ging es deshalb nicht um einen radikalen Neustart. Es ging um die Frage: Wie lässt sich eine starke Marke weiterentwickeln, ohne das zu verlieren, was sie besonders macht? Die Antwort darauf wurde „Wir sind so frei“. Ein Claim, der Unabhängigkeit, Regionalität und die Herstellungsprinzipien der Brauerei zu einer klaren Haltung verbindet und Freistädter damit bewusst von einem österreichischen Biermarkt abgrenzt, der stark von großen Konzernmarken geprägt ist. Frei von Gentechnik, frei von Zusätzen und ohne multinationalen Konzern im Rücken: Der Claim bringt auf den Punkt, was bereits Teil der Marke war, und schafft gleichzeitig Raum für ihre Weiterentwicklung. Mit reduzierten Plakaten, pointierten Botschaften und einem Auftritt mit Ecken und Kanten wird diese Haltung konsequent in Kommunikation übersetzt. Vor allem aber rückt „Wir sind so frei“ jene Menschen stärker ins Zentrum, die Freistädter Bier seit jeher prägen. Wir haben mit Paul Steininger von Freistädter Bier und Bernhard Buchegger von Gruppe am Park über behutsame Markenarbeit, gegenseitiges Vertrauen, mutige Entscheidungen und die Frage gesprochen, warum eine starke Community für eine regionale Brauerei weit mehr ist als ein Marketinginstrument. Weiterentwickeln statt neu erfinden Die Ausgangslage bedeutete für die Gruppe am Park: genau hinzusehen. Was funktioniert bereits? Was darf keinesfalls verloren gehen? Und …
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie bauen Marken Zugehörigkeit auf – und warum funktioniert das bei einigen Marken, während andere trotz hoher Budgets kaum Resonanz erzeugen?
Am 1. Oktober ordnest du mit Sascha Pallenberg Trends für deinen eigenen Kontext ein. Gemeinsam leitet ihr erste Handlungsoptionen und Ansätze für deine eigene Roadmap ab, mit viel Raum für Fragen, Diskussionen und Austausch auf Augenhöhe.
Ob Verein, Gemeinde, Kulturprojekt oder Unternehmen: Alle stehen vor derselben Herausforderung. Aufmerksamkeit zu bekommen ist das eine. Menschen langfristig zu begeistern, das andere.Wie entsteht echte Beteiligung? Was motiviert Menschen, sich freiwillig einzubringen? Welche Rolle spielen Sinn, Gemeinschaft und Kommunikation? Und wie werden aus Interessierten Menschen, die Verantwortung übernehmen, mitgestalten oder eine Idee weitertragen?Gemeinsam werfen wir einen Blick auf erfolgreiche Beispiele aus unterschiedlichen Bereichen und diskutieren, welche Prinzipien überall funktionieren – vom Ehrenamt über Bürger*innenbeteiligung bis hin zum Community Building rund um Unternehmen. Diese Veranstaltung ist spannend für: Unsere Inputgeber*innen Katharina Häckel-Schinkinger Katharina Häckel-Schinkinger, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und ForschungKatharina ist Kommunikationsexpertin. Sie arbeitet dort, wo Worte Gewicht haben: in Krisen, in gesellschaftlichen Debatten und an den Bruchstellen des Zusammenlebens. Aktuell unterstützt sie Österreichs renommierteste Klimaanwältin Michaela Krömer und ihren Verein CLAW, Climate Law, in strategischer Kommunikation und Fundraising. Zuvor gründete sie das Social Business Habibi & Hawara mit, war 2020 Pressereferentin im Kabinett von Gesundheitsminister Rudi Anschober inmitten der größten Gesundheitskrise der Zweiten Republik und leitete mehr als vier Jahre Kommunikation und Fundraising der Caritas Österreich. Zuletzt verantwortete sie von September 2025 bis März 2026 die Krisenkommunikation von SOS-Kinderdorf. Zur Diskussion zu Gast: Michaela Reisenberger Michaela Reisenbergers Wirkungsräume sind seit jeher vielschichtig, überlappend und sich gegenseitig befruchtend. Ihre Ausbildungen in den Bereichen Kulturmanagement, Fotografie, Theater, Philosophie, und Publizistik bilden den Boden für ein wesentlich breiteres Feld, in dem sie beruflich tätig ist. 13 Jahre …
Was als entspannter Treffpunkt für unsere Members gestartet ist, hat sich mittlerweile zu einem Fixpunkt im Creative Region Kalender entwickelt. Und genau deshalb machen wir’s wieder: einen Abend lang zusammenkommen, bekannte Gesichter wiedersehen, neue kennenlernen, Ideen austauschen – und schauen, was daraus entsteht. Denn ein gutes Netzwerk lebt nicht von Visitenkarten und steifem Smalltalk, sondern von Menschen, die miteinander ins Gespräch kommen. Mittlerweile sind rund 140 Unternehmen Creative Region Members und damit part of the WE. Beim not another get together bringen wir dieses Netzwerk zusammen – unkompliziert, persönlich und im gewohnten Creative Region Vibe. Was dich erwartet: Keine Vorträge. Kein Pflichtprogramm. Kein awkward Networking. Einfach ein Abend zum Reden, Kennenlernen, Wiedersehen, Austauschen und Zusammensein. Hard Facts Die Teilnahme ist für Creative Region Members kostenlos. Bitte sichere dir trotzdem HIER dein Gratis-Ticket, damit wir wissen, mit wie vielen Menschen wir rechnen dürfen. Du bist noch kein Member?Dann ist das vielleicht die perfekte Gelegenheit, einmal reinzuschnuppern, die Community kennenzulernen und herauszufinden, ob du part of the WE werden möchtest. Melde dich dafür einfach bei Kathrin unter kathrin@creativeregion.org. Wo: Cafeteria Frédéric, Hauptplatz 6, 4020 Linz Wann: 26. November 2026, ab 17.00 Uhr HIER findest du alle Infos zur Membership Impressionen vom letztem Jahr:
Als Peter Bangelmeier 2020 nach Linz zurückkehrte, hatte er eigentlich nur einen Auftrag: das Familienunternehmen Eiler schließen. „Der Grund meiner Rückkehr war eigentlich die Aufgabe, dass ich den Eiler schließe. Das war die einzige Aufgabe, die ich damals hatte, zurückzukommen und schlussendlich alle Mietverträge zu kündigen, alle Arbeitsverträge zu kündigen.“ Wenige Jahre später wurde der eiler als bestes Schuhhandelsunternehmen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dazwischen liegen mutige Entscheidungen, kreative Zusammenarbeit und die Überzeugung, dass Tradition und Veränderung kein Widerspruch sein müssen. Darüber sprachen Peter Bangelmeier von der eiler und Wolfgang Ortner von Ortner etc. bei einem Talk im Nordico Stadtmuseum Linz im Rahmen der Ausstellung „Made in Linz“ im Gespräch mit Michaela Scharrer (Creative Region). Als Schließung geplant, als Neustart umgesetzt Für Bangelmeier war die Rückkehr nach Linz zunächst kein Herzensprojekt, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Doch statt die Türen endgültig zu schließen, begann er, Möglichkeiten auszuloten. Pop-up-Stores wurden eröffnet, neue Konzepte getestet und bewusst Signale gesetzt, dass etwas in Bewegung ist. Aus dem bisherigen Unternehmen wurde schließlich eine Neugründung. Aus „dem Eiler von früher“ sollte eine Marke entstehen, die ihre Geschichte bewahrt und gleichzeitig in der Gegenwart angekommen ist. Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein? Eine Frage beschäftigte den Geschäftsführer dabei besonders: „Kann ein Schuhgeschäft eine Marke sein?“ Die Inspiration kam aus Gesprächen mit Kund*innen. Immer wieder hörte er Sätze wie: „Ich trage Eiler Schuhe.“ Obwohl die Schuhe von unterschiedlichsten Herstellern stammten, verbanden die Kund*innen ihr Einkaufserlebnis so stark mit dem …
Am 2. Oktober tauchen wir mit Dörte Spengler-Ahrens konkreter und tiefer in ihre Arbeit ein: Anhand ausgewählter Cases gibt sie Einblicke in Kampagnen, Markenprozesse und die Entscheidungen, die hinter erfolgreichen Arbeiten stehen.
Doch wie gestaltet man eigentlich eine neue Banknotenserie für ganz Europa? Das Salzburger Branding- und Designstudio PunktFormStrich ist einer von zehn Finalisten im Wettbewerb der Europäischen Zentralbank für die Gestaltung der neuen Euro-Banknoten. Damit ist PunktFormStrich als einziges österreichisches Designstudio im internationalen Finale vertreten. Gemeinsam mit Hans-Christian Kogler, Gründer und Creative Director von PunktFormStrich, schauen wir hinter die Kulissen dieses außergewöhnlichen Designprozesses: vom Briefing der Europäischen Zentralbank über die Entwicklung einer vollständigen Banknotenserie bis zum eingereichten Finalentwurf. Für das vorgegebene Thema „Rivers and Birds“ entwickelte PunktFormStrich ein visuelles Informationssystem rund um verschiedene europäische Vogelarten. Visualisierte Vogelrufe, charakteristische Merkmale und Fluggeschwindigkeiten werden dabei zu Gestaltungselementen. Denn bei einer Banknote ist Design weit mehr als Dekoration: Jedes Detail muss funktionieren, Information vermitteln und gleichzeitig Vertrauen schaffen. Im Talk sprechen wir darüber, wie Gestaltung für ein Medium funktioniert, das potenziell Millionen Menschen über Jahrzehnte begleitet. Wie viel gestalterische Eigenständigkeit verträgt eine Währung? Wie lassen sich Ästhetik, Information, Sicherheit und Barrierefreiheit miteinander verbinden? Und welche Verantwortung entsteht, wenn Design plötzlich gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung bekommt? Wir sprechen darüber, Ein Talk über Gestaltung, Verantwortung und die vielleicht außergewöhnlichste Designaufgabe überhaupt: das Geld, das wir täglich in der Hand halten. Über PunktFormStrich PunktFormStrich ist ein Branding- und Designstudio aus Salzburg. Das Studio entwickelt Markenidentitäten und visuelle Systeme, die Strategie in Gestaltung übersetzen und Orientierung schaffen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Wiedererkennbarkeit und Ästhetik, sondern die Frage, wie Design langfristig Wirkung entfalten und kulturelle Relevanz entwickeln kann.
Individuelle Beratung für deine Business-Herausforderungen Neue Impulse und frische Perspektiven Du stehst vor einer strategischen Entscheidung, suchst nach neuen Wachstumschancen oder brauchst einen ehrlichen Blick von außen? In einer 1:1-Session analysieren wir mit dir gemeinsam deine aktuelle Situation, reflektieren Herausforderungen und skizzieren konkrete Lösungswege. So funktioniert es: Falls dein Anliegen eine tiefere Fachexpertise benötigt, vernetzen wir dich mit passenden Expert*innen. Für wen ist das Format geeignet? Dieses Angebot richtet sich an Einzelunternehmer*innen und kleinere Unternehmen, die sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiederfinden: Typische Themen, bei denen wir unterstützen: Unsere Expertise Als Organisation sind wir seit 2011 in der Kreativwirtschaft tätig, zudem bringen unsere Team-Mitglieder mehrjährige Berufserfahrung aus anderen Bereichen mit. Wir haben bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt und viele Unternehmen vom Start weg begleitet. Unser tiefgehendes Know-how und Kenntnisse der Herausforderungen der Kreativwirtschaft ermöglichen es uns, praxisnahe und umsetzbare Empfehlungen zu geben. Mit diesem kompakten Format bieten wir dir eine effektive Beratung, die dich und dein Business direkt weiterbringt. Vereinbare einen Termin! Schreib eine E-Mail an kathrin@creativeregion.org mit deiner Telefonnummer.Wir rufen dich zurück und vereinbaren einen Termin. Wir freuen uns auf den Austausch mit dir! Members only – HIER findest du alle weiteren Vorteile der Membership. Bei Fragen wende dich bitte an kathrin@creativeregion.org
Bühne und Sichtbarkeit, Kreativität und Regionalentwicklung
Sieben Jahre. So lange dauert es durchschnittlich, bis bei Betroffenen Endometriose diagnostiziert wird. Sieben Jahre voller Unsicherheit, Schmerzen und oft frustrierender Arztbesuche. Das Linzer Start-up Diamens möchte diesen Weg verkürzen. Die Gründerinnen entwickeln einen Test, der Endometriose anhand von Menstruationsblut diagnostizieren kann – einfach, niederschwellig und von zu Hause aus anwendbar. Doch hinter der Innovation steckt mehr als medizinische Forschung: Es geht auch um Design, Kommunikation und die Frage, wie man Frauen dort abholt, wo sie Antworten suchen. Wir haben mit Mitgründerin Angelika Lackner über die Entstehung von Diamens, die Bedeutung nutzer*innenzentrierter Entwicklung und den gesellschaftlichen Impact des Projekts gesprochen. „Wir haben festgestellt: Für Menstruationsblut gab es praktisch keine Standards.“ Wie ist die Idee zu Diamens entstanden? Diamens steht für „Diagnose aus Menstruationsblut“. Der Ursprung der Idee lag in der wissenschaftlichen Forschung: Im Rahmen einer bioinformatischen Biomarker-Identifikationspipeline konnten potenzielle Biomarker für Endometriose identifiziert werden. Daraus entstand die Frage, wie diese möglichst patientinnenfreundlich genutzt werden könnten. Das Gründerinnenteam beschäftigte sich daraufhin intensiv mit Menstruationsblut als diagnostischem Probenmaterial – und stellte fest, dass es hierfür praktisch keine etablierten Verfahren gab. „Für Hautproben, Haarproben oder verschiedenste Gewebearten gibt es standardisierte Laborprotokolle. Für Menstruationsblut gab es praktisch nichts.“ Diese Erkenntnis war der Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Diagnostiklösung, die dort ansetzt, wo die Erkrankung ihren Ursprung hat: beim Menstruationszyklus selbst. Aus der Kombination dieser beiden Erkenntnisse entstand die Idee, Menstruationsblut als bislang kaum genutztes diagnostisches Probenmaterial zu erschließen. Aufgrund seiner engen biologischen Verbindung zum …
AI-generated images are everywhere, but do they actually change how architecture is designed? In most practices, AI is still used as a post-production tool. This workshop proposes a different approach: AI as an active design partner, embedded from early research and concept development to geometry, communication, and final presentation. Rather than focusing on image-making alone, the workshop explores how AI reshapes decision-making, iteration, and design thinking. Your Upgrade We move from “AI as renderer” to “AI as design intelligence.” Participants will learn how to integrate AI across: The goal is not better images, but optimized design processes. What We’ll Work On Part 1 — AI in the Creative & Concept Phase (Midjourney) Part 2 — AI in Architectural Communication (Claude) Part 3 — From Geometry to Production (ComfyUI) Part 4 — Reflection & Critical Discussion Who This Is For This workshop is primarily designed for architects, spatial designers, exhibition designers, and interior designers – professionals who work with space, atmosphere and built environments. The tools and workflows are equally relevant for creative professionals and art directors who want to build visual worlds and AI-supported presentation material. What You’ll Take Home What to Bring Please be aware that this workshop will be held in English so conversational skills are necessary. Date & Schedule 12 November 2026 Tickets & Prices Tickets for companies with up to 19 employees (including sole proprietors): €375 excl. VAT (€450 incl. VAT) – each valid for one …